tag:blogger.com,1999:blog-80091240036446752992008-07-26T12:26:55.680+02:00ambrosius. konnotationenAmbrosiusnoreply@blogger.comBlogger498125tag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-89500946261948408492008-07-26T12:18:00.004+02:002008-07-26T12:26:55.712+02:00Das frustriert sogar Gott"Im Grunde muß Gott verzweifelt und verwirrt sein! Ich stelle ihn mir vor, wie er dasitzt, verdutzt und verdattert, ratlos ... eben hat er gesagt, was er denkt, hat Gerechtigkeit widerfahren lassen. Da kam einer daher, ein Sozialarbeiter, ein Psychologe, und erklärte das, WAS er soeben getan hatte, zu etwas ganz anderem: das sei natürlichen Ursprungs, erklärbar aus dem und dem Grunde, das sei Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-20237222451060574962008-07-26T11:31:00.006+02:002008-07-26T12:16:59.990+02:00Fin de siècle"Würde man mich fragen, was das bestimmendste Lebensgefühl der jüngeren Vergangenheit war, ja des ganzen 20. Jhds., so würde ich sagen: Die Angst, daß morgen nicht mehr geht, was heute noch geht; weshalb ich heute - und wenn es unvollkommen ist - alles ausreize, weil es morgen nicht mehr möglich sein könnte. Das ist die eigentliche Zukunftsangst, der ein Verhindernmüssen der Zukunft zugrundeliegtAmbrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-49354614303520120272008-07-26T11:11:00.003+02:002008-07-26T11:27:04.653+02:00Da waren doch mal Gewinne? - Gewinne?Aus einem Bericht des Deutschland-Radio: Etwa die Hälfte von Nordrhein-Westfalen ist durch den Bergbau der letzten 150 Jahre so verändert, daß der Mensch nie mehr dort wird wohnen können, ohne laufend Maßnahmen zu setzen, die eine Bewohnbarkeit gewährleisten: In erster Linie durch ein nunmehr erfolgendes allmähliches Absinken des Landes über den Bergwerken. Teilweise wären riesige Landstriche Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-73930212140532485222008-07-26T09:30:00.006+02:002008-07-26T10:21:04.015+02:00Jargon der medial konsumablen Tiefe"Wir müssen lernen, daß es in jedem Augenblick etwas gibt, an dem wir uns erfreuen können." Nehmen Sie noch eine Erdbeere zum Frühstück! Claudia Stöckl schenkt ihm Kaffee nach. "Ah, wunderbar." "Wenn man an etwas leidet, dann kann man sich immer fragen, was das Gute darin ist." (Vielleicht sollte er mal darüber meditieren, was "gut" ist - und was es ist, aus einem Mangel an Gut noch etwas zu Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-26695330660393642422008-07-26T08:46:00.005+02:002008-07-26T09:13:48.656+02:00Was war das für ein Scheiß-Volk"Als wir in Hitler's Wohnung in Berlin gekommen sind, haben sich die übrigen Soldaten um Devotionalien gekümmert - mich haben seine Bücher viel mehr interessiert. Und da waren Briefe, z. B. der Liebesbrief eines Teenagers, den hat er aufgehoben, oder das Treuebekenntnis von 1923 von Himmler, Göring usw. usw., ein ganzes Blatt. Da war auch die Gesamtausgabe von Karl May, natürlich. Mich hat Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-70759228149557142922008-07-25T20:14:00.005+02:002008-07-25T20:27:12.898+02:00Die drei Wurzeln eines StaatesDie Regierungsauffassung von Bismarck - sofern sie sich überhaupt klar abstrahieren läßt, weil sie doch zu sehr in seiner Person gründete - war dergestalt, daß das Parlament wohl seinen Senf zu allem dazugeben konnte, aber wirklichen Einfluß hatte es nicht. Die Obrigkeit, schreibt Golo Mann, war für ihn nicht der Exekutivausschuß der Nation, im Kern identisch mit ihr, sondern eine Macht für sich,Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-58070396931907069982008-07-25T17:51:00.004+02:002008-07-25T18:05:02.085+02:00Neues ProletariatMan hat völlig übersehen, daß das Entstehen einer neuen Stufe der Zivilisation - ich sage nicht: höheren! nur: anderen! - einen völlig neuen Typus von Charakter und Mensch bevorzugt, ja schafft. Jener Typus, der zuvor in der Geschichte des Abendlandes wenig bis keine Rolle spielte, der verachtet war: der stumpfe, primitive, auf den Endzweck und die Phänomene ausgerichtete Mensch und Charakter, Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-61190120050720392162008-07-25T15:11:00.006+02:002008-07-25T15:30:51.656+02:00Ehe = sinnlos; die nächsteTitelverlinkung: Artikel im Kurier Natürlich ist es nicht direkt zu deuten, wenn man die Menschen fragt, was sie für den Grund für Scheidungen halten. Dann käme es wohl kaum dazu, wäre das besser bekannt. Interessant ist viel mehr der völlige Vertrauensverlust in die Institution, der sich abzeichnet. Und der Glaube, daß an Scheidungen wie am Gelingen schlicht einfach und nur die Partner selbst Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-74921382372817331002008-07-25T13:17:00.002+02:002008-07-25T13:20:09.574+02:00Realistischeres Bild von Schwarzen Löchern (aus: der Standard) Der Galaxie erstmals ins Herz geschaut Mit Hilfe von Polarisationsfiltern konnten Astronomen die Existenz von Akkretionsscheiben experimentell bestätigen Bonn - Astronomen haben erstmals Materiescheiben in aktiven Sternsystemen beobachten können: Mit Hilfe sogenannter Polarisationsfilter erkundeten die Forscher die stark leuchtenden Kernbereiche weit entfernter SternsystemeAmbrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-1758338163029152862008-07-25T11:04:00.007+02:002008-07-25T11:56:57.143+02:00Leben der Vielfalt wegenDer Punkt des Bestehens fällt im Empfinden und Denken in seinen Teilen Dauer und Sein an sich ins Dasein zusammen. Dasein, konstituiert überhaupt nur durch Dauer, ist immer auf Ewigkeit hingerichtet. So auch das Leben, wo man erst unbewußt, schließlich, mit dem Alter, bewußt Dinge sucht, die einen überdauern, die bleiben. Als gienge es im Leben darum, den Bestand der (nicht endenden) Welt Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-11860216267955851302008-07-25T09:57:00.005+02:002008-07-25T10:20:10.434+02:00Vom Reich zur IdeeDer Gedanke eines geeinten Europa - der ohne Frage auf einen Bundesstaat Europa hinauslief wie -läuft, entsprechend ist die Idee von vereinten Nationalstaaten längst historisch gescheitert - trug stets den Zug einer "letzten Chance". Schon im 19. Jahrhundert zeichnete sich eine Weltkonstellation ab, die Europa marginalisierte, weil die weltweiten Mächte Nordamerika, China und Rußland hießen. Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-23618368503079816592008-07-25T09:31:00.005+02:002008-07-25T09:54:53.477+02:00ModernisierungsverliererDer Wucht, mit der die moderne Welt des Technizismus, Materialismus, Demokratismus, der Wissenschaftshörigkeit über Europa und die Welt hereinbrach, war Österreich nach Metternich schlicht nicht mehr gewachsen. So, wie der Konservative kein Zukunftskonzept hat weil haben kann, weil sein Bestreben darauf abzielt, daß nichts sich ändere, so stand Österreich hilflos den Entwicklungen gegenüber. DieAmbrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-73608483906550125352008-07-23T19:41:00.003+02:002008-07-23T19:45:21.410+02:00Auf Erden den HimmelEin neues Lied, ein besseres Lied, O Freunde, will ich euch dichten: Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten. Wir wollen auf Erden glücklich sein, und wollen nicht mehr darben, Verschlemmen soll nicht der faule Bauch, Was fleißige Hände erwarben. Es wächst hienieden Brot genug Für alle Menschenkinder, Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust Und Zuckererbsten nicht minder. Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-4587133560433103532008-07-23T14:46:00.004+02:002008-07-23T15:53:00.167+02:00Feymann Lt. Bericht im Kurier (Titelverlinkung) darf der Zeichner im Dienste der Krone für keine weiteren Medien mehr zeichnen. Er könnte zu scharf und unkontrolliert zeichnen. Nach der Karikatur glaubwürdig. Die Kronen Zeitung wird sich also noch mehr ihrer Verantwortung bewußt, könnte man meinen. Der gemäß spielt Wahrheit nur noch eine Rolle, die mit dem in den Augen der Kronen Zeitung-Macher Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-13998990094843338102008-07-23T12:07:00.001+02:002008-07-23T12:25:47.743+02:00Medien hier, Leben dortBei Rückkehr nach längeren, ja langen Abwesenheiten (und Medienabstinenz) läßt sich staunend feststellen, daß man absolut nichts versäumt hat: Was auch immer die Zeitungen etc. mit Nachrichten über Inlandspolitik in den vergangenen Zeiträumen füllte - es muß irrelevant gewesen sein. Der Stand der Geschehen nämlich hat sich nicht verändert. Erkennbar auch am Gespräch mit Nachbarn und Bekannten - Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-71534863816476852482008-07-23T09:12:00.006+02:002008-07-23T10:20:48.314+02:00Wirklich ist vernünftigEin berückender Gedanke bei Hegel: Die Identität des Vernünftigen mit dem Wirklichen. Wirklich ist nur, was vernünftig ist. Rasch findet sich die Brücke zum "Göttlichen" als dem Logos, bei Hegel jedoch unpersönlicher Weltgeist. Alles Unvernünftige stirbt somit von selbst ab, welkt ab, fällt ins Nichts. Soweit zu ihrem fatalistischen Zug. Erst im Willen, der Vernünftiges will, konstituiert sich Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-16284516473633352182008-07-22T14:08:00.004+02:002008-07-22T14:24:55.429+02:00Noch 8 Prozent Volk.Golo Mann stellt in "Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts" die Frage, ob das alte Preußen nicht ein Staat war, der sein Volk gesucht hat. Um nicht zu sagen: dem es egal war, welches Volk er regierte. Ähnliches könnte man sich fragen liest man die Titelschlagzeile einer gestrigen Wiener Gratiszeitung: 92 % der Unverheirateten Österreichs lehnen Ehe aus Angst vor den Folgen ab. Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-17801775169923579682008-07-19T19:54:00.005+02:002008-07-19T20:02:02.986+02:00Lieber schwul, als verheiratetSingle-Frauen sind in den USA bereits die zweitgrößte Schichte unter den Hauskäufern! Frauen, die keinen Partner mehr finden, erfolgreich und zumeist akademisch gebildet sind, und einfach eines Tages darangehen, ihr eigenes Nest zu bauen ... "Es ist die erste Generation von Frauen, die dazu erzogen worden sind, in ihrem Leben das zu tun, was sie selber wollen." Noch dazu wollen diese Frauen - Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-57695641609361994252008-07-18T07:58:00.004+02:002008-07-18T08:03:55.432+02:00Darwin und Thomas"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand." Diese Aussage hat nicht nur Thomas von Aquin gemacht, sondern auch für Charles Darwin war sie wesentliche Eigenschaft der Welt, die er durch Beobachtung verifiziert meinte, und deshalb in seinen Schriften grundlegend festhielt. Der springende Punkt ist ein anderer: Was Natur definiert, was Natur und natürlich ist. Kann sie Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-48083743007289820912008-07-15T08:05:00.003+02:002008-07-15T08:09:23.084+02:00Ohne AuswegIn den Augen von Golo Mann war es einer der schwersten Fehler der Intelligenz der Zwischenkriegszeit (Weimarer Republik), zu kritisieren (wenn es auch noch so berechtigt war), OHNE eine Alternative anbieten zu können. Das hat in seinen Augen den Weg für Hitler am stärksten geebnet: der vorgab, eine Alternative zu sein weil zu besitzen.Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-4035774201321980832008-07-15T07:58:00.005+02:002008-07-15T08:04:16.608+02:00Gleich im NeidEines der Charakteristika der Demokratie ist für Tocqueville, daß sie davon lebt, daß der Einzelne, "Gleiche", darauf hofft, eines Tages die übrigen zu diktieren. Weshalb er jene schwächt, um die Zentralmacht zu stärken, gleichzeitig den Zugang zu ihr zu beherrschen sucht, um ihn ihm gemäß zu gestalten. Der Einzelne wird aus den staatlichen Zentralvorgängen regelrecht eliminiert, indem er durch Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-70195058529249240152008-07-15T07:40:00.007+02:002008-07-15T07:56:54.949+02:00VorhersageEs stockt einem der Atem, liest man, was Alexis de Tocqueville in "Über die Demokratie in Amerika" 1835 geschrieben hat. Denn die Zutreffendheit seiner Analysen sowie der Prognosen ist beeindruckend. Und sofort beängstigend, weil man sich fragt, ob denn das keiner gelesen habe. (Zumindest damals war T. ein Bestsellerautor.) Bis man realisiert, daß Tocqueville's Prognosen nicht (mehr) als Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-52355556392219589762008-07-13T13:21:00.004+02:002008-07-13T13:24:52.230+02:00Von Heidegger'schem Unsinn"Die Studenten, wie ich sie in den Vorlesungen antraf - keiner hatte eine Ahnung, wovon Heidegger überhaupt sprach. Auch Heidegger selbst nicht. Ich fand es faszinierend, daß jemand, der so einen Unsinn verzapfte, so berühmt werden konnte." Filmregisseur Klaus Lemke über seine einzige Zeit an einer Universität: in einem Proseminar von Martin Heidegger in den 1960er Jahren.Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-65457533540582271032008-07-13T13:02:00.004+02:002008-07-13T13:09:40.472+02:00Faszination USA"Wir waren fasziniert von der Maschinerie, wie sie die USA aufbieten konnte, wie sie in den Filmen von John Ford rüberkam. Wir wären am liebsten selber in Vietnam einmarschiert - und hätten dabei gleichzeitig dagegen protestiert. Die USA faszinierte uns, wir wollten daran teilnehmen." Klaus Lemke im Radio-Interview.Ambrosiusnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-8009124003644675299.post-54440618633877427182008-07-13T12:47:00.005+02:002008-07-13T13:08:55.675+02:00Terroristen oder FilmstarsDer Regisseur Klaus Lemke, der u. a. mit Uschi Obermaier, Ulrike Meinhoff etc. in den 68ern in einer Kommune zusammengelegt hatte, im Interview: "Eigentlich wollte Baader zum Film, aber da wollte ihn keiner. Und da war auch unsere wirkliche Gemeinsamkeit: im Reden über amerikanische Filme, die eigentlich als faschistisch galten, die keiner wollte, wir aber liebten - mit Wayne etc. Alles was da anAmbrosiusnoreply@blogger.com