tag:blogger.com,1999:blog-77522972008-04-15T21:09:03.075+02:00NachrichtenDie Denkernoreply@blogger.comBlogger28125tag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-65853186213431231162007-05-08T23:33:00.000+02:002007-05-08T23:55:15.118+02:00Zur "Komatrinken"-DiskussionDas Bedenkliche an der momentan in Österreich stattfindenden Diskussion rund um das nunmehr so genannte "Komatrinken" der Jugendlichen ist meines Erachtens, dass es <a href="http://www.diedenker.org/data/staat-archiv.html">dem Staat</a> bzw. <a href="http://www.diedenker.org/konkurrenz.html#elite-masse">der Masse</a> als Grund dafür dient, übermäßig in die <a href="http://www.diedenker.org/data/freiheit/freiheit-textstellen.html">Freiheit der Individuen</a> einzugreifen. So war heute von dem Fernsehmedium initiiert schon in Diskussion, ob der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen verboten werden soll: <span style="font-style: italic;">Willkommen (US-)Amerika, Land der Freiheit!</span> müsste man sodann wohl rufen.<br />Natürlich ist auch das "Komatrinken" bedenklich und Bevormundung von wenig reifen Kindern und Jugendlichen oft positiver als deren Abwesenheit, doch muss man sich einerseits fragen, ob diese Aufgabe die Eltern nicht besser übernehmen können, und andererseits, ob es nicht in jedem Fall besser ist, aufzuklären bzw. junge Menschen gewisse Negativerfahrungen auch machen zu lassen (zumindest, sofern sie nicht zu irreparablen Schäden führen) als vorbeugend zu bestrafen und zu verbieten. Man denke bspw. an frühere Generationen, welche noch "mit harter Hand" (seitens der Eltern und/oder seitens des Staates) erzogen worden sind, und frage sich, ob diesen die strenge Erziehung wirklich gut getan hat. Wenn einem dann frustrierte Alte in der Midlifecrisis, Nazis, o.ä. einfallen, so wird die Diskussion rund um die "abartige" und über zuviel Freiheit verfügende Jugend vielleicht langsam weniger klar als sie momentan in den Medien dargestellt wird (sofern sie überhaupt vorhanden ist).obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1173985810811943352007-03-15T20:59:00.000+01:002007-03-15T21:42:24.180+01:00Zur Abschaffung der Erbschaftssteuer in ÖsterreichGenauso wie eine Erbschaftssteuer von 100% eine Extremposition ist, ist überhaupt keine Erbschaftssteuer zu verlangen ein Extrem. Und Extreme bergen immer eine höhere Gefahr, während hingegen <a href="http://www.diedenker.org/2006/04/zur-goldenen-mitte.html">Mittelwege ein höheres Potenzial bergen</a> würden. Das kann erfahrungsgemäß unabhängig von den Vor- und Nachteilen einer Erbschaftssteuer gesagt werden.<br />Wie dem aber letztlich auch sei, unbestritten dürfte sein, dass die Senkung der Erbschaftssteuer eine Erhöhung der sozialen Ungleichheit zur Folge hat (wenn man davon ausgeht, dass sich Kapital akkumuliert und so leichter privat konzentriert). Und da stellt sich natürlich die Frage, wie die österreichischen <span style="font-style: italic;">Sozialdemokraten</span>, deren Macht wieder deutlich stärker geworden wäre, seit das Wählervolk nach Ihnen verlangt hat,<span style="font-style: italic;"> </span>die politisch <span style="font-style: italic;">anti-solidarische</span> <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=2804574"><span style="font-style: italic;">Abschaffung </span>der Erbschaftssteuer Mitte 2008</a> zulassen können. Noch fragwürdiger ist diese Aktion bzw. Nicht-Aktion der SPÖ, nachdem seit ihrem Wiedererstarken bereits das Wahlversprechen mit der Abschaffung der Studiengebühren gebrochen und die Arbeitszeitregelungen in gewissen Bereichen zugunsten der Unternehmer (und aus rein finanzieller Sicht auch zugunsten der bereits in diesen Bereichen Arbeitenden) gelockert wurden.<br />Doch ganz richtungsunabhängig stellt sich bei dieser politischen Aktion (oder eher: Destruktion) wiedereinmal die Frage nach der politischen Vernunft bzw. der Vernunft der Politiker.obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1170362390624742702007-02-01T21:25:00.000+01:002007-02-01T22:34:27.836+01:00RichtungsweisendMehr geschäftliche Freiheit und mehr private Unfreiheit - das scheint die<br />momentane Tendenz zu sein.<br /><br />Das Pendel schwingt wieder von links nach rechts.<br /><br />(Erdacht, nachdem in den Nachrichten zuerst von der Ausweitung der gesetzlich zulässigen Arbeitszeiten - und das in <a href="http://www.diedenker.org/2006/02/die-gute-seite-der-arbeitslosigkeit.html">Zeiten erhöhter Produktivität und Arbeitslosigkeit</a>! - und dann von der Einschränkung der Raucherfreiheiten - und das ist nicht der einzige Bevormundungsversuch, von welchem man in letzter Zeit vermehrt hört- berichtet wurde. Zur politischen Bevormundung zugunsten unserer Gesundheit - wobei meist hauptsächlich die physische gemeint ist - lässt sich auch kritisch anmerken, dass bei gesundheitlich bedenklichen - aber gewinnbringenden - Dingen wie der Gentechnik oder Lebensmittelzusatzstoffen nicht oder gar gesundheitsschädlich oder zumindest -gefährdend bevormundet wird - was natürlich gewisse Zweifel am Wohlwollen der PolitikerInnen hervorrufen sollte.)obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1152639415028544102006-07-11T19:00:00.000+02:002006-07-11T19:36:55.246+02:00Zum Umgang mit der Verfassung allgemein......und speziell zum "Kärntner Ortstafelstreit", der für die Verantwortlichen offensichtlich nicht zu bereinigen ist, möchte ich nun doch einmal meine Meinung anbringen, wenn ich damit auch Gefahr laufe, als sehr rechts und FPÖ-/BZÖ-/Haider-nah eingestuft zu werden. Die Fragen, die ich mir nämlich im Laufe der andauernden Berichterstattung zu den zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten mit der Zeit gestellt habe und die ich gerne (mit)teilen würde, sind die folgenden: Sind die Kärntner Slowenen bzw. deren Vertreter nicht mindestens genauso stur wie Haider&Co.? Sind zweisprachige Ortstafeln denn wirklich so bedeutend, dass man daran einen Streit aufhängen muss?<br />Ein Minderheitenschutz in einer Demokratie ist wichtig, doch stellt sich die Frage, ob er nicht zu weit geht, wenn damit nur Fremdenfeindlichkeit (gemeint auch gegenüber ur-österreichischen Minderheiten) provoziert wird. Ich jedenfalls möchte, selbst wenn es mir rechtlich zusteht, nicht darauf pochen, dass die Ortstafeln im ausländischen Ort, in dem ich (angenommen) lebe, auch in meiner Sprache beschriftet werden. Erstens, weil ich wüsste, dass das ein Eingriff in eine gewachsene Tradition ist, die viele stören würde. Und zweitens, weil ich diesen Eingriff einfach nicht für wichtig halten würde, da ich nicht glauben würde, dass zweisprachige Ortstafeln meine Situation als Minderheit fremdländischen Ursprungs verbessern würden.<br />Eine (richtige) Verfassung halte ich für etwas positives, weil durch sie das Staatshandeln unter der Zustimmung einer (sehr) qualifizierten Mehrheit (theoretisch aller, aber einige Abtrünnige würde es wohl immer geben, weshalb man sich mit einer "sehr" qualifizierten Mehrheit begnügen sollte, sofern man einen Staat unter gewissen Umständen als bereichernd sieht), also dermaßen, dass es fast allen zugute kommt (wenn es dafür unter Umständen auch sehr beschränkt ist), geregelt wird. Und genauso finde ich es positiv, wenn Minderheiten in einem Mindestmaß vor der sehr qualifizierten Mehrheit ("dem Volk") geschützt werden (z.B. wenn diese die brutale und erzieherisch antiquierte Todesstrafe will). Doch anstatt aus einer Lappalie wie zweisprachigen Ortstafeln (zumindest kam mir bis jetzt trotz ausführlicher Medienberichterstattung noch kein überzeugendes Argument unter) ein großes Problem zu machen, wäre es meiner Meinung nach viel bedeutender, den Umgang mit der Verfassung und die von ihr gewährte politische Freiheit zu thematisieren. Mir scheint nämlich, dass mit der Verfassung viel zu sorglos umgegangen wird (d.h. Verfassungsgesetzte ohne die Zustimmung einer sehr qualifizierten Mehrheit erstellt, geändert und abgeschafft oder umgangen werden) und die Politik über zuviel Freiraum verfügt, wodurch der Staat immer volksferner (und dadurch weniger nachhaltig und weniger pareto-optimal) wird.obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1151677000051354582006-06-30T16:14:00.000+02:002006-06-30T16:16:40.063+02:00Lasst China wachsen!Immer wieder ist in betont tragischer Weise (selbst in seriösesten Berichten) vom unheimlichen Wirtschaftswachstum Chinas die Rede. Da müsste es kritischen Geistern umso tragischer erscheinen, dass nie versucht wird, die positive bzw. natürliche Seite von Chinas überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum aufzuzeigen: ist es denn nicht in der Natur meistens so, dass etwas Unterentwickeltes schneller wächst als etwas Weiterentwickeltes?<br /><br />Man vergleiche China mit einem Kind und die weiterentwickelten Länder mit Erwachsenen: erscheint es dann nicht schon natürlicher, dass China schneller (nach-)wächst? Und erscheint es dann nicht übertrieben egoistisch, nationalistisch, gar rassistisch oder einfach ungut, zu versuchen, das Kind am Wachstum zu hindern bzw. es ihm abzuwünschen?<br /><br />Die Vorwürfe, das Wirtschaftswachstum Chinas gehe auf Kosten der Menschen(rechte) und der Natur, sind wohl auch meist nicht mehr als vorgeschützte Argumente: dass das Wirtschaftswachstum auf sozial und ökologisch hohen Kosten basiert, ist nicht zu bestreiten; doch welche andere Möglichkeit steht einem unterentwickelten Land zur Verfügung? Die Zeit, zu welcher sehr unterschiedlich entwickelte Länder solidarisch agierten, sind schon eine Weile vorüber und internationaler Kommunismus wäre angesichts kommunistischer Erfahrungen wahrscheinlich auch kein nachhaltiges Modell. Dürfen sich also weiterentwickelten Länder über unterentwickelte beschweren, wenn sie nicht wirklich bereit sind, deren Entwicklung aktiv zu unterstützen oder sie zumindest fair zu behandeln?<br /><br />Es wäre produktiver, würden weiterentwickelte Länder ihre Eigeninteressen zugunsten aller (längerfristig bzw. umsichtig auch ihrer selbst!) ein wenig zurückstellen, sich an der Entwicklung unterentwickelter Länder freuen und diese positiv nutzen.obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1143808208472156452006-03-31T14:29:00.000+02:002006-03-31T14:30:08.483+02:00Zu den Studentenprotesten in FrankreichIn Einklang mit dem Essayisten und Wahlfranzosen Philipp Blom finde ich auch, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn junge Menschen (v.a. angesichts eines großen Staates, meine ich) demonstrieren (sich auch politisch für ihr Wohl engagieren). Doch seine Meinung, dass es uns künftig allen schlechter gehen wird, teile ich nicht. Denn ich glaube nicht an eine Negativ-Entwicklung und kann mir nicht vorstellen, dass die Situation zu meiner Lebzeit einmal so schlecht sein wird, als dass ich mir wünschen werde, zur "Zeit meiner Eltern" (oder gar Großeltern) gelebt zu haben. Zwar hat es in der Geschichte schlimme, (zumindest kurzfristig) rückentwickelnde Ereignisse gegeben (Kriege, Untergänge von Nationen, etc.), doch Glaube ich diesbezüglich an die Lernfähigkeit des Menschen. Und in diesem Zusammenhang glaube ich auch nicht, dass es ein Reichtumsverlust sein muss, wenn wir womöglich mit weniger individuellen finanziellen Mitteln auskommen müssen. Denn schließlich ist bspw. große internationale Ungleichheit (in einem finanziellen Sinn) auch ein Problem, weshalb man sich bspw. auch bewusst sein muss, was man tut, wenn man die "Billiglohnkonkurrenz" nur als Bedrohung sieht. (Zu Blom´s Aussagen siehe die Tageszeitung Der Standard vom 25./26. März, S. 43; die Studentenproteste im März 2006 in Frankreich richteten sich übrigens gegen ein Gesetz, das den Kündigungsschutz von jungen Menschen auflockert; diesbezüglich kann noch - wie teils auch von Blom - auf die gute Seite davon aufmerksam gemacht werden: so kann die Verpflichtung der Unternehmer durch den Kündigungsschutz dazu führen, dass sie lieber gar niemanden einstellen - das ist auch der Hauptgrund des Gesetzes; außerdem ist ein wenig "Flexibilitätstraining" bzw. "Nötigung" - bzw. Chance! - zu unterschiedlichen Arbeitserfahrungen für junge Menschen vielleicht nicht von Nachteil ...)obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1139305985356767362006-02-07T10:40:00.000+01:002006-03-16T20:25:13.556+01:00Bildungsfeindliches Österreich?Zumindest die finanziellen Daten sprechen dafür. Hoffnung spendet die Unbeliebtheit der österreichischen Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.<br /><br />"Bildungsministerin Elisabeth Gehrer ist die umstrittenste Ministerin der Regierung. Ihre Popularität ist im Keller... Die Bildungsquote sinkt seit Jahren... Am untersten Ende der Skala: Ihre 'Performance' ist alles andere als zufrieden stellend, dennoch wird sie [seit 1995] nicht abgelöst... Weniger Akademiker, sinkende Bildungsquote: ... Die Bildungsquote ist insgesamt rückläufig... Der Anteil der 15- bis 19-Jährigen, die sich weder in Ausbildung befinden noch beschäftigt sind, stieg zwischen 1998 und 2003 von 6,6 auf 10,2 Prozent... 35% aller Jugendlichen können in Österreich ein Studium aufnehmen. Im OECD-Schnitt sind es 53%... Die Akademikerquote liegt bei nur 15%; im OECD-Mittel sind es 24%." (Wirtschaftsmagazin "Trend" 1/06, S. 44-50)<br /><br /><em>Eliteuni in der Pampa?</em><br /><br />Da wird sich "die Elite" aber freuen, in <a href="http://www.gugging.net" target="_blank">Gugging in Niederösterreich</a> (auch wenn es laut Schüssel nur 13 Minuten von Wien entfernt liegt) forschen, lehren und studieren zu dürfen. Das international renommierte Wien hätte ja schließlich für junge und alte helle Köpfe wirklich nichts zu bieten (v.a. nicht eine sehr hohe finanzielle Unterstützung...). Und schließlich wird es für die Wissensproduktion förderlich sein, wenn "die Elite" in den wahrscheinlich entstehenden Elitefreizeiteinrichtungen gepflegt unter sich Konversation treibt. (ob)<br /><br /><a href="http://www.diedenker.org/2006/02/da-mag-kommen-was-wolle-schssel-hlt.html">Kommentar von Mitdenker Africa: "Da mag kommen was wolle. Schüssel hält an Gehrer fest"</a>obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1137689384240619082006-01-19T17:37:00.000+01:002006-01-19T17:49:44.280+01:00Jetzt schlägt´s schon wieder 13!"<a href="http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/ausland/europa/1818576,cc=000000160300018185761PdRha.html" target="_blank">Antwort auf den Terror: Chirac droht mit dem Einsatz von Atomwaffen</a>" (GMX am 19.1.06)<br /><br />Und das von Seiten eines "zivilisierten" ("vorbildlichen") Landes(vertreters)! Kann diese Art der Machtdemonstration denn noch "gut" bzw. kann die Aug um Aug-Taktik denn jemals (und vor allem bei Verwendung solch destruktiver Waffen) gut sein? Und wer würde bei einer solchen Konfrontation wohl gewinnen: radikale, lebensfeindliche (-pessimistische) Islamisten (die sich ohnehin in die Luft sprengen) oder lebensfreundliche Menschen? Aber Atomwäffchen waren ja schon öfters das Lieblingsspielzeug Jacques Chiracs. <em>Fuck Politics!</em><br /><br />Ein recht guter Artikel aus studentischer Hand zum Thema stabilisierende Machtgleichgewichte ("Soft balancing") - v.a. in Zeiten des kalten Krieges ein heißes Thema - findet sich <a href="http://oehinfo.uibk.ac.at/sowinews/upload/sowinews/sowinews_ausgabe_64.pdf" target="_blank">hier</a> (auf Seite 20).obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1127570625800532452005-09-24T15:57:00.000+02:002005-09-24T16:05:11.530+02:00Von vornherein verdächtig?Immer mehr hört man von den Überwachungsbestrebungen der EU-Mächtigen (siehe z.B. den Artikel <a href="http://www.zeit.de/2005/10/Biometrie"><em>Denn sie wissen, was wir tun</em></a> aus der <em>Zeit</em>). Hierzu haben wir aus einer diesbezüglichen Radiosendung folgendes Zitat notiert: "Überwachung verlangsamt den gesellschaftlichen Fortschritt, weil dieser nur durch abweichendes Verhalten zustande kommt... Wenn man überwacht wird, verhält man sich so, wie man meint, dass man sich verhalten soll." (Frei nach einem in einer Radiosendung über neue Überwachungstendenzen - welche in der Sendung als ineffektiv in Sachen Sicherheit, kostspielig und außerdem bedenklich weil unter anderem an frühere Überwachungsstaaten erinnernd - oder 1984 von George Orwell, eig. Anm. - dargestellt wurden - auf Ö1 am 19.9.05 interviewten Mitarbeiter einer Datenschutzorganisation - dessen und deren Namen leider nicht zu notieren geschafft). Und es frage sich ein jeder, ob er sich gerne (sei es von seinem Chef, seinen Eltern, oder wem auch immer) überwachen lässt und wenn nein, wieso nicht bzw. wieso er es dann von staatlichen Obrigkeiten wollen soll. Vielleicht sollten sich die "Denker" in Sachenheit ein wenig mit fortschrittlichen, erziehungswissenschaftlichen Methoden beschäftigen (extrinsische Motivation zerstört u.U. intrinsische, Zwang, etc.).obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1127138313356864352005-09-19T15:33:00.000+02:002005-09-19T16:02:57.996+02:00Die spinnen, die Amis!Eigentlich müsste ich korrekterweise von der US-Regierung sprechen, weil man ja nie alle in einen Topf werfen kann und ich außerdem meist Minderheiten sympathischer als die Mehrheit finde (u.a., weil ich selber auch ein wenig "komisch" bin) - und vor allem in den USA sehe ich einiges an Potenzial für sympathische Minderheiten -, doch hat sich "die Amis" für die Überschrift einfach besser geeignet. Soviel Nebenbemerkung muss sein, doch nun zum eigentlichen Inhalt meines Berichts: wie kürzlich in den Medien (z.B. bei <a href="http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/ausland/amerika/1348206,cc=0000001603000134820618hdFh.html">GMX</a> und im Standard vom 15.9.) zu lesen war, stellt die US-Regierung einerseits wieder Überlegungen in Sachen atomarer "Präventivangriffe" an (wir berichteten hierzu bereits vor ca. drei Jahren, als ein diesbezügliches Dokument in Umlauf geriet, welches Sie <a href="http://www.diedenker.org/data/usa-archiv.html#nuklear">hier</a> beim Thema USA mit Hintergrundinfos dazu finden) und andererseits tat sie (erfolgreich) einiges dazu, um Kompromisse auf dem UN-Reformgipfel (dem "größten Gipfel aller Zeiten" laut dem Standard vom 15.9.), u.a. in Sachen Abrüstung (oder: Non-Proliferation), zu verhindern ("Annans Stellvertreterin ... hat den USA vorgeworfen, eine größere Reform der Weltorganisation zu verhindern. Der neue US-Chefdelegierte John Bolton sei für einen Konsens nicht zur Verfügung gestanden und habe mit über 700 Änderungsanträgen an dem ursprünglichen Dokument enormen Druck ausgebübt", schriebt der Standard am 15.9.). Ich sehe kollektives Handeln mittlerweile und Zwang schon lange zwar auch kritisch, jedoch finde ich es auch frustrierend, dass gerade die USA, welche für die katastrophalsten Atomangriffe der Geschichte (Hiroshima und Nagasaki) verantwortlich waren und welche ihre eigenen Interessen im internationalen Handeln fast immer unter dem Deckmantel der Moral verbergen, dass gerade sie wieder "einen auf Hart" machen, anstatt sich zu schämen - was sie ja auch von uns Deutschen heute noch nicht ungern fordern (das war jetzt ein kleiner Scherz, weil ich bin ja offizieller Österreicher, Anm.) - und als (überwiegend künstliche*, "fortschrittliche") Weltmacht ein gutes Vorbild zu sein. Mir fällt dazu der Spruch aus der Bibel ein, welcher ebenfalls schon lange beim von uns zum Thema USA gesammelten Material zu lesen steht: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten". Selbst wenn ich mancherlei Verhalten der US-Regierung für verwerflich halte, so wünsche ich auch den USA dennoch nicht, dass es zum Sturm kommt (worüber sich manche "Hardliner" in der US-Regierung möglicherweise sogar freuen würden**).<br /><br />Um die möglicherweise durch meinen Bericht induzierte, tragische Stimmung wieder etwas aufzuhellen, hier noch ein paar Karikaturen aus dem Archiv der <em>Denker</em> zum (mir eigentlich gar nicht so unsympathischen - wenn er nicht soviel Blödsinn verursachen bzw. mitmachen bzw. zulassen würde - und es wäre naiv, ihn als Hauptverursacher politischer Handlungen zu sehen) Bush: <a href="http://www.diedenker.org/data/lustiges/bilder/bush_sixthsense.jpg">"The Sixth Sense"</a>, <a href="http://www.diedenker.org/data/lustiges/bilder/bush_pope.jpg">"Pastbesuch"</a> und <a href="http://www.diedenker.org/data/lustiges/bilder/bush_undercover.jpg">"Bush Undercover"</a>.<br /><br />* Man sehe hierzu die Geschichte des US-Imperialismus, z.B. mittels der Weltbank, welche viele Staaten durch ihre "Entwicklungshilfe" in die Armut und somit Abhängigkeit trieb (siehe hierzu z.B. die Ausführungen Sami Nair´s in "<a href="http://www.diedenker.org/markt/suche/">El imperio frente a la diversidad del mundo</a>" - auf Deutsch noch nicht erschienen -, welcher u.a. in einer bildhaften Darstellung meinte, dass der Garten der USA nur dadurch grün gehalten werde, dass er durch die Schuldenzahlungen anderer Länder besprenkelt würde und die USA somit eigentlich selber der größte Kreditnehmer seien).<br /><br />** Siehe hierzu bspw. dieses Zitat von Jakob von Uexküll (dem Gründer des alternativen Nobelpreises): "In den USA hat praktisch ein Staatsstreich stattgefunden. Also meine amerikanischen Freunde sagen dort sitzen jetzt religiöse Fundamentalisten am Ruder und wenn man denen sagt, die globale Umwelt bricht zusammen, dann sagen die: toll und das steht in der Bibel so. Wenn man sagt, wir steuern auf einen Atomkrieg hin, sagen die: toll, das wird in der Bibel auch vorausgesehen, dann heißt es: dann kommt die Apokalypse schneller. Das heißt, wir haben es da mit Leuten zu tun die noch viel gefährlicher sind als z.B. die Fundamentalisten im Iran. Aber das wird von den wenigsten Europäern gesehen und die meinen noch immer sie können da irgendwelche Kompromisse machen und werden über den Tisch gezogen." (Im "Radiokolleg" vom 6.6.05 auf <a href="http://oe1.orf.at">Ö1</a>; Deutschfehler sind nicht dem wörtlichen Wiedergeber zuzuschreiben und der Zitierte scheint wegen des Akzents hauptsächlich englischsprachig unterwegs zu sein)obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1126888392435862212005-09-16T18:16:00.000+02:002005-09-16T18:33:34.643+02:00Ad institutionelle Bildung nur für AuserwählteJosef Broukal lieferte heute eine gute und konstruktive Kritik an der "Unimisere": er meinte, vereinfacht nacherzählt, dass es zwar in manchen Fächern (wie Medizin oder Tiermedizin) momentan nicht möglich sei, die Kapazität auszubauen (weil es mehr teure Einrichtungen wie bspw. Laboratorien bräuchte), in anderen Fächern wie Psychologie, Publizistik und Betriebswirtschaftslehre (welche er treffend als "Buchstudien" bezeichnete) jedoch sehr wohl, weil es dafür nur zusätzliche Hörsäle und zusätzliches Lehrpersonal bedürfe. Wie recht er hat! Und wie aus der Kritik ersichtlich ist: manchmal werden fadenscheinige Argumente für die Nicht-Lösung eines Problems vorgeschützt (wie etwa "Das Boot ist voll!"), obwohl zu dessen Lösung (z.B. das Boot vergrößern, wenn es vom Volk, welches es ohnehin selber bezahlt, gewünscht ist) nur ein Wille nötig wäre (und wenn manche meinen, es wäre ungerecht, dass Studenten aus anderen Ländern eben nicht zahlen - zumindest, wenn kein <em>gegenseitiges</em> Austauschkontingent vereinbart ist, wie bspw. beim <em>guuuuten</em> Erasmusprogramm -, so muss die Politik mit den betroffenen Ländern eben eine Lösung aushandeln; das hiesig zahlende Volk kann dafür jedenfalls - zumindest <em>erscheint</em> dies logisch - nichts bzw. nicht bestraft werden).<br /><br />Genaueres dazu können Sie <a href="http://oe1.orf.at/inforadio/55979.html?filter=3">hier hören und lesen</a>.obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1123753408455536812005-08-11T11:27:00.000+02:002005-08-11T11:50:45.510+02:00Zur Handymastendiskussion...in Österreich*:<br /><br />Zum Landschaftsschutzargument: ich wohne zwar nicht in Niederösterreich oder einem der sonstigen Bundesländer, welche sich anschließen wollen, aber mir wäre jedenfalls noch nie ein Handymasten negativ (für´s Landschaftsbild) aufgefallen. Außer er befand sich irgendwo, wo ich mich auch oft befinde, und damit kommen wir...<br /><br />...zum Gesundheitsschutzargument: meines Wissens bestimmt die Dosis das Gift, und da ich nicht annehme, dass die Menge der Strahlung mit der Menge der Masten abnimmt (man berichtige oder ergänze mich per Kommentar, sollte ich falsch liegen), kann ich nur annehmen, dass die Dosis mit der Abnahme der Mastenanzahl (zumindest an bestimmten Orten, und die können schließlich nicht fern aller Zivilisation bzw. Handynutzer - also grob gesagt: von uns - liegen) zunimmt.<br /><br />Man müsste also wohl an der Wurzel der Strahlung ansetzen, d.h. bei den einzelnen Mobilfunkbenützern. Obwohl dies wohl wirkungsvoller wäre, wäre es demokratiepolitisch wohl schwer durchzusetzen. Vielleicht wird es jedoch irgendwann nötig, sollte eine gesundheitsschädliche Wirkung nachgewiesen werden. Eine andere Möglichkeit wäre, die Mobiltelefone strahlenreduzierend zu modifizieren und diesbezügliche Vorschriften zu erlassen, was für ein kleines Land wie Österreich jedoch wohl ebenfalls schwer durchzusetzen wäre.<br /><br />Mir erscheint es also so: jemand hatte eine blöde Idee und da er bzw. die Partei diesen Fehler nicht eingestehen will, wird sie zwanghaft verteidigt.<br /><br />* Für alle nicht-österreichischen MitdenkerInnen bzw. österreichischen diesbezüglich Nicht-Informierten: in Österreich gibt es momentan eine politische und mediale Diskussion zur Sinnhaftigkeit einer Besteuerung von Handymasten, welche von der niederösterreichischen Landesregierung in Erwägung gezogen wurde und nach wie vor wird.obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1123607696137297502005-08-09T19:08:00.000+02:002005-08-09T19:19:04.093+02:00Jesus inofficialFleißige NutzerInnen der Internetseiten der <em>Denker</em> waren Dan Brown (bzw. seinen Theorien in <em>Sakrileg</em>, orig. <em>The Da Vinci Code</em>) voraus: denn auch im <em><a href="http://www.diedenker.org/data/evangelien.html">Thomas Evangelium</a></em> findet sich ein Hinweis, dass sich unter der Gefolgschaft Jesu´ eine von ihm bevorzugte Frau befunden hat, auf welche Petrus eifersüchtig war:<br /><br />"(114) Simon Petrus sagte zu ihnen: Mariham soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig. Jesus sagte: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen, damit auch sie ein lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen."<br /><br />Wobei Mariham wohl eine alte Form von Maria ist.<br /><br />Das <a href="http://www.diedenker.org/data/evangelien.html">Evangelium nach Thomas</a>, in welchem "Mariham" auch einmal zu Wort kommt, finden Sie auch im <a href="http://www.diedenker.org/login.html">Themenarchiv</a> beim Thema <em>(Un)Glaube</em>.<br />Was Dan Brown (zumindest bislang: ich lese das Buch eben und bin ca. in der Hälfte angelangt) nicht erwähnt hat (vielleicht konnte er sich das im Land der <em>wiedergeborenen Christen</em> nicht leisten), ist folgende Stelle aus dem <em><a href="http://www.diedenker.org/data/evangelien.html">Thomas Evangelium</a></em>, in welchem Jesus quasi ein Jenseits bzw. ein jenseitiges Himmelreich leugnet und es stattdessen im Diesseits sieht (wie ich auch schon so manchesmal - weil ich das Glück in jenen Situationen kaum zu überbieten fand - weshalb ich mich schwer tue, mir etwas besseres vorzustellen):<br /><br />"(3) Jesus sagte: Wenn die, die euch führen, euch sagen: seht, das Königreich ist im Himmel, so werden euch die Vögel des Himmels vorangehen; wenn sie euch sagen: es ist im Meer, so werden euch die Fische vorangehen. Aber das Königreich ist in eurem Inneren, und es ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, daß ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann werdet ihr in der Armut sein, und ihr seid die Armut."obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1122976093919857382005-08-02T11:32:00.000+02:002005-08-02T11:48:13.926+02:00Zum momentanen Status der Demokratie in den USAZumindest den Meldungen hierzulanden seit Bush´s "Machtübernahme" zufolge, verfügen die USA mittlerweile wohl nicht nur über die älteste, sondern auch die veraltetste Demokratie der Welt. Aktuell: Bush umgeht den Senat und somit die einzige Opposition (welche nur mehr zum Schein zu existieren scheint).<br />Wenn nicht einmal mehr die einzige Opposition etwas zu melden hat, wo bleibt dann die demokratietypische Konsensnotwendigkeit? Werden die USA vielleicht doch nicht zu unrecht von manchen als "faschistisch*" gesehen?<br />Zum momentanen Status der Demokratie in den USA siehe auch die diesbezügliche <a href="http://www.diedenker.org/2005/06/zur-kriegerischen-haltung-der.html">Meinung Sami Nair´s</a>, eines französischen Politologen (im vorletzten Absatz bzw. suche per Browsersuchfunktion nach "faschistisch" bzw. "die demokratischen Mechanismen").<br /><br />* Faschismus kommt vom lateinischen Wort fasci, welches Bündel bedeutet. Im politischen Sinne ist damit also gemeint, dass nur ein Bündel von Leuten bedient, versorgt - irgendwie bevorzugt wird.<br /><br />Den Link zur aktuellen Meldung "Bush setzt Wunschkandidaten Bolton ohne Senat durch" (Der Standard) finden Sie unter "Mehr dazu" (unten).obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1121102884657169022005-07-11T19:22:00.000+02:002005-07-13T12:03:21.243+02:00Regierung schürt Hass und fördert primitiven WettkampfNichts als Hass schürt diese Regierung mit ihrer schnell- und gefühlsarm implantierten Zugangsregelung für österreichische Universitäten:<br /><br />- Hass gegenüber deutschen StudentInnen<br />- Hass gegenüber der EU<br />- und künftig wohl auch Hass gegenüber den KonkurrentInnen (anderen StudentInnen, ehemaligen <em>KollegInnen</em>)<br /><br />Keiner ist natürlich wirklich gerechtfertigt, vor allem jener gegenüber der EU nicht (zumindest für Nicht-Nationalisten) - da müsste man schon eher der österreichischen Regierung einen Vorwurf dafür machen, dass sie (aufgrund von Trägheit – einer Todsünde! - wahrscheinlich) 10 Jahre lang die EU-Gesetze missachtet anstatt nach einer Lösung gesucht hat -, aber auch gegenüber Deutschen nicht - obwohl ich persönlich mich nicht gut dabei fühlen würde, irgendwohin studieren zu gehen, wo ich nicht erwünscht bin (aus verständlichen Gründen). Das wird auch vielen Deutschen so gehen (obwohl diese ja für ihren sanften "Kolonialismus" bekannt sind - aber speziell StudentInnen kann man diesen Vorwurf wohl nicht machen).<br /><br />Genau aus diesem Grund frage ich mich, welche positive Wirkung diese Beschränkung <em>überhaupt</em> haben sollte: den Deutschen ist sie nicht dienlich (weil ihre Beliebtheit dadurch nicht gerade steigen wird) und den Österreichern (für welche die bisherige Universitätsform eigentlich ein zentraler Bestandteil der Kultur ist bzw. war) erst recht nicht. Und man komme mir nicht mit „Notwendigkeit“! Vom speziell in den Wirtschaftswissenschaften (und dort speziell in der Wirtschaftspolitik, wovon die Universität immer mehr ein zentraler Bestandteil zu werden scheint) bekannten und zentralen Paretokriterium scheinen die hiesigen Politiker noch nicht viel gehört zu haben bzw. sie scheinen es nicht zu beachten. Denn demzufolge müsste eine Maßnahme (mit dem Ziel der Verbesserung bzw. Erhöhung des Wohlstands - man könnte wohl auch Wohlbefinden sagen) nämlich so ausfallen, dass durch die geänderte Situation jemand besser gestellt wird, und das ohne dass jemand anderer schlechter gestellt wird. Es gibt zu diesem (strengen und in der Praxis schwer einzuhaltenden) Kriterium gewisse „Ausnahmeregelungen“ (-ideen), wie z.B., dass die Verlierer kompensiert werden müssen, um dem Paretokriterium trotz Verlierern genügen zu können. Aber von positiv leuchtendem Intellekt ist in dieser Regierung leider selten etwas zu sehen. Und was will man sich an Positivem von offensichtlich negativen (unzufriedenen, frustrierten, machtbessessenen, …) – man werfe einen unvoreingenommenen Blick auf die jeweiligen Machthabenden – PolitikerInnen erwarten? (Siehe hierzu – u.a. zum unvoreingenommenen Blick von Leuten mit einer Krankheit, deren Name mir eben nicht einfällt, welche bedingt, dass Worte bzw. Sätze und Aussagen nicht sinnvoll wahrgenommen werden können und welche folglich einen klaren Blick auf oftmals in schönen Worten sprechende Politiker, d.h. auf deren großteils unbewusste Mimik etc., und dadurch ein klareres Urteil [bezüglich deren Absichten] erlauben – die Textstellen aus Arno Gruen´s <em>Wahnsinn der Normalität</em> im Themenarchiv der [Internetpräsenz der] <em>Denker</em>.)<br /><br />Jedes Land sollte (im Sinne der Vielfalt, durch welche die europäische Bewegungsfreiheit erst wirklich Sinn macht) das Bildungssystem regeln können wie es will – warum also „muss“ Österreich das „beschränkte“ Bildungssystem Deutschlands übernehmen, sich daran anpassen? Und sogar ein deutscher Politiker hat (in der Zeit vor nicht allzu langer Zeit) gesagt: „Wer glaubt, dass Bildung teuer ist, der versuche es mit Dummheit“.<br /><br />Um etwas mehr Objektivität (Abwägen von Vor- und Nachteilen einer Änderung, von Optionen!, etc.) in Kombination mit Kreativität > Intellekt (z.B. Wahl der Optionen dermaßen, dass sie dem Paretokriterium dienen und somit den Wohlstand – auch ausgelieferter, abhängiger, [oftmals zu unrecht] nicht-einverstandener, opponierender… Menschen - nicht mindern) wird im Sinne des Wohlbefindens gebeten!<br /><br />Zum Abschluss noch eine Textstelle aus <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492200508/diedenker-21">Konrad Lorenz´ <em>Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit</em></a>:<br /><br /><blockquote>Der Wettbewerb des Menschen mit dem Menschen wirkt, wie kein biologischer Faktor es vor ihm je getan hat, "der ewig regen, der heilsam schaffenden Gewalt" direkt entgegen und zerstört so ziemlich alle Werte, die sie schuf, mit kalter Teufelsfaust, deren Tun ausschließlich von wertblinden, kommerziellen Erwägungen bestimmt ist. Was für die Menschheit als Ganzes, ja selbst, was für den Einzelmenschen gut und nützlich ist, wurde unter dem Druck zwischenmenschlichen Wettbewerbs bereits völlig vergessen. Als Wert wird von der erdrückenden Mehrzahl der heute lebenden Menschen nur mehr das empfunden, was in der mitleidlosen Konkurrenz erfolgreich und geeignet ist, den Mitmenschen zu überflügeln... Man muss sich fragen, was der heutigen Menschheit größeren Schaden an ihrer Seele zufügt: die verblendende Geldgier oder die zermürbende Hast. Welches von beiden es auch sei, es liegt im Sinne der Machthabenden aller politischen Richtungen, beides zu fördern und jene Motivation bis zur Hypertrophie zu steigern, die den Menschen zum Wettbewerb antreiben...ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass neben der Gier nach Besitz oder nach höherer Rangordnungs-Stellung, oder nach beidem, auch die Angst eine sehr wesentliche Rolle [für diese Motivation] spielt, Angst im Wettlauf überholt zu werden, Angst vor Verarmung, Angst, falsche Entscheidungen zu treffen und der ganzen aufreibenden Situation nicht oder nicht mehr gewachsen zu sein...Der hastende Mensch ist nicht nur von Gier gelockt, die stärksten Lockungen würden ihn nicht zu so energischer Selbstbeschädigung veranlassen können, er ist getrieben, und was ihn treibt, kann nur Angst sein.Ängstliche Hast und hastende Angst tragen dazu bei, den Menschen seiner wesentlichsten Eigenschaften zu berauben. Eine von ihnen ist die Reflexion...</blockquote><br />Weiterlesen / weitere Textstellen: <a href="http://www.diedenker.org/suche.html">suche</a> im Archiv der <em>Denker</em> nach Konrad Lorenz.obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1120753641695128542005-07-07T17:54:00.000+02:002005-07-07T18:27:21.723+02:00Ad Terroranschläge in LondonÄrgerlich, was dumme Politiker in Kombination mit dummen Fanaten anrichten können.<br /><br />Ärgerlich auch, dass die Politiker (und Medien) anscheinend beschlossen haben, dass "wir" ("Europa") plötzlich wieder alle betroffen und angefriffen worden sind: genausowenig wie das heute ein Anschlag auf "die Engländer" war, war das in Madrid dazumals ein Anschlag auf "die Spanier" (Schlagzeile von damals: "Rund 90 Prozent der Spanier lehnen die spanische Beteiligung am Irak-Krieg ab")! Gemeint war stattdessen spezifisch die jeweilige Regierung (wegen spezifisch dem Irak-Krieg), aber die will natürlich (jeweils) die Schuld von sich weisen: und die Medien machen mit!?<br /><br /><a href="http://derstandard.at/?id=2104533">Blair: "Barbarische Terroranschläge"</a><br /><a href="http://derstandard.at/?id=2104864">Bush: "Krieg gegen Terrorismus geht weiter"</a><br /><a href="http://derstandard.at/?id=2104599">EU-Kommissions&shy;präsident Barrosso verurteilt "Attacke auf Demokratie"</a><br /><a href="http://derstandard.at/?id=2104226">EU-Parlamentspräsident: Europa vereint mit Großbritannien</a><br />(Erscheint nur mir das ärgerlich/scheinheilig?)<br /><br />Genau das ist es, was viele von Europa nicht wollen: dass alle bedingungslos in einem Boot sitzen <em>müssen</em>, egal wohin es steuert (bzw. <em>feuert</em>). Und gerade ein mehr als zweifelhafter Krieg wie jener gegen den Irak wäre der beste Anlass, die Pluralität zu betonen. Stattdessen wird aber versucht, ihn für gegenteiliges zu instumentalisieren. Schließlich handelt es sich bei den Anschlägen ja um Anschläge auf die Demokratie, die Freiheit, die Menschenrechte, die Menschenwürde, etc. (und nicht etwa um "Racheakte" für dubiose, ebenfalls "barbarische" Angriffe im Namen solcher Werte, welche ebendiese paradox erscheinen, an ihnen zweifeln lässt und von denen uns speziell die USA, welche "uns" das eingebrockt haben, [momentan] ein Lied singen können...).<br /><br />Das einizig "gute" an diesem Anschlag: er hat wohl kommen müssen und jetzt ist es zumindest (hoffentlich) vorbei, d.h. die "Rachegelüste" (zumindest gegenüber England) sind wohl vorerst gestillt. Was natürlich nicht heißen soll, dass diese verständlich sind bzw. als gerechtfertigt gesehen werden können (zumindest für einen an Gewaltfreiheit interessierten Menschen).<br /><br />Aktuelle Berichte zu den heutigen Anschlägen in London finden Sie (u.a.) unter:<br /><br /><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=2103979">http://derstandard.at/?url=/?id=2103979</a><br /><br />Das anlässlich der Terroranschläge in Madrid (bei denen Oberdenker selbst anwesend war) veröffentlichte Material, welches auch hier noch großteils relevant ist, finden Sie unter dem nachfolgenden Link "Mehr dazu".<br /><br />Feedback (Kommentare) wäre(n) wie immer erfreulich!obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1119639894519365712005-06-24T21:03:00.000+02:002005-06-24T21:04:54.526+02:00Schwein gehabt!Wussten Sie, woher dieser Spruch stammt? Laut E. W. Heine (von ihm stammt auch unsere Romanempfehlungen - auch mit historischem Rahmen - zum aktuellen Thema Terrorismus) dienten Schweine den Phöniziern bei deren Schifffahrten als Orientierungshilfe, als Lotsenschweine sozusagen. Und nicht nur dazu! Aber warum u.a. auch Muslime den Genuss von Schweinefleisch verbieten (entgegen der gängigen Annahmen bezüglich der Gründe hierfür, wie u.a., dass früher häufig Menschen daran erkrankten), das lesen Sie besser selber nach... Hier noch ein kurzer Auszug aus <em>Luthers Floh</em>:<br /><br />"Am Anfang der neuen Ära aber steht das Schwein. So wie die Evolutionsgeschichte nicht um den Affen herumkommt, so wird auch unsere Kulturgeschichte in Zukunft nicht mehr um das Schwein herumkommen. Wir stehen erst am Anfang, aber schon heute steht fest: Unsere Geschichte ist nicht nur das Produkt von Propheten und Königen, nein, hier waren von Anfang an auch Schweine am Werk."obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1116426306637560472005-05-18T15:52:00.000+02:002005-05-20T11:02:57.210+02:00Feiertage abschaffen?Immer wieder wird uns von den Vorzügen der Demokratie vorgeschwärmt, doch immer weniger scheint sie ernst genommen zu werden. Oder haben Sie nicht auch des öfteren den Eindruck, dass etwas geändert wird, wofür Sie (als nicht-engstirniger und sturer Mensch) eigentlich trotz gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile gar nicht sind bzw. dass der Staat dort eingreift und Vorschriften schafft, wo Sie es nicht für nötig oder wünschenswert halten und gerade dort, wo Sie es schon befürworten würden, nicht?<br /><br />Nehmen wir beispielsweise die offensichtlich wieder aufgeflammte Diskussion um die zu "vielen" Feiertage und fragen wir uns zuerst: wann macht es Sinn, dass Politiker sich nicht nach der Meinung des Volkes bzw. dessen Mehrheit richten? Es gibt sicherlich viele Bereiche, in denen der "Mensch von der Strasse" zu wenig bescheid weiß, die er in seiner Komplexität nicht genügend erfassen kann und in welchen er sich auch lieber auf andere verlässt. Dennoch sollten die Experten - sofern es nicht zu aufwändig ist bzw. <em>selbst dann</em>, sofern es sich um wichtige Themen handelt - die Präferenzen der Menschen, welche Sie eigentlich vertreten sollten, berücksichtigen. Und in vielen Fällen wäre es sicherlich möglich, die Menschen selbst entscheiden zu lassen - nachdem man sich eben die Mühe gemacht hat, sie ausreichend zu informieren, sie zu überzeugen von einer von Experten als notwendig oder zumindest positiv erachteten Veränderung. Ein Beispiel für eine Politik, die aufgrund komplexer Zusammenhänge meist gegen "den Willen des Volkes" gemacht wird, ist die Standortpolitik, welche das Ziel verfolgt, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts in Zeiten der internationalen Konkurrenz zu wahren. Sollte es keine wirklich ernstzunehmenden Alternativen geben, als die Steuern für Unternehmen zu senken, so könnten die Experten das den Menschen sicherlich verständlich machen und im Gegenzug z.B. mögliche Gegenleistungen anbieten, um sie zu überzeugen.<br /><br />Immer mehr scheinen heute aber die "Sozialingenieure" zu wirken, welche uns unser Wirtschaftskundeprofessor schon vor vielen Jahren vorstellte. Jene Experten, die meinen, sie wüssten alles besser als das Volk, dieses würde es ohnehin nicht verstehen und deshalb sollte dessen Meinung möglichst umgangen werden, weil unsere Expertenmeinung stimmt. Sie verschmähen also "die Meinung des Volkes" und übersehen dabei ihre eigenen Wertungen (zur Objektivität siehe z.B. den "kritischen Rationalismus").<br /><br />Um zu den Feiertagen zurückzukehren: wiedereinmal glauben die "Sozialingenieure", es besser zu wissen - die Feiertage gehören reduziert! Schließlich ist der Mehrwertverlust im Vergleich zum schöpfbaren Gewinn durch die Feiertage viel größer! Und man denke erst an die internationale Konkurrenz! In Wahrheit aber handelt es sich um ein tolles Beispiel aus der Politik, an welchem ersichtlich wird, dass "die Meinung des Volkes" (welches laut dem Terminus Demokratie ja eigentlich herrschen sollte) mutwillig anstatt gutwillig missachtet wird. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass der Gewinn aus einigen Feiertagen weniger <em>für den Einzelnen</em> sich dermaßen rechnen würde, dass er den Verlust aus deren Abschaffung übersteigt? Wohl kaum - selbst in Zeiten des internationalen Wettbewerbs. Einsichtig ist jedoch, dass bereits <em>ein</em> wirtschaftender Tag eines großen Landes für die sich an den Transaktionen beteiligenden Politiker sehr wohl einen Unterschied ausmachen wird - und was tun diese nicht alles für ihre Götzen?<br /><br /><em>Du sollst den Feiertag heiligen.</em> (3. Gebot der biblischen zehn Gebote)<br /><br />Zur diesbezüglichen Position in...<br /><br />Frankreich: <a href="http://derstandard.at/?id=2047383">http://derstandard.at/?id=2047383</a><br />Deutschland: <a href="http://derstandard.at/?id=2047664">http://derstandard.at/?id=2047664</a><br />Österreich: <a href="http://derstandard.at/?id=2049041">http://derstandard.at/?id=2049041</a>obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1114535726216122652005-04-26T19:11:00.000+02:002005-05-10T20:30:14.006+02:00Die geplante Verfassung für EuropaDes öfteren habe ich mich bereits gewundert, dass ich bezüglich der neuen Verfassung von öffentlicher Seite nie informiert wurde - und ich sehe mich selbst nicht als überdurchschnittlich ignorant in Sachen Medien (obwohl ich finde, dass man unabhängig vom Lesen oder Sehen von Medien, z.B. per Postweg, informiert werden sollte) -, weshalb es mich nicht wundert (im Falle, dass es in Frankreich nicht anders war), dass die Franzosen skeptisch sind. Wo bleibt das Marketing, liebe PolitikerInnen? Vor dem Unbekannten haben die Menschen Angst und sie tun sich leichter, Vorurteile (wie z.B. die Verfassung zentralisiert die Macht und entmachtet uns noch mehr*...) zu fassen bzw. daran festzuhalten. Hier wäre eben (aufklärerisches Gegen-)Marketing angesagt (auch wenn es in Österreich keine Abstimmung dazu gibt - was bei unserem vielfach zu unrecht sturen Volk vielleicht unschwer einzusehen ist)!<br /><br />Gestern kam mir dann jedenfalls (in ziemlich geschlossenem und gebildetem Kreise, also wo sie ohnehin nicht nötig sein sollte!) eine Broschüre des Bundeskanzleramtes unter, welche ich als kurz, bündig und informativ empfand und welche endlich ein Licht auf die EU-Verfassung warf - und bei mir einen positiven Eindruck davon hinterließ (Entmachtung, so scheint mir nach der Lektüre, gibt es wenig und wenn dann in sinnvollen und die persönliche Freiheit kaum oder gar nicht einschränkenden Bereichen und vieles scheint auch für den Leien einen Sinn zu machen und begrüßenswert zu sein). Natürlich werden KritikerInnen sagen, die Broschüre stammt vom Bundeskanzleramt und enthalte deshalb naturgemäß (Ö1-HörerInnen dürfte dieses Wort wohlbekannt vorkommen) Propaganda, aber aufgrund der Kompaktheit des Vertrages bleibt nicht viel Platz für Verfälschungen und für einen einführenden Einblick eignet sich die Broschüre meiner Meinung nach gut. Und wer will, kann diese bejahende Ausführung ja mit verneinenden ergänzen und dann abwägen!<br /><br />Also, hier der Link zur angesprochenen Broschüre online:<br />http://www.austria.gv.at/Docs/2005/2/4/Verfassung_A6_Kern.pdf<br />(Falls nicht mehr verfügbar und Sie sich dafür interessieren, schreiben Sie uns: wir haben die Broschüre offline gesichert)<br /><br />* Übrigens habe ich erst heute in einer (Schweizer) Doktorarbeit über ökonomische Determinanten des Wohlbefindens gelesen, dass laut einer (seiner) Studie Menschen in föderalistischen und direkt-demokratischen Strukturen glücklicher sind.<br /><br /><em><span style="color:#000000;">Berichtigender Nachtrag:</span></em><br /><br />Nun, ca. 1 Woche nach meiner konstruktiven Kritik, ist tatsächlich eine Informationsbroschüre ins Haus geflattert (in sehr ähnlicher, aber etwas abgewandelter Form, weshalb obige positive Wertung meinerseits hinsichtlich der per Post zugestellten Broschüre nicht zutreffen <em>muss</em>**). Man sieht: der Einfluss der <em>Denker</em> auf die Politik, zumindest auf <em>nationaler </em>Ebene, wird immer größer!<br />Jetzt bleibt uns nur noch zu hoffen, dass sich meine positive (Schnell-)Einschätzung als richtig erweist und deshalb diese Propaganda seitens der <em>offiziellen</em> Regierung zu begrüßen ist.<br /><br />** Über Kommentare (in diesem Fall zur angesprochenen Broschüre bzw. zur EU-Verfassung) würde ich mich - wie immer - freuen!obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1113397292029623902005-04-13T14:57:00.000+02:002005-04-13T15:04:32.350+02:00"Studieneingangsphase"Feiern, Erholung und Zeit zur bzw. freie Wahl eines passenden Studiums - adé? Schließlich werden sich unsere Nachkommen ja künftig gleich anschließend an die Reifeprüfung auf die Studieneingangsphase vorbereiten müssen (sofern diese nicht aus dem Nehmen der Kopfmaße, einem "objekiven" Eignungstest oder so besteht)...<br />Naja, schließlich heißt ja (Über)Leben (speziell wenn mensch den "natürlichen" Leistungsanforderungen und der "natürlichen" Selektion des Marktes standhalten will - und darauf wollen wir unseren Nachwuchs ja vorbereiten!?) leiden, oder? Warum sollten "wir" es unseren Nachkommen also schöner gestalten?<br /><br />Weniger zynisches PS: Ich glaube, das Wort "Studieneingangsphase" hat gute Chancen auf das Unwort des Jahres!obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1112289868192184602005-03-31T19:23:00.000+02:002005-03-31T19:24:28.200+02:00Bevormundung (> Prohibition) durch die europäische Hintertür?Zusammenfassung: Ich habe als Jugendlicher selber des öfteren gerne Alkohol genossen und ihn als bereichernd empfunden und finde, dass ich verantwortlich mit Alkohol umgegangen bin, weil rückblickend die Kosten-Nutzen-Analyse positiv ausfällt. Deshalb ermangelt es, meiner Meinung nach, an Gründen, sich in Sachen Alkoholkonsum bevormunden zu lassen - ob als Jugendlicher oder als Erwachsener. Ich plädiere für die Eigenverantwortung (weil ich an die Vernunft der meisten [europäischen] Jugendlichen und deren Eltern glaube) und empfinde in diesem Fall (wie in vielen anderen Fällen auch) Zwang (Bevormundung, Prohibition, "Besserwisserei"...) als kontraproduktiv (negativ).<br /><br />Volltext: Mit großem Ärger las ich vor wenigen Tagen in einer Zeitung (vielleicht sollte ich einfach wieder weniger Zeitung lesen, um mir zu ersparen, was ohne meine Zustimmung gemacht und geändert wird...), dass über strengere Maßnahmen in der EU nachgedacht werde, die dem Alkoholkonsum von Jugendlichen vorbeugen sollten.Nun habe ich selber als Jugendlicher nicht selten und nicht selten übermäßig dem Alkohol gefröhnt, doch trotz einiger Eskapaden fällt rückblickend meine Kosten-Nutzen-Analyse (um es ökonomisch auszudrücken) nicht negativ aus. Ganz im Gegenteil stelle ich mir meine Jugend ohne "alkoholische" Erfahrungen viel weniger bunt und aufregend vor - wobei ich sagen muss, dass ich meinen Alkoholkonsum auch nie (außer punktuell - aber das sind Erfahrungen, die jeder machen muss und über die man auch schmunzeln kann) übertrieben, meist in der Freizeit betrieben habe und so meinen alltäglichen Pflichten problemlos nachkommen konnte. Alkohol hat ja schließlich nicht nur negative Auswirkungen, sondern auch positive (wie z.B. soziale; gesundheitsförderliche!) Funktionen!Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass (junge) Italiener, Franzosen, Spanier, Polen, Engländer (vor allem!), Deutsche, Österreicher etc. (und auch Nicht-Europäer - darunter auch "freimütige" US-Amerikaner!) gerne trinken - und ich habe sie meist als sympathischer empfunden als (zwangs)konforme, "prüde" US-Amerikaner. Ich kann mich an keine (nachhaltig) negativen Erfahrung bezüglich "alkoholischen Begegnungen" erinnern.Warum also Maßnahmen treffen, wenn doch alle zufrieden scheinen? Geht es um das psychische Wohl der Jugendlichen oder wiedereinmal: um das materielle Wohl der (europäischen) Gemeinschaft, die "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit", den "individuellen Mehrwert"?Natürlich sollte man darauf achten, dass die "Kosten-Nutzen-Analyse" nicht negativ wird, doch wer kann diese durchführen, außer die Individuen selbst (im Falle, dass man eben nicht nur das wirtschaftliche Streben, das "Fortkommen", die Karriere der Individuen betrachtet - und selbst da wird ein ausgeglichenes Dasein / eine individuell als positiv empfundene Kosten-Nutzen-Analyse - wahrscheinlich langfristig für den kollektiven Erfolg förderlicher sein!)?Wiedereinmal sehe ich hier keinen Grund zur Bevormundung, sondern finde, man sollte auf Eigenverantwortung setzen (schließlich gibt es ja auch noch erfahrene Eltern und auch in Jugendlichen schlummert die Vernunft - und oftmals schlummert sie weniger als in Erwachsenen!). Dem Zwang unterstelle ich (vor allem in diesem Fall) mehr negative als positive Wirkung - weil ich eben zufrieden auf meine Jugend zurückblicke (sogar der Pfarrer ließ - trotz eigenem Risiko - auf Lagern erfolgreich Eigenverantwortung walten, was ich nicht als "verantwortungslos", sondern ganz im Gegenteil "selbstlos", wohltätig empfand!). Das kritische und eigenständige Denken sollte man fördern - und auch hier blicke ich auf positive Erfahrungen während meiner Gymnasialzeit zurück (wenn auch vielleicht nur dank einiger Lehrer) - welches vielleicht auch in anderen Situationen behilflich sein könnte (denn schließlich ist ja dort, wo er von Nöten wäre, der "große Bruder" oft nicht da bzw. manchmal übernimmt er sich ein wenig...).Exkurs: beim Rauchen lässt sich eher streiten, wo die individuelle Freiheit aufhört - doch selbst da sehe ich (als Nicht- oder Nur-Betrunken-Raucher!) im Falle von Nachtlokalen kein "Verbotsgebot", sondern vielmehr, finde ich, gehört der Rauch zur Stimmung des Ausgehens > Feierns (siehe hierzu z.B. auch die rituelle Bedeutung von Drogen bei Naturvölkern). Da nehme ich potentielle Folgeschäden gerne in Kauf. (Im Falle von alltäglicher Beglückung mit Rauch in privaten und öffentlichen Räumen sehe ich es natürlich anders, weil ich da kaum etwas bis nichts Positives von Rauchschwaden habe...)Und man höre doch endlich auf, von den Gesundheitskosten zu reden - schließlich leben wir doch in einer Demokratie (?), und wenn die Menschen Kosten (durch zu behandelnde Gesundheitsschäden, Arbeitsausfälle oder was auch immer) produzieren, werden sie auch gerne dafür aufkommen (wenn der - selten erwähnte weil volkswirtschaftlich schwer messbar - dem gegenüberstehende Nutzen diese übersteigt) - oder etwa nicht? Und ich denke eben bzw. sehe es laut eigener Erfahrung so, dass die Europäer mit solchen "leichten" Genüssen wie Alkohol umzugehen, ihn zu schätzen, ihn richtig einzusetzen usw. wissen und mit Recht sich dessen Konsum nicht einschränken lassen wollen. Wenn "sie" unsere Gesundheit schützen wollen, dann sollten sie sich lieber um die wirtschaftliche Verschmutzung und Stressproduktion kümmern...Und warum immer versuchen, (unreflektiert, -angepasst, -legitimiert) "amerikanische Modelle" (man sollte eigentlich immer us- dazusagen...) auf Europa anzuwenden? Sind denn US-Amerikaner wirklich glücklicher als Europäer? (Auch hier hatte ich oftmals gegenteilige Eindrücke...) Bzw.: warum kommt es mir nicht selten so vor, dass versucht wird, positive Aspekte (> Errungenschaften) der europäischen Kultur durch negative der us-amerikanischen zu ersetzen und nicht umgekehrt (schließlich haben ja auch die USA nicht nur Negatives hervorgebracht - ganz im Gegenteil!)? Wir haben zwar viel mit der us-amerikanischen Kultur und dem US-System gemeinsam, aber in manchen Dingen unterscheiden wir uns - und vielleicht ist das (für beide Seiten) gut so.<br /><br />Es lebe die Freiheit (jeweils jene in meinem Sinne...)!<br /><br />Siehe auch:<br />- Von den "zeitlos aktuellen Zitaten":<br />...Durch Aufklärung und künstlich geschaffene Vorschriften erstreben sie eine Ordnung, die allein eine selbstverständliche Auswirkung des Tao zu schaffen vermöchte. 'Je mehr es Dinge in der Welt gibt, die man nicht tun darf, desto mehr verarmt das Volk. Je mehr die Leute scharfe Geräte haben, desto mehr kommt Haus und Staat ins Verderben. Je mehr die Leute Kunst und Schlauheit pflegen, desto mehr erheben sich böse Zeichen. Je mehr Gesetze und Befehle prangen, desto mehr gibt es Diebe und Räuber.' Lao Tse<br />- In der Sammlung:<br />Die Themen Drogen (speziell meine Meinungen zum Thema Alkohol), Freiheit, Politik/EU, Rebellion (> Artikel "Jugend, kämpfende Jugend, dir gehört die Welt") bzw. suche nach Zwang, Bevormundung, Eigenverantwortung u.ä.<br />- Im Internet:<br /><a title="utopische nonprohibitionistische organisation" style="COLOR: #000000; TEXT-DECORATION: none" href="http://www.u-n-o.org/" target="_blank">U-N-O</a>obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1110890085608991022005-03-15T13:27:00.000+01:002005-03-15T13:34:45.610+01:00Kopftuch-Debatte (Provokation) - jetzt auch in Österreich !?Die Aussagen der österreichischen Innenministerin Prokop lassen sich einfach bildlich kommentieren:<br /><br />man stelle sich die <em>liberale </em>Prokop dabei vor, wie sie einer Muslimin das Kopftuch vom Kopf reißt...<br /><br />Wieso müssen wir uns immer in andere Kulturen einmischen? Sollten wir nicht aus der Kolonial- und Faschismusgeschichte gelernt haben, dass zwanghafte Vereinheitlichung weder funktioniert noch wünschenswert ist? Veränderungen - wenn sie von der Bevölkerung gewünscht sind - müssen von innen (der <em>eigenen</em> Kultur) kommen - zumindest der Bedarf danach!<br /><br />Siehe auch meine Kommentare...<br /><a href="http://www.diedenker.org/2004/12/trkei-beitritt-bzw-pro-politische-und.html">Türkei-Beitritt (bzw. pro politische und kulturelle Pluralität und Toleranz)</a><br /><a href="http://www.diedenker.org/2004/09/kopftuchverbot-in-schulen-frankreichs.html">KOPFTUCHVERBOT IN SCHULEN FRANKREICH´S</a>obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1109948401156521942005-03-04T15:59:00.000+01:002005-03-04T16:44:34.860+01:00ELITE-AUSBILDUNGHat in der Diskussion um "Elite-Unis" schon mal jemand dran gedacht, die (potentielle) "Elite" selbst zu befragen? Vielleicht wollen diese die soziale Ab(/Aus-?)grenzung, den erhöhten Leistungsdruck (extrinsische vs. intrinsische Motivation bzw. unfreiwillige, vorgeschriebene "Leistung"), die erhöhte Erwartungshaltung ihnen gegenüber (bei erfolgreichem Abschluss oder auch schon davor) und ähnliche, negative Nebenwirkungen, gar nicht!? Und beispielsweise sind "Genies" oder auch einfach überdurchschnittlich intelligente Menschen ja bekanntlich oftmals etwas "schwierige" Leute und vielleicht würde es ihnen, aus medizinischer bzw. psychologischer Sicht, gar nicht gut tun, sich viel unter anderen gleichartigen zu befinden bzw. wenig unter "durchschnittlichen" Leuten und vielleicht brauchen sie gerade die Anwesenheit dieser Leute (und auch umgekehrt) - sprich: Symbiose. Oder, aus anderer Sicht: vielleicht ist es für die "restlichen" Menschen gar gefährlich, solcherlei intelligente Menschen zuviel allein zu lassen, weil sie so auf blöde Ideen kommen könnten (z.B. weil sie anfangen könnten, den Wert "anderer" Menschen zu unterschätzen). (31.1.05)Die Denkernoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1102105006049132092004-12-03T21:16:00.000+01:002005-03-04T16:44:25.286+01:00Türkei-Beitritt (bzw. pro politische und kulturelle Pluralität und Toleranz)Warum der Türkei eine andere Kultur, andere Werte aufdrängen? Wenn Türken z.B. Zwangsheirat als gut empfinden, so sollen sie es machen (solange EU-Bürger aus anderen Ländern bzw. mit anderen Kulturen nicht betroffen, d.h. toleriert, sind).<br />Über us-amerikanischen Imperialismus regen wir uns auf, "den Balken im eigenen Auge" (vgl. Bibel), die eigene Intoleranz, sehen wir jedoch nicht.<br />Aus der Geschichte bzw. auch aktuellen Beispielen sollte man bezüglich Imperialismus (Aufdrängen) gelernt haben: Änderungen müssen aus dem Volk selbst kommen (bzw. Hilfe muss von diesem erbeten werden).<br /><br />Vgl. meinen Text "zum 'Anarchismus-Problem'" (<span style="COLOR: rgb(0,0,0)"></span><span style="COLOR: rgb(0,0,0)">noch nicht online gestellt!</span>).<br /><br />3.12.04 (weil eben in den Nachrichten angesprochen, dass die rechtliche [die von "der EU" verlangte] Lage von der realen in der Türkei noch abweiche...)<br /><br />Nachträge (17.12.):<br /><p>Vielleicht wäre meine Meinung auch mit nur einem Wort ausdrückbar gewesen: "Kulturfaschismus".</p><p>Und bei der restlichen Debatte handelt es sich wohl primär um eine Frage der Solidarität, denn bei der Gestaltung von Kooperation gibt es ja immer noch Handlungsspielraum.<br /></p><p>Lustig auch, dass gerade die EU-Länder jetzt u.a. die "blutige Vergangenheit" (Vertreibung der Armenier) als Argument heranziehen (Stichworte: Falschheit, vor eigener Tür kehren, ...). Und aufschlussreich, dass 3/4 der Bürger der neuen EU-Länder (Ö1) eine Türkei-Aufnahme befürworten (Stichworte: Verständnis, Mitgefühl, Kenntnis der Bedeutung von Solidarität, ...).</p><p>"Was du nicht willst, dass man dir tu´- das füg auch keinem and´ren zu"</p>obnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7752297.post-1101038660933049952004-11-21T13:52:00.000+01:002005-03-04T16:44:16.236+01:00Neues ÖH-"Umfärberlungs"-Wahlsystem in ÖBei mir jedenfalls kam es meist vor, dass ich auf Fakultäts-, Universitäts- und nationaler Ebene unterschiedlich wählte - mehr aus inhaltlichen als aus parteipolitischen Gründen (welche natürlich auch eine Rolle spielten, aber aufgrund von fehlendem Angebot auf lokaler Ebene konnte ich mich nicht immer genau nach meinen Wünschen richten). Deshalb finde ich es unsinnig, die Ergebnisse der Wahlen auf lokaler Ebene (da die Qualität des Angebots auf lokaler Ebene eben oft stärker personenabhängig als parteiabhängig ist) auf die Bundesebene umzulegen.<br />Ich hoffe deshalb, dass die vorraussichtlich benachteiligten Gruppen zu Protestwahlen aufrufen und die Studenten auch mitmachen, damit sich diese zunehmend "absolutistisch Herrschenden" ins eigene Fleisch schneiden - was aber langfristig leider nicht der Fall sein wird. Aber man kann sich als Mitglied einer Gesellschaft, die sich <em>mehrheitlich </em>als Trotz-Allem-ÖVP-Wählern zusammensetzt, über solche Folgen ja nicht wirklich begründet beschweren. Als Mitglied einer Minderheit erscheint es aber als sinnvoll, Gewichtungen zugunsten der Mehrheit entgegenwirken!obnoreply@blogger.com