tag:blogger.com,1999:blog-73341256270279667452008-05-23T10:51:12.834-07:00danthe.on.tourDanielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comBlogger15125tag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-60920474710067586752007-06-14T06:25:00.000-07:002007-06-14T06:27:38.662-07:00Das nächste Mal, wenn du glaubst, dass Gott dich nicht gebrauchen kann...Das nächste Mal, wenn du glaubst, dass Gott dich nicht gebrauchen kann, denke mal an folgende Personen:<br /><br />Noah hat sich betrunken, Abraham war zu alt, Isaak war ein Tagträumer, Jakob war ein Lügner, Lea war hässlich, Josef wurde misshandelt, Moses war ein Mörder (so wie David und Paulus), Debora war ein weiblicher Richter, Gideon hatte Angst.<br /><br />Simson hatte lange Haare, Rahab war eine Prostituierte, Jeremia und Timotheus waren zu jung, Sarah war zu alt, David gab vor geistesgestört zu sein, hatte eine Affäre und rannte vor seinem eigenen Sohn weg, Elia war ein Selbstmordkandidat, Jeremia war depressiv, Jesaja predigte nackt, Jona rannte weg vor Gott.<br /><br />Naomi war eine Witwe, Hiob verlor alles, Johannes der Täufer aß Heuschrecken, Petrus war jähzornig, Johannes war selbstgerecht, die Jünger schliefen ein beim Beten, Martha hatte sich um alles zersorgt, Maria war zu faul.<br /><br />Maria Magdalena war von Dämonen besessen, der Junge mit den Fischen und fünf Broten war zu unbekannt, die Samariterin schlief mit mehreren Männern, Zachäus war zu klein, Petrus war zu impulsiv, Markus hat aufgegeben, Timotheus hatte ein Magengeschwür.<br /><br />Und... Lazarus war tot.<br /><br />(Peter Reid)Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-12779345924657054132007-05-27T12:44:00.000-07:002007-05-27T13:24:41.903-07:00Jonathan Linus ist da...Seit heute morgen 8.24 gibt es einen neuen Erdenbürger. <br /><br />Meine Schwägerin Barbara hat ihr zweites Kind auf die Welt gebracht.<br />Als ich gestern spontan bei Barbara und Matthias auftauchte, hatten sie mir schon angekündigt, dass es diese Nacht kommen könnte. <br /><br />Um 4.00 Uhr kam dann die Hebamme um alles für die Hausgeburt vorzubereiten. <br /><br />Damit jemand für Tabea da war und für den Fall, dass sie aufwacht und Mama und Papa mit der Geburt beschäftigt sind, schlief ich in Tabea's Zimmer. <br /><br />Um kurz vor 8 war es dann so weit, dass die Schreie von Barbara immer intensiver wurden. <br />Tabea und ich haben bis 8.00 Uhr geschlafen. Und sie hat sich nichts davon anmerken lassen, dass sie etwas von den Geburtswehen mitbekommen hat. <br /><br />Für mich war es die erste Geburt, die ich per Audio mitbekommen habe. Was mich sehr beeindruckt hat war, dass die Schreie der Mutter sehr laut und hoch waren. Und sobald die Schreie der Mutter aufhörten, das Schreien des Kindes anfing. Das ähnlich laut und hoch war. <br /><br />Ist es vielleicht so, dass durch den Schrei der Mutter (durch die Schmerzen) sich das Kind zum ersten Mal zu Wort meldet? <br /><br />Wie auch immer.<br /><br />Barbara und Matthias geht es richtig gut (mal abgesehen, dass sie nicht viel Schlaf abbekommen haben!). Jonathan schläft, isst und findet immer wieder neue Möglichkeiten sich zu strecken und komische Krimassen zu machen. <br /><br />Ich könnte ihn stundenlang beobachten. Immer wieder macht er etwas neues - es ist einfach faszinierend. An diesem kleinen Kerl ist alles dran, was er als Mensch braucht. Nur alles viel kleiner. Unglaublich! Gott ist so gut!Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-51587620450983174212007-05-26T13:27:00.000-07:002007-05-26T13:32:01.509-07:00Ich bin wieder hier...Im Moment sitze ich gerade in Darmstadt. Um 18.50 bin ich wieder in Deutschland gelandet. <br />Tut mir leid, dass ich Euch nicht auf dem Laufenden gehalten habe. Es gab so viele Erlebnisse und Eindrücke. <br />Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen Euch persönlich dann mehr erzählen kann oder es vielleicht doch noch schaffe, meine Notizen zu ergänzen.<br />Freu mich auf Mails, Anrufe und Besuche von Euch und auf Begegnungen mit Euch!Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-51497733186697414212007-04-25T15:42:00.000-07:002007-04-25T06:42:44.327-07:00... zu alten Menschen<span style="font-weight:bold;">Tanja </span><br /><br />Ist eine liebenswerte deutsche Frau hier aus Schlangendorf. Sie spricht recht gut deutsch. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, die alten Menschen in Schlangendorf zu besuchen: ihnen aus der Bibel vorzulesen, mit ihnen zu beten, einkaufen zu gehen und ihnen auch sonst zu helfen. Als der Sozialdienst von ihrem Engagement gehört hat, hat man ihr angeboten sie offiziell als Altenhelferin anzustellen. <br /><br /><br /><span style="font-weight:bold;">Oma Antonina</span><br /><br />Heute hab ich Tanja begleitet zu Oma Antonina. Antonina ist 88 Jahre und sehr schwach. An dem Tag an dem ich sie besucht habe, war sie schon seit drei Wochen sehr krank. Sie liegt die ganze Zeit im Bett und hat wahrscheinlich einen Tumor in den Bronchen, was man ihr aber verschweigt. <br /><br />Sie hat viele krasse Sachen erlebt. Davon möchte ich euch nun in Ausschnitten erzählen. <br /><br />Sie ist selber die 3. von 8 Kindern. Von diesen acht Kindern lebt nur noch ihre jüngere Schwester. Sie hatte 4 Kinder. Einer ihrer Kinder (Anitole) ist mit 4 Jahren gestorben. Ihre anderen Kinder leben heute noch, allerdings sind sie selber schon recht alt und gebrechlich. Sie hat sechs Enkel und sieben Urenkel. <br /><br />Als sie 18 Jahre alt war, hat sie bei einem Bauern gearbeitet, der sich viel um sie gekümmert hat. Er hat ihr zu essen, Kleidung und Arbeit gegeben. Für mich war es erschreckend, dass so etwas, etwas Besonderes war. <br /><br />Dann hat sie davon erzählt, dass sie im Winter oft viel gefroren hat, weil sie nur Sommerkleidung hatte. Daher jetzt auch die schwere Bronchen-Erkrankung.<br /><br />Von ihrem Mann hat sie ganz besonders geschwärmt. Er hat alles aufgebaut: das Haus, die Möbel, das Feld angebaut. Zur Zeit Stalins wurde er dann eingezogen und musste in den Krieg gegen die Deutschen ziehen. An einem Tag stieß er auf einen deutschen Soldaten. Er hat ihn gebeten: „Schieß mich nicht tot!“ Der Mann von Antonina sagte: „Warum soll ich dich totschießen. Wir sind keine Feinde. Du und ich, wir sind von Hitler und Stalin eingezogen worden, obwohl wir bei unseren Familien bleiben wollten. Ich habe Familie. Du hast Familie. Lauf schnell weg. Ich tue dir nichts.“<br />Antonina hat dann kommentiert: „wenn Stalin so wie mein Mann gewesen wäre, hätte es keinen Krieg gegeben. Wenn Hitler so wie mein Mann gewesen wäre, hätte es keinen Krieg gewesen.“ <br /><br />Das hat mich sehr beeindruckt. <br /><br />Vielleicht hat ja der deutsche Soldat schon seinen Kindern von einem russischen Soldaten erzählt, der ihn hat laufen lassen… <br /><br />Ihr Mann hat dann auch noch die Felder bebaut, als er alt und krank war. Eines morgens hat dann Nina ihn nur noch tot im Bett aufgefunden…<br /><br />Oma Nina, eine alte, kranke, vom Alter gekennzeichnete Frau. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als endlich zu sterben und versteht nicht, warum Gott ihr diesen Wunsch nicht gewährt.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-89735101265528069532007-04-24T23:59:00.001-07:002007-04-25T07:13:56.028-07:00Lied auf RussischAm Samstag ist hier ein großes Fest. 220 Jahre Deutsche in Schlangendorf. Zu diesem Anlass werden auch die Kinder ein deutsches Lied singen. Damit die Kinder es lesen können, musste ich es vorher mit russischen Buchstaben schreiben. Habt ihr eine Idee welches es ist? Im Folgenden ist der Refrain des Liedes (hier die russichen Buchstaben und ihr deutscher Laut: б = [b]; д = [d]; ай = [ei]; ф = [f]; г = [g]; х = [h/ch]; и = [i]; л = [l]; н = [n]; ш = [sch]; р = [r]; з = [s]; с = [s]; у = [u]; в = [w]; ц = [z])<br /><br />Майне цайт штет ин дайнен хенден.<br />Нун кан их руиг зайн, руиг зайн ин дир.<br />ду гибст геборгенхайт, ду канст алес венден.<br />Гиб мир айн фестес херц, мах ес фест ин дир.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-28472109598071560202007-04-24T23:59:00.000-07:002007-04-25T07:12:31.870-07:00KinderstundeHeute hab ich die Kinder der Kinderstunde kennengelernt. 15 Kinder und Jugendliche von 7 bis 16. Eine ganz schöne Herausforderung. <br /><br />Das Thema war Joh. 20, 19-29. Na? Richtig. Der zweifelnde Thomas. <br /><br />Mir ist wichtig geworden, dass ich mich wahrscheinlich genauso verhalten hätte, wie Thomas. Stellt Euch vor. Ihr seid mit eurem besten Freund und noch 11 anderen Leuten drei Jahre unentwegt zusammen und dann wird dieser gefangen genommen, hingerichtet. Einige Zeit später hört ihr, der soll wieder leben. „Hallo, das ist doch nicht normal“ – „Die waren doch alle ein bisschen zu lange in der Sonne.“ Das wären meine Gedanken. Und ähnliche Gedanken hatte bestimmt auch Thomas. <br /><br />Dann begegnet ihm Jesus und ermutigt ihm, ihm auch zu vertrauen, auch wenn er es nicht sieht. Aber ich finde, oft ist es genau das, woran ich so oft scheitere. Wie oft denke ich, es fällt mir leichter Jesus zu vertrauen, wenn ich ihm heute noch begegnen könnte. Hmm. Geht es Euch auch so? Welche Erfahrungen macht ihr damit?<br /><br />Als Einstieg haben wir einen Blindenlauf gemacht und nachher im Kreis darüber gesprochen, wie weit man vertrauen konnte oder Angst hatte sich anzuvertrauen. <br /><br />Insgesamt waren die Kinder sehr schüchtern, was es schwer machte, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-14678533380557670842007-04-22T23:59:00.000-07:002007-04-25T07:45:24.112-07:00Meine erste Predigt...Heute durfte ich meine erste Predigt halten. Predigttext war Joh. 21. Die Begegnung von Petrus und Jesus mit den drei großen Fragen: „Simon, hast du mich lieb.“ Es hat Spaß gemacht an der Predigt zu arbeiten und mich mit dem Bibeltext zu beschäftigen. Wer Interesse an der Predigt hat, dem schicke ich sie gerne zu. Mein Pastor hat mich übersetzt. So konnte ich in Ruhe meine Gedanken formulieren. <br /><span style="font-style:italic;"><br />Das ist mir aufgefallen:</span><br />• Jesus spricht Petrus mit seinem Familiennamen an. Er meint nicht seine Stellung unter den Jüngern, sondern ihn ganz persönlich. <br />• Jesus weißt Petrus nicht wegen seiner Verleugnung zu Recht. Nein, er gibt Petrus eine neue Chance: er gibt ihm einen neuen Auftrag<br />• Eigentlich hätte Petrus kein Recht gehabt, auf Jesu Frage zu antworten: „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Aber Petrus tut es, weil das sein innigstes Denken ist. <br /><span style="font-style:italic;"><br />Das ist mir wichtig geworden:</span><br />• Jesus wünscht sich mit uns im Gespräch zu bleiben. Er ist derjenige der auf Petrus zu geht. <br />• Jesus weiß, wie du zu ihm stehst, und er möchte gerne wissen, dass du dazu Stellung nimmst.<br />• Folge mir nach! Jesus lieben und ihn nachfolgen gehört zusammen.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-88327322951532418022007-04-17T22:47:00.000-07:002007-04-17T12:48:34.846-07:00Tage der Ruhe...Montag und heute lag ich flach. Wir, die Familie und ich wurden wahrscheinlich von einem Virus erwischt. Ich musste mich übergeben und wegen Kopf- und Bauchschmerzen viel Schlafen. In den Zeiten zwischen den Schlafperioden hab ich viel nachgedacht, gebetet und ausgeruht. Das tat gut. <br />Heute Abend war ich dann wieder auf den Beinen und hab mal einen richtig langen Spazier¬gang gemacht. Dabei hab ich mir die Gegend mal genauer angeschaut und auch einen netten Menschen kennen gelernt. <br /><br />Smievka liegt am Djnepr einem Strom der zum größtenteil durch die Ukraine fließt. Bei Smievka hat die russische Regierung in den 70er Jahren einen Stausee angelegt und ein Wasserkraftwerk gebaut. Die Orte hier sind relativ klein (ca. 50 Häuser) und sehen für deutsche Verhältnisse sehr ärmlich aus. Aber kann man wirklich Länder mit einander vergleichen? Hat nicht jedes Land seinen besonderen Charakter? Seine ganz eigene Geschichte? <br /><br />Auf dem Rückweg, kam ich an einer Gruppe von 3-4 Männern vorbei. Ich sagte Guten Tag und ging weiter. Allerdings wurde ich dann von einem der Männer angesprochen. Er hat mir sehr vieles erzählt. Das einzige was ich rausgehört habe war, dass er Viktor hieß und ursprünglich Schwede war. Ich hab ihm versucht zu verstehen zu geben, dass ich Daniel heiße, in Smievka bei Pastor Löffler wohne und Praktikant bin. <br /><br />Auf dem weiteren Rückweg hab ich mich entschlossen, die Zeit zu nutzen, die ich hier habe, um ein wenig russisch zu lernen. Eduard hat mir angeboten mich mit einer Russisch-Lehrerin in Kontakt zu bringen. <br /><br />Es gibt eine Geschichte von einem Indianer, der auf der Gangway sitzen bleibt nach dem sein Flugzeug gelandet ist. Als er angesprochen wird auf was er wartet, sagt er: „Ich muss noch darauf warten, dass meine Seele ankommt.“ <br /><br />Heute ist meine Seele angekommen. Ja, ich würde sagen, ich habe es jetzt wirklich verstanden, dass ich in der Ukraine bin!Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-79310538931796124902007-04-15T23:30:00.000-07:002007-04-17T12:45:52.000-07:00Der erste Sonntag - weitere Eindrücke...<span style="font-weight:bold;">Der erste Sonntag</span><br />Heute war der erste Sonntag in der lutherischen Gemeinde in Smievka. Mein Pfarrer hat gepredigt und seine Frau übersetzt. Ansonsten hat er seine Gebete und liturgischen Dinge auch auf Deutsch wiederholt. Ob er das nur für mich gemacht hat oder auch für die anderen? Mir hat es jedenfalls geholfen aus dem Gottesdienst etwas mitzunehmen. In dem Liederbuch, was benutzt wird, stehen nur ältere Lieder: Auf deutsch und russisch. Die erste Strophe singen wird dann auf deutsch und die anderen Strophen auf russisch gesungen. <br /><br /><span style="font-weight:bold;">Die Familie</span><br />Eduard. Er ist der Pfarrer, den ich begleite. Er ist 33 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Kasachstan und ist seit 7 Jahren hier. <br />Er ist verheiratet mit Adda. Die ursprünglich aus Riga kommt. <br />Die beiden haben zwei Kinder. Markus der ältere ist 2 3/4 Jahre und Tobias ist 9 Monate alt. Die beiden sind sehr aufgeweckt und halten die Mutter ganz schön auf Trab. <br /><br /><span style="font-weight:bold;"><br />Meine Aufgaben</span><br />Ich werde nächsten oder übernächsten Sonntag predigen. Außerdem gibt es hier einen Kinderchor am Sonntagnachmittag und eine Kinderstunde am Dienstagnachmittag. Für die Erwachsenen gibt es am Sonntagabend eine Bibelstunde. <br />Außerdem gibt es hier eine Frau, die ältere Leute aus der Gegend besucht. Sie werde ich ebenfalls begleiten. <br /><br />In zwei Wochen geht mein Pastor mit Jugendlichen hier aus der Gegend auf eine Jugendfreizeit nach Rumänien. In dieser Zeit werde ich nach Maripulu gehen, einer Stadt ca. ne Stunde von hier und dort die Arbeit des Blauen Kreuzes kennenlernen. <br /><br /><span style="font-weight:bold;">Lesson learned....</span><br />Eine Dozentin von mir hat mal gesagt: "Erst im Ausland merkt man, wie deutsch man ist...". Ich konnte und wollte es damals nicht glauben. Jetzt weiss ich was sie meint. Ich merke, dass ich aus Deutschland viele Sachen gewohnt bin, die hier entweder gar nicht oder nur mit Einschränkung vorhanden sind. Ich hab immer gedacht, damit würde ich ganz schnell fertig, aber es ist doch nicht ganz so einfach. <br /><br />Was mir am schwersten fällt, ist die Sprachbarriere. In einem Land zu leben, dessen Sprache man nicht spricht oft fühle ich mich dabei wie das dritte Rad am Wagen. Es ist ein blödes Gefühl, wenn man mit Leuten am Tisch sitzt, die sich über irgendwelche Sachen unterhalten und überhaupt nichts versteht. <br /><br />Meine Vorstellung mit den Leuten mich auf Englisch zu unterhalten, hab ich auch bald begraben. Die Leute hier mögen nicht die Briten und die englische Sprache. Deswegen kann hier kaum einer englisch sprechen geschweige denn englisch verstehen. <br /><br />Aber die Familie ist total nett und sie hilft mir viel, mich hier einzugewöhnen. Ich muss lernen mich ganz hier auf das Leben einzulassen... <br /><br />Aber ich merke, dass das richtig gut ist, weil ich mich endlich mal kritisch mit meinen Missionsmotivationen auseinandersetze. Ging es mir immer nur ein Missionsabenteuer oder sind mir die Menschen wichtig, die verloren gehen, wenn sie nichts von Jesus hören? Ich merke, dass ich die Menschen lieben muss.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-23784591084029210312007-04-14T23:30:00.000-07:002007-04-17T12:42:50.783-07:00Erster Tag - erste Eindrücke...<span style="font-weight:bold;">Besuch bei Oma Lisa<br /></span><br />Samstagvormittag haben wir, Eduard, seine Familie und ich, einen Besuch, bei einer alten Dame gemacht. Sie heißt einfach nur Oma Lisa und ist schon über 80 Jahre alt. Als wir bei ihr waren, war ihre ganze Familie da. So das wir nicht sehr viel Zeit hatten mit ihr. Nun ja. Aber wie geplant, werde ich in der nächsten Zeit öfters besuchen.<br /><br /><span style="font-weight:bold;">Der Tag beim Unternehmer…<br /></span><br />Am Abend waren wir bei einem ukrainischen Unternehmer eingeladen. Er ist zwei Jahre jünger als ich und hat zwei Kinder. Aber auch er kann kein englisch. So habe ich nicht viel verstanden über was geredet wurde. Aber dafür hab ich viel gegessen und viel Wein getrunken. Früher war er in der Mafia (aber keine Angst, als Mafia wurde hier alles bezeichnet, was als Unternehmungen gegen den Staat lief), heute betreibt er Ölpressen.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-41410309581024193202007-04-13T23:30:00.000-07:002007-04-17T12:40:45.110-07:00Ich bin angekommen....Dobre Djen! Guten Tag!<br /><br />Nun bin ich also in der Ukraine. <br />Am Donnerstag um 14:25 (Deutsche Zeit + 1 Stunde) bin ich in der Ukraine gelandet. <br /><br />Der Flughafen von Odessa ist der ehemalige Militärflughafen und sehr klein. Es gibt keine Gates wie in Prag oder Frankfurt, wo man direkt vom Flugzeug ins Terminal kommt, sondern man wird mit dem Bus auf dem Flugfeld abgeholt und dann zum Terminal gebracht. <br /><br />Kaum hatte ich den Fluggastbereich verlassen und kam in den öffentlichen Bereich, kamen schon viele Leute auf mich zu, die mich per Taxi zu meinem Hotel bringen wollten. Meinen Pastor, der mich vom Flughafen abgeholt hat, hab ich dann auch gleich gefunden. <br /><br />Und dann ging ’s zum Auto. Im Auto wartete seine Familie (Adda, seine Frau und seine beiden Kinder Tobias (9 Monate) und Markus (2 3/4). Außerdem waren noch zwei Frauen dabei, die wir zum Busbahnhof gebracht haben. Auf dem Weg zum Busbahnhof hab ich die ersten Eindrücke von Odessa, dem Verkehr und den Strassen in Odessa bekommen. Odessa liegt am schwarzen Meer und hat ne knappe Million Einwohner. Man kann die Strassen hier gar nicht mit deutschen Strassen vergleichen. Überall gibt es große Schlaglöcher und es ist ein einziges holpern, wenn man über die Strassen fährt. Auf der einen Seite wird viel in Odessa aufgebaut, umgebaut und renoviert und zum anderen sieht man viele verfallene Häuser. Der Bischof von Odessa nannte die Ukraine das Land und speziell Odessa die Stadt der Gegensätze. Neben Luxuskarossen, die man selten in Deutschland sieht, stehen schrottreife Autos, wie man sie nicht in Deutschland sieht.<br /><br />Auf der vierstündigen Fahrt nach Smievka (zu Deutsch Schlangendorf) haben wir am Schwarzen Meer Halt gemacht. Es war zwar zu kalt zum Schwimmen, aber ich liebe es am Meer zu sein. Das Rauschen der Wellen, das Sitzen im Sand. Das ist alles so beruhigend und tat unheimlich gut, nach dem Flug. Was ich sehr schön fand, war, dass mich die beiden Eltern gleich mit ihren beiden Söhnen allein gelassen haben. Das fand ich war ein erster Vertrauensbeweis. Dabei hab ich festgestellt, dass man gerade bei ganz kleinen Kindern total aufmerksam sein muss. Kaum hat man mal weggeguckt, wanderten zwei-drei Muscheln in den Mund von Tobias: Orale Erkundung eben.<br /><br />Dann nach 4 Stunden kamen wir in Smievka an. Zwischendurch haben wir noch einen Zwischenstop in einem Cafe gemacht und ich hab das erste Mal in der Ukraine auf einem Plumsklo gestanden. Den Trick wie man auch grosse Geschäfte dort macht, wird ich noch lernen… Nach ca. drei Stunden habe ich dann meinen Pastor Eduard abgelöst und bin für ca. ne dreiviertel Stunde gefahren. Wieder ein Beweis seines Vertrauens. <br /><br />In Smievka angekommen habe ich mir in der Dunkelheit noch kein Bild machen können.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-28460729506541696862007-04-11T00:53:00.000-07:002007-04-10T15:54:09.909-07:00Auf der DurchreiseIch bin wieder in Deutschland - aber nur auf der Durchreise. Heute morgen um ca. 8.30 bin ich in Frankfurt gelandet. Am Donnerstag um 9.30 gehts weiter...<br /><br />Habib und ich hatten auf Zypern eine richtig schöne Zeit. Wir haben zwar nicht viel von der Insel gesehen, weil Habib noch sehr schwach ist und schnell müde war. Aber wir haben trotzdem die Zeit gut genutzt. Wir haben viel Zeit zusammen gehabt um für einander da zu sein: miteinander zu reden, zu beten, spazieren zu gehen usw. <br /><br />Habib vermisst Deutschland sehr und hat gemerkt, dass er sich sehr an Deutschland und das Gute an Deutschland gewöhnt hat. Zypern ist sehr staubig. Die Autos werden nicht gewaschen, weil sie nach kurzer Zeit sowieso wieder staubig sind. Und auch sonst, ist Deutschland sehr viel sauberer. Das fehlt Habib. Und auch innerlich fehlt ihm Deutschland. Es fehlen ihm Freunde mit denen er sich einfach mal treffen kann und sich austauschen kann. Ich hatte den Eindruck, dass Habib sich dort erst noch so richtig einleben muss. Bitte betet für ihn. Dass er sich auf Zypern wohlfühlt und Freunde findet, die es ihm leicht machen sich dort wohl zu fühlen. <br /><br />Auf Zypern ist Ostern ein großes Fest. Zum einen das christliche Fest und zum anderen die Erinnerung an die Befreiung von den mussolinischen Nazis. Das Fest fängt Freitag an und geht bis Dienstag. Jeder fährt zu seiner Familie und bis Dienstag haben keine Geschäfte offen. Die Osternacht hat mich mehr an Sylvester erinnert als an ein christliches Fest: Überall waren Böller zu hören und die Schiffe im Hafen bzw. die vor Zypern lagen haben gehupt. Es waren über die Stadt verteilt haushohe Feuer zu sehen. Später haben wir erfahren, dass auf der Spitze des Feuers symbolisch Judas verbrannt wurde. Nach Mitternacht kamen die Leute mit Kerzen aus den Kirchen, um das Osterfeuer mit nach Hause zu nehmen. Mich hat es begeistert zu sehen, wie Menschen Ostern feiern!! Es war ganz anders als, als ein andächtiger Ostergottesdienst!!<br /><br />Habib hat viele arabische Bekannte. Und so waren wir an jedem Tag bei seinen Bekannten eingeladen. Haben lecker arabisch/ägyptisch/jemenitisch gegessen und uns viel unterhalten. Ich hab viele nette Leute kennengelernt und es schätzen gelernt in einem Land zu leben, das mir so viele Freiheiten gibt. Eine Familie hat mich besonders berührt: N. ist ägyptischer Christ und verheiratet mit einer ehemaligen Muslimin ebenfalls aus Ägypten. Sie beide haben eine Tochter. N. arbeitet als Grafiker in einem Werbebüro. Er lebt nicht gerne auf Zypern. Er will am liebsten wieder zurück nach Ägypten. Allerdings können sie nicht, weil seine Frau Christ wurde und sie in von ihrer Familie bedroht wird, wenn sie wieder zurück kehren. So bleiben sie also auf Zypern. Es hat mich beeindruckt, was Menschen auf sich nehmen müssen, nur weil sie Jesus nachfolgen. <br /><br />Mich hat es sehr überrascht, wie gut ich mich auf Englisch verständigen konnte und so bin ich ganz getrost, was meinen Aufenthalt in der Ukraine betrifft. Überrascht hat mich dabei ein kleiner Junge von drei Jahren. Er sprach schon richtig gut Englisch, so dass wir uns über Krokodile und Dinausaurier unterhalten konnten. Eben Themen, die Jungens in seinem Alter interessieren. <br /><br />Am Donnerstag geht es dann weiter in die Ukraine. Ich bin sehr gespannt auf die Zeit und freue mich, wenn ihr an mich denkt.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-15726014873835156212007-04-11T00:51:00.000-07:002007-04-22T13:50:08.146-07:00Was bisher geschah... Teil 2: In Zypern angekommen...Gestern um 14.00 Uhr hat mich ein Freund abgeholt und wir sind zu meinem Bruder gefahren, der in Darmstadt wohnt um dort mein Gepäck für die Ukraine abzugeben. Anschließend ging es dann zum Flughafen.<br />Um 19.25 ging es dann los.<br />Weil der Flug so lang war, hab ich mir extra etwas zu trinken mitgenommen. Allerdings hätte ich nur 100ml mitnehmen dürfen. So hab ich auf dem Weg zu meinem Flieger die beiden Getränke an Passanten verschenkt. Die waren ganz überrascht und haben sich sehr gefreut.<br /><br />Eine Stunde später bin ich dann in Prag zwischengelandet. Unser Flieger hatte 40 Min. Verspätung und ich hatte nur noch 20 min. in Prag um meinen Anschluss zu bekommen. Hat aber alles geklappt, weil der Anschluss-Flieger auch 10 min. Verspätung hatte.<br /><br />Heute morgen bin ich dann um 2.30 in Zypern gelandet. Der Chef von Habib hat mich vom Flughafen abgeholt und zu Habib gebracht. Es war total schön, Habib wieder zu sehen. Ihm geht es schon viel besser, auch wenn er schnell müde wird und man merkt, dass es ihm schwerfällt sich zu konzentrieren. Am liebsten würde er schon gestern wieder arbeiten. Allerdings lassen das seine Kollegen nicht zu. Und so werden wir gemeinsam Zypern unsicher machen und viel Spass zusammen haben. Er lässt Euch allen ganz liebe Grüße ausrichten und freut sich darüber, dass so viele Menschen an ihn denken.<br /><br />Bitte betet weiter für ihn...Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-46016909846834233572007-04-11T00:49:00.000-07:002007-04-10T15:49:18.500-07:00Was bisher geschah... Teil 1: Über Zypern in die UkraineVielleicht wundert Ihr Euch ja über die Überschrift. Denn eigentlich wollte ich ja am Mittwoch in die Ukraine fahren um dort Gemeindearbeit kennenzulernen.<br /><br />Da kam jetzt allerdings etwas dazwischen.<br /><br />** Über Zypern...<br /><br />Mein Freund Habib arbeitet für einen christlichen Radiosender auf Zypern. Vor ca. einer Woche musste er beruflich nach Ägypten und hatte dort einen schweren Unfall. Allerdings ist er dann nicht ins Krankenhaus gefahren, sondern wieder zurück nach Zypern geflogen. Zuhause angekommen ist er zwei Tage bewusstlos gewesen. Dann war er ne Weile im Krankenhaus und ist jetzt beim Chef des Radiosenders untergebracht. Er kann wenig sprechen und vergisst vieles beim Reden.<br /><br />Deswegen werde ich Mittwoch oder Donnerstag nach Zypern fliegen um ihn dort zu unterstützen und ihn lieb zu haben (ihr wisst schon, wie ich das meine!). Habib hatte gerade das letzte halbe Jahr eine harte Zeit und es fiel ihm nicht leicht nach Zypern zu gehen. Bitte betet für ihn, dass er Gottes Willen hinter dem und in dem allem entdeckt.<br /><br />Mittwoch oder Donnerstag werde ich also erst mal nach Zypern fliegen und nach meinem Freund schauen. Freunde aus der Gemeinde unterstützen mich finanziell und stehen im Gebet hinter mir.<br /><br />Ich habe vor, dann eine Woche auf Zypern zu bleiben und dann nach Deutschland zurückzukehren um einmal die Sachen durchzuwaschen und dann in die Ukraine zu fliegen.<br />Naja bin mal gespannt wie dann alles so sein wird.<br /><br /><br />**... in die Ukraine<br /><br />In der Ukraine bin ich bin in der Nähe von Odessa. Wobei Nähe ca. 300 km östlich von Odessa meint. Dort werde ich in einem kleinen Dorf (auf deutsch heißt der Ort Schlangendorf und auf ukrainisch Smievka) am Djenpr (einem grossen Fluss) die Arbeit eines Gemeindepfarrers unterstützen. Eduard Löffler ist ein Jahr älter als ich, ist verheiratet und die beiden haben zwei Töchter. Er kommt ursprünglich aus Kasachstan, hat auf Chrischona studiert und wurde dann von der bayrischen Landeskirche in die Ukraine geschickt.<br /><br />Zu Pfingsten werde ich dann mit Eduard Löffler und Jugendlichen aus der Ukraine auf eine Pfingstkonferenz nach Bayern fahren. Das heißt ich werde sozusagen fast an der Haustür abgesetzt. :-)<br /><br />Was genau alles auf mich zukommt weiss ich nicht. Für mich geht es darum, zu sehen, wie es ist in einem fremden Land zurechtzukommen, dessen Sprache ich nicht kenne. Insgesamt freue ich mich auf die Zeit. Respekt habe ich vor der fremden Sprache. Aber ich denke mit der Sprache des Herzens - oder auch ein paar verzweifelten Gesten und Mimiken- kommt man immer weiter.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-7334125627027966745.post-72167708489101606082007-04-11T00:45:00.000-07:002007-04-10T15:45:28.378-07:00Herzlich Willkommen...Mich hat es jetzt auch gepackt. Das Blog-Fieber! <br />Klammer auf: Pass auf, dass es dich nicht auch ansteckt... Andernfalls, sag Bescheid... Klammer zu.<br />Ich freu mich, dass Du Interesse hast, an meinem Leben teilzuhaben.Danielhttp://www.blogger.com/profile/01647059760127727819noreply@blogger.com