tag:blogger.com,1999:blog-7309824992853358596.post-5051690047098901412008-01-11T14:10:00.000+01:002008-01-28T23:37:48.416+01:00Alternative Drogenpolitik<a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_t1LR6hDfMpI/R4dsZ5QD7cI/AAAAAAAAADI/RC_hjMwVhK8/s1600-h/Cannabis_sativa.jpg"><img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_t1LR6hDfMpI/R4dsZ5QD7cI/AAAAAAAAADI/RC_hjMwVhK8/s200/Cannabis_sativa.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154207490669538754" border="0" /></a><br /><span style="font-style: italic;">zum Vorstoß von Gesundheitsminister Hecken und zur aktuellen Diskussion zum Cannabiskonsum<br /><br /></span>Die Grüne Jugend Saar sieht die heutige Drogenpolitik sehr kritisch. Es werden erfolglos Milliarden in Überwachung und Bestrafung von DrogenkonsummentInnen investiert. Wir verlangen eine humane Drogenpolitik, in der Drogenabhängigen geholfen wird, sich von ihrer Abhängigkeit zu lösen. Drogenverbote verhindern jedoch, dass das Problem von allen offen und ehrlich diskutiert und bekämpft wird. Einen vernünftigen Umgang mit Drogen gibt es nur, wenn eine glaubwürdige Aufklärung über Wirkung und Risiken von Drogen stattfindet.<br /><br />Hierzu äußerte sich Thorsten Comtesse, Mitglied des Landesvorstandes der Grünen Jugend Saar: "Eine "Drogenprävention", die in erster Linie auf "Abstinenz sonst Strafe" setzt, ist realitätsfern und hilft den Menschen nicht einen kontrollierten Umgang mit Drogen zu finden. Die GRÜNE JUGEND fordert eine alternative Drogenpolitik, die auf einen regulierten Drogenmarkt und die Förderung von Drogenmündigkeit setzt. Ein unkontrollierbarer Schwarzmarkt verschlimmert die Probleme nur. Wer Probleme mit Drogenkonsum hat, braucht Hilfe, nicht Strafe. Prävention muss das Ziel haben den Konsumenten zu stärken, autonom und kompetent über seinen Drogenkonsum zu entscheiden." Die Grüne Jugend setzt auf ein gutes Hilfesystem, dass sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert und Selbsthilfestrukturen unterstützt. Kriminalisierung bekämpft den Missbrauch nicht, sondern fördert ihn. Stattdessen sollen vielmehr Risikominimierung und bewusster Umgang mit allen Drogen im Mittelpunkt stehen.<br /><br />Cannabis nimmt in diesem Zusammenhang eine Sonderrolle ein: Es ist zwar illegal, jedoch erwiesenermaßen weniger schädlich als Alkohol und Nikotin. Deshalb unterstützt die Grüne Jugend Saar alle Vorhaben, die in die Richtung Legalisierung von Hanf-Produkten führen sollen. Auch die therapeutische Wirkung sei hier zu beachten. Cannabis soll in so genannten Drogenfachgeschäften von DrogenfachverkäuferInnen verkauft werden dürfen. Durch diese kontrollierte Abgabe kann das geplante strikte Verkaufsverbot an Jugendliche unter 18 Jahren kontrolliert werden und es wird zudem sichergestellt, dass kein verunreinigtes, gesundheitsschädliches Cannabis in den Umlauf gelangt. Ein weiterer Vorteil des geregelten Verkaufs ist, dass harte Konsummuster erkannt und daher Betreuung und Beratung organisiert werden können.<br /><br />Im Bereich der harten Drogen muß eine Entkriminalisierung von Gelegenheitskonsumenten, wie auch der Abhängigen stattfinden. Der Schwarzmarkt, der Ursache für viele soziale Abstiege, wie für die Beschaffungskriminalität ist, muß mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, und zwar nicht nur juristischen, sondern auch ökonomischen ausgetrocknet werden. Eine ärztlich verordnete Abgabe von Heroin an Süchtige, verbunden mit einem freiwilligen Ausstiegprogramm ist Grundvorraussetzung für eine Verbesserung der Situation. Solche Programme sollten auf freiwilliger Basis erfolgen, da bei erzwungenen Maßnahmen die Erfolgschancen sehr gering sind. Bleibt zum Abschluß noch zu sagen, daß auch bei diesem Thema der Grundsatz "besser vorbeugen als nachbeugen" zählt und daß die Politik endlich eingestehen muß, daß die Mähr von der drogenfreien Gesellschaft eine Illusion ist und bleibt.Thorsten Comtessenoreply@blogger.com