tag:blogger.com,1999:blog-6727968530778775714.post-37508467261396279302008-05-10T23:38:00.000-07:002008-05-11T00:04:22.739-07:00Pfingsten II: Cyrill von Jerusalem über den Heiligen Geistes<a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_Qcq5v021vTc/SCaaWP8JXZI/AAAAAAAAATs/whnyQH04opE/s1600-h/spir01a_big.jpg"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 191px; height: 259px;" src="http://bp1.blogger.com/_Qcq5v021vTc/SCaaWP8JXZI/AAAAAAAAATs/whnyQH04opE/s320/spir01a_big.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5199012526872419730" border="0" /></a>Der Heilige Geist ist etwas großes, in seinen Gnadenerweisungen etwas Allmächtiges und Wunderbares. Bedenke, wieviele ihr seid, die ihr hier sitzt, wie viele Seelen beisammen sind! In jedem einzelnen wirkt er in entsprechender Weise. Er ist mitten unter uns und sieht das Verhalten jedes einzelnen: er sieht die Gedanken, die Gewissen, was wir reden und sinnen und glauben. Schon damit ist wahrlich viel gesagt, aber doch ist es noch eine Kleinigkeit. Lasse sein Licht in deinen Verstand hineinleuchten und erwäge, wie viele Christen es in unserer ganzen Diözese gibt, wie viele in der ganzen Kirchenprovinz. Dann schaue mit dem Auge des Geistes von der Kirchenprovinz weg auf das ganze römische Reich und von da weg auf die ganze Welt, auf die Stämme der Perser, das Volk der Inder, auf die Goten, die Sauromaten, die Gallier und Spanier und Mauren, die Libyer und Äthiopier und dazu noch die Völker, die wir dem Namen nach nicht kennen; von vielen Völkern ist uns ja nicht einmal der Name bekannt geworden. Denke an die Bischöfe, Priester, Diakone, Mönche, Jungfrauen und ferner die Laien eines jeden Volkes! Dann denke daran, wie der große Führer, der Spender der Gnaden, in der ganzen Welt dem einen Keuschheit verleiht, dem anderen immerwährende Jungfräulichkeit, einem anderen Barmherzigkeit, diesem freiwillige Armut, jenem die Gabe feindliche Geister auszutreiben! Wie das Licht alles mit einem einzigen Strahl erleuchtet, so erleuchtet der Heilige Geist jene, die Augen haben. Hat einer keine Augen und wird er der Gnade nicht gewürdigt, dann tadle er nicht den Geist, sondern seinen eigenen Unglauben.<br /><br />Nachdem du dir das Wirken des Heiligen Geistes auf der ganzen Welt vorgestellt hast, so beschränke dich nicht auf die Erde. Steige empor zu dem was oben ist. Steige im Geist empor zum ersten Himmel und schaue dort auf die vielen, ungezählten Myriaden von Engeln. Wenn du kannst, steige mit deinen Gedanken noch weiter hinauf. Schaue die Erzengel, schaue die Geister, schaue die Mächte, schaue die Fürsten, schaue die Kräfte, schaue die Throne, schaue die Herrschaften. Über sie alle ist von Gott als Führer, Lehrer und Heiligmacher der Tröster gestellt. Seiner bedarf unter den Menschen Elias, Elisäus, Isaias. Seiner bedarf unter den Engeln Michael, Gabriel. Keines von den Geschöpfen steht ihm an Ehre gleich. Alle Chöre und Heerscharen der Engel zusammengenommen kommen dem Heiligen Geist nicht gleich. Gegenüber der allgültigen Macht des Tröster verdunkeln sie alle. Während sie ausgesandt werden um zu dienen, ergründet der Geist selbst die Tiefe Gottes, wie der Apostel sagt: "Der Geist ergründet alles, selbst die Tiefen Gottes. Wer von den Menschen weiß, was des Menschen ist, außer der Geist, der im Menschen wohnt? So erkennt auch keiner, was Gottes ist, außer dem Geiste Gottes."<br />(Taufkatechese XVI)KJhttp://www.blogger.com/profile/08622344321134568878noreply@blogger.com