tag:blogger.com,1999:blog-32989242691747307452009-07-13T21:19:03.859+01:00Orgel-BlogDaniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comBlogger31125tag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-32509278071882443302009-07-13T20:59:00.002+01:002009-07-13T21:19:03.871+01:00Wir setzen auf DialogKommunikation ist in unserer heutigen modernen und aufgeklärten Zeit extrem wichtig. Überall hört man davon, dass es wichtig sei "Netzwerke" zu bilden, Dialoge zu fördern und ins Gespräch zu kommen.<br /><br />Das aus dem lateinischen stammende Wort "Kommunikation" (von <i>communicare) </i>hat mehrere Bedeutungen:<br /><br />- teilen<br />- mitteilen<br />- teilnehmen lassen<br />- gemeinsam machen<br />- vereinigen<br /><br /><br />In den krisengeschüttelten Kirchengemeinden scheint das jedoch noch nicht so ganz angekommen zu sein, denn es fehlt offensichtlich vielerorts am nötigen Feingefühl und Dialog. Sei es im Umgang mit Kirchenmusikern, als auch im Umgang mit den Gemeindemitgliedern und ihren Ansprüchen an die Kirche in unserer modernen Zeit.<br /><br />Dass die Kirchen leere Kassen haben, dürfte ja inzwischen vielen bekannt sein. Das fördert das "Hinausbefördern" von Kirchenmusikern wie Pastoren, das Einstellen von gemeindefördernden Aktivitäten - ja, es fördert den Niedergang der Gemeinden.<br /><br />Ist Kommunikation eine Lösung? Die vierte o.g. Bedeutung lautet "gemeinsam machen". Das klingt für mich nicht nach Defensive und einem "nur-noch-verwalten", sondern nach offensivem Handeln. Und zwar mit der ganzen Gemeinde. Mit dem Kirchenmusiker, mit den Pastoren und allen, die erreichbar sind. Mehr Gespräche, mehr Miteinander, mehr Aktivitäten, mehr Arbeit für Gott, mehr Wagnis und mehr Risiko.<br /><br />Das erfordert, dass sich jeder der Beteiligten überprüft und seine Sichtweise ggf. überarbeitet. Das erfordert, dass in den Gemeinden nicht mehr gegeneinander gearbeitet wird.<br />Das erfordert offene, christlich gesinnte und mutige Gemeinden.<br />Das erfordert Kirchenmusiker, die zum Lob Gottes musizieren und nicht zur eigenen Lobhudelei.<br /><br />Es geht ums Ganze. Es geht um das Beste.<br /><br />...<br />...<br />...<br />...<br />...<br />...<br />Genug gepredigt.<br />Ein praktischer Bezug muss her.<br /><br />Seit heute finden Sie auf unserem <a href="http://www.orgel-information.de">Orgel-Portal</a> ein kleines Chat-Fenster. Ungewöhnlich, andersartig und unerwartet.<br />Dies Chat-Fenster ist ein erster Beitrag zum Thema Kommunikation. Wir wünschen uns den Dialog mit Ihnen, unseren Besuchern. Nutzen Sie dies kleine Programm für Ihre Fragen rund um unser Portal.<br />Es ist kostenfrei, installiert nichts auf Ihrem Rechner, aber Sie können so unkompliziert mit uns in Verbindung treten (natürlich auch weiterhin per Mail, Telefon, Telefax oder Brief). Und wenn wir online sind, antworten wir auch sogleich.<br /><br />Ihre Ideen und Anregungen sind gefragt. Ihre Wünsche, Kommentare und Anregungen.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Kommunikation - miteinander - gemeinsam</span><br /><br />Ich freue mich auf Ihre Nachricht.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-3250927807188244330?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-41932049643078502272009-05-28T08:07:00.005+01:002009-06-15T21:34:21.208+01:00Die OrgelarenaVor einigen Tagen las ich in einem <a href="http://www.orgelforum.de/forum_entry.php?id=72831">Orgelforum im Internet</a> eine sehr interessante Diskussion. Dabei ging es über Sinn oder Unsinn einer Veranstaltung mit dem ungewöhnlichen Namen "Orgelarena".<br />Die Diskussion war sehr vielschichtig. Erstaunlich war, dass gerade die Leute, die solch einer Veranstaltung noch nicht beigewohnt haben, die größten Töne spucken, die Veranstaltung schlecht machen und alles ins Negative und Lächerliche ziehen. Und ich muss zugeben, das hat mich ein wenig geärgert.<br /><br />Immer wieder hört man aus den Reihen der Kirchenmusiker und Kirchenleute: "Der Kirche geht es schlecht". Ob dem so ist, darüber kann man sich streiten. Auch, wo die Ursachen für die ein oder andere Kirchenfremdheit liegen.<br /><br />Nun kommt ein motivierter und einsatzfreudiger Organisator daher und versucht, die Leute wieder in die Kirche zu bringen. Und es gelingt ihm. Die Orgelarena der letzten Jahre (Informationen unter <a href="http://www.orgelarena.de/">www.orgelarena.de</a>) war jedes Mal gut besucht. Eine Mammutveranstaltung, die viel Organisation erforderte und für den Ausführenden Matthias Grünert eine echte Herausforderung war, sowohl körperlich als auch seelisch.<br /><br />Man sollte jetzt erwarten, dass die Orgelarena in anderen Gebieten, in denen Sie Ihr Programm vorstellen möchte, begeistert aufgenommen wird. Dem ist nicht so.<br />Man wettert dagegen, dass angeblich die vor Ort ansässigen Kantoren nicht einbezogen wurden. Aber es wurden alles angeschrieben.<br />Man schimpft, solch eine Veranstaltung sei Unsinn. Aber warum kommen dann die Leute in die Kirche?<br /><br />Wieder einmal hat man das dumpfe Gefühl, dass in den Reihen der Kirchenmusiker Neid und Missgunst guten, nahrhaften Boden finden. Führt eine Veranstaltung wie die Orgelarena vielleicht einigen Leuten nur zu deutlich vor Augen, wie schlecht sie ihren Job machen? Und dass sie, wenn sie sich auf den "Hosenboden" setzen würden, ihre Kirche auch etwas mehr in den Mittelpunkt stellen könnten?<br /><br />Meines Erachtens zeugen solche neidvollen und von Aggression gefüllten Diskussionen nur von der momentan schlechten Motivation und der miserablen Einstellung mancher Kirchenmusiker. Anstatt gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten, arbeiten viele gegen dieses an.<br /><br />Das schadet der Musik, der Orgel, der Kirche und auch dem Diskussionsforum, auf dem solche Diskussionen stattfinden.<br /><br />Ihr lieben Kirchenmusiker, die Ihr selbst die Kirche nicht vollbekommt, aber die kritisiert, die neue Wege gehen und für Euch Ungewohntes tun: setzt Euch lieber an die Orgel und übt. Da haben alle mehr von !!!<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=381">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-4193204964307850227?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-9526607228814165392009-04-27T15:44:00.002+01:002009-04-27T16:02:17.757+01:00Vergessene OrgelnSeit fast vier Jahren stellen wir nun schon Orgeln aus ganz Deutschland vor. Dabei handelt es sich fast immer um mehr oder weniger gut gehütete Orgeln, die im Gottesdienst oder in Konzerten genutzt werden.<br />Bei der Suche nach Informationen zu diesen Orgeln stolpern wir jedoch auch immer wieder über Orgeln, die in nicht (oder kaum) genutzten Kirchen stehen und ein Schattendasein führen. Teilweise beginnt der Zerfall, da der Zahn der Zeit an den Orgeln nagt.<br /><br />Ich bitte Sie heute um Ihre Mithilfe. Helfen Sie uns, diesen vergessenen Orgeln auf die Spur zu kommen. Sie wieder ins Gedächtnis zu rufen. Denn das ist der erste Schritt, sie wieder ins Bewußtsein zu rufen und vielleicht irgendwann einmal sie wieder zum Erklingen zu bringen.<br /><br />Senden Sie uns <a href="info@orgel-information.de">eine Mail</a> mit den Informationen, die Sie zu vergessenen Orgeln haben. Schicken Sie uns Hinweise und Anhaltspunkte. Wir versuchen dann, möglichst viel über die Orgeln und die Inhaber/Verantwortlichen herauszufinden. Helfen Sie mit, manchen Schatz wieder zu entdecken und Kulturgut zu bewahren.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?p=2094">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-952660722881416539?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-71027655365760272032009-04-06T09:02:00.002+01:002009-04-06T09:31:20.958+01:00Beeindruckende VielfaltFür den heutigen Vormittag hatte ich mir wieder einmal "Termineingabe" eingeplant. Konzert-Termine, die wir von den Kirchengemeinden, die wir vorstellen, übermittelt bekommen, müssen in unserem Terminkalender eingepflegt werden. Meist schiebe ich diese Arbeit ein wenig vor mich her, da die Termine sich oft gleichen. Überall Bach, Buxtehude, Messiaen und - in diesem Jahr - Mendelssohn.<br /><br />Wie gut tat es mir, heute einmal ein aufwändiges und abwechslungsreiches Termin-Paket einzuarbeiten.<br />Vor mir liegt das Jahresprogramm 2009 des Altenberger Doms. Eine insgesamt 24 Seiten umfassende Broschüre. Randvoll mit Konzertterminen. Und was für welche. Nicht nur Standard-Konzerte. Nein, man hat das Gefühl, dass bei der Gestaltung durchaus mitgedacht wurde. Natürlich gibt es auch Bach, Buxtehude und Messiaen. Aber auch Cocker, Hakim, Bourgeois, Gardner, Yon, Bizet, Kropfreiter, und weitere, auch unbekanntere.<br /><br />Ebenso beeindruckend ist die Zahl der verschiedenen Organisten. Nur wenige Namen tauchen zweimal auf (ausgenommen die Hausorganisten Meisner und Müller).<br /><br />Wie kommt es, dass die Kirchengemeinden des Altenberger Doms so viele Konzerte mit so vielen verschiedenen Organisten auf die Beine stellen können? Liegt es nur an der gut arbeitenden Stiftung und der Unterstützung vor Ort? Das haben auch andere Gemeinden.<br /><br />Ich vermute, es ist die Mischung aus dem o.g. Hintergrund "Unterstützung" und der kontinuierlichen Arbeit an der Kirchenmusik. Anstatt aufgrund der schlechten finanziellen Situation der Kirchen einen Gang zurückzuschalten geht man in die Offensive. Eine große Konzertauswahl - manchmal 2 Konzerte am Tag -, hervorragende Organisten, interessante Werke - die Mischung stimmt einfach.<br /><br />Ist darin vielleicht auch die Lösung für die Probleme mancher Kirchengemeinden verborgen? Statt weniger Aktivität einmal die Offensive ergreifen? Mehr und bessere Konzerte? Mehr Kirchenmusik? Und darin auch mehr Tiefgang statt Oberflächlichkeit?<br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=365">Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Meinungen dazu.</a><br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-7102765536576027203?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-78187235412569477042009-03-20T20:01:00.009+01:002009-03-20T22:39:15.114+01:00Orgelabend (Fortsetzung)Am gestrigen Donnerstag, 19.03.09, fand in der Neuapostolischen Kirche in Langenhagen ein Orgelabend mit der Kirchenmusikerin Birgit Desch (www.deschmusik.de) statt (siehe voriger Blog-Eintrag).<br /><br /><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_U-9h97S-dkk/ScQDUTOQrXI/AAAAAAAAAY0/7NXsFNvn-BQ/s1600-h/DSCF0197_klein.jpg" align="left"><img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 241px; height: 181px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_U-9h97S-dkk/ScQDUTOQrXI/AAAAAAAAAY0/7NXsFNvn-BQ/s320/DSCF0197_klein.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315377107496381810" border="0" /></a>Nach einleitenden Worten der Musikbeauftragten des Bezirkes Eva-Maria Kittel begann der Orgelabend mit dem wohlklingendenPräludium F-Dur (Hochzeitseinzug) von Fanny Hensel, der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dies Stück präsentierte bereits die vielfältigen Klangmöglichkeiten des Orgelpositivs, das die Gemeinde vor einiger Zeit als Ergänzung zum bestehenden "Elektronikum" erhalten hatte.<br /><br />Nachdem das Werk verklungen war, erläuterte der Organist der Gemeinde, Holger Schäfer, die Herkunft und Funktionsweise der Orgel und einige technische Details. Dabei war es den Laien gut möglich, dem Vortrag zu folgen, aber auch diejenigen, die mit der Funktionsweise einer Orgel vertraut sind, konnten Neues dazulernen.<br /><br />Nach diesem Abstecher in die Welt der Technik führte Birgit Desch die Besucher in die Klangvielfalt der einzelnen Register ein. Sie stellte diese kurz namentlich vor und veranschaulichte mit Hilfe eine Flipcharts die verschiedenen Möglichkeit, diese wenigen Register zu kombinieren.<br />Im Vorfeld des Orgelabends war durch Organisten des Bezirkes und auch durch Besucher der Kirche angemerkt worden, dass mit einer solchen kleinen "Friedhofsgurke" keine Musik zu machen sei, da die Anzahl der Register nicht zufriedenstellend ist.<br />Diesem Vorurteil widersprach Birgit Desch vehement. Es zeigte sich im Laufe des Abends, dass sehr wohl verschiedenste Klänge möglich sind.<br /><br /><br /><a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_U-9h97S-dkk/ScQHMMt0zdI/AAAAAAAAAZE/iG3nS-QDlNM/s1600-h/DSCF0201_klein.jpg"><img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 289px; height: 218px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_U-9h97S-dkk/ScQHMMt0zdI/AAAAAAAAAZE/iG3nS-QDlNM/s320/DSCF0201_klein.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5315381366357282258" border="0" /></a>Es folgten nun weitere Werke, die Birgit Desch gekonnt und souverän vorstellte und zu denen sie jeweils Hinweise bezüglich der Registrierung und Spieltechnik gab. Unter den vorgestellten Stücken waren unter anderem (in Klammern jeweils das Thema der Erläuterungen):<br />- Daquin, Claude - Rondo "Le Coucou" (Registerwechsel)<br />- Grieg, Edvard - Sarabande aus der Hoberg-Suite (Schweller-Nutzung)<br />- Desch, Birgit - "Die Lerche" aus den "Geh´aus, mein Herz-Variationen" (Oktav-Wechsel)<br />- Riegler, Thomas - Good morning (aus "Swinget dem Herrn") (Klangvielfalt + Pedaleinsatz)<br /><br /><br />Nach diesen klanglichen Genüssen, Erläuterungen und Hilfestellungen für Organisten gab es noch eine Fragerunde, bei der Eva-Maria Kittel, Holger Schäfer und Birgit Desch gemeinsam noch einmal konkrete Anleitungen gaben und auf die Anregungen und Fragen der Zuhörer eingingen.<br /><br />Erwähnenswert ist auch noch die freundliche Bewirtung durch die Gemeinde, denn das Programm wurde mittig unterbrochen, um den Zuhörern und Akteuren die Möglichkeit des Gedankenaustausches zu geben.<br /><br />Es bleibt zu hoffen, dass es in der Neuapostolischen Kirche noch mehr solcher Veranstaltungen geben wird. Für Organisten bieten sie die Gelegenheit zum Austausch und das Einholen von Hilfestellungen und den interessierten Laien führen sie näher an das Instrument heran und fördern so die Toleranz gegenüber Unbekanntem.<br />Daraus könnte eine Musikkultur entstehen, die auf beiderseitigem Verständnis aufgebaut ist und so eine echte Bereicherung für die Gemeinden darstellt.<br /><br />Ihr<br /><br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=357">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Orgeln/Langenhagen/langenhagen.html">Informationen zur Orgel</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-7818723541256947704?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-20379672005587546872009-03-19T11:12:00.003+01:002009-03-19T11:31:06.978+01:00OrgelabendAm heutigen Tag, Donnerstag, der 19.30.2009, findet in der Neuapostolischen Kirche in Langenhagen (Veilchenstraße 22, 30853 Langenhagen) ein Orgelabend statt.<br /><br />Die Gemeinde hat vor einiger Zeit ein Orgelpositiv bekommen, im Austausch für das alte elektronische Gerät. Das Orgelpositiv stammt aus einer, nun geschlossenen, Gemeinde in den neuen Bundesländern.<br />Da in den neuen Bundesländern zur Zeiten der DDR elektronische Orgeln aufgrund der nicht vorhandenen elektronischen Bauteile seltener waren und mit dem Bau kleiner (echter) Orgeln auch der ostdeutsche Orgelbau gefördert wurde, standen und stehen in vielen kleinen ostdeutschen, neuapostolischen Kirchengemeinden Positive dieser Bauart. Nun, wo einige Gemeinden aufgrund von Umstrukturierungen geschlossen werden, bekommen diese Orgeln ein neues Zuhause. In vielen westdeutschen Gemeinden werden die alten elektronischen Orgeln (für die es teilweise auch schon keine Bauteile mehr gibt) verschrottet und durch diese echten Orgeln ersetzt.<br /><br />Für die Mitglieder der Gemeinden und für die Organisten bedeutet dies eine enorme Umwälzung. Bisher waren die Organisten gewohnt, viele Register zur Verfügung zu haben. Nun reduziert sich deren Auswahl drastisch. Die Besucher der Gottesdienste müssen sich daran gewöhnen, dass die Orgeln nicht einfach "leiser zu stellen" sind und somit sich der Hörgenuß ändert.<br /><br />Um die Organisten des Bezirkes Hannover-Nord (Gebietskirche Niedersachsen) auf diese Instrumente vorzubereiten und die Besucher der Gemeinden etwas zu sensibilisieren, wurde nun in allen Gemeinden des Bezirkes zum Orgelabend geladen.<br /><br />Birgit Desch, Kirchenmusikerin aus Hannover (www.deschmusik.de) wird mit einem ansprechenden Orgelprogramm, ausführlichen und kompetenten Erläuterungen zu Instrument und Orgelmusik durch den Abend führen, Fragen beantworten und Anregungen für Organisten und Hörende geben.<br /><br />Man darf gespannt sein, ob diese Veranstaltung, der hoffentlich noch weitere der gleichen Art folgen, dazu beiträgt, dass das Niveau der Kirchenmusik in der Neuapostolischen Kirche etwas angehoben wird. Es wäre den Gemeinden zu wünschen.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-2037967200558754687?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-32296554425203659052009-02-04T20:09:00.007+01:002009-02-04T20:45:01.326+01:00Jubiläen im MusikbereichDas Jahr 2009 ist ein "Mega"-Jubiläumsjahr.<br />In diesem Jahr gedenken wir vieler bekannter und unbekannter Komponistinnen und Komponisten, Künstlern und Musikern, deren Geburts- oder Todestag sich jährt. Stellvertretend für die große Schar seien nur einmal Haydn, Mendelssohn und Spohr genannt.<br /><br />Diese Menge an Jubiläen war für uns nun Anlaß, unseren Terminbereich um einen Kalender zu erweitern, der ausschließlich für Geburts- und Sterbetage reserviert ist. Nach und nach werden wir dort entsprechende Daten einpflegen.<br /><br />Sie erreichen den Kalender in unserem Portal <a href="http://www.orgel-information.de/">www.orgel-information.de</a> über den Punkt "Termine" und auf der nun folgenden Seite brauchen Sie nur noch nach unten zu scrollen und finden dort den Link zum Jubiläen-Kalender.<br /><br />Ich hoffe sehr, dass dieser Kalender Ihr Wohlgefallen findet. Sollten Sie die Daten eines Komponisten oder Künstlers vermissen, freuen wir uns auf Ihre Mail mit dem Hinweis, wer nachzupflegen ist.<br /><br />Ich wünsche Ihnen ein Jubiläumsjahr voller Genuß und reichlichem Konzertangebot.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=341">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-3229655442520365905?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-41677164646462642152009-01-01T22:28:00.003+01:002009-01-01T22:56:47.376+01:00Ein frohes neues JahrDas Jahr 2009 hat begonnen. Eigentlich nichts Aufsehenerregendes. Ein Jahr wie jedes andere, ein Tag wie jeder andere. Auf den ersten Blick.<br /><br />Wenn man genauer hinschaut und einmal etwas mehr nachdenkt, stellt man fest, dass so ein Jahreswechsel auch eine Möglichkeit ist. Eine Möglichkeit zum Neubeginn, eine Möglichkeit um sich neu zu strukturieren. Eine Möglichkeit um wieder einen festen Zeitraum zu planen und diese Planung am Ende auch auf Ihr Ergebnis prüfen zu können.<br /><br />Auch wir machen uns Gedanken. In Bezug auf die allgemeine Orgelwelt und ihre Entwicklung, aber auch insbesonderse in Bezug auf unsere kleine, eigene Orgelwelt in Form unseres Portals. Was möchten wir, was sind unsere Wünsche.<br /><br />Eines, was mir sehr am Herzen liegt, ist die Zusammenarbeit mit Ihnen. Mit den Besuchern unserer Seiten. Sei es, dass Sie für uns Ohr und Auge sind. Wir können nicht alle Konzerte und Termine selbst herausfinden, sondern sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Oder dass Sie uns Ihre Ideen mitteilen. Oder Ihre Kritik (bitte mit Verbesserungsvorschlägen). Oder .... Oder ....<br /><br />Am Ende jedes Blogbeitrages finden Sie einen Link zu unserem Forum. Dort können Sie Anregungen und Kommentare niederschreiben. Und das wird auch heute so sein. Über "<a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=335">diesen Link</a>" kommen Sie zum Forumsbeitrag, passend zu diesem Blogeintrag. Schreiben Sie Sich Lust und Frust, Freude und Trauer, Kritik und Lob und alles, was dazu passt und unser Portal betrifft von der Seele. Wir freuen uns darüber, denn Ihre Ideen und Anregungen sollen in unser Portal einfließen und es auch zu "Ihrem" Portal machen.<br /><br /><br />Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, musikalisches, fröhliches, glückliches neues Jahr. Und vor allem, dass Sie gesund bleiben (oder werden).<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=335">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-4167716464646264215?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-55238862034091788062008-12-02T13:50:00.003+01:002008-12-02T14:29:32.987+01:00Kantoren ohne BefugnisVor einigen Tagen telefonierte ich mit einem Regionalkantor, um mit ihm ausgiebig über seine Arbeit, die Musik und die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden in seinem Arbeitsbereich zu sprechen.<br />Ich war erstaunt, in diesem Telefonat zu erfahren, dass in einer Gegend, die man ohne Probleme zu einem Urlaubs- und Tourismusgebiet zählen kann, die Kirchenmusik vom Kirchenkreisvorstand und einigen Geistlichen boykottiert wird und der Kantor seinen Dienst nur unter sehr erschwerten Bedingungen durchführen kann. Die Gerüchteküche der Gemeinde brodelt, aus Kostengründen (oder welchen Gründen auch immer) versucht man Mitarbeiter der Gemeinde herauszumobben. Dem Kantor werden ohne Begründung Kirchenschlüssel entzogen, ihm wird öffentlich Unterschlagung unterstellt und viele weitere traurige Episoden.<br /><br />Ein Beispiel für viele Gemeinden? Wie hoch ist die Dunkelziffer der Kantoren, die ihre Arbeit nicht vernünftig verrichten können?<br /><br />Können Sie Sich vorstellen, dass ein Regionalkantor ohne Budget auskommen muss? Nicht einen Pfennig von der Gemeinde für die musikalische Arbeit erhält und somit die gesamte Musik in Form von Konzerte, Unterricht, Nachwuchsbetreuung in Kindergärten und Schulen und viele weitere Bereiche nur durch Sponsoring finanzieren muss? Und auf der anderen Seite keinen Dank dafür erhält, sondern Kritik, weil er über diesem ganzen bürokratischen Gewaltakt sich kaum noch um die Musik kümmern kann?<br /><br />Können Sie Sich vorstellen, dass ein Regionalkantor dann noch, wenn er einmal ein Konzert, z.B. mit einem kleinen Orchester, finanziert bekommt und dies durchführen möchte zur Gemeinde gehen muss und darum betteln muss, dass ihm dieses gestattet wird? Und die Gemeinde, weil es das 4. Konzert im Jahr wäre, ablehnt mit der Begründung, dass das zuviele Konzerte seien? Abgesehen von der unsinnigen Begründung, dürfte auch der Sponsor eines solchen Konzertes nicht begeistert, dazu kommt der Ansehensverlust des Kantors, der sich um das Konzert bemühte.<br /><br />Es ist eine Schande für die gesamte Kirche, wenn es Gemeinden gibt, in denen Kirchenmusiker unter solchen Bedingungen arbeiten müssen.<br />Wen wundert denn da noch, dass Menschen, die von Kirche nichts halten und dann solches hören, der Kirche noch mehr den Rücken zudrehen. Und dass die Zahl der Kirchenaustritte zunimmt, wenn gerade in einer christlichen Kirche unchristlich und unehrenhaft miteinander umgegangen wird.<br /><br />Solche Gemeinden und solche Geistliche, die den Umgang in Ihrer Gemeinde verlottern lassen, braucht die Christenheit wirklich nicht.<br /><br /><br /><br />Sie haben eine Gemeinde, in der Kirchenmusik einen festen und hohen Stellenwert hat? Dann setzen Sie Sich dafür ein, dass dieses positive Beispiel weitergetragen wird. Unterstützen Sie Ihre Kollegen, die es nicht so gut haben wie Sie.<br />Oftmals hört man, dass Kantoren die größten Neidhammel sind und ihren Kollegen nichts gönnen. Ich vermute, dass es sich dabei um die Kantoren handelt, die ihre Aufgabe nicht verstanden haben.<br /><br />Wenn Sie wissen, was Ihre Aufgabe ist, dann helfen Sie Ihren Kollegen, helfen Sie den Gemeinden, die scheinbar noch "christlich unterentwickelt" sind. Das gehört doch auch zu Ihrer Aufgabe, oder?<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><br /><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=322">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-5523886203409178806?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-6531522131094214482008-10-15T09:59:00.002+01:002008-10-15T10:14:40.948+01:00Durchhaltevermögen eines KantorsAm 17.10.2008 findet in Grünberg die "225. Orgelmusik zum Wochenmarkt" statt. Eine Wahnsinns-Leistung des Kantors Michael Harry Poths, der es schafft, in seiner Gemeinde ein hohes kirchenmusikalisches Niveau zu schaffen und zu halten. Dazu kann man nur gratulieren und weiterhin reichlich Freude, Motivation und Gottes Segen wünschen.<br /><br />Seien es rockige Konzerte mit Band und Orgel, das Gesamtwerk von Messiaen oder Bach - ständig gibt es interessante und begeisternde Konzerte. Und dies Durchhaltevermögen macht sich scheinbar bezahlt, denn selbst außerhalb Grünbergs ist Michael Harry Poths mit seinen Aktionen und Konzerten im Gespräch.<br /><br />Sicherlich spielt in einer solchen Gemeinde eine große Rolle, wie die Zusammenarbeit zwischen Kantor und Kirchenvorstand funktioniert. Nicht überall kann eine solch gesegnete Entwicklung stattfinden. Denn es gibt durchaus Kirchenvorstände, oder Superintendenten (diese manchmal im Besonderen), die eine musikalische Entwicklung hemmen und aufgrund der aktuellen Sparzwänge versuchen, ihre Kirchenmusiker "in den Wind zu schießen". Eine Entwicklung, die fatale Folgen haben kann, denn - was ist eine Gemeinde ohne Kirchenmusik? Ich wage zu behaupten: nicht auf Dauer lebensfähig.<br /><br />Liebe Superintendenten, liebe Kirchenvorstände, liebe Kantoren - schauen Sie in diesen Tagen einmal nach Grünberg. Durchhaltevermögen und ein tiefes Verständnis von kontinuierlicher Kirchenmusik - ein echtes Vorbild. Davon können Sie, wenn Sie möchten, profitieren.<br />Unsere Welt braucht mehr solcher Gemeinden - mehr solcher Kantoren.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><br /><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=311">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-653152213109421448?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-63026117932038911692008-08-25T10:42:00.005+01:002008-08-25T12:02:31.233+01:00Orgel-Einweihungsgottesdienst Hermannsburg<span style="font-family:arial;">Am 24.08.2008 fand in der großen Kreuzkirche in Hermannsburg der Einweihungsgottesdienst für die "neue gebrauchte" Orgel statt. Nach langer Planung und vielem Hoffen freute sich die Gemeinde über diesen musikalischen "Zuwachs". </span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Die Orgel wurde von der Firma Karl Schuke, Berlin, in die Kirche eingearbeitet. In ihrer schlichten Eleganz (Fotos und Details folgen demnächst) ist sie ein wundervoller Kontrast zu der alten Kirche, die das wahrscheinlichgrößte freitragende Holzkirchenschiff Europas beherbergt. Eine Kirche - die einen Besuch wert ist.<br /><br />Der Gottesdienst in der ca. 1000 Menschen fassenden Kirche war nur mittelmäßig mit ca. 600 Gästen besucht. Die ausgezeichnete, gut nachvollziehbare Predigt und die Orgelweihe wurden von den Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Herrn Voigt, gehalten.<br /><br />Umrahmt wurde der Gottesdienst von einem sehr gut aufspielenden Posaunenchor, dem man gerne zuhörte, dem sauber singenden Kirchenchor und - nach der Weihe - natürlich vom Klang der Orgel. Unter der Empore erklang die Orgel nur sehr leise, jedoch im freien Bereich der Kirche war ihr Klang mächtig und erhaben.<br /><br />Nach dem Weihe-Gottesdienst war die Gemeinde noch zu einem Festschmaus eingeladen. Für die Kinder war "Pommes satt" geplant und ein reichhaltiges Kuchenbuffet und Getränke waren angeboten. Hier zeigte sich die Gemeinde großzügig und gastfreundlich - es war alles kostenfrei. Heutzutage eine Seltenheit, die aber gerne und dankbar angenommen wurde.<br /><br />Ein Orgelkonzert zur Einweihung gab es leider an diesem Tag nicht, lediglich Bachs Präludium und Fuge G-Dur (BWV 541) und eine Orgelmusik (vermutlich improvisiert) erklangen während des Weihegottesdienstes. Für die große Masse der Besucher ein imposantes Orgelspiel, für den Eingeweihten teilweise etwas unsauber gespielt.<br /><br />Alles in allem war es ein gelungener Einweihungsgottesdienst. Die Gemeinde war gastfreundlich und großherzig, die Predigt gelungen und die musikalischen Beiträge waren hoher Qualität. Rundum - es war schön in der großen Kreuzkirche.<br /><br /><br />Es ist erfreulich, dass die große Kreuzkirche nun endlich durch eine Pfeifenorgel vervollständigt wurde. Bedauerlich ist jedoch, dass scheinbar gar kein großes Interesse daran besteht, dieses Instrument auch weitreichend zu nutzen. Bisher gibt es keine Bekanntmachungen für Orgelkonzerte, Besichtigungen und Veranstaltungen rund um das neue Instrument. Und eigentlich wäre es doch an der Zeit, Hermannsburg einmal zu einem Orgel-Ort zu machen. In der St.-Peter-und-Paul-Kirche gibt es eine wunderschöne Pfeifenorgel, die kleine Kreuzkirche ist ebenfalls "klein, aber fein" ausgestattet.<br /><br />Perfekte Eignung für mehr Orgelmusik in Hermannsburg. Wie lange müssen wir noch warten? </span><br /><br /><br /><br /><br /><a style="font-family: arial;" href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=298">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><br /><br /><br /><span style="font-family:arial;">Weiterführende Links: </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.grossekreuzkirche.de/">http://www.grossekreuzkirche.de</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-6302611793203891169?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-50569855015719691692008-08-17T21:01:00.002+01:002008-08-17T21:09:07.590+01:00Orgelkonzert „Viva Espana“17.07.2008 in Bergen (Kr. Celle)<br /><br />In der St. Lambertikirche in Bergen (Kreis Celle) fand heute ein Orgelkonzert mit einem ungewohnterem Hörerlebnis statt. Texte und Musik aus Spanien standen auf dem Programm.<br /><br />Das Konzert wurde von Kreiskantor Mathias Hartmann mit den vier festlichen Stücken „Cuatro Piezas de Clarines“ eines unbekannten Komponisten eröffnet. Das erste dieser vier Stücke, „Entrada“, erklang kräftig mit einem pompösen Bass, dessen Vibrationen durch das Gebälk der Kirche gut zu spüren waren. Das zweite Stück, „Cancion con eco“, war eines feinen Charakters und füllte die Kirche mit leichtem Klang. Das folgende „Cancion grave“ erklang lebendig und in den Manualen wechselnd, das Thema sehr ausgearbeitet. Das letzte der vier kleinen Stücke „Cancion“ war ebenfalls durchzogen von Manualwechseln und dazu einer umfassenden Klangbreite – von zart bis kräftig.<br /><br />Nun folgte die Begrüßung der Besucher durch den Pastor der Gemeinde, welcher auch auf die Kollekte für die Kirchenmusik hinwies. Meines Erachtens ein wichtiger Hinweis, denn gute Kirchenmusik kostet nun einmal etwas. Und ein kleiner Obolus ist für die meisten Besucher durchaus möglich.<br /><br />Mathias Hartmann ließ als nächstes von Francisco Correa de Arauxo den „Tiento del cuarto tono“ erklingen. Der Tiento ist die typischste spanische Instrumentalform. Sie entwickelte sich aus der Fantasie, nimmt Elemente von Ricercar, Canzone und Toccata auf .<br />Der Komponist Correa lebte in Sevilla, wurde 1599 zum Priester geweiht und dann Organist an der San-Salvator-Kirche in Sevilla. Von 1640 bis zu seinem Tod im Jahre 1654 wirkte er als Organist an der Kathedrale in Segovia. Am bekanntesten ist von ihm die „Facultad organica“, eine Sammlung mit wichtigen theoretischen Texten und 69 Orgelstücken.<br />Klanglich mag manch einer der Besucher gedacht haben „Das kenne ich“. Es erinnerte an Musik aus unseren Landen und war daher auch gut anzuhören. Entspannte Gesichter bei den Zuhörern durch entspannte und ruhige Musik.<br /><br />Als nächstes zu hören: „Batalla del sexto tono“ von José Ximénez. Ein schöner Gegensatz zum eben gehörten Tiento. Im ersten Moment erscheint diese „Schlachtenschilderung“ – Gut gegen Böse – gar nicht so gewaltig. Eher sanft setzt sie ein, aber nach und nach kommt die Schlacht in Gang. Die Lautstärke wechselt, ebenso ist der Rhythmus ständig in Bewegung. Und letztendlich entwickelt sich alles hin zu finalem Ende im vollen Werk.<br />In der Beschreibung (lag dem Konzertprogramm bei) wird ein wenig zu diesem Werk erläutert und besonders auf die Kontrastwirkung hingewiesen. Dreiklangartige Trompetenmotive, Anwachsen der Stimmenzahl und Ausnutzen der Bass-, Mittel- und Diskantlage der Klaviatur. Der genannte „plastische Klangeindruck“ war erlebbar.<br /><br />Superintendent Heiko Schütte las nun einen kurzen Teil aus den Schriften des spanischen Mystikers Ramon Llull. Sehr hörens- und bedenkenswert.<br /><br />Weiter ging es im Programm mit dem „Magnificat Octavi Ton“ von Antonio de Cabezón, 7 kurzen Versetten über die gregorianische Magnificat-Melodie im 7. Psalmton, geschrieben in sogenannter Alternatim-Praxis, d.h. die einzelnen Verse wurden im Wechsel mit der Choral-Schola musiziert. Cabezón verarbeitet den c.f. in verschiedenen Stimmlagen, oft klingt er in großen Notenwerten durch das polyphone Stimmgewebe.<br />Die einzelnen Verse wurden von einer Sopranistin vorgestellt und danach erfolgte die Erarbeitung des jeweiligen Verses durch die Orgel. Voller Abwechslung – von frisch bis meditativ – erklangen die einzelnen Verse – bis hin zu einem wundervoll ausgearbeitet und herrlich anzuhörenden Schlussvers. Von Sopranistin und Organist souverän vorgetragen.<br /><br />Als nächstes kam zu Gehör die „Sonata in c (Allegro moderato)“ von Félix Máximo López. Eine reine Gute-Laune-Musik, angelehnt an die Musik Scarlattis. Diese wurde von Herrn Hartmann wundervoll ausgearbeitet, das Tempo war angenehm frisch und auch souverän durchgehalten. Einzig einige „Fingerverrutscher“ waren herauszuhören, aber kaum relevant.<br /><br />Die folgenden „Tres glosas“ von Francisco Correa da Arauxo faszinierten mich von vornherein. Die gregorianische Melodie (c.f. zu „Die unbefleckte Empfängnis“) wird in drei Variationen rhythmisch verziert, wobei die Notenwerte immer kleiner (das Stück somit schneller) werden.<br />Klanglich waren die Dissonanzen sehr gut zu hören. Durch die Mixturen, Zungenregister und den Tremulanten bekam das Stück einen ungewohnten Klangcharakter, die Töne wurden immer wirbelnder und mitreißender, die rhythmischen Feinheiten immer intensiver. Ein Musikgenuss, den Mathias Hartmann mit einem sicheren und erstklassigen Spiel bot.<br /><br />Nun wieder Superintendent Heike Schütte mit einer weiteren Lesung aus den Texten von Ramon Llull. Ein direkter Bezug zum Leben als Christ – nachdenkenswert.<br /><br />Nach diesem ruhigen Moment der Besinnung noch eine „Sonata in d“ von Antonio Soler. Hier hörte man ebenfalls, wie bei der erstgehörten Sonate an diesem Abend, die Nähe zu Scarlatti. Gut zu hören, angenehme Ohrwurm-Musik. Ein-, aber nicht aufdringlich.<br /><br />Das hierauf folgende „Tiento de 40 tono de falsas“ von Sebastián Aguilera de Heredia begann ruhig und sanft, war fugal aufgebaut und aufgrund vieler Dissonanzen teilweise etwas ungewohnt für das Ohr. Ein sehr stilles, Ruhe ausstrahlendes und meditatives Stück. Absolut hörenswert.<br /><br />Nun wieder „Kontrastprogramm“ mit einer Espanoleta (Tanz) eines unbekannten Komponisten. Ein wahrlich schwungvolles, fetziges Stück. Weltliche Musik für die Orgel. Ein kräftiger, abwechslungsreicher Tanz, der alle vorhandenen Manuale nutzte, nicht bei einem Rhythmus stehen blieb, sondern ständig wechselte und dem Organisten eine absolute Fingerfertigkeit abverlangt. Einwandfrei gemeistert von Mathias Hartmann.<br /><br />Um Atem zu holen und noch einmal in sich zu gehen, nun wieder eine Lesung mit Texten von Ramon Llull. Erneut – für das Leben geeignet. Lesenswert.<br /><br />Zum Abschluss noch einmal die volle Orgelpower. Die „Passacalles“ (Passacaglia) des Joan Cabanilles. Neben der rhythmischen Vielfalt und der polyphonen Dichte fällt vor allem das dissonante Stilmittel des « puncto intenso contra remisso » auf, das gleichzeitige Erklingen einer Note und deren chromatischer Veränderung (z.B. gleichzeitig die Töne C und Cis).<br />Für unsere Ohren fast schmerzhafte Dissonanzen, die jedoch immer sofort aufgelöst wurden. Ständige An- und Entspannung. Trotzdem eine Musik, der man gut folgen kann, die gut zu hören ist. Musik, die logisch aufgebaut, in sich geschlossen ist. Und dann – mit einem majestätischen Abschluss. Perfekt für dies Konzert.<br /><br />Nach dem Verklingen des letzten Tons erst einmal ein Moment der Ruhe. Dann ein freundlicher, aber nicht enthusiastischer Applaus. Es wurde vom Publikum viel verlangt, es wurde aber auch viel gegeben. Vielleicht war es nicht jedermanns Geschmack.<br /><br /><br />Mathias Hartmann führte souverän durch das Programm. Abwechslungsreich und faszinierend. Ein Konzertgenuß, wie man ihn selten erleben kann.<br /><br />Die Besucherzahl war nicht berauschend. Etwa 100 Besucher zählte ich, 80 davon waren wohl über 50 Jahre alt. Besonders gefreut hat mich, dass jemand seine zwei Kinder mitgebracht hatte. Man konnte sie im Konzert durchaus hören. Und manch einer empfand es vielleicht auch als störend. Ich finde, dass Kinder viel zu selten in Konzerte mitgenommen werden. Sie sollen doch auch hören, was es für schöne Musik gibt. Und nur, wer diese Musik hört, kann auch Interesse dafür entwickeln. Nachwuchs wird dringend benötigt.<br /><br />Die Orgel wurde im Jahr 2000 durch die Firma Muhleisen (Strasbourg) umgebaut und erweitert. Der Prospekt – einfach und schön. Der Klang – sauber und angenehm. Ein rundum schönes Instrument (mehr davon – in einigen Tagen auf unseren Seiten unter <a href="http://www.orgel-information.de/"><span style="font-weight: bold;">www.orgel-information.de</span></a>).<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=296"><br />Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-5056985501571969169?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-84106673054280443412008-08-03T19:19:00.004+01:002008-08-03T19:28:01.106+01:00Sommerzeit = OrgelzeitDer Sommer hat uns fest im Griff. Nach einer längeren regenreichen Zeit ist die Sonne zurückgekehrt und sorgt für hohe Temperaturen. Keine Angst, ich will nicht über das Wetter schreiben, darüber redet man meist eh viel zu viel. Aber die hohen Temperaturen haben einen angenehmen Nebeneffekt – es wird voller in den Kirchen. Trotz der Möglichkeit, sich im Schwimmbad abzukühlen oder ein anderes kühles Naß im Biergarten zu genießen, zieht es derzeit vielerorts die Menschen in die Orgelkonzerte, die zur Sommerzeit besonders vermehrt angeboten werden. Liegt dies an den verschiedenen, auf bestimmte Zielgruppen zugeschnittenen Angeboten oder einfach nur daran, dass es in den großen Kirchen angenehm kühl ist?<br /><br />Mir selbst ging es vor einigen Tagen so. Im Auto wurde es nicht richtig kühl, öffnete man dann die Autotür, war man innerhalb von Sekunden vom Schweiß durchtränkt. Einige Schritte zum Portal der St. Peter und Paul-Kirche in Hermannsburg, die Tür geöffnet und schnell wieder hinter mir geschlossen und ich konnte es nicht verhindern – ein erlöster Ruf entschlüpfte meinem Mund. Die Kirche – leer und kühl. Herrlich. Nachdem ich mich ausgiebig erholt hatte, musste ich mich sehr überwinden, wieder in die sommerliche Hitze zurück zu kehren.<br /><br />Auch im Herbst finden Orgelkonzerte statt, ebenso im Winter. Und ich wünsche allen Gemeinden, dass die hohe Zahl der Besucher, die wir aus vielen Gemeinden mitgeteilt bekamen, nicht an den kühlen Kirchen, sondern an der exquisiten Musik und Konzertgestaltung lagen. Und dass in den kommenden Monaten auch weiterhin viele Besucher die angebotenen Orgelkonzerte wahrnehmen und besuchen.<br /><br />Ihre Konzert-Termine können Sie uns gerne <a href="mailto:info@orgel-information.de">zusenden</a>, damit sie auch in unserem <a href="http://www.google.com/calendar/embed?src=u9e3tfj0853b8b5imjoib5q2dc%40group.calendar.google.com&amp;ctz=Europe/Berlin">Terminkalender</a> aufgeführt sind. Ebenso natürlich ausgiebige Informationen zu Konzertreihen und auch die Rückschauen auf ihre Veranstaltungen.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=288">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-8410667305428044341?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-54513506921912368872008-06-22T13:16:00.003+01:002008-06-22T13:48:10.639+01:00Dienstleistung oder was?Kirchenmusikalische Aktivitäten und das kirchliche Orgelspiel liegen in den Kirchengemeinden in den Händen eines festen Kirchenmusikers. So ist es zumindest noch in den meisten Gemeinden - ausgenommen sind die Gemeinden, die sich der Musik aus der Konserve bedienen (ja - das gibt es!).<br />Nun stellt sich für den Kirchenmusiker, ich nenne ihn im weiteren Verlauf einmal "Organisten", der Einfachheit halber, die Problematik dar, dass sein Beruf, seine Berufung und seine Arbeit oft unter den verschiedensten Gesichtspunkten gesehen wird.<br /><br />Er selbst sieht sich vielleicht als jemand, der die Liturgik des Gottesdienstes, den Inhalt und das Wesen der "musikalischen Kommunikation mit Gott" gestaltet und so den Besuchern eine Möglichkeit aufzeigt, neben Wort (Predigt) und Gemeinschaft Gott zu erleben. Es ist die Gestaltung einer intimen, teilweise mystischen und nicht sichtbaren Verbindung mit Hilfe der Musik. Sein Anliegen ist es auch, die Musik zu pflegen und den Menschen diese tiefgeistige Auffassung näher zu bringen. Ein Gottesdienst ohne Musik wäre wie eine Suppe ohne Salz. Der Organist sorgt hier für die geschmackliche Variante.<br /><br />Von den Pastoren, vom Kirchenvorstand und weiteren wird er vielleicht schlicht als "Angestellter der Kirche" angesehen. Seine Aufgabe ist es, durch Musik die Predigt zu stützen und zu untermalen und den Wünschen des Pastoren entgegenzukommen um einen würdigen Rahmen für den Gottesdienst zu schaffen.<br /><br />Und dann wird der Organist von den Besuchern vielleicht noch als reiner "Dienstleister" gesehen, der gegen Bezahlung (schließlich kriegt der gute Mann, bzw. die gute Frau ja ordentlich Geld für den Orgeldienst) die Musik spielt, die sich die Besucher bei Taufen, Trauungen, Beerdigungen usw. wünschen. Er hat somit auf diese Wünsche einzugehen und sich mit evtl. verpflichteten Sängern und Virtuosen zu arrangieren um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Er hat nach dem Motto "Der Kunde ist König" zu handeln und somit, aus der Sicht der Besucher" die Gemeinde zu bedienen.<br /><br />Nun stellt sich die Frage, ob es eine richtige Auffassung gibt, oder ob alle drei korrekt sind? Was macht den Kirchenmusiker aus? Stellen wir die Frage anders: Was wünschen Sie Sich in Ihrer Kirche? Einen Dienstleister, der die Gemeinde bedient nach dem Motto "Der Kunde ist König"? Gehen Sie einmal ins nächste Fachgeschäft - dort werden Sie so bedient. Aber das hat seinen Preis. Und wären Sie bereit, diesen Preis für einen Organisten zu bezahlen? Nicht nur 18 Euro pro Stunde, sondern 50? Zuzüglich Aufwandsentschädigung für Übe- und Probenzeiten, Fahrtkosten, Notenmaterial usw.?<br />Oder soll der Kirchenmusiker nur eine Marionette des Kirchenvorstands oder Pfarrers sein und "umrahmen"? Seine fundierte musikalische Ausbildung dafür benutzen zu tun, was andere, ohne diese Ausbildung, ihm sagen? Möchten sie das Risiko eingehen, dass er dann so schlechte Musik macht und sich windet und krümmt vor Gram?<br /><br />Sie wünschen Ihrer Kirche doch das Beste, oder? Kirche ist kein Dienstleistungsunternehmen - bzw. sollte es nicht sein !!!!! Kirche ist "Gott zu Ehren". Die Kirche ist das Haus Gottes, dort sollte Musik zum Lob Gottes gemacht werden. Dort soll Gottes Wort verkündet werden, bzw. redet Gott dort durch Menschen (Pastoren) zu den Gläubigen. Gott ist hier nahe (wohlgemerkt ist dies manchmal leider kaum noch zu erleben).<br /><br />Es braucht !! - ja - es braucht dringend Organisten, die den Mut aufbringen, der Gemeinde durch die Musik Gott nahe zu bringen.<br />Es braucht Organisten, die dem Verfall des "Stiles" entgegenwirken.<br />Es braucht Organisten, die die Pfarrer, die Kirchenvorstände und die Besucher mit ihren unsachgemäßen Wünschen wieder in die Schranken weisen.<br />Es braucht Organisten, die aus dem Gottesdienst eine Feier machen.<br />Es braucht Organisten, die durch die Musik, wenn es der Pfarrer durch die Predigt und die Gestaltung des Gottesdienstes schon nicht schafft, uns Gott näherbringen.<br />Es braucht mutige Organisten, die Engstirnigkeit, Dummheit und Blödsinn aus der Kirche werfen. <br />Es braucht Organisten, die mutig mit Gott zusammen arbeiten.<br /><br /><br />Oder was wünschen Sie Ihrer Kirche?<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=275"><br />Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-5451350692191236887?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-54315211424326459702008-05-22T11:20:00.003+01:002008-05-22T12:50:01.441+01:00Stirbt ein Aspekt unserer Kultur?Höhlenmalerei – für manch einen Wissenschaftler ist die Höhlenmalerei der frühen Menschheitsgeschichte ein Indiz für die Kultur der Menschen in längst vergangenen Zeitaltern. Für uns heute spielen diese Malereien keine Rolle mehr, aber für die damalige Bevölkerung war sie ein Teil ihrer Kultur, ihres Lebens und Ihres „Way of Life“. Sie dokumentierten damit ihr Leben, ihre Jagden, ihre Existenz.<br /><br />Für eine gewisse Zeit war auch die Orgel solch ein kultureller Aspekt. Eine Kirche, gebaut aus viel Material und teilweise aus Tränen, Schweiß und Mühen, denn nicht immer gab es die technischen Möglichkeiten unserer Zeit, war erst dann vollständig, wenn neben Altar, Bänken und Fenstern auch eine Orgel darin stand und den Raum mit heiligen Klängen erfüllte. Die Orgel war zu dieser Zeit ein wichtiger kultureller Aspekt. Die Menschen lebten in der und durch die Kirche, die Kirche war Mittelpunkt und die Orgel gehörte dazu. Die Kirche, und auch die Orgel, war ein Teil des Lebens, der Kultur und des „Way of Life“ der damaligen Menschen.<br /><br />Doch die Zeiten ändern sich. Wir malen nicht mehr an Höhlenwänden und, meines Erachtens bedauerlich, die wenigsten Menschen gehen noch in die Kirche. Auf jeden Fall ist die Kirche nur bei einer sehr geringen Minderheit ein Aspekt des Lebens. Vielmehr ist sie fast verzichtbares Beiwerk geworden. Weihnachten und Ostern – Feiertagsglaube.<br /><br />In den Augen der meisten Menschen spielt die Orgel so gut wie gar keine Rolle mehr. Sie gehört vielleicht nach Meinung des ein oder anderen eher ins Museum, ebenso die gesamte Kircheneinrichtung. Aus dieser Einstellung resultiert, dass man auch nicht mehr bereit ist, Geld für die Erhaltung einer Orgel zu spenden, ein Konzert zu besuchen oder sich auf ähnliche Weise am Geschehen „Kirchenmusik“ zu beteiligen. Nein – man braucht dies nicht mehr.<br /><br />Vielleicht war es einst auch mit der Höhlenmalerei so. Es gab noch einige alte vorzeitliche Menschen (und ein paar freakige junge Menschen), die sich der Höhlenmalerei widmeten. Weil es ihnen Spaß machte und weil sie einen Kulturbereich erhalten wollten. Aber gebraucht wurde die Höhlenmalerei nicht mehr. Sie war „out“. Und es wurde keine Mühe und kein Aufwand darin investiert, andere Dinge wurden wichtiger.<br /><br />Wird es der Orgel auch so gehen? Ist sie einfach „out“ und nicht mehr gefragt und somit bald kein Teil unserer Kultur mehr? Wird sie über kurz oder lang im Museum landen, weil immer mehr Kirchen geschlossen werden und die Kirchen, die es noch gibt, ohne Orgel auskommen? Weil Keyboard, Schlagzeug und E-Gitarre moderner sind (bis auch sie veralten?)?<br /><br />Die Menschen entwickeln sich weiter (oder zurück?). Hat die Orgel in der Zukunft keine Rolle mehr? Ist Kultur eine Modeerscheinung? Oder etwas Beständiges? Wer macht Kultur? Wann vergeht Kultur. Löst eine Kultur die andere ab? Fragen über Fragen!<br /><br />Lieber Leser, wie wichtig ist die Orgel für Sie? Meinen Sie, dass die Orgel noch Zukunft hat? Was ist Ihr Beitrag, damit sie Zukunft hat? Ihre <a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=257">Meinung</a> ist gefragt.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=257"><br /><br /><br />Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-5431521142432645970?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-85863885246561947982008-05-13T09:41:00.001+01:002008-05-13T10:09:31.988+01:00Über Geschmack läßt sich .....In einem bekannten Orgelforum entdeckte ich heute eine Diskussion zu zwei Videos (verm. aus England), die auf dem Portal youtube zu finden sind. Dort spielt ein junger Organist nach dem Segen in einem Familiengottesdienst moderne Musik, nämlich die Melodie zu "Mario Bros", bzw. "Tetris". Diese Computerspiele sind sicherlich dem ein oder anderen bekannt. Die Qualität des Orgelspiels möchte ich hier heute nicht beurteilen, denn ein Nachwuchs-Organist spielt nun mal nicht so gut wie ein Konzertorganist mit vielen Jahren Erfahrung.<br /><br />Ich möchte auf einen anderen Aspekt eingehen. In dem o.g. Orgelforum wurden diese zwei Videos hauptsächlich mit ablehnenden Worten und teilweise fast schon aggressivem Tonfall abgefertigt. Zum einen wurde die Qualität bemängelt (wobei manche Gemeinden froh sein können, wenn überhaupt jemand die Orgel spielt - auch wenn die Qualität nicht so gut ist), zum anderen die Dreistigkeit, solch ein "Machwerk" wie "Super Mario Bros" oder "Tetris" überhaupt in einer Kirche zu spielen. Und das noch nach dem Segen.<br />Unglaublich.<br /><br />Ein Familiengottesdienst ist ein Gottesdienst mit Familie, d.h. mit Kindern. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass der Großteil der Kinder mit Widor, Bach, Buxtehude, und anderen althergebrachten Orgelmusik-Komponisten etwas anfangen könnte. Aber die Kinder kennen mit recht hoher Sicherheit ihren Gameboy, Nintendo, usw. Und natürlich auch die Musik, die dort zu hören ist. Warum also die Kinder in der Kirche nicht dort abholen, wo sie stehen? Weil die Erwachsenen damit ein Problem haben? Dann hätten ja die Erwachsenen fast schon ein Problem damit, dass sich die Kinder in der Kirche wohlfühlen und direkt auf ihrer Ebene angesprochen werden.<br /><br />Ist die Kirche denn nur für die Erwachsenen da, oder auch für die Kinder? Es gibt Kindergottesdienste, Krabbelgottesdienste, und vieles mehr, was die Kinder, also die "Kleinen" ansprechen soll. Warum dann nicht auch Orgelmusik zu den Computerspielen, gespielt von einem Kind?<br /><br />Warum erwarten gestandene Organisten, Orgelfreunde und Kirchenmusiker (ich gehe einmal davon aus, dass sich in dem o.g. Forum nur Leute mit Wortbeiträgen beteiligen, die von der Materie Ahnung haben), dass Kinder, die noch keinerlei Erfahrung mit der Materie Kirche und Musik haben, sich mit Bach, Buxtehude usw. herumquälen? Ist es nicht vielmehr Aufgabe des Kirchenmusikers, Organisten, usw. auch die Kinder in die Musik einzubeziehen? Warum dann nicht einmal die Titelmelodie von Pipi Langstrumpf oder der Sendung mit der Maus spielen?<br /><br />Vielleicht interessiert das Instrument Orgel die Kinder ja dann wieder etwas mehr und der Nachwuchs stellt sich ein. Und dann kann es irgendwann an die "ernstere" Orgelmusik gehen.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=252">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-8586388524656194798?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-57596659190645639882008-04-29T13:27:00.007+01:002008-04-29T14:43:10.026+01:00"Nachwuchs für die Orgel" oder "Konzerte nur für Auserwählte"<span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:100%;" ><span style="font-family:arial;">Nachwuchsförderung ist in allen Bereichen unseres täglichen Lebens ein Thema. Nicht nur im Bereich der Wirtschaft mangelt es heute an Nachschub an Fachkräften. Auch in der Kirche wird es eng. Es mag sein, dass es noch genügend Pastoren, Pfarrer, Priester, usw. gibt, aber im musikalischen Bereich herrscht doch in einigen Gegenden schon Endzeitstimmung.</span></span><span style="font-size:100%;"><br /><br />So bemüht man sich derzeit in vielen Kirchengemeinden darum, die Kinder für die Königin der Instrumente zu begeistern. In vielen Terminkalendern findet man Orgelmusik für Kinder, von „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew bis hin zur „Biene Beatrix“ von Birgit Desch.<br /><br /></span><span style="font-size:100%;">Grundsätzlich freue ich mich stets darüber, wenn wir solche Terminmitteilungen für unseren Terminkalender erhalten, denn Nachwuchs bedeutet Leben und die nächste Generation wird mit Sicherheit aus der Orgel wieder neue Musik und neue Töne locken. Darauf bin ich sehr gespannt.<br /><br /></span><span style="font-size:100%;">Bedauerlich ist es jedoch, wenn dieser Wunsch nach Nachwuchs in manchen Kirchengemeinden mit dem Gedanken einhergeht „Das machen wir nur für uns!“. Es gibt Gemeinden, die laden zu diesen Kinderkonzerten gar nicht öffentlich ein, sondern geben die Informationen und den Termin nur in ihrem Gemeindekreis, vielleicht noch in umliegenden Gemeinden bekannt, aber weigern sich strikt, über den Tellerrand zu schauen und auch Kontakt zu Schulen oder gar anderen Konfessionen aufzunehmen, um deren Kinder ebenfalls in den Genuss eines solchen Konzertes kommen zu lassen. Der Hintergrundgedanken bei einigen mag dabei sein, dass, ist der eigene Nachwuchs gesichert und der anderer Kirchen nicht, die eigene Kirche vielleicht voller wird, da die Menschen anderorts ja keine Musik mehr hören können. Das ist auf den ersten Blick vielleicht manch einem Menschen einleuchtend, entbehrt aber doch einer gewissen Logik. Eine Gemeinde, die nur für sich Werbung macht, nur unter sich bleibt und egoistisch nur an sich denkt, die handelt mit Sicherheit nicht in Jesu Sinn. Solch eine Gemeinde strahlt Egoismus aus und ein „Grenzendenken“, welches abstoßend ist und nicht gerade anziehend wirkt. Auf lange Sicht dürfte dieser Gemeinde vielleicht ein Nachwuchs beschert sein, aber kein Wachstum.<br /><br /></span><span style="font-size:100%;">Immer wieder stoße ich auf die Grenzen, die die „ach so christlichen“ Gemeinden errichten. Neuapostolische Gemeinden, die bei ihren protestantischen Nachbarn auf Widerstand stoßen, weil sie zu einer gemeinsamen Chorprobe einladen. Katholiken, die sich weigern, einem Zeugen Jehovas die Hand zu geben. Protestanten, die einen Moslem schief angucken. Und so weiter und so fort. Da fehlt es eindeutig am christlichen Basiswissen.<br /><br /></span><span style="font-size:100%;">Versuchen Sie es einmal: Geben Sie Ihrem Nachbarn, auch wenn er nicht Ihre Konfession hat, einmal die Hand und lächeln sie ihn an. Laden sie ihn in Ihre Kirche ein. Nicht um zu bekehren, sondern um Gemeinschaft zu haben. </span> <p style="margin-bottom: 0cm; color: rgb(0, 0, 0);font-family:arial;"><span style="font-size:100%;">Wenn Sie eine Veranstaltung für Kinder planen: Geben Sie die Informationen auch den Grundschulen bekannt. Laden Sie auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinde ein und sprechen Sie mit dem Imam im Ort. Vielleicht ist der nächste große Konzertorganist ein Moslem. Das erschrickt Sie? Warum? Gott läßt die Sonne über allen scheinen und er freut sich sicherlich auch an dem Orgelspiel eines Moslems, wenn dies aus tiefstem Herzen zu SEINEM Lob ertönt.<br /><br />Vielleicht wird die Kirche dann bei der nächsten Veranstaltung einmal richtig voll. Statt vielleicht 15 Kinder sind es dann 150 Kinder. Ganz nach dem Satz „Laßt die Kinder zu mir kommen ...“.</span><span style="font-family:arial;"><br /><br />Ihr</span><br /></p><span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:100%;" ><span style="font-family:arial;">Daniel Kunert<br /><br /></span><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=239" style="font-family: arial;"><span style="font-size:100%;"><span style=""><span style="font-size:100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a></span><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-5759665919064563988?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-14783937861191415062008-03-10T08:10:00.002+01:002008-03-10T08:37:22.732+01:00Kantoren und die AusschreibungenWenn Sie heute diesen Blogeintrag gelesen haben, werden Sie vielleicht das gleiche denken wie ich: "Immer gehts ums Geld!". Lästig, oder?<br /><br />Wer die letzten Hefte von "Musik und Kirche" oder "Forum Kirchenmusik" studiert hat, stellt fest, dass die Ausschreibungen für Kirchenmusikerstellen sehr interessant sind. Allerdings weniger wegen der schönen Gestaltung, sondern eher wegen der teilweise unverschämten Forderungen der Kirchengemeinden.<br />Wie Sie sicherlich wissen, geht es den Kirchengemeinden in Deutschland nicht so sehr gut. Es mangelt am Geld und an Ideen, aus dieser Misere herauszukommen. Das mag zum einen daran liegen, dass sich diese Mentalität derzeit in Deutschland durchsetzt und sich die Kirchengemeinden scheinbar der Politik angleichen, wo das gleiche Phänomen auftritt, es könnte aber auch an der stark steigenden Zahl von Wasserköpfen liegen, die im kirchlichen Bürokratie-Apparat ihr Unwesen treiben.<br /><br />Dieser Geldmangel wirkt sich natürlich auch auf die Kirchenmusik aus. Es gibt kaum noch Stellen für A-Musiker, eher werden Stellen ganz gestrichen oder gewaltig zusammengestutzt (z.B. Hermannsburg - St. Peter-Paul : A-Stelle zu C-Stelle).<br />Doch man beachte: das Zusammenstreichen der Stellen findet eigentlich nur im Bereich der finanziellen Ausstattung der Kirchenmusiker statt. Es gibt weniger Geld. Sollte man erwarten, dass dafür auch die Arbeit weniger wird, die ein Kirchenmusiker leisten soll, so täuscht man sich. Viele Kirchengemeinden erwarten von ihren Kirchenmusikern, die sie einstellen wollen, für weniger Geld mehr Arbeitsleistung.<br /><br />Ein Beispiel: A-Musiker 70 % - erwartet wird: Orgeldienst, Leitung des Posaunenchores, Leitung der Kantorei, Leitung des Gemeindeensembles (Flötengruppe), Förderung des Nachwuchses in Form von Unterrichten, Leitung des Kinderchores, Leitung der musikalischen Früherziehung, Leitung des Gospelchores, dazu kommen noch die Gottesdienste, und und und.<br />Also ca. 120% Arbeit für 70% Gehalt. Da stimmt doch das Verhältnis nicht, oder?<br /><br />Das größte Problem dabei ist jedoch, dass es Kirchenmusiker gibt, die sich auf solche Stellen bewerben. Damit machen Sie den Markt kaputt und unterstützen diese unsinnigen Anwandlungen der Gemeinden. Und nach einiger Zeit stellt der anfangs motivierte Kirchenmusiker fest, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht und dass man ihm/ihr hier und dort noch ein paar Aufgaben reingewürgt hat. Und dann beginnt die Zusammenarbeit zu bröckeln.<br /><br />Ist es mit der Kirche wirklich schon soweit, dass die Kirchenmusik immer weniger zählt und man es sich leisten kann, den Verschleiß der Kirchenmusiker hinzunehmen? Sie einfach billig zu verfeuern? Ist die Kirchenmusik so wenig wert, dass man für sie nichts mehr ausgeben mag?<br /><br />Gestatten Sie mir eine kleine Gemeinheit: Manch ein Kirchenmusiker macht einen besseren Job als der Pfarrer oder Superintendent. Wer streicht denn deren Gehälter einmal zusammen, weil sie unfähig sind? Würden manche Pfarrer und Superintendenten ihre Jobs besser machen, ginge es vielleicht auch der Kirche besser. Denn oftmals fühlen sich die Menschen nicht von der Kirchenmusik abgeschreckt, sondern von den Pastoren und deren Kollegen.<br /><br />Ist die Kirchenmusik nur der Sündenbock?<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=215" style="font-family: arial;"><span style="font-size: 100%;"><span style=""><span style="font-size: 100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-1478393786119141506?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-77016766186754646952008-03-04T07:46:00.002+01:002008-03-04T08:29:06.985+01:00Orgel im Wandel der ZeitWer aufmerksam in unserem <a href="http://forum.orgel-information.de">Forum</a> liest, bekommt den Eindruck, dass die Orgel gerade in den letzten Jahrzehnten eine sehr diskutierte Wandlung erfahren hat. Es ist die Rede von Orgelbewegung, von Neobarock, von baulichen Veränderungen an Orgeln um einen bestimmten Klang zu fördern, und und und.<br />In den Medien liest man derzeit immer wieder davon, dass in Kirchen "Bach-Orgeln" gebaut werden. Ich vermute, dass Bach sich bei solch einem Ansinnen durchaus im Grabe drehen könnte.<br /><br />Eine Orgel als Bach-Orgel zu bauen, setzt voraus, dass man sich besonders mit dieser Epoche und ihrer Musik beschäftigt. Durchaus legitim. Aber warum nicht mal auch mal eine Widor-Orgel? Oder eine Gordon-Young-Orgel? Durch die Benennung einer Orgel wird natürlich der Komponist, in diesem Falle Bach, gewürdigt.<br />Vor einiger Zeit war die AOL-Arena in Hamburg groß im Gespräch. Da wurde Kommerz auf höchstem Niveau bestritten, der Fußball war für einige Zeit zweitrangig.<br />Steht dies Schicksal auch der Orgel bevor? Wird die Schnitger-Orgel in Cappel irgendwann Google-Orgel heißen, weil diese Firma ihre Restauration sponsert?<br /><br />Nennen wir doch eine Orgel einfach mal beim Namen: "Orgel" !!! Das reicht doch. Namen sind Schall und Rauch und wichtig ist, was rauskommt, was die Orgel bewirkt, wie sie die Menschen erreicht, berührt und verzückt. Wie sie ein Stück Himmel auf die Erde holt, bzw. den Menschen etwas näher an den Himmel führt.<br /><br />Dann sind auch die ganzen Diskussionen über Orgelbewegung und die Geschichte der Orgel nicht mehr so kompliziert und die verschiedenen Lager der Orgelfreunde, die sich gegenseitig mit ihrem Fachwissen bombardieren, kommen vielleicht endlich auf einen Nenner.<br />Die Orgel hat es nicht verdient, dass wir sie nur als technisches "Ding" sehen, welches durch Umbauten und Verbauten und Rückbauten dem Klangcharakter entsprechen könnte, der Bach eventuell gefallen hätte. Das ist ungerecht. Und es wird wahrscheinlich auch Bach nicht gerecht. Ich schätze Bach als jemanden ein, der eine gute Orgel wegen ihres Charakters, Ihres Nutzens für die Verbreitung göttlicher Botschaft, schätzte und nicht, weil sie so und so, oder so und so gebaut war.<br /><br />Besinnen Sie Sich. Erleben Sie die Orgel einmal wieder als das, was sie ist - ein Stück Mythos, ein Instrument, welches mit Liebe geschaffen wurde. Aber nicht zur Profilierung des Orgelbauers, sondern zur Unterstützung der Hinwendung des Menschen zu Gott. Als Werkzeug und Hilfe zur Erkenntnis und zum Glauben. Zum Erleben Gottes.<br /><br />Degradieren Sie die Orgel bitte nicht. Hören Sie bei dem nächsten Besuch eines Orgelkonzertes einmal genau hin. Die Orgel erzählt ihnen nichts von Windladen und Trakturen, aber sie vermittelt ihnen einen Eindruck der göttlichen Nähe.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=213" style="font-family: arial;"><br /><span style="font-size: 100%;"><span style=""><span style="font-size: 100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-7701676618675464695?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-11842664239574372662008-02-08T19:48:00.001+01:002008-03-04T08:30:23.461+01:00Informationen über Orgel, Orgelbau, Geschichte, usw.Pfeifenorgel, Windlade, Register, Disposition, Organist, Kantor, Legierung, Orgelbauer, Königin, Orgelmusik, Bach, Pedal, Improvisation - was ich Ihnen hier an den Kopf werfe, sind Stichworte (einige wenige von vielen Tausend), mit denen man sich herumplagen kann, wenn man sich mit der Königin der Instrumente beschäftigt. Und dies sind noch die humaneren Begriffe.<br /><br />Haben Sie schon einmal folgende Fachausdrücke gehört?<br /><br />- Diaphone<br />- Flachturm<br />- gespundete Schleiflade<br />- Hintersatz<br />- Organetto<br />- Schwimmerbalg<br />- Winddrosselklappe<br />- Helikon<br />- Docke<br /><br />Orgel, Orgelbau und Orgelmusik sind voll von Begriffen und Bezeichnungen, die den wenigsten Menschen im Leben jemals begegnen. Begriffe, die man sich etwas auf der Zunge zergehen lassen muss, deren Aussprache man u.U. erst einmal üben muss und deren Hören dann den Griff zum Lexikon als Folge haben kann.<br /><br />Die spannende Frage ergibt sich aber dann: Wo findet man die Informationen. Nutzen Sie das Internet als Medium um sich die entsprechende Informationen zu beschaffen? Greifen Sie in Ihre umfangreiche Bibliothek oder gehen Sie (nach langer Zeit mal wieder) in die Kirche und sprechen den Kantor an?<br /><br />Oder nehmen Sie Ihr Unwissen einfach hin und ergeben sich in Ihr Schicksal der Unwissenheit? Nein, als gebildeter Internet-Info-Leser sind Sie natürlich erpicht darauf, etwas zu lernen.<br /><br />Zwei Möglichkeiten möchte ich Ihnen heute ans Herz legen:<br /><br />1. Unser <a href="http://forum.orgel-information.de/">Orgel-Forum</a><br /><br />Diskutieren, nachfragen, kommentieren - hier ist es Ihnen möglich, sich alle Fragen und Kommentare zur Orgel vom Herzen zu schreiben.<br /><br />2. Unser <a href="http://shop.orgel-information.de/">Online-Shop</a><br /><br />Nicht nur Noten, sondern auch Bücher gibt es hier. Zum Thema Orgelbau, zur Geschichte der Orgel und auch zu den verschiedensten Regionen, die Orgeln beherbergen. Also alles für den Orgel-Freund.<br /><br /><br />Einen Link zu Ihrer Gemeinde um Ihren Kantor anzusprechen, können wir nicht garantieren. Aber wenn Sie feststellen, dass wir Ihre Gemeinde und Orgel noch nicht auf unseren Seiten vorstellen, dann sprechen Sie doch einmal Ihren Pastor oder Kantor darauf an. Jede Gemeinde ist bei uns herzlich willkommen.<br /><br />Ach, bevor ist es vergesse. Ihren Kommentar zu diesem Blogbeitrag, ebenso Ihre Fragen und Anregungen werden Sie auch bei uns im Forum los. Einfach <a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=190">HIER</a> klicken.<br /><br />Gespannt auf Ihren Beitrag grüßt Sie<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=190"><br /></a><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=190" face="arial"><span style="font-size:100%;"><span style=""><span style="font-size:100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-1184266423957437266?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-14230982296212683602008-01-07T16:18:00.000+01:002008-01-07T22:29:29.417+01:00Musik in 2008<span style="font-size:100%;"><span style="font-family:arial;">Viele </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Gemeinden/g-index.html">Gemeinden</a><span style="font-family:arial;"> stellen sich auf unseren Seiten vor. Dabei fällt uns immer wieder auf, dass es von Gemeinde zu Gemeinde gravierende Unterschiede gibt. "Ist ja logisch!", denken Sie jetzt. Jede Gemeinde ist anders. Anderer Kirchenvorstand, andere Pastoren/Priester/Pfarrer, andere Musiker, andere Menschen, andere Kirchen, andere Orgeln. Da kann nichts gleich sein. Das meine ich aber nicht. </span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Es gibt Gemeinden, die haben einen Kirchenmusiker, der sich bemüht, ein musikalisches Programm auf die Beine zu stellen. Der sich bemüht, Abwechslung zu bieten und der daran mitarbeitet, dass sich die Gemeinde entwickeln kann. </span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Zwei Beispiele möchte ich nennen. </span><br /><br /><span style="font-family:arial;">- Es gibt eine Kirchengemeinde in </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Gemeinden/gruenberg/gruenberg.html">Grünberg</a><span style="font-family:arial;">, deren </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Kirchenmusiker/poths_michael.html">Kantor</a><span style="font-family:arial;"> wöchentlich Infos zu Konzerten und Veranstaltungen schickt. Der viel Mühe auf sich nimmt und damit Erfolg hat. </span><br /><br /><span style="font-family:arial;">- </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Kirchenmusiker/hoesch_ingo.html">Kreiskantor Ingo Hoesch</a><span style="font-family:arial;"> aus </span><a style="font-family: arial;" href="http://www.orgel-information.de/Gemeinden/Dorum/st_urbanus.html">Dorum</a><span style="font-family:arial;"> hat im Jahr 2007 in diesem kleinen Ort eine Buxtehude-Woche (neben vielen anderen Aktionen) durchgeführt. Es waren nicht immer viele Besucher dabei, aber die Motivation des Kantors lag darin, diejenigen, die da waren, zu erreichen, ihre Seelen zu erfreuen und ihnen etwas mit auf den Weg zu geben.<br /></span><br /><span style="font-family:arial;">Dies sind nur zwei Beispiele von sicherlich vielen Gemeinden, über die man reden könnte, die sich "ein Bein ausreißen" um mit viel Liebe, Geduld und Einfallsreichtum Musik und somit Seelsorge zu bewirken. </span><br /><br /><br /><span style="font-family:arial;">Und jetzt gibt es noch die anderen Gemeinden. Die ihren Kantor einsparen, die Musik (und somit einen Teil Seelsorge) verkümmern lassen, keinerlei Aktivitäten vorweisen. Woran liegt das? An mangelnden Möglichkeiten? Oder mangelndem Interesse? Resignation?</span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Möglichkeiten gibt es genug. Sucht eine Gemeinde nach diesen Möglichkeiten und nach Kontakten zu Musikern, dann gibt es genügend Betätigungsmöglichkeiten. Aber das erfordert Kommunikation in den Gemeinden und den Willen zu einer Bereicherung des Gemeindelebens. </span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Es gibt Gemeinden, in denen die Orgeln schweigen. Die aktuellen Sparmaßnahmen, die durch die Kirchen geistern, sind der beste Beweis, dass einiges im System Kirche nicht in Ordnung ist. Man streicht Stellen, Orgeln, Kirchen - alles, was man streichen kann. <span style="font-weight: bold;">Damit streicht man auf Dauer auch die Mitglieder aus dem Kirchenbuch. </span></span><br /><br /><br /><span style="font-family:arial;">Unser Aufruf: <span style="font-weight: bold; color: rgb(204, 0, 0);">Machen Sie mehr !!!! </span>Nicht wesentlich mehr, sondern mehr Wesentliches. Nutzen Sie die Möglichkeiten in Ihrer Gemeinde. Arbeiten Sie mit denen zusammen, die auch Schwierigkeiten haben, vorwärts zu kommen. Nutzen Sie Kontakte zu Kirchenmusikern. Nehmen Sie Kontakt auf zu den Gemeinden, bei denen "richtig was los ist".</span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Und: </span><a style="font-family: arial;" href="mailto:info@orgel-information.de">Schicken Sie uns Ihre Ideen, Anregungen und Ihr Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2008</a><span style="font-family:arial;">. Vielleicht bedeutet das nicht, dass Sie zig Besucher mehr im Konzert haben - vielleicht bedeutet es nur einen Besucher mehr. Aber ist es das nicht wert? </span><br /><br /><span style="color: rgb(204, 0, 0);font-family:arial;font-size:100%;" >Auch in diesem Jahr können Sie die Kirchenwelt aus den Angeln heben !!</span><br /><br /><span style="font-family:arial;">In diesem Sinne grüßt Sie</span><br /><br /><span style="font-family:arial;">Ihr </span><br /><span style="font-family:arial;">Daniel Kunert</span><br /><br /><br /><a style="font-family: arial;" href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=171"><span style="font-size:100%;"><span style=""><span style="font-size:100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><br /><br /><br /><br /></span><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-1423098229621268360?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-35438390025686740552007-12-22T12:46:00.001+01:002007-12-22T13:24:32.033+01:00Popularmusik im kirchlichen BereichWer die letzten Ausgaben von "Forum Kirchenmusik" aufmerksam gelesen hat, dem sind sicherlich die Beiträge zum Thema "Bachelor/Master-Studiengang Popularmusik" nicht entgangen.<br />Im Heft 3/2007 wurde ein Artikel von Michael Schütz veröffentlicht, in dem dieser sich dafür einsetzt, den Bereich Popularmusik stärker im kirchlichen Bereich, vor allem im Studienbereich zu integrieren. In diesem Beitrag stehen auch die Begründungen zu dieser Forderung.<br />Im Heft 5/2007 gibt es eine Entgegnung auf diesen Artikel, verfaßt von Martin Giebeler. Dieser weist als Contra zu dem erstgenannten Artikel ebenfalls auf viele Details und Punkte hin.<br />Und im Heft 6/2007 greift Carsten Klomp die beiden Artikel auf und versucht, eine einheitliche Schiene zu finden, sozusagen Frieden zwischen den Verfechtern beider Seiten zu schaffen.<br /><br />Popularmusik im kirchlichen Bereich - ein heißes Eisen?<br /><br />Ich möchte jetzt nicht anfangen für eine der beiden Seiten Partei zu ergreifen. Jeder Kirchenmusiker, Orgelfreund, Zuhörer und Laie hat seine eigene Meinung - ich auch. Aber ich möchte einen anderen Punkt aufgreifen.<br /><br />Seit einiger Zeit (eigentlich seit langer Zeit) leeren sich die Kirchen. Die Menschen haben von derArbeit der Kirche, der Pastoren und Geistlichen, der Kantoren und weiteren Beteiligten scheinbar die Nase voll. Man hat das Gefühl, dass die Menschen auch von sich selbst nicht mehr begeistert sind und die Schuld für ihr eigenes Gefühlschaos jemandem in die Schuhe schieben möchten - da kommt die Kirche gerade recht. Aber hilft es denn weiter, jemanden als Sündenbock hinzustellen?<br /><br />Viele Gründe werden seit Monaten in den Medien schon angegeben für die "religiöse Lustlosigkeit", die um sich greift. Aber ist es denn religiöse Unlust? Dann würden Esoterik und alternative Heilswege nicht davon profitieren. Aber diese wachsen und gedeihen. Also - keine religiöse Unlust. Scheinbar stimmt mit dem Christentum wirklich etwas nicht. Aber was?<br /><br />Kann die Motivation wieder geweckt werden durch fetzige E-Gitarrenklänge oder Samba in der Kirche? Kann sie geweckt werden durch Bach, Buxtehude und Schütz? Oder beginnt alles viel weiter "innen"?<br />In einem der letzten Blogbeiträge schrieb ich über Sparmaßnahmen. Und löste damit einige Beiträge im Forum aus, die sich über das "in die eigene Tasche wirtschaften" der kirchlichen Oberen ausließen. Fängt hier die Arbeit an?<br /><br />Wieder einmal stellen Sie Sich die Frage - was soll diese Fragerei in einem Orgelblog? Ich will sie Ihnen beantworten.<br /><br />In einigen Jahren wird, wenn die Entwicklung so weitergeht, vielleicht kaum noch eine offene Gemeinde bestehen, die sich eine Pfeifenorgel leisten kann oder leisten will. Wenn die Begeisterung für das Thema Kirche nachläßt, die Menschen immer weniger Geld haben um ein Konzert zu hören oder die Musik zu unterstützen - wo bleiben dann die Orgeln? Im Ausland? Auf dem Schrottplatz? Im Museum? Was dann, liebe Orgelfreunde? Denken wir nur an das heute oder wollen wir unseren Kindern und unseren Enkeln auch noch etwas überlassen, was man Kultur nennen kann?<br /><br />Vermutlich hilft nur ein ganzheitliches System, um die Kirche in Gang zu bringen. Weniger Sparmaßnahmen - dafür ein vernünftiger Umgang mit dem Geld. Nicht weniger "alte Orgelmusik" - sondern gut ausgewählte. Nicht weniger oder mehr Popularmusik - sondern eine Popmusik, die die Herzen erreicht und nicht nur die Ohren. Nicht nur leere Worte - sondern Christentum von innen.<br /><br />Öffnen Sie die Kirche, aber beachten Sie, dass es nicht um Selbstbeweihräucherung geht. Es geht nicht um Zielgruppen, sondern um die Arbeit an der Seele der Menschen. Es geht nicht um Zuwächse an Gemeindemitgliedern, sondern um inneres Wachstum. Es geht nicht um Geld, sondern um "Schätze im Himmel".<br /><br />Hier muss nicht nur die Kirche (als Organisation) lernen, sondern jeder von uns. Toleranz und Friede. Auch zwischen Menschen unterschiedlicher Meinungen. Wenn die Gemeinden wieder ein Ort sind, wo man dies uneingeschränkt findet, wird auch die Orgel davon profitieren. Und selbst Werke für Orgel und E-Gitarre klingen bestimmt gar nicht so schlecht.<br /><br />Lassen Sie uns zusammen arbeiten - nicht gegeneinander.<br /><br />In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete Weihnachten, Friede bei Ihnen daheim, Friede in der Gemeinde und dass Sie ein Lächeln für Ihren Nächsten übrig haben.<br />Genießen Sie die Orgelmusik im Weihnachtsgottesdienst und genießen Sie die Gitarrenklänge. Preisen Sie Gott für seine Güte und Liebe.<br /><br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=165"><span style="font-family: arial; font-size: 100%;"><span style=""><span style="font-size: 100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-3543839002568674055?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-29147838901113362592007-11-25T15:55:00.000+01:002007-11-25T16:33:59.543+01:00Aktive Orgel-"Arbeit"Auf unseren Seiten (<a href="http://www.orgel-information.de/">www.orgel-information.de</a>) stellen wir seit einigen Tagen eine wirklich schöne Möglichkeit vor, die Orgel in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen. Ich spreche, bzw. schreibe, von der "<a href="http://www.orgel-information.de/News/Beitr%E4ge/orgelmusikversteigerung.html">Orgelmusikversteigerung</a>". Mit dieser Aktion wird das Interesse der Besucher direkt angesprochen, die Presse ist meist auch daran interessiert und - nicht ganz unwichtig - auch die Gemeinde hat am Ende, neben hoffentlich mehr Besuchern, auch einen Gewinn. In Neuwied war dies der Fall. Könnte es auch bei Ihnen so sein?<br /><br />Es gibt viele Möglichkeit, die Musik, besonders die Orgelmusik, in der Kirche/Gemeinde zu fördern. Dazu ist es wichtig, sich mit der Materie zu beschäftigen. Es reicht nicht aus, sich ab und zu einmal zum Üben in die Kirche zu begeben, sondern es braucht auch Zeit, um über die Gemeinde- und Musikarbeit nachzudenken, Gespräche mit Gemeindemitgliedern, Kollegen, Freunden und vielen anderen zu suchen und deren Wünsche und Anregungen abzufragen.<br />Erst aus einem "Gesamtbild" läßt sich eine Planung für die zukünftige musikalische Arbeit erstellen, denn nur so ist gewährleistet, dass der Kirchenmusiker nicht "für sich" musiziert, sondern zur Freude der Gemeinde. Dass bei allem das Lob Gottes an erster Stelle steht, brauche ich wohl kaum zu erwähnen, denn das sollte selbstverständlich sein.<br /><br />Wie sieht nun Ihre Orgelmusik-Planung aus? Nicht nur für den nächsten Gottesdienst, sondern für den nächsten Monat? Für das nächste Jahr?<br />2007 geht dem Ende zu. Haben Sie schon Kontakt zu Ihrer Gemeinde, zum Pastor, zum Kirchenvorstand, zum Förderverein aufgenommen und deren Anregungen abgefragt? Nein? Dann wird es Zeit.<br /><br />Und wenn Sie dann Informationen gesammelt und verarbeitet haben - was dann? Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit, noch mehr Arbeit. Jetzt geht es, neben dem Üben, erst richtig los.<br /><br />Also - ran an den Speck - oder : ran an die Tastatur !<br /><a href="mailto:%20info@orgel-information.de">Schreiben Sie uns einmal</a> Ihre Planung, Ihre Ideen und Ihre Vorstellungen. Wir freuen uns darüber und unterstützen Sie gerne. Wir beraten Sie auch gerne bei Ihrer Arbeit oder helfen Ihnen, kompetente Ansprechpartner kennen zu lernen.<br /><br />Auch Kirchenmusiker brauchen Kontakte ! Vergessen Sie dies nicht.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=155"><br /><span style=";font-family:arial;font-size:100%;" ><span style=""><span style="font-size:100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-2914783890111336259?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-27525168783104643052007-10-29T09:35:00.000+01:002007-10-29T10:36:09.918+01:00Sparmaßnahmen<span style=";font-family:arial;font-size:100%;" >Derzeit hört man immer wieder das Wort "Sparmaßnahmen". Man könnte fast meinen, über nichts wird derzeit lieber gepredigt. Natürlich nicht von der Kanzel, nein, das sind direkte, persönliche Predigten. Nichts für die Allgemeinheit, sondern dies Thema gehört hinter verschlossene Türen.<br /><br />Warum eigentlich?<br /><br />Wenn gespart werden muss - warum wird nicht ganz offen mit der Gemeinde - die es ja betrifft - gesprochen? Warum begeben sich Kirchenvorstände, Superintendenten und Pastoren auf das Glatteis und mauscheln im Hintergrund? Warum wird bei einem so wichtigen Thema und eigentlich auch so einfachen Thema auf eine Art und Weise miteinander umgegangen, dass man schon fast von Intrigen sprechen möchte?<br /><br />Sie fragen Sich, was dies alles mit Orgel (Wir sind hier in einem Orgelblog) zu tun hat?<br /><br />Erlauben Sie mir eine Gegenfrage: Wo wird meist am schnellsten und gewaltigsten gespart? Im Bereich der Landeskirchen? Im Bereich der Superintendenten oder Pastoren? Nein - als erstes muss der Kirchenmusiker dran glauben.<br />In Hermannsburg (Lüneburger Heide) wird von einer Musiker-A-Stelle auf C-Stelle gestrichen. Ein kulturelles Fiasko. In Kirchenkreis Wesermünde-Nord brodelt es. Und dies kann man derzeit beliebig fortsetzen.<br /><br /><br />Um einmal ganz genau differenzieren zu können, ist es wichtig, einige Begriffe, bzw. Aufgaben abzuklären:<br /><br />Im Portal <a href="http://www.wikipedia.de/">Wikipedia</a> findet man zu dem Begriff Kantor die Erläuterung, dass dieser die "für Kirchenmusik verantwortliche Person" sei. Der Begriff Regionalkantor erweitert dies sogar zu einem Kirchenmusiker, der "<span style="font-size:12;"><span style="font-size:100%;">besondere Verantwortung für das kirchenmusikalische und liturgische Leben trägt"<br />Erkennen Sie die Wichtigkeit? Nicht nur Musik. Auch der liturgische Teil spielt in diesen Bereich mit hinein. Und wenn Sie einmal den <a href="http://www.orgel-information.de/News/Beitr%E4ge/Kirchenmusik_Hoesch.html">Beitrag von Kreiskantor Ingo Hoesch</a> zu Kirchenmusik, welchen er für uns schrieb, lesen, erkennen Sie, welch hohen Stellenwert Kirchenmusik wirklich hat.<br /><br />Sehen wir uns einmal den Begriff "Superintendent" an. Als "der leitende Geistliche" liegt sein Aufgabenbereich in den "klassisch bischöflichen Aufgaben". Lesen Sie ruhig einmal auf Wikipedia die komplette Aufgabenbeschreibgung. Es lohnt sich.<br /><br />Schauen wir nun wieder in die Gemeinden. Superintendenten, Landesbischöfe und Kirchenvorstände entscheiden über das Gebiet der Kirchenmusik. Oftmals willkürlich. Und leider sehr oft ohne den Kirchenmusiker in die Entscheidungen einzubeziehen. Aber haben Sie dazu die Befähigung? Ist ein "leitender Geistlicher" überhaupt dazu da, sich um das Thema Geld zu kümmern? Ist es seine Aufgabe, anderen das Leben schwer zu machen und Arbeitsgebiete zu beschneiden? Oder haben Mitglieder der Kirchenvorstände überhaupt die Ahnung, was ein "beschneiden" des Kirchenmusik-Etats überhaupt bedeutet? <span style="font-weight: bold;">Muss überhaupt gespart werden oder wird nicht vielmehr endlich Zeit, mit dem Geld, welches zur Verfügung steht, sinnvoll umzugehen?</span><br /><br />Wieviele Kantoren gibt es, die mit ihrer Musik, mit ihrer Hingabe an diese "Direkt-Kommunikation zwischen Gott und Mensch" eine seelsorgerische Arbeit leisten, die in den Gemeinden dringend nötig ist, und von verweltlichten und geldsammelnden Geistlichen nicht geleistet werden kann? Ich behaupte, dass es mehr solcher Kantoren gibt als Geistliche, die für eine "Geistige Entwicklung" der Gemeinde sorgen.<br /><br />Vielleicht sollte die Entwicklung eher in die Richtigung gehen, einige Wasserköpfe in den Verwaltungen oder Gemeinden zu dezimieren. Es geht nicht um Geld, sondern um "ewige Schätze", wie es in der Bibel heißt.<br /><br />"Schuster, bleib bei Deinen Leisten", lautet ein Sprichtwort. Ich möchte es erweitern:<br />- Superintendent, bleib bei Deinen Aufgaben. Sei ein Seelsorger, kein Geldverwalter.<br />- Pastor - kümmere Dich darum, dass in Deiner Gemeinde Himmel auf Erden ist und nicht die Gemeinde zu einem Geschäftsbetrieb verkommt.<br />- Lieber Kirchenvorstand - hole die Kirche wieder ins Dorf, mache Sie zu dem Mittelpunkt eines herzlichen Miteinanders. Schürt nicht Unverständnis und Gegeneinander.<br />- Lieber Kantor, nutze die Musik um Gott den Menschen darin nahe zu bringen. Aber nutze sie nicht, Dich selbst zu loben, indem Du nur noch Konzerte spielst und Deine Nase immer höher trägst. Sei ein Musiker zum Lobe Gottes.<br /><br />Es geht um mehr als Imagepflege, Geld und Macht. Es geht um die Seelen der Menschen. Dies sollte allen Beteiligten, besonders in der Kirche !!!, wieder einmal recht bewußt werden.<br /><br />Ihr Daniel Kunert<br /><br /><br /><br /><br /><a href="http://www.orgel-information.de/Forum/viewtopic.php?t=140">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</a><br /></span></span></span><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-2752516878310464305?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-3298924269174730745.post-16095103023546286352007-09-29T18:44:00.000+01:002007-10-30T09:06:33.537+01:00Förderung OrgelmusikHaben Sie schon einmal in einer Suchmaschine "Orgel" als Suchwort eingegeben? Wieviele Seiten wurden Ihnen angezeigt? Vermutlich soviele, dass Sie sich vorgenommen haben, Ihre Suche etwas weiter einzugrenzen.<br /><br />Es gibt viele Internet-Seiten, die sich mit der Königin der Instrumente auseinandersetzen. Jede auf ihre eigene Weise, jede individuell und die meisten auch durchaus sinnvoll.<br /><br />Trotz all dem "Getummel" der Orgel und ihrer verschiedenen Vertreterinnen findet sich auf fast keiner Seite ein Ansatz dazu, wie die Orgelmusik gefördert werden kann, wie sie wieder mehr ins Hörbewußtsein gebracht werden kann. Es gibt zwar mehr oder weniger wohlgemeinte Ratschläge. Von "mehr moderner Orgelmusik" bis hin zu "mehr alte Musik", von "lauter spielen" bis "leiser spielen", und vieles mehr.<br />Doch meist bleibt es bei Ratschlägen. Es gibt fast gar keine Ansätze im praktischen Bereich. Es gibt natürlich Berichte von Orgelkonzerten, Berichte von Fachgremien-Sitzungen, Informationen über Orgeltage. Aber es fehlt der Durchbruch. Die überregionale, alles umfassende Orgel-Lösung.<br /><br />Man möchte sagen, es geht den Organisten und Orgelliebhabern, Orgelverantwortlichen, -sachverständigen und Orgel-Freaks wie der Gesellschaft generell. Jeder kocht sein eigenes Süppchen, versucht sich selbst, bzw. die Musik in seiner Gemeinde als besonders wertvoll hervorzuheben. Es fehlt der Blick auf das Gesamte. Der Blick auf "Die Orgel".<br /><br />Ebenso wie eigentlich nicht "eine Gemeinde" für sich stehen sollte, nicht ein Christ für sich alleine stehen sollte, sondern die Gesamtheit der Gemeinden, die Gesamtheit der Christen für die Christenheit, ja für alle Menschen, so sollte auch im Bereich der Orgel nicht eine der oben genannten Personen für sich stehen, sondern alle zusammen für das gemeinsame Ziel - die Orgel erklingen zu lassen zu Gottes Lob und Ehre und den Menschen zur Freude.<br /><br />Musik als christliche Lebensaufgabe? Orgelmusik als christlicher Leitpfaden? Immerhin ein Ansatzpunkt um einmal über beide Bereiche nachzudenken.<br /><br />Ihr<br />Daniel Kunert<br /><br /><br /><a href="http://forum.orgel-information.de/viewtopic.php?t=143"><br /><span style=";font-family:arial;font-size:100%;" ><span style="font-size:12;"><span style="font-size:100%;">Kommentar abgeben / Beitrag schreiben</span></span></span></a><div class="blogger-post-footer">Ein Service der Firma "Daniel Kunert Dienstleistungen" - 29345 Lutterloh<img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3298924269174730745-1609510302354628635?l=orgel-information.blogspot.com'/></div>Daniel Kunert - Dienstleistungenhttp://www.blogger.com/profile/09251688409353260279noreply@blogger.com