tag:blogger.com,1999:blog-29742359346455175352007-09-13T14:06:51.893+02:00Soziologie in den MedienMeldungen über Soziologen und Soziologie in der (überwiegend deutschsprachigen) Presse- und Medienlandschaftbenediktnoreply@blogger.comBlogger11125tag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-56594277881325676462007-02-16T16:01:00.000+01:002007-02-16T16:14:41.740+01:00Kantel über die Grundbegriffe des Web2.0<a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_TYZrctyx2L4/RdXKCQLrXhI/AAAAAAAAAaQ/kwJA4EAAcFY/s1600-h/kantel.png"><img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_TYZrctyx2L4/RdXKCQLrXhI/AAAAAAAAAaQ/kwJA4EAAcFY/s320/kantel.png" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032150298708893202" /></a><br />Die aktuellen Schlagwörter der digitalen Wissensindustrie, Folksonomies, Web2.0, semantic web und wie sie alle heißen, hat der <a href="http://www.schockwellenreiter.de/2007/02/15.html#web20WerkzeugeFrDieWissenschaft">Schockwellenreiter</a> Jörg Kantel in einem Papier mit Titel "<a href="http://www.schockwellenreiter.de/gems/web2science.pdf">Web 2.0: Werkzeuge für die Wissenschaft</a>" (ca. 3 MB) sehr lesenswert aufbereitet. Und zwar so, dass sich auch der gemeine Sozial- und Geisteswissenschaftler nach der Lektüre ein Urteil darüber bilden kann, welche Dienste er einmal ausprobieren könnte und was er weiterhin ohne schlechtes Gewissen ignorieren kann. Dafür sei dem Autor aufs allerherzlichste gedankt.<br /><br />Dazu auch:<br /><ul><li><a href="http://webkompetenz.blogspot.com/2007/02/web-20-workshop-vom-schockwellenreiter.html">Web-2.0-Workshop vom Schockwellenreiter</a></li></ul>benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-57978001745545369322007-02-13T09:12:00.000+01:002007-02-13T13:48:09.103+01:00Heilige LehrstühleEin <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24512/1.html">Interview</a> mit Konrad Lotter, Redakteur des <a href="http://www.widerspruch.com/pn/">Widerspruch</a>, offenbart das Ausmaß des päpstlichen Einflusses auf die bayerischen Universitäten. Insgesamt 21 Lehrstühle, jeweils drei an den Universitäten Augsburg, Erlangen-Nürnberg, München (Ludwig-Maximilians-Universität), Passau, Regensburg und Würzburg, sind sogenannte "Konkordatslehrstühle", also Lehrstühle außerhalb der theologischen Fakultät, bei deren Besetzung die Kirche ein Mitspracherecht besitzt. Dies bedeutet:<blockquote>Von 31 Lehrstühlen für Pädagogik sind 7 von der katholischen Kirche kontrolliert (22,6%); von 12 Lehrstühlen in Politikwissenschaft 3 (25%); von 12 Lehrstühlen in Soziologie 4 (33,3%); von 19 Lehrstühlen in Philosophie haben 7 eine katholische Ausrichtung (36,8%).</blockquote><br />Ach ja, an der LMU sind die Inhaber <a href="http://www.philosophie.lmu.de/mitarbeiter/vossenkuhl/ma_vossenkuhl.htm">Wilhelm Vossenkuhl</a> (Philosophie), <a href="http://www.soziologie.uni-muenchen.de/ls_braun/index.php">Norman Braun</a> (Soziologie) und <a href="http://www.paed.uni-muenchen.de/~paed/content/mitarbeit/ditton/ditton.htm">Hartmut Ditton</a> (Pädagogik).<br /><br />Danke, <a href="http://www.schockwellenreiter.de/2007/02/13.html#konkordatslehrsthleInBayern">Schockwellenreiter</a>.benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-77998359746719981452007-02-10T19:14:00.000+01:002007-02-10T19:25:09.099+01:00Reden über SchweigenIm österreichischen Standard erklärt der israelisch-amerikanische Soziologe <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=2762908">Eviatar Zerubavel</a> in einem <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=2762889">Interview</a> die soziale Bedeutung des Schweigens anhand praktischer Beispiele wie der österrischen und deutschen Schweigekanzler Schüssel und Kohl. Auch das Schweigen von Politikern und Journalisten kann dazu benutzt werden, die politische Agenda zu gestalten, wobei ein Unterschied zwischen einer "Leiche im Keller" und einem "<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=ur2&tag=wwweigenarbeo-21&camp=1638&creative=6742&path=ASIN%2F0195187172">Elefanten im Zimmer</a>" zu machen ist: <blockquote>Die Leiche ist versteckt, der Elefant springt einem direkt ins Auge. Die Frage ist nicht, worüber sie nicht schreiben und wovon keiner weiß, sondern worüber Sie nicht schreiben, aber wovon alle wissen.</blockquote> Außerdem wäre da noch das "Metaschweigen" oder das Schweigen über das Schweigen.benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-14119727700270846292007-02-08T08:01:00.000+01:002007-02-07T22:20:37.786+01:00Soziologen und AllesfresserNach dem Post zu Max Webers Menschenjagd gibt's nun wieder einen kulinarischen Leckerbissen. Denn: Es ist schon interessant, was der gemeine Soziologe (bei Michael Pilz: der "ungeliebte" Soziologe) in den Augen der <a href="http://www.welt.de/data/2007/02/07/1203846.html">Medien</a> so alles entdeckt hat. Zum Beispiel, dass es "kulturelle Allesfresser" gibt, die von Punk bis Cherubini alles hören. Daneben gibt es aber auch "univore Typen", die sich auf bestimmte Bereiche wie etwa Chopin spezialisiert haben. Guten Appetit.benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-7645791491186618602007-02-07T18:01:00.000+01:002007-02-07T16:42:14.156+01:00EasyCredit-Hörsaal<a href="http://www.welt.de">Die Welt</a> meldet, dass nun für 130.000 EUR ein Hörsaal der Sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Universität Erlangen-Nürnberg den Namen "EasyCredit" trägt.benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-6165156694073025752007-02-07T08:05:00.000+01:002007-02-07T14:49:03.220+01:00Wettbewerber und FälscherDer Tagesspiegel druckt heute ein <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen-forschen/archiv/07.02.2007/3065813.asp">Interview </a> mit dem Soziologen <a href="http://www.hobost.de/">Stefan Hornbostel</a> (Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung, Bonn sowie Humboldt-Universität, Berlin) zum Gutachterwesen in der Wissenschaft ab. Nach Hornborstel ist bei Begutachtungsverfahren die Entscheidung darüber, welche Anträge zur Spitzengruppe gehören und welche nicht, noch relativ einfach. Danach geht es jedoch mehr oder weniger in eine "Zufallsauswahl" über. Beim peer reviewing drücken sich die Gutachter gerne, besonders wenn sie, wie in Deutschland üblich, vorher namentlich bekannt gemacht werden. Gefragt, ob sich Fälschungen in der Wissenschaft vermeiden lassen, antwortet Hornbostel:<br /><blockquote>Gar nicht. Die Wissenschaftsgeschichte ist voll von Fälschungen. Wenn man den jüngsten Befragungen unter amerikanischen Wissenschaftlern folgt, dann ist die Neigung zumindest zu kleineren Schummeleien hoch.</blockquote><br />Besonders oft wird dabei in den Lebenswissenschaften geschummelt, vor allem wenn es um viel Geld geht und ein hoher Konkurrenzdruck auf den Wissenschaftlern lastet. Darüber hinaus kritisiert er die Quasi-Monopolstellung der <a href="http://www.dfg.de">Deutschen Forschungsgemeinschaft</a>, wenn es um die Drittmittelvergabe geht und wünscht sich mehr Wettbewerb in der Forschungsförderung. Zuletzt diagnostiziert er eine Art Gutachteritis, da die deutsche Wissenschaft das Thema Qualitätsicherung erst spät entdeckt hat und nun versucht, das System "holterdipolter" auf einen international vergleichbaren Stand zu bringen.benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-53276925208723636362007-02-06T23:09:00.000+01:002007-02-07T18:35:48.169+01:00Wie weiter mit Karl Marx?In der taz von morgen <a href="http://www.taz.de/pt/2007/02/07/a0213.1/text">berichtet Friederike Gräff</a> von der Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe <a href="http://www.his-online.de/cms.asp?H='1193'">"Wie weiter mit ...?"</a> des <a href="www.his-online.de">Hamburger Instituts für Sozialforschung</a>. <a href="http://www.uni-kassel.de/fb5/soziologie/gesellschaftsanalyse/html/vita.htm">Heinz Bude</a> lobte Karl Marx dafür, dass er bereits 1848 über die Globalisierung schreiben konnte, sieht seine Theorie jedoch eher als "Ansatzpunkt einer moralischen Suche nach objektivem Grund für subjektive Empörung" denn als wissenschaftliche Analyse. Also Marx minus Materialismus. Das Gute an Marx ist jedoch sein revolutionäres Subjekt, das an die heutige "Multidude" (wunderbarer Tippfehler) erinnert.<br /><blockquote>Marx wende sich nicht an ein vom schlechten Gewissen geplagtes Bürgertum, entgegnete Bude maliziös. Sondern, und hier wurde auch Heinz Bude emphatisch, an diejenigen, die auf der Suche seien nach einem Theoretiker, der unsere Hinnahmefähigkeit in Frage stelle. "Jemand, der nicht sagt: So funktioniert es. Sondern fragt: Wie wollen wir leben?"</blockquote><br />Weiter geht's nächsten Monat mit <a href="http://www.his-online.de/cms.asp?H='1194'">Max Weber</a>.benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-9814528205550304552007-02-06T13:29:00.000+01:002007-02-06T14:03:50.566+01:00Thüringer Forschungspreis für Rosa<a href="http://www.soziologie.uni-jena.de/homepage/rosa/cms/index.php?id=25&tx_hsistaff_pi1%5Buid%5D=1&tx_hsistaff_pi1%5Bmode%5D=1&cHash=313de14ca7%20">Hartmut Rosa</a> von der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält den Thüringer Forschungspreis für seine Arbeit zum Thema "Beschleunigung - Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne":<br /><blockquote>Beschleunigung ist in der Moderne in allen Bereichen sichtbar, so Rosa. Was früher noch über Generationen anhielt, verändert sich heute innerhalb kürzester Zeiträume. Lebenspartner wechseln ebenso wie die Jobs, nennt er zwei Beispiele. Alles ist zunehmend und gleichzeitig in Bewegung und am Ende der chaotischen Veränderung steht der "rasende Stillstand", prophezeit Rosa.</blockquote><br /><br />Quelle: <a href="http://www.newsropa.de/index.php?id=115&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1807&tx_ttnews%5BbackPid%5D=7&cHash=ab5847ef1a">newsropa.de</a>benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-65221900070319758092007-02-06T13:15:00.000+01:002007-02-06T14:05:42.931+01:00Weber und die MenschenjagdUnter dem Titel <a href="http://www.nzz.ch/2007/01/31/fe/articleESZP1.html">"Menschenjagd und Ausbeutung"</a> rezensiert Stefan Breuer in der NZZ Max Webers <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=ur2&tag=wwweigenarbeo-21&camp=1638&creative=6742&path=ASIN%2F3161488024">Schriften und Reden zur Sozialgeschichte des Altertums</a> (Preis: 350 EUR). Da die meisten Texte in dem Band auch vorher schon in den <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=ur2&tag=wwweigenarbeo-21&camp=1638&creative=6742&path=ASIN%2F3825214931">"Schriften zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte"</a> nachzulesen waren, liegt der Vorteil dieses Bandes darin, Webers Erkenntnisfortschritte von einer noch stark rechtlich geprägten Auseinandersetzung in der Römischen Agrargeschichte zu einer sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektive in den späteren Schriften: <br /><blockquote><br />Welche Gegensätze und Gemeinsamkeiten zwischen Orient und Okzident, innerhalb des Letzteren zwischen Hellas und Rom, ja zwischen verschiedenen griechischen Städten wie Sparta und Athen bestanden, hat niemand zuvor in dieser begrifflichen Klarheit ausgelotet. Und auch bis dahin so selbstverständliche Kategorien wie «Feudalismus» werden in diesen frühen Texten in ein völlig neues Licht getaucht, indem sie zu den Siedlungsformen der Kriegerschaft, zur Rolle von Handel und Agrikultur in Beziehung gesetzt und differenziert werden.<br /></blockquote>benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-49340042416832889722007-02-06T12:16:00.000+01:002007-02-07T18:36:19.347+01:00Essay über Web2.0Ein absolut empfehlenswertes Video zum Thema "social internet" oder "semantic web" hat Anthropologe <a href="http://www.ksu.edu/sasw/anthro/wesch.htm">Michael Wesch</a> von der Kansas Universität auf YouTube gestellt (siehe auch <a href="http://mediatedcultures.net/blog/?p=3">hier</a> seine praxisorientierte Einführung in die Materie).<br /><br /><object height="350" width="425"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6gmP4nk0EOE"><param name="wmode" value="transparent"><embed src="http://www.youtube.com/v/6gmP4nk0EOE" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="350" width="425"></embed></object><br /><br />Quelle: <a href="http://savageminds.org/2007/02/05/mike-wesch-rocks-the-video-essay/">Savage Minds</a>benediktnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-2974235934645517535.post-32433453234334616162007-02-06T12:00:00.000+01:002007-02-06T14:05:00.634+01:00Baecker als Kulturfolger an den BodenseeDer Systemtheoretiker und Organisationssoziologe <a href="http://homepage.mac.com/baecker/">Dirk Baecker</a> (bisher <a href="http://www.uni-wh.de/baecker/">Witten/Herdecke</a>) wurde als Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und -analyse an die <a href="http://www.zeppelin-university.de">Zeppelin Universität</a> - "Universität zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik" - am Bodensee berufen. Baecker dazu:<br /><blockquote>Zwischen Organisation und Gesellschaft spielen sich Dinge ab, von denen sich Betriebswirte nichts träumen lassen. Wir müssen die akademischen Karten neu mischen.</blockquote><br />Quelle: <a href="http://www.juraforum.de/jura/news/news/p/1/id/132704/f/196/">juraforum.de</a>benediktnoreply@blogger.com