<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss'><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920</id><updated>2009-11-24T09:05:07.190+01:00</updated><title type='text'>Evolution und Schöpfung</title><subtitle type='html'>Der Autor des Blogs vertritt die &lt;a href="evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/11/klassifikation-von-ursprungsvorstellung.html"&gt;teleologische Position&lt;/a&gt; zur Ursprungsfrage. Er steht  der Pseudo-Ateleologie nahe, glaubt jedoch an ein Potential der teleologischen Perspektive im Sinn von SD-Modellen für die Forschung. Der Blog widmet sich ihrer Ausarbeitung und beschäftigt sich mit &lt;a href="evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/10/bin-ich-ein-id-vertreter.html"&gt;Intelligent Design&lt;/a&gt;.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default?start-index=26&amp;max-results=25'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>420</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-3556864040463254080</id><published>2009-10-25T18:25:00.005+01:00</published><updated>2009-10-25T18:50:40.866+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hintergründe - philosophisch'/><title type='text'>Gibt es eine  Krise des Kopernikanischen Prinzips?</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Motivation&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Um die Eingangsfrage beantworten zu können, soll zunächst einmal die Motivation dargestellt werden, warum es überhaupt sinnvoll ist, sich diese Frage neu zu stellen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Immer wieder wird dem wissenschaftlich interessiertem Publikum erläutert, dass der Mensch eigentlich weniger als ein Staubkorn in den unermesslichen Weiten des Universums sei. Anhand der großen Abmessungen, denen man das Universum zuschreibt, sowie den gewaltigen Kondensationsprozessen bei der Materieentstehung und -vernichtung, scheint es auch für jeden nachvollziehbar, ja zwingend, zu sein, dass die Bedeutung des irdischen Lebens ganz und gar irrelevant ist. Entstehung und Vergehen von Leben, wie wir es kennen, scheinen in der Tat sinnlose Produkte einer gigantischen Energieumwälzung zu sein. Und stets werden zur Untermauerung die neuesten Messungen auf astrophysikalischer und kosmologischer Basis herangezogen. Interpretationshoheit wird mittels der kopernikanischen Wende in der Wissenschaftsgeschichte beansprucht und argumentativ abgesichert. Doch gerade das resultierende Kopernikanische Prinzip im Zusammenwirken mit modernsten Modellen und Messreihen führen in eine Krise.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kopernikanisches Prinzip&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Mit Nikolaus Kopernikus wird gemeinhin der Erkenntnisweg der modernen Naturwissenschaft verknüpft, da dieser im 16. Jahrhundert die Vermutung und die dazugehörige Nachweismethode erörterte, dass die Erde nicht im Mittelpunkt des Universums stünde, sondern diese Rolle die Sonne einzunehmen hätte. Da die Sonne damals auch als ein allegorisches Bild für Gott Verwendung fand, wollte Kopernikus dies auch gar nicht als einen glaubensfeindlichen Akt ansehen, ganz im Gegenteil. Heutige Astronomie stellt klar, dass auch der Sonne nicht der Eigenschaft als Mittelpunkt des Universums zu gelten, zukommt. Wissenschaftshistorisch ist vielmehr festzuhalten, dass die Erde nur als ein Planet unter vielen zu gelten hat, die im Rahmen eines Sonnensystems an eine Zentralmasse gebunden sind. Solche Systeme sind auch keine Seltenheit, sondern treten in den unterschiedlichsten Gestalten in allen kosmologischen Entfernungen auf. Die oft vorgebrachte Relativität der betrachteten Systeme, also dass man aufgrund der Einsteinschen Theorie die Erde als Himmelkörper in der Tat als Mittelpunkt betrachten darf, reicht als Rettungsanker nicht aus, denn dies gilt auch gleichberechtigt für jeden anderen Himmelskörper. Auch mit Einsteins Theoriengebäude lässt sich die Erde nicht als Mittelpunkt des Universums betrachten, denn dieser Mittelpunkt müsste absolut gültig sein. Einsteins Theorie kann nur dahingehend gebraucht werden, dass sich jeder als Mittelpunkt des Universums betrachten darf, wenn er diese Betrachtungsweise auch jedem anderen gleichberechtigt zukommen lässt. Da sich nun jeder als Mittelpunkt sehen darf, kann es niemand für sich als absolut reklamieren!&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Diese Erkenntnis wird gemeinhin in dem umfänglicherem Sinne formuliert, dass es im Universum keinen irgendwie ausgezeichneten Ort gibt: Das Universum ist homogen und isotrop!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Im Mittelalter wurde aber mit der angenommenen Zentralstellung der Erde keine bevorzugte Rangordnung verbunden. So schreibt Dennis R. Danielson in [1]:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;blockquote&gt;Doch die Forscher erkennen immer klarer, dass Kopernikus und seine Anhänger die 'Verdrängung' der Erde aus dem Mittelpunkt des Universums keineswegs als Herabstufung empfanden. Nach Auffassung von Aristoteles, dessen physikalische Vorstellungen bis ins 17. Jahrhundert hinein das wissenschaftliche Weltbild bestimmten, ruhte die Erde allein deshalb bewegungslos im Mittelpunkt des Universums, weil sie von allen Elementen - Erde, Wasser, Luft und Feuer - das Schwerste war. Und das Zentrum des Universums war eben der Ort, wo sich die schweren Dinge sammelten. Dieser Umstand, und nicht der wie immer privilegierte Rang der Erde, bescherte uns letztlich eine zentrale Stellung im Weltall.&lt;/blockquote&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Planet des Lebens&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Dennoch wird die Stellung des Planeten Erde gerne mit einem Rang verbunden. Dies aber in erster Linie von jenen Strömungen, die ohnehin jede menschliche Vorrangstellung aus dem philosophischen Denken verbannen möchte, gerade auch in Hinblick auf eine wie auch immer geartete göttliche Auserwählung. Solange der Standpunkt der Erde mit einem positiven Rang des Menschen verbunden ist, versucht man ihn herabzusetzen, um diesen Rang zu verringern. Aufgrund der gezeigten Erkenntnis, dass Stellung der Erde nicht mit dem Rang zu verwechseln ist, verlegt man die Herabsetzung auf die Bedeutung der Erde als Planet des Lebens.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Auch wenn hier die Resultate noch nicht so eindeutig sind, sieht man in den Weiten des Universums doch immer wieder Spektren von Molekülen, die auch als Lebensbausteine in der irdischen Lebensvielfalt anzutreffen sind. Ferner kennt man bereits sehr viele Exoplaneten. Jene Planeten, die um andere Sterne kreisen, als um unsere Sonne. Dabei sind diese Planeten auch wirklich exotisch zu nennen, denn sie haben ganz andere Eigenschaften, als jene Planeten in unserem Sonnensystem. Doch auch unser eigenes Sonnensystem zeigt deutlich auf, dass es Lebenswelten geben kann, die unter ganz anderen Bedingungen zustande kommen, als es bei unserem Heimatplaneten der Fall ist. Außerhalb der habitablen Zone unseres Sonnensystems - etwa zwischen Venus und Mars - finden sich höchstwahrscheinlich Ozeane und Meere gewöhnlichen Wassers unter einer dicken Eiskruste auf Monde des Jupiter und des Saturn. Nähere Untersuchungen müssen klären, ob es dort Leben gibt. Man könnte es aber in diesen Ozeanen ansiedeln. Selbst die oberflächlich unwirtlichen Bedingungen des Mars scheinen auszureichen, dass - wenn dort auch Leben nicht selbst entstanden sein sollte - Mikroben dorthin transportiert wurden, die sich in Nischen festsetzen und vermehren könnten. So schreiben Norbert Pailer und Alfred Krabbe [2]:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Aus heutiger Sicht bietet Mars die beste Aussicht, Lebensspuren jenseits der Erde zu finden. Allerdings sind Erde und Mars keine biologisch isolierten Systeme. Zwischen ihnen gibt es einen langen Austausch von Material in Form von Gesteinsbrocken ihrer Oberflächen, die aus Einschlagsvorgängen von Asteroiden und Kometen stammen. Mikrobiotische Organismen sind nun einmal in Steinen zu finden und zum anderen ist so eine Reise im interplanetaren Raum kein Problem. Damit würde sich Leben auf dem Mars nur als ein anderer Zweig des Lebens auf der Erde darstellen und wäre kein neuer Lebensstammbaum. Sollte es diese Überkreuz-Befruchtung der beiden Planeten gegeben haben, so ist für die naturwissenschaftliche Diskussion offen, wo es entstand. Mars wird dabei als favorisierter Platz gehandelt, da er wegen seiner Größe schneller abkühlte und das Leben früher starten konnte. Dazu kommt, dass durch die geringere Masse (kleinere gravitative Linse) das frühe Bombardement durch herumvagabundierende Brocken geringer ausfiel. Und am Ende wären wir doch alle Marsianer?!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Es ist bis heute Stand der Wissenschaft, dass bislang kein Himmelskörper gefunden werden konnte, der auch nur die Möglichkeit für komplexes Leben bieten würde bis hin zu intelligenten Spezies. Hier ist aber Vorsicht geboten. Diese einmalige lebenspriviligierte Stellung der Erde könnte nur ein Produkt unseres mangelnden Wissens sein, wie jener aristotelischen Begründung der Zentralstellung der Erde im Weltall. Um anderswo komplexes Leben finden zu können ist es zudem sinnvoll nicht die irdischen Verhältnisse und auch nicht die irdischen Lebensformen als alleinigen Maßstab einer exobiologischen Suche zu nehmen. Schon die Suche nach ET nötigt uns also eine andere Sichtweise auf unsere eigene Stellung im Universum ab. Vielleicht ist das der Grund, warum einige Zeitgenossen gerne diese Suche im Keim ersticken wollen und jede Forschungsmission, die hier erfolgreich sein könnte, infrage stellen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dunkles Universum und das Kopernikanische Prinzip&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Diese für das Selbstverständnis des Menschen sicherlich pessimistische Sichtweise wird aber mit Resultaten aus der Astronomie konfrontiert, die sie in eine Krise stürzen. Zunächst findet man in den Bewegungen von Galaxien, dass die dort sichtbare Masse nicht ausreicht, um diese nach den bekannten Gravitationsgesetzen zu erklären. Aus diesem Anlass heraus postuliert man die Dunkle Materie. Diese Materieform ist nicht mit jener der Dunkelmaterie zu verwechseln, also leuchtschwache normale Materie, Gase, Staubwolken etc. Die Dunkle Materie müsste aus einem exotischen Aufbau bestehen, der nicht dem unserer baryonischen Materie entspricht, aus der wir Menschen, Planeten und Sterne bestehen. Aus den immer genaueren Messungen ergibt sich, dass es ca. sechs Mal soviel Dunkle Materie wie baryonische Materie geben müsste. Ihr direkter Nachweis gestaltet sich hingegen sehr schwierig. Eventuell kann das LHC in Genf hier Abhilfe schaffen, sobald die Experimente erfolgreich anlaufen. Das Problem der dunklen Materie besteht vollkommen unabhängig von der Frage, ob die Urknalltheorie korrekt ist oder nicht. Selbst bislang vorgeschlagene Änderungen der Gravitationsgesetze konnten nicht alle Effekte, die auf Dunkle Materie schließen lassen, erklären. Ein weiteres Problem zeigt sich, wenn man unter Zugrundelegung der Urknalltheorie die Expansionsrate des Universums misst. Dabei fiel auf, dass am Rande des sichtbaren Universums die Expansionsgeschwindigkeit zunimmt, anstatt abzunehmen, wie man noch vor 20 Jahren dachte. Um dieses bestätigte Phänomen der zunehmenden Galaxienflucht zu erklären, postuliert man zusätzlich die Dunkle Energie. Die postulierte Dunkle Energie kann man dadurch ersetzen, in dem man das Kopernikanische Prinzip verlässt. Dazu schreiben die Begründer einer alternativen Deutung Timothy Clifton und Pedro G. Ferreira [3]:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;blockquote&gt;Welche empirischen Daten könnten klären, ob die kosmische Expansion von Dunkler Energie angetrieben wird oder ob wir uns an einem ungewöhnlichen Ort - im Zentrum einer riesigen Leere - aufhalten? Um das Vorhandensein eines Leerraums zu überprüfen, brauchen die Kosmologen ein Modell für das Verhalten von Raum, Zeit und Materie in dessen Nachbarschaft. Just solche ein Modell wurde schon 1933 von dem belgischen Priester und Physiker Georges Lemaitre formuliert, unabhängig ein Jahr später von dem amerikanischen Theoretiker Richard Tolman wiederentdeckt und nach dem zweiten Weltkrieg vom britischen Kosmologen Hermann Bondi weiterentwickelt. Die Expansionsraten ihres Modelluniversums hingen nicht nur von der Zeit ab, sondern auch vom Abstand von einem bestimmten Punkt - genau wie unsere Hypothese.&lt;/blockquote&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Schieben wir also die Dunkle Energie beiseite, so leben wir in einem ausgezeichneten Punkt. Nehmen wir nun aber einmal an, dass Dunkle Materie und Dunkle Energie doch existieren, dann ist im Gegensatz zum Kopernikanischen Prinzip unsere Existenz etwas ganz besonderes. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_MmIkNpm1gMQ/SuSOgO9PiAI/AAAAAAAAAAM/jNctIXWSSx0/s1600-h/univmassetorte.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 222px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_MmIkNpm1gMQ/SuSOgO9PiAI/AAAAAAAAAAM/jNctIXWSSx0/s320/univmassetorte.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5396594937918621698" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;In der grafischen Masse-Bilanz des Universums nimmt die Dunkle Energie ca. 70 %, die Dunkle Materie etwa 25% und die baryonische Materie, aus der wir Menschen bestehen, nur 5 % ein. Unsere gesamte baryonische Welt ist sozusagen gerade einmal die Schaumkrone eines Ozeans, den wir als Universum kennen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;Exoplanetenforscher Jaymie Matthews von der kanadischen University of British Columbia fasst es wie folgt zusammen:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;blockquote&gt;Noch vor drei Jahrzehnten glaubten wir, aus den elementaren Urbestandteilen des Universums hervorgegangen zu sein - wir waren gewissermaßen das Mehl im kosmischen Rezept. Heute scheinen wir eher irgendeine Zutat oder (wie ich gerne glauben würde) immerhin die Würze zu sein.[4]&lt;/blockquote&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;[1] Spektrum der Wissenschaft 09/2009, Das Vermächtnis des Kopernikus, S. 67f. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;[2] Der vermessene Kosmos, Wort+Wissen-Buch im hänssler Verlag, 2006, S. 124&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;[3] Spektrum der Wissenschaft 08/2009, Wozu Dunkle Energie?, S. 31 &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;[4] Zitiert in Spektrum der Wissenschaft 09/2009, Das Vermächtnis des Kopernikus, S. 72&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10pt;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-3556864040463254080?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/3556864040463254080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=3556864040463254080' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3556864040463254080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3556864040463254080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/10/gibt-es-eine-krise-des-kopernikanischen.html' title='Gibt es eine  Krise des Kopernikanischen Prinzips?'/><author><name>Klaus Lange</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17491183740943528221</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01285274556329232343'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_MmIkNpm1gMQ/SuSOgO9PiAI/AAAAAAAAAAM/jNctIXWSSx0/s72-c/univmassetorte.JPG' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-1969183470799960984</id><published>2009-07-30T10:14:00.006+02:00</published><updated>2009-07-30T17:30:41.838+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolutions-Kritik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Design-Modelle/Design interpretieren'/><title type='text'>Design-type thinking: Warum Menschen die Arme schwenken...</title><content type='html'>&lt;style type="text/css"&gt;  &lt;!--   @page { margin: 2cm }   P { margin-bottom: 0.21cm }  --&gt;  &lt;/style&gt; &lt;p style="margin-bottom: 0cm; font-family: verdana; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;...wenn sie gehen: Dazu gibt es zwei Erklärungen. Die eine klingt plausibel und kann bequem am Schreibtisch erstellt werden. Sie besagt, dass das Schwingen der Arme ein Überbleibsel aus der Evolutionsgeschichte ist, als unsere Vorfahren noch auf allen Vieren ging.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: verdana; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die andere Erklärung wurde von einem Ingenieur erstellt, der daran arbeitet, gehfähige Maschinen zu konstruieren. Er kam dahinter, dass die mit schwingenden Armen irgendwie besser funktionieren. Dies inspirierte Versuche am Menschen, bei denen sich zeigte, dass das Schwingen der Arme - obwohl es eine geringe Belastung der Armmuskulatur bedeutet - die Stabilisierung des Körpers erleichtert und dadurch eine bedeutende Menge Energie spart. Der Ingenieur wird wie folgt zitiert (&lt;a href="http://www.cosmosmagazine.com/news/2888/why-we-swing-our-arms-when-we-walk?page=0%2C0"&gt;Cosmos Online, Lisa Merolla&lt;/a&gt;):&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;blockquote style="font-family: verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"Damit ist die Theorie, dass das Schwingen der Arme ein rudimentäres Relikt unserer sich vierfüßig fortbewegenden Vorfahren ist, überholt" sagt Steve Collins, ein Ingenieur für Biomechanik an der Universität Michigan in den USA. "Stattdessen ist das Schwingen der Arme sinnvoller Bestandteil eines ökonomischen Gangs auf zwei Beinen."  &lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: verdana; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wenn Sinn und Zweck an einer Stelle gefunden wird, wo bisher eine Erklärung stand, die eigentlich erspart hätte, danach zu suchen, lacht das Herz des Ingenieurs (= Spezies mit notorisch teleologischer Denkweise). Vom Schreibtisch aus kann man natürlich immer noch entgegnen, dass das Schwingen der Arme trotzdem evolutionsgeschichtlich zu erklären sei und eben beim Menschen noch eine Funktion übernommen habe. Für die Praxis der biologischen Forschung sind solche Erklärungen freilich mehr wie des Reserverad im Auto oder die Verzierung am Kuchen: Nett wenn man sie hat, aber man kommt grundsätzlich auch ohne aus. Was man dagegen wirklich braucht wurde von Michael Ruse einmal so erklärt:  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;blockquote style="font-family: verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Wir behandeln Organismen – zumindest ihre Bestandteile – als wären sie fabriziert, als wären sie designed und anschließend versuchen wir ihre Funktionsweise herauszufinden. Zielbezogenes Denken – teleologisches Denken – ist in der Biologie nur angemessen, weil, und wirklich nur weil, Organismen aussehen, als wären sie fabriziert, als wären sie von einer Intelligenz entworfen und in Tätigkeit gesetzt worden.“ ("Darwin and Design. Does Evolution have a purpose? Harvard University Press, p268)&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt; &lt;/div&gt;&lt;p style="font-family: verdana; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Evolutionstheoretische Überlegungen haben als Kinder einer a-teleologischen Denkweise traditionell Schwierigkeiten hier mitzuhalten ("&lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/05/zu-den-segnungen-der-evolutionsbiologie.html"&gt;Zu den Segnungen der Evolutionsbiologie&lt;/a&gt;"). Darum darf man dann nur so forschen "als ob" ein rationales Design dahinter stecken würde, "als ob" z.B. der aufrechte Gang ein intelligentes Design repräsentiert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-1969183470799960984?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/1969183470799960984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=1969183470799960984' title='22 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/1969183470799960984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/1969183470799960984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/07/design-type-thinking-warum-menschen-die.html' title='Design-type thinking: Warum Menschen die Arme schwenken...'/><author><name>Markus Rammerstorfer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16936166467003087622</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11876699243193848831'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>22</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-7168950685384615840</id><published>2009-07-06T09:54:00.002+02:00</published><updated>2009-07-06T10:02:43.398+02:00</updated><title type='text'>Diskussionsforum</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das neue &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/aktuelles/sij.php?n=sij161/sij161.html"&gt;Studium Integrale Journal&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;kann nun erworben werden. In diesem Thread möchte ich gerne meinen Artikel "&lt;b&gt;Ursachen fossiler Muster. Vergleich von phylogenetischer und ökologischer Deutung am Beispiel des Komplexitätsgewinns der Krebstiere (Crustacea)&lt;/b&gt;" zur Diskussion stellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn dazu konstruktive Anfragen kämen. Zwei bitten jedoch:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul style="text-align: justify;"&gt;&lt;li&gt;Lest den Artikel bitte auch wirklich zuerst. Ich bin nicht bereit, mir Mühe für recherchierte Antworten zu machen, wenn der Fragesteller nichtmal bereit ist, das zu lesen, was er kritisiert. So ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Studium Integrale Journal &lt;/span&gt;wird man sich doch zumindest einmal leisten können, oder?&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bitte keine allgemeinen Anfragen zu Sintflut und anderen Themen, die ich nicht behandelt habe oder höchstens am Rande wo gestreift habe. Ich mag's nicht, wenn's immer so schnell off topic wird. Ich würde gerne mal sehr konkrete Punkte diskutieren. Versucht den Artikel doch einfach auf der Grundlage dessen was ich schreibe zu kritisieren - so, als käme er nicht von mir, sondern von einem "Normalen". Danke.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-7168950685384615840?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/7168950685384615840/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=7168950685384615840' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/7168950685384615840'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/7168950685384615840'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/07/diskussionsforum.html' title='Diskussionsforum'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5616403368570956916</id><published>2009-06-28T10:28:00.003+02:00</published><updated>2009-06-28T11:24:02.812+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hintergründe - gesellschaftlich'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolutions-Kritik'/><title type='text'>Evolutionspsychologie kritisch gesehen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;Evolutionspsychologische Erklärungen für menschliche Verhaltensweisen sind in populären Medien stark angesagt (siehe z.B. für &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: verdana;" href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/03/rammerstorfer-eine-geschichte-fr-dich.html"&gt;Untreue und Treue&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;). Sie klingen immer&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-family: verdana;"&gt; irgendwie plausibel&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt; und können wohl auch nützlich sein, wenn man eigene Verhaltensweisen erklären/entschuldigen will. Die Kritik an der Evolutionspsychologie beschränkt sich allerdings nicht auf die Einsprüche notorischer Evolutionskritiker, sondern kommt auch von 'innen' (siehe z.B.&lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: verdana;" href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/12/trugschlsse-der-populren.html"&gt; hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%; font-family: verdana;"&gt;"Evolution of the Mind: 4 Fallacies of Psychology&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;"). Der neueste diesbezügliche Beitrag, in dem viele populäre Behauptungen der Evolutionspsychologen als wissenschaftlich zweifelhaft aufgezeigt werden, stammt von der Wissenschaftsjournalistin Sharon Begley in &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: verdana;" href="http://www.newsweek.com/id/202789/page/1"&gt;Newsweek&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt; ("Why do we Rape, Kill and Sleep Around?"): &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;"Trotzdem bleibt die Evolutionspsychologie in den Medien und auf dem Universitäts-Campus sehr populär; die Gründe sind offensichtlich. Sie beschäftigt sich mit "diesen sehr sexy Themen," sagt Hill*. "Alles dreht sich um Sex und Gewalt," und hat, wie er es nennt, eine "Obsession mit just-so stories aus dem Pleistozän". Nur wenige Leute - wenige Wissenschafter - kennen die empirischen Daten und theoretischen Argumente die sie unterspülen. "Die meisten Wissenschafter sind zu beschäftigt um Studien außerhalb ihres eigenen spezialisierten Forschungsgebietes zu lesen," sagt Hill."&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;*Kim Hill, Anthropologe. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: verdana;"&gt;     &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5616403368570956916?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5616403368570956916/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5616403368570956916' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5616403368570956916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5616403368570956916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/06/evolutionspsychologie-kritisch-gesehen.html' title='Evolutionspsychologie kritisch gesehen'/><author><name>Markus Rammerstorfer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16936166467003087622</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11876699243193848831'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-7116518544396516698</id><published>2009-06-19T17:13:00.004+02:00</published><updated>2009-06-20T10:30:37.517+02:00</updated><title type='text'>Spuren aus dem Präkambrium</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Markus Rammerstorfer hatte auf diesem &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/12/kambrische-explosion-verschrft-fkalien.html"&gt;Blog&lt;/a&gt; vor einiger Zeit auf neue Belge für die Hypothese einzelliger Verursacher präkambrischer Spuren hingewiesen. Theresa H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ALLER&lt;/span&gt; (2009) führte das im &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Studium Integrale Journal &lt;/span&gt;ausführlicher aus. Darauf Bezug nehmend wies ich (H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EILIG &lt;/span&gt;2009a) auf einen vor kurzem bekannt gewordenen Fund hin. Diesen Beitrag stelle ich nun online:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wissenschaftliche Erkenntnis ist immer vorläufig und kann durch neue Ergebnisse schnell hinfällig werden. Dies gilt in besonderer Weise für spekulative Hypothesen der historischen Wissenschaften. Möglicherweise bahnt sich das bereits für Aussagen an, die sich auf Schlussfolgerungen beziehen, über die Theresa H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ALLER&lt;/span&gt; (2009) im vorangehenden Beitrag berichtet. M&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ATZ&lt;/span&gt; et al. (2008) hatten eine neue Deutungsmöglichkeit für präkambrische Spurenfossilien vorgestellt, die bisher als wichtiges Argument für die Existenz komplexer Zweiseitentiere (Bilateria) vor dem Kambrium gewertet wurden und belegen sollten, dass die „Kambrische Explosion“ gar nicht so explosiv gewesen müsse. Die Autoren beobachteten, dass riesige Einzeller auf dem Boden heutiger Meere Spuren hinterlassen können, welche in ihrer rinnenartigen Form an die besagten Fossilien aus dem Präkambrium erinnern. Mikhail Matz meinte auf der Grundlage dieser Ergebnisse: „Ich persönlich denke nun, dass das gesamte Präkambrium möglicherweise ausschließlich von Protisten beherrscht wurde.“ (Zitiert bei A&lt;span style="font-size:85%;"&gt;NONYMUS&lt;/span&gt; 2008a)&lt;br /&gt;Eine weitreichende Spekulation! Sie könnte sich nun jedoch als falsch herauszustellen: Ein Fund von Loren Babcock, dem ein Alter von 570 Millionen Jahren zugeschrieben wird, weist Spuren auf, die aussehen, als seien sie von einem mehrfüßigen Tier erzeugt worden. Damit verlegt der Fund die Existenz lauffähiger Meerestiere um gut 30 Millionen Jahre nach gängiger Datierung zurück, hinein ins Ediacarium. Die Entdecker mutmaßen, bei diesem Tier könne es sich um einen mit Beinen ausgestatteten Wurm, einen Hundertfüßer oder einen Doppelfüßer gehandelt haben (&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;D&lt;/span&gt;AILY&lt;/span&gt; M&lt;span style="font-size:85%;"&gt;AIL&lt;/span&gt; R&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EPORTER&lt;/span&gt; 2008). Wobei hier kritisch anzumerken ist, dass die Doppelfüßer auf dem Land leben und ihre vielen Gliedmaßen kaum geeignet erscheinen, um ein solches Muster regelmäßiger und recht weit voneinander getrennter Punkte zu produzieren, wie Matz in persönlicher Kommunikation betont. Er würde auf einen Lobopoden wie Hallucigenia tippen. Doch auch für einen solchen Verursacher seien die Spuren ungewöhnlich regelmäßig und rund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Matz selbst, der den Fund mir gegenüber als „fantastisch“ bezeichnete, meinte: Sollte sich Babcocks Deutung eines biologischen Ursprungs des Fossils und dessen Datierung bestätigen lassen, so würde dies tatsächlich sein eigenes – wohlweislich nicht in die Originalpublikation aufgenommenes – Statement zur präkambrischen Fauna (s.o.) widerlegen. Die wissenschaftsinterne Diskussion wird zeigen, wie belastbar der Fund ist. Auch Babcock erwartet angesichts des spektakulären Charakters des Fundes Skepsis von Kollegen und hält diese auch für angebracht, ist sich jedoch „ziemlich sicher – aber nicht zu 100%“, dass das Fossil von einem hundertfüßerartigen Arthropoden oder einem Wurm mit Beinen verursacht wurde (A&lt;span style="font-size:85%;"&gt;NONYMUS &lt;/span&gt;2008b). Der Fund eines entsprechenden Körperfossils könnte mehr Licht ins Dunkel bringen.&lt;br /&gt;Bisher wurde lediglich ein Poster vorgestellt, dem jedoch schon einige technischen Details über das Fossil zu entnehmen sind (A&lt;span style="font-size:85%;"&gt;HN&lt;/span&gt; et al. 2008). Eine Publikation in der Fachliteratur steht noch aus.&lt;br /&gt;In &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Studium Integrale Journal&lt;/span&gt; werden zum einen Versuche, Evolutionsabläufe mit Plausibilität auszustatten, kritisch hinterfragt. Dazu zählt auch die Bewertung von Argumenten, mit denen die im Rahmen des Evolutionsparadigmas angenommene plötzliche Entstehung der Tierstämme entschärft werden soll. Zum anderen sollen aber auch Alternative entwickelt werden. Geht man nicht von einer evolutiven, sondern von einer ökologischen Ursache für die Fossilabfolge für höhere Organismengruppen aus (S&lt;span style="font-size:85%;"&gt;TEPHAN &lt;/span&gt;2002; H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EILIG&lt;/span&gt; 2009), dann vertritt man selbst (wie die kritisierten Evolutions-Vertreter) eine Existenz der Tiergruppen bereits vor ihrer fossilien Überlieferung. Im ökologischen Interpretationsrahmen ist das vereinzelte Auftreten von Spur- (oder auch Körper-)fossilien vor der eigentlichen Radiation der Tiergruppe durchaus zu erwarten, auch wenn dies die evolutionskritische Argumentation schwächt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A&lt;span style="font-size:85%;"&gt;HN&lt;/span&gt; SY, B&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ABCOCK&lt;/span&gt; LE, R&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EES&lt;/span&gt; MN &amp;amp; H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;OLLINGSWORTH&lt;/span&gt; JS (2008) Body and Trace Fossils from the Deep Spring Formation (Ediacaran), Western Nevada. Geological Society of America (Abstracts with Programs)  40, 143.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A&lt;span style="font-size:85%;"&gt;NONYMUS&lt;/span&gt; (2008a) Discovery provides new perspective on animal evolution. Science Centric, Newsmeldung vom 5. Dezember: http://www.sciencecentric.com/news/article.php?q=08120530-discovery-provides-new-perspective-on-animal-evolution. Letzter Zugriff: 03.02.2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A&lt;span style="font-size:85%;"&gt;NONYMUS&lt;/span&gt; (2008b) 570 Million Year Old Tracks In Nevada Are Earliest Animal Footprints Ever Found. Scientifblogging, Meldung vom 05. Oktober: http://www.scientificblogging.com/news_releases/570_million_year_old_tracks_in_nevada_are_earliest_animal_footprints_ever_found. Letzter Zugriff: 03.02.2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;D&lt;span style="font-size:85%;"&gt;AILY&lt;/span&gt; M&lt;span style="font-size:85%;"&gt;AIL&lt;/span&gt; R&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EPORTER&lt;/span&gt; (2008) Earliest animal footprints ever show creatures walked the earth 570 million years ago. Daily Mail, Meldung vom 07. Oktober: http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-1069605/Earliest-animal-footprints-creatures-walked-Earth-570million-years-ago.html. Letzter Zugriff: 03.02:2009.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ALLER&lt;/span&gt; T (2009) "Trauben" im Präkambrium? Stud. Int. J. 16, 58-59.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EILIG&lt;/span&gt; C (2009a) Eine heiße Spur? Stud. Int. J. 16, 59-60.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;H&lt;span style="font-size:85%;"&gt;EILIG&lt;/span&gt; C (2009b) Ursachen fossiler Muster. Vergleich von phylogenetischer und ökologischer Deutung am Beispiel des Komplexitätsgewinns der Krebstiere (Crustacea). Stud. Int. J. 16, 22-35.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ATZ&lt;/span&gt; MV, F&lt;span style="font-size:85%;"&gt;RANK&lt;/span&gt; TM &amp;amp; J&lt;span style="font-size:85%;"&gt;USTIN&lt;/span&gt; (2008) Giant Deep-Sea Protist Produces Bilaterian-like Traces. Current Biology 18, 1-6.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;S&lt;span style="font-size:85%;"&gt;TEPHAN&lt;/span&gt; M (2002) Der Mensch und die geologische Zeittafel. Warum kommen Menschenfossilien nur in den obersten geologischen Schichten vor? Holzgerlingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-7116518544396516698?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/7116518544396516698/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=7116518544396516698' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/7116518544396516698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/7116518544396516698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/06/spuren-aus-dem-prakambrium.html' title='Spuren aus dem Präkambrium'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5766430921259175475</id><published>2009-05-22T12:22:00.003+02:00</published><updated>2009-05-22T12:34:16.748+02:00</updated><title type='text'>DSDM - Deutschland sucht den Medienstar...</title><content type='html'>... und er kommt aus der Nähe von Darmstadt und heißt "Ida". Näheres zur Person zu lesen gibt es bei Franzen et al. (2009)... oder einem beliebigen Boulevardblatt. Selbst &lt;a href="http://www.evolutionsbiologen.de/darwinius_masillae.html"&gt;Martin Neukamm &lt;/a&gt;von der AG Evolutionsbiologie meint, der "Sensationsfund" hätte "umwälzenden Folgen für unser Weltbild". Zweifellos haben wir es hier mit einem wunderbar erhaltenen Fossil zu tun, das viel Diskussionsstoff liefern wird. Es irritiert mich jedoch ein wenig, schon im Vorfeld dieser Debatten eine erstaunliche Medienkampagne wahrzunehmen. Nur deswegen habe ich mich auch entschlossen, schnell einen kurzen  Blogeintrag zu schreiben, obwohl ich gerade eigentlich kaum Zeit habe. Erste kritische Anmerkungen zum "achten Weltwunder" gibt es etwa &lt;a href="http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1900057,00.html"&gt;hier&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://timesonline.typepad.com/science/2009/05/more-on-ida-overblown-claims-and-a-worrying-precedent.html"&gt;hier &lt;/a&gt;und &lt;a href="http://network.nature.com/people/henrygee/blog/2009/05/21/missing-links"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;         &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0005723"&gt;Franzen, J.L. et al. (2009) &lt;/a&gt;Complete Primate Skeleton from the Middle Eocene  of Messel in Germany: Morphology and Paleobiology. PLoS ONE 4,  e5723.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5766430921259175475?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5766430921259175475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5766430921259175475' title='9 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5766430921259175475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5766430921259175475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/05/dsdm-deutschland-sucht-den-medienstar.html' title='DSDM - Deutschland sucht den Medienstar...'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>9</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-3792964943930966906</id><published>2009-05-05T14:42:00.006+02:00</published><updated>2009-05-05T15:29:48.868+02:00</updated><title type='text'>Über Fairness und geschaffene Arten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dem Leser dieses Blogs wird sicher bekannt sein, dass ich an schöpfungsorientierter Systematik einiges zu Kritisieren habe und allgemein dem Versuch mit naturwissenschaftlichen Mitteln biblische Glaubensinhalte nachzuzeichnen mittlerweile sehr skeptisch gegenüberstehe. Ich habe mir um zu diesen Ergebnissen zu kommen auch einige Gedanken gemacht und viel gelesen. Und ich habe nicht vor, meine Kritik an der Baraminologie umfassend öffentlich zu machen, ehe ich nicht die vier prallgefüllten Leitz-Ordner, die Artikel zu diesem Thema aus den letzten hundert Jahren enthalten, durchgearbeitet habe. Was mich stört ist also nicht Kritik  an sich (gerade an Ideen, die ich selbst auch nicht teile), sondern, wenn ich sehe, dass uninformierte Leute Äußerungen über die Positionen ihrer Gegner machen. Wer sich ein wenig mit Baraminologie beschäftigt hat, wird wissen, dass die Vorstellungen über die Anzahl der in ihnen enthaltenen geschaffenen Arten bei ungefähr 5 liegen dürfte, manche gehen auch von weniger aus. Nun schreibt &lt;a href="ttp://www.evolutionsbiologen.de/HH_Schildkroeten.html"&gt;Hemminger&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Das Grundtypen-Modell von &lt;i&gt;Wort und  Wissen&lt;/i&gt; besagt, dass die Schildkröten mit ihren heutigen 13 Familien  vermutlich als rund 13 Grundtypen vor etwa 10.000 Jahren speziell erschaffen  wurden. Zu den heutigen Arten entfaltet haben sie sich seither nur  &lt;i&gt;innerhalb&lt;/i&gt; dieser Grundtypen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man mag nun sagen: 'Ob nun 13, 5 oder 3 geschaffene Arten, das macht doch kaum einen Unterschied!' Und: 'Auch wenn man gemeinsame Abstammung mehrerer Familien annimmt, wird das Ganze nicht plausibler! Die gemeinsame Abstammung geht doch viel (!) weiter.'&lt;br /&gt;Auch das mag stimmen, das sei dahingestellt. Was mich vielmehr stört ist, dass eine Aussage  wie die Zitierte klarmacht, dass man sich eigentlich nicht mit der kritisierten Position auseinandergesetzt hat. Und die Schildkröten sind eben nicht nur irgendein Beispiel - sie sind DIE Organismengruppe schlechthin, die von schöpfungsgläubigen Forschern bisher untersucht wurde. Wer sich wirklich mit Baraminologie beschäftigt, kommt daran einfach nicht vorbei.&lt;br /&gt;Recht zu haben entbindet nicht von der Pflicht, fair zu sein. Ich habe Hemminger auch schon über Sintflutgeologie sprechen hören. Es mag naturwissenschaftlich wenig bis nichts bringen, wenn man eben nicht alle Sedimente in das Sintflutjahr stellt, sondern nur einen Teil oder gar keine. Aber dennoch darf man sich nicht hinstellen und behaupten, die kritisierte Partei vertrete eben dies! Vor allem, da daran deutlich wird, dass man nichtmal die grundlegendsten Schriften des Gegenübers zu dem Thema gelesen hat. Sonst wüsste man das. Und sonst wüsste man zu Schildkröten-Baramins mehr zu sagen als die alte Familien-Formel herauszukramen.&lt;br /&gt;Ich nehme Hemminger gerne ab, dass er den Naturwissenschaften und der Christenheit durch seine von ihm zweifellos als Aufklärungsarbeit verstandene Bemühungen helfen möchte. Und faire Kritik kann auch nur hilfreich sein und nicht schaden. Aber aus meinetwegen guten Motiven zu unlauteren Mitteln zu greifen und über andere herzuziehen, wo man sich vielleicht erstmal informieren sollte, das kann wohl kaum der richtige Weg sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-3792964943930966906?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/3792964943930966906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=3792964943930966906' title='72 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3792964943930966906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3792964943930966906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/05/uber-fairness-und-geschaffene-arten.html' title='Über Fairness und geschaffene Arten'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>72</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5844848473821711629</id><published>2009-04-26T12:21:00.005+02:00</published><updated>2009-04-26T12:33:21.619+02:00</updated><title type='text'>Anonyme Designer..</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;... mit unbekannten Eigenschaften, Design-Methoden und Motiven hassen: Junk-DNA!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/04/10-thesen-zur-ursprungsfrage.html"&gt;Eben erst&lt;/a&gt; habe ich wieder darauf hingewiesen, dass im Rahmen von ID (besser: AD = Anonymes Design) keine positiven Erwartungen zu formulieren sind. Junk-DNA kann im Rahmen von ID weder erwartet noch abgelehnt werden. Das habe ich bereits &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/08/intelligentes-optimales-und.html"&gt;hier &lt;/a&gt;ausführlich begründet. Erwartungen dieser Art erfordern eine Spezifizierung des Designers, die im Rahmen von AD ja kategorisch abgelehnt wird. Dann kann man etwa von einem statisch-perfekt schaffenden Designer ausgehen, der soetwas nicht machen würde oder optional von einem „&lt;a href="http://www.iscid.org/papers/Goetz_JunkDNA_061506.pdf"&gt;Extravagant Creator of Junk DNA&lt;/a&gt;“. Ich finde, das ist eine logische Sache. Dennoch hören AD-Vertreter nicht auf, mit ihrer No-Junk-DNA-"Erwartung" zu prahlen. Ich verstehe nicht, wie eine Bewegung, die jede Kritik im Sinne von "dummem Design" in der Natur als designerabhängig abtut, so agieren kann!&lt;br /&gt;Neustes Beispiel - das mich dazu veranlasst hat, hier nochmal auf diesen Punkt hinzuweisen - auf &lt;a href="http://www.uncommondescent.com/intelligent-design/faq4-is-open-for-comment/"&gt;Uncommon Descent&lt;/a&gt;. Einige der Kommentare zeigen meines Erachtens durchaus in die richtige Richtung. Bleibt zu hoffen, dass  sie von den verantwortlichen AD-Vertretern &lt;span style="font-style: italic;"&gt;endlich &lt;/span&gt;wahrgenommen werden!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5844848473821711629?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5844848473821711629/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5844848473821711629' title='22 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5844848473821711629'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5844848473821711629'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/04/id-und-erwartungen.html' title='Anonyme Designer..'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>22</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-354801665679775782</id><published>2009-04-24T18:27:00.005+02:00</published><updated>2009-04-24T20:56:36.091+02:00</updated><title type='text'>10 Thesen zur Ursprungsfrage</title><content type='html'>&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;link rel="themeData" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx"&gt;&lt;link rel="colorSchemeMapping" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Ich stelle sie hier (um Punkt 6 und drei Links ergänzt) - zu Information und Diskussion - vor:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;link style="font-family: georgia;" rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;link style="font-family: georgia;" rel="themeData" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx"&gt;&lt;link style="font-family: georgia;" rel="colorSchemeMapping" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt; 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Manche davon greifen auf teleologische Elemente      zurück, manche sind komplett ateleologisch. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die teleologischen      Ursprungsvorstellungen kann man als SD-Modelle bezeichnen. (Zu diesem Begriff und anderen, siehe &lt;a href="http://www.blogger.com/:%20http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/11/klassifikation-von-ursprungsvorstellung.html."&gt;hier&lt;/a&gt;.) Das leitet sich      von "spezifischem Design" her - je nach Designer und seiner      Identität (also je nach Antwort auf die W-Fragen - Wann, Wie, Wo, Von wem      wurde designt?) ergeben sich ganz verschiedene Ursprungsvorstellungen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Einige dieser SD-Modelle      fallen in den Bereich der Meta-Teleologie (z.B.Theistische Evolution),      manche in den Bereich der Pseudo-Ateleologie (z.B. Omphalos-Hypothese).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Andere SD-Modelle fallen in      den Bereich der teleologischen oder der ateleologischen Perspektive und      sind relevant für die Frage nach &lt;u&gt;naturwissenschaftlich relevantem &lt;/u&gt;Design.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Der Schluss auf dieses &lt;u&gt;erkennbare      &lt;/u&gt;Design erfolgt als &lt;i&gt;a posteriori &lt;/i&gt;Feststellung nach einem      abduktiven Schluss auf die beste Erklärung ("inference to the best      explanation"), bei dem die vorliegenden Ursprungsvorstellungen      miteinander verglichen werden. Ist der "Sieger" ein SD-Modell,      so hat man auf Design geschlossen - man schaut also, wo die beste      Erklärung anzusiedeln ist (in der teleologischen bzw. in der      ateleologischen Perspektive).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Bei diesem Schluss können auch weltanschauliche Elemente eine Rolle spielen, da die Plausibilität, die man einem SD-Modell zugesteht, nicht unmaßgeblich davon abhängt, für wie wahrscheinlich man den - oft nur zu glaubenden - potentiellen Designer hält. Der IBE ist daher letztendlich auch subjektiv.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;"Intelligent      Design" wird mit &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/10/bin-ich-ein-id-vertreter.html"&gt;drei Bedeutungen &lt;/a&gt;verwendet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;ol&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das       "intelligent" drückt aus, dass der Designer besonders klug ist.       Hier handelt es sich um eine noch sehr grob umrissene &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/08/intelligentes-optimales-und.html"&gt;SD-Vorstellung&lt;/a&gt;, wie       sie in der Naturtheologie vertreten wurde und meist als Strohmann in der       Diskussion um "ID" auftaucht. Manchmal verwenden jedoch auch       IDler selbst solche Vorstellungen, wenn etwa Optimalität bzw.       Funktionalität von Junk-DNA als Beleg für Design genommen wird, was eine       spezifische Designer-Vorstellung voraussetzt, auch wenn diese meist nicht       explizit eingeräumt wird.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das       "intelligent" dient zur Verdeutlichung, dass das       "Design" wirklich einen teleologischen Ursprung hat. Das ist       teilweise sinnvoll so zu nennen, da "ateleologisches Design" in       der Praxis nicht mehr als Oxymoron gehandelt wird. In diesem Sinne ist ID       mit der teleologischen Perspektive/Position gleichzusetzen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das       "intelligent" ist das ausschließliche Attribut des Designers,       mehr wird zu seiner Identität nicht gesagt, es ist eine hinreichende       Beschreibung. Alle weiteren Fragen zu seiner Identität (Person?) sind nicht von Bedeutung. Es geht lediglich darum, teleologisch Enstandenes von ateleologisch Entstandenem zu unterscheiden. Die Produkte des Designers sind nicht-ateleologisch generiert worden - mehr Rahmenbedingungen lassen sich nicht aufstellen. Man könnte hier auch von&lt;/span&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:trackmoves/&gt;   &lt;w:trackformatting/&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:donotpromoteqf/&gt;   &lt;w:lidthemeother&gt;DE&lt;/w:LidThemeOther&gt;   &lt;w:lidthemeasian&gt;X-NONE&lt;/w:LidThemeAsian&gt;   &lt;w:lidthemecomplexscript&gt;X-NONE&lt;/w:LidThemeComplexScript&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;    &lt;w:splitpgbreakandparamark/&gt;    &lt;w:dontvertaligncellwithsp/&gt; 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anonymem Design &lt;/u&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;sprechen. ID in diesem Sinne ist eine Methodik zur Design-Erkennung bzw.       ein Ansatz für ein teleologisches Forschungsprogramm. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Designerkennung im Rahmen      von AD (anonymem Design) muss rein negativ erfolgen (unter Ausschluss der      ateleologischen Option). Das ist jedoch schon theoretisch nicht möglich,      weil wir nicht die ateleologische Option als Ganzes betrachten können,      sondern lediglich ihre Repräsentanten (z.B. SET). Würde eine solche      Theorie widerlegt, dann würde daraus noch nichts für die Nachfolgertheorie      folgen - sie könnte wieder aus dem Rahmen der ateleologischen Perspektive      kommen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Argumentieren ADler nach      eigener Aussage "positiv", so versteckt sich dahinter entweder      eine eigentlich negative Argumentationsweise (s.o.), oder es wird zwar      positiv argumentiert, aber es werden SD-Voraussetzungen gemacht. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;ol&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;So ist es etwa beim       im Rahmen von AD  oft vorgebrachten Analogieargument: Uhren seien       designt, Bakterien seien ähnlich wie Uhren, Bakterien müssten daher auch       designt sein. Kritiker verweisen häufig auf Unterschiede zwischen den       beiden Objekten, etwa auf die Fähigkeit zu 'Descent with Modification'.       Klar ist, dass ein solcher Einwand nur dann zieht, wenn durch die       genannte Differenz glaubhaft gemacht werden kann, dass die ateleologische       Entstehung beim Bakterium plausibler wird, als bei der Uhr. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Eigentlich immer       stoppen Betrachtungen des Arguments jedoch hier und machen nicht den       entscheidenden Schritt weiter: Was bei diesem Analogieargument eigentlich       passiert ist, dass zwei Schlüsse miteinander verglichen werden. Der       Schluss auf den Ursprung bei der Uhr mit dem Schluss auf den Ursprung       beim Bakterium. Wir schließen bei der Uhr auf Design, weil die       ateleologischen Repräsentanten (z.B. spontane Selbstorganisation) nicht       plausibel sind &lt;u&gt;und &lt;/u&gt;wir ein empirisch sehr stark belegtes SD-Modell       haben (Uhrmacher)! Soll aus diesem Schluss auf Design nun etwas für den       Schluss beim anderen Objekt (Bakterium) folgen, so ist es notwendig, dass       sowohl die ateleologische Komponente vergleichbar ist (wie ja auch       geprüft wird, s.o.) &lt;u&gt;als auch &lt;/u&gt;die teleologische Komponente! Mit       anderen Worten: Haben wir beim Bakterium plausiblere ateleologische       Theorien, als bei der Uhr? UND: Haben wir für das Bakterium ebenso       plausible SD-Modelle, wie bei der Uhr? Dieser letzte Schritt wird im       Rahmen von AD natürlich unterlassen, ist aber unbedingt notwendig.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;li class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Auch was potentielle      Forschungsprogramme angeht kann der Weg der Design-Perspektive nur über SD- und nicht über AD-Methodik laufen, da Erwartungen      nur auf der Grundlage von Voraussetzungen (über die W-Fragen) formuliert      werden können.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-354801665679775782?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/354801665679775782/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=354801665679775782' title='31 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/354801665679775782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/354801665679775782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/04/10-thesen-zur-ursprungsfrage.html' title='10 Thesen zur Ursprungsfrage'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>31</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5366869468429298998</id><published>2009-04-07T11:33:00.002+02:00</published><updated>2009-04-07T11:40:17.407+02:00</updated><title type='text'>Eine hungrige Gattung...</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;link rel="themeData" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx"&gt;&lt;link rel="colorSchemeMapping" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:trackmoves/&gt;   &lt;w:trackformatting/&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt; 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In einer vor wenigen Jahrzehnten auf einer kleinen Insel angesiedelten Population der Ruineneidechsen (&lt;i style=""&gt;P. sicula&lt;/i&gt;) waren bereits nach wenigen Generationen deutliche Anpassungen an die neue Umgebung beobachtet worden (Herrel et al. 2008). Aufgrund des neuen vegetarischen Speiseplans wurde eine Veränderung in Beißkraft und Schädelmorphologie etabliert. Eine neu aufgetauchte Struktur im Verdauungstrakt, welche den Weitertransport der schwerverdaulichen pflanzlichen Nahrung verlangsamte, wurde von den Autoren auf Makroevolution (Neukonstruktion) zurückgeführt. Heilig (2008) diskutiert aber auch Hinweise darauf, dass diese Struktur bereits in der Ausgangspopulation angelegt war und nicht neu entstand. Vergleichbare (homologe?) Strukturen tauchen etwa bei &lt;i style=""&gt;Podarcis lilfordi &lt;/i&gt;und der Lacertidae-Art &lt;i style=""&gt;Gallotia galloti &lt;/i&gt;auf (Herrel 2007). Das legt die Schlussfolgerung nahe, dass alle drei Arten auf eine gemeinsame Stammpopulation zurückgehen, in welcher die genetische Information für diese Anpassung an eine bestimmte Ernährungssituation bereits latent enthalten war. Andernfalls müsste man konvergente Evolution annehmen. Nun lieferten Castilla et al. (2008) bereits den nächsten Beleg für rasch erfolgende Anpassung mit Bezug zur Ernährung der Gattung &lt;i style=""&gt;Podarcis.&lt;/i&gt;&lt;span style=""&gt; Ihre &lt;/span&gt;Resultate sollen im Folgenden kurz wiedergegeben werden.&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Die Spanische Mauereidechse (&lt;i style=""&gt;Podarcis hispanica) &lt;/i&gt;ist, wie der Name vermuten lässt, in Spanien häufig anzutreffen und ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Auf den spanischen Columbretes-Inseln lebt der endemische (nur dort vorkommende) &lt;i style=""&gt;Podarcis&lt;/i&gt;-Vertreter &lt;i style=""&gt;P. atrata, &lt;/i&gt;der längere Zeit als Unterart der Spanischen Mauereidechse (also als &lt;i style=""&gt;P. hispanica atrata&lt;/i&gt;) betrachtet wurde. Als in der letzten Eiszeit der Meeresspiegel um 120 m sank, fiel der Kanal zwischen Inseln und Festland trocken und &lt;i style=""&gt;P. atrata &lt;/i&gt;kolonisierte die Inselgruppe. Für die letzten 120 Jahre ist durch Beobachtungen sicher bekannt, dass die Eidechsen auf besagten Inseln mit dem Skorpion &lt;i style=""&gt;Buthus occitanus&lt;/i&gt; zusammenlebten&lt;i style=""&gt;.&lt;/i&gt; Skorpione kommen in trockenen Gegenden, die wenig Nahrung wie etwa Insekten bieten, überdurchschnittlich häufig vor. Auf den genannten Inseln erreichen sie eine Dichte von 0,7 Individuen pro Quadratmeter. Daher schienen die Skorpione eine potentielle Beute für die Eidechsen darzustellen und die Forscher fragten sich, ob &lt;i style=""&gt;P. atrata &lt;/i&gt;gelernt hätte, Jagd auf die Skorpione zu machen. Hinzu kommt, dass aufgrund der großen Skorpion-Dichte Begegnungen zwischen den beiden Arten in ihren Lebensräumen praktisch unvermeidbar (etwa bei denselben Zufluchtsorten vor Unwetter) sind, während es auf dem Festland nur selten zu Konfrontationen kommen dürfte. Hat sich dadurch eine neue Verhaltensweise gegenüber &lt;i style=""&gt;B. occitanus&lt;/i&gt; eingestellt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Castilla und Mitarbeiter gingen dieser Frage nach, indem sie mit Skorpionen nach Eidechsen „angelten“ und beobachteten, wie die Reptilien auf die am Faden präsentierte potentielle Beute reagierten: Ignorierten sie den Skorpion, flohen sie vor ihm, oder versuchten sie ihn zu attackieren? Besonders bei den Männchen zeigen sich deutliche Unterschiede in den Verhaltensweisen zwischen den Land- und den Inselnbewohnern: Während auf dem Festland 73% flohen und keine von 15 männlichen Eidechsen (und auch keine der 15 weiblichen) versuchte, den Skorpion zu erwischen, flohen auf „Columbrete Grande“ nur 10% der Männchen, während 50% zum Angriff übergingen. Da Eidechsen durchaus auch zum Speiseplan von Skorpionen gehören, spekulieren die Autoren darüber hinausgehend über die Evolution von Abwehrmechanismen bei &lt;i style=""&gt;P. atrata &lt;/i&gt;und postulieren, dass diese das Gift (in nicht näher angegebener Dosis) tolerieren können. Sie schließen aber auch nicht aus, dass &lt;i style=""&gt;P. atrata &lt;/i&gt;(zusätzlich) gelernt haben könnte, die Skorpione so zu jagen, dass sie dabei nicht gestochen werden. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Bemerkenswert ist der Zeitrahmen, den die Autoren für all diese Veränderungen veranschlagen. Zwar genügten 100 Jahre nicht, um zwischen &lt;i style=""&gt;P. atrata &lt;/i&gt;und &lt;i style=""&gt;P. hispanica &lt;/i&gt;Unterschiede im Verhalten gegenüber der Bedrohung durch eine Schlange zu evolvieren (Van Damme &amp;amp; Castilla 1996), aber Ergebnisse wie die Eingangs genannten von Herrel et al. (2008) belegen in den Augen von Castilla et al. (2008)rapide Anpassungen von Eidechsen bei veränderten Umweltbedingungen. Obwohl nicht bekannt ist, wie lange die Eidechsen mit den Skorpionen bereits gemeinsam auf den Inseln vorkommen, meinen die Castilla et al. (2008) daher, 100 Jahre sollten genügen. Diese Offenheit für rasant ablaufende mikroevolutive Prozesse war bisher nicht üblich.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 12"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;link rel="themeData" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_themedata.thmx"&gt;&lt;link rel="colorSchemeMapping" href="file:///C:%5CUsers%5CCHRIST%7E1%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtmlclip1%5C01%5Cclip_colorschememapping.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:trackmoves/&gt;   &lt;w:trackformatting/&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt; 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J. Nat. Hist. &lt;i&gt;42&lt;/i&gt;, 2331–2342.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Heilig C      (2008) &lt;span style="color: black;"&gt;Ruineneidechsen: Makroevolution oder      Polyvalenz? Rapide Anpassung, Makroevolution und Hinweise auf      programmierte Variabilität bei &lt;i&gt;Podarcis sicula&lt;/i&gt; (Sauria:      Lacertidae). Stud. Int. J. &lt;i&gt;15&lt;/i&gt;, 76-88.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; color: black;"&gt;Herrel A (2007) Herbivory and foraging mode in lizards. In: Reilly SM,      McBrayer LD &amp;amp; Miles DB (eds.) Lizard Ecology: The evolutionary      consequences of foraging mode. Cambridge, 209-236.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; color: black;"&gt;Herrel A, Huyghe K, Vanhooydonk B, Backeljau T, Breugelmans K, Grabac      I, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Van Damme R, Castilla AM (1996) Chemosensory predator recognition in      the lizard &lt;i&gt;Podarcis hispanica&lt;/i&gt;: effects of predator pressure      relaxation. J. Chem. Ecol. &lt;i&gt;22&lt;/i&gt;, 13–22.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li class="MsoNormal" style="line-height: normal;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; color: black;"&gt;Van Damme R &amp;amp; Irschick DJ (2008) Rapid large-scale evolutionary      divergence in morphology and performance associated with exploitation of      different dietary resource. Proc. Natl. Acad. Sci. USA &lt;i&gt;105&lt;/i&gt;,      4792-4795.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt; &lt;br /&gt; &lt;div style="text-align: justify;"&gt;    &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5366869468429298998?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5366869468429298998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5366869468429298998' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5366869468429298998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5366869468429298998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/04/eine-hungrige-gattung.html' title='Eine hungrige Gattung...'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5980455224826872743</id><published>2009-04-04T18:41:00.002+02:00</published><updated>2009-04-04T18:49:09.451+02:00</updated><title type='text'>Interessantes Paper von Dave Abel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;David Abel, den ich bereits &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/08/zellwandwachstum-design-ohne.html"&gt;hier &lt;/a&gt;zitierte und vor einer halben Ewigkeit &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/02/kommentar-zu-rammerstorfer-intelligent.html"&gt;hier &lt;/a&gt;(ist ganz interessant, was er mir da schreibt) näher vorstellte, hat einen sehr interessanten &lt;a href="http://mdpi.com/1422-0067/10/1/247/pdf"&gt;Review-Artikel&lt;/a&gt; verfasst. Der eigentliche Hammersatz (wenn man weiß, wie er zu dechiffrieren ist) ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Organization requires 1) decision nodes, 2) steering toward a goal of formal function, 3) algorithmic optimization, 4) selective switch-setting to achieve integration of a circuit, 5) choice with intent.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5980455224826872743?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5980455224826872743/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5980455224826872743' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5980455224826872743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5980455224826872743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/04/interessantes-paper-von-dave-abel.html' title='Interessantes Paper von Dave Abel'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-4195501508131438029</id><published>2009-03-28T11:33:00.003+01:00</published><updated>2009-04-01T16:10:48.558+02:00</updated><title type='text'>Abfolge fossiler Krebstiere</title><content type='html'>&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Siehe &lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/aktuelles/info.php?n=i09/1/i09-1.html"&gt;hier&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/03/krebstiere-und-nichtberlieferte.html"&gt;Erste Gedanken&lt;/a&gt; zu dem Thema hatte ich dereinst auf diesem Blog geäußert. Zusammenfassung des überarbeiteten Aufsatzes &lt;span style="FONT-STYLE: italic"&gt;["Ursachen fossiler Muster. Vergleich von phylogenetischer und ökologischer Deutung am Beispiel des Komplexitätsgewinns der Krebstiere (Crustacea)"&lt;/span&gt;]:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Die Organismengruppen tauchen im Fossilbericht nicht gleichzeitig in der geologischen Schichtenfolge auf. Ihre Abfolge wird unter der Voraussetzung einer Stammesgeschichte so gedeutet, dass bis zu einer bestimmten Zeit in der Erdgeschichte fossil nicht in Erscheinung getretene Formen in der Regel noch nicht evolviert waren. Es sind jedoch Fälle bekannt, in denen diese Gruppen über einen bestimmten Zeitraum hinweg existiert haben müssen, obwohl sie in den entsprechenden Sedimenten nicht gefunden wurden. Dies wird durch „geologisch nicht überlieferte Lebensräume“ erklärt, in welchen sich die Lebewesen während dieser Zeitspanne in Kleinpopulationen aufgehalten haben sollen. Erst unter ökologischen Bedingungen, die für die jeweilige Organismengruppe vorteilhaft waren,&lt;br /&gt;soll diese sich dann ausgebreitet und durch mikroevolutive Prozesse in zahlreiche Arten aufgespalten haben, wodurch sie die fossile Nachweisgrenze überschritten. Konzepte, welche in diesem Ansatz eine grundlegende Erklärung für die Abfolge der Organismengruppen im Fossilbericht sehen (vgl. STEPHAN 2002), stehen vor einer Herausforderung, wenn diese Überlieferung einem Muster, einer Regel zu entsprechen scheint: Wieso kommt es zu dieser spezifischen Sortierung und nicht zu einer mehr oder weniger chaotischen Sukzession, wenn der Fossilsequenz der Organismengruppen mehr oder weniger zufällige, ökologische Ursachen zugrunde liegen? ADAMOWICZ et al. (2008) liefern in ihrer Arbeit über fossile Krebstiere (Crustacea) einen solchen Befund eines Musters, der in diesem Artikel diskutiert wird. Es gibt starke Argumente dafür, dass über das Phanerozoikum hinweg betrachtet die Ordnungen des Unterstamms Crustacea einen deutlichen Komplexitätszuwachs in ihrer Gliedmaßenausstattung aufweisen. Die Autoren sehen&lt;br /&gt;darin einen phylogenetischen Trend. Im vorliegenden Artikel soll der Versuch unternommen werden, eine alternative Deutungsmöglichkeit aufzuzeigen, welche ökologische Gründe für die spezifische Fossilabfolge anführt: Dabei wird vorgeschlagen, dass die Krebstiere mehrere Untergruppen beinhalten, welche im Fossilbericht aus ökologischen und nicht stammesgeschichtlichen Gründen aufeinander folgen und die unterschiedlich komplexe Merkmalsausstattungen bezüglich der Gliedmaßen aufweisen. Da auf der Ordnungsebene eine markante Diskontinuität im Hinblick auf die Gliedmaßenkomplexität auftritt, liegt es nahe zu vermuten, dass diese Gruppen mit den Ordnungen der Krebstiere identisch sind. Dabei sind die (nach diesem Kriterium!) komplexeren Krebstiergruppen nicht qualitativ „besser“ oder „höherentwickelt“: Die Gruppen mit einer weniger vielseitigen Ausstattung stellen in einer relativ hürdenlosen Ökologie die passende Problemlösung dar. Daher wird die Möglichkeit diskutiert, dass der von ADAMOWICZ et al. (2008) beobachtete fossile Trend letztendlich eine Entwicklung auf der Ebene der Ökologie widerspiegelt: Eine komplexer werdende Ökologie fördert und fordert entsprechend komplexere, organismische Konstruktionen, lässt also etwa die bereits existierenden, an Gliedmaßtypen reicheren Gruppen aus ihren geologisch nicht überlieferten Lebensräumen hervortreten, erlaubt deren Diversifikation und ihren Arten das Überschreiten der fossilen Nachweisgrenze. Möglicherweise ist die Erklärung für den Komplexitätsgewinn auch eine Kombination aus einem ökologischen und einem in dieselbe Richtung weisenden evolutiven Trend. Trends in der Diversifikation passen gut zur Vorstellung teleologischer Mikroevolutionsprozesse, wie sie etwa auf der Basis „polyvalenter Stammformen“ angenommen werden können. Die für den Prozess des Heraustretens aus den geologisch nicht überlieferten Lebensräumen verantwortlichen Merkmale der jeweiligen Gruppen, welche zu den neuen ökologischen Bedingungen passen und diesen neuen Lebensraum für die Gruppe „aufschließen“, werden als „key characters“ (Schlüsselmerkmale) bezeichnet. Der gängige Begriff der „key innovations“ (Schlüsselneuheiten) hingegen ist bereits eine phylogenetische Interpretation des Merkmals, setzt also voraus, dieses sei de novo evolutiv innerhalb einer Evolutionslinie entstanden. Es werden Möglichkeiten diskutiert, zwischen fossilen Schlüsselmerkmalen zu unterscheiden, welche makroevolutive Neukonstruktionen (key innovations) darstellen und solchen, die bereits zuvor als gewöhnliche Merkmale in Organismengruppen existierten („Präadaptionen“), aber erst nach Umweltveränderungen aus ihren zuvor begrenzten geologischen Lebensräumen heraus und auch fossil in Erscheinung traten. Der Ursprung der Präadaption wird diskutiert. Im Anschluss wird die Frage aufgeworfen, wie die hier zusammengetragenen Überlegungen helfen könnten, auch andere fossile Muster, wie etwa das Auftreten von Zwischenformen, in einem ökologischen, nicht-phylogenetischen Rahmen zu interpretieren.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-4195501508131438029?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/4195501508131438029/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=4195501508131438029' title='14 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/4195501508131438029'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/4195501508131438029'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/03/wissenschaftspreis-von-wort-und-wissen.html' title='Abfolge fossiler Krebstiere'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>14</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-7899959162811490634</id><published>2009-03-28T11:27:00.002+01:00</published><updated>2009-03-28T11:33:28.072+01:00</updated><title type='text'>Kirche zeichnet Kritik an „theistischer Evolution“ aus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;[Vorbemerkung von Christoph Heilig: Dieser Beitrag erschien im "&lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://www.wort-und-wissen.de/aktuelles/info.php?n=i09/1/i09-1.html"&gt;Wort und Wissen Info 1/2009&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;" und gibt als solcher die Position der Redaktion wider, nicht jedoch unbedingt in jedem Punkt meine eigene. Das nur, damit ich nacher nicht Rede und Antwort für jeden Nebensatz stehen muss... ;-) Mehr zu meiner Position in kompakter Form wie gehabt &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/11/klassifikation-von-ursprungsvorstellung.html"&gt;hier&lt;/a&gt;.]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem zweiten Preis beim Wettbewerb „Christentum und Kultur“ wurde eine Arbeit von Christoph Heilig (Illerkirchberg bei Ulm) über Kritik an „theistischer Evolution“ ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb ist für Schüler der gymnasialen Oberstufe ausgeschrieben und wird seit sieben Jahren durch eine Kooperation der katholischen und evangelischen Landeskirche ermöglicht (www.ordinariat-freiburg.de/181.0.html). Im vergangenen Schuljahr wurden 57 Arbeiten eingereicht. Landesbischof Ulrich Fischer verlieh am 4. Februar 2009 die Auszeichnungen (www.ekiba.de/9480_9582.php).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Preisvergabe an Christoph Heilig ist insofern bemerkenswert, als seine Arbeit deutliche Kritik an der weithin vertretenen Position einer „theistischen Evolution“ vertritt. Diese Auffassung wird in allen neueren kirchlichen Stellungnahmen zugrunde gelegt und besagt, dass Gott die Welt durch einen Prozess erschaffen hat, der aus wissenschaftlicher Perspektive nicht von einer atheistischen und ungelenkten Entstehung der Welt zu unterscheiden ist. Gottes Plan ist hier nur ein außerweltliches Phänomen, das für naturwissenschaftliche Überlegungen bedeutungslos ist. In seiner eingereichten Arbeit macht Christoph Heilig deutlich, dass die Akzeptanz einer solchen Sicht auf die Ursprungsfrage nicht nur aus christlicher Sicht äußerst problematisch ist, sondern bereits auf der Ebene eines unspezifischen philosophischen Theismus kaum begründet vertreten werden kann. Heilig begründet, weshalb die christliche Sicht auf die Ursprungsfrage eine „teleologische Perspektive“ sein müsse, die auch naturwissenschaftliche Befunde vor dem Hintergrund des biblischen Schöpfungsglaubens zu interpretieren versucht. Er formuliert aber auch Kritik an bestimmten Argumentationsweisen im Rahmen des Ansatzes des Intelligenten Designs und stellt im Fazit fest: „Unsaubere Argumentation bezüglich der teleologischen Perspektive (oft von den eigenen Vertretern) hat ein Zerrbild erzeugt, das in der Tat theologisch äußerst fragwürdig ist.“ Er fügt dann aber hinzu: „Wird die teleologische Perspektive jedoch nicht überstrapaziert, so treten diese Schwierigkeiten nicht auf und man kann ‚ID‘ als Christ gelassen vertreten, ohne seinen Glauben von naturwissenschaftlichen Ergebnissen abhängig zu machen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Verweis auf „intelligentes Design“ sei es dennoch nicht getan. Heilig lehnt das Bestreben der amerikanischen ID-Bewegung, ein „anonymes Design“ als Alternative zur gängigen Evolutionstheorie zu vertreten, ab. Hierbei wird die Identität des Designers nicht berücksichtigt. Erst der Verweis auf einen spezifischen Designer würde es erlauben, testbare Erwartungen abzuleiten, welche für naturwissenschaftliche Forschung interessant sein könnten. Die Bewertung solcher „SD-Modelle“ sei dann jedoch nicht objektiv möglich, sondern von weltanschaulichen Voraussetzungen abhängig. Eben diese Vorgehensweise praktiziert die „Studiengemeinschaft Wort und Wissen“, indem sie versucht, aus dem von ihr vorausgesetzten spezifischen Design-Ansatz Anregungen für die Forschung abzuleiten (z. B. in der Frage des Alters; vgl. „Wie alt ist die Menschheit?“ von M. Brandt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Preisvergabe zeigt, dass auch über ein Thema, das für viele Zeitgenossen nur noch wie ein rotes Tuch wirkt, konstruktiv diskutiert werden kann. Schließlich war die Jury – allen Vorbehalten gegenüber dem Reizwort „ID“ zum Trotz – bereit, eine aus ihrer Sicht differenzierte Kritik an der allgemein vertretenen Lehrmeinung einer „theistischen Evolution“ auszuzeichnen. Ein kleines Wunder angesichts der bisher entschiedenen Ablehnung einer teleologischen Perspektive in der Kirche. In der Laudatio wurde der Beitrag als „ungemein detailreich, äußerst klug und anspruchsvoll“ beschrieben. Ein Jury-Mitglied, das sich öffentlich auch schon deutlich kritisch zu einer teleologischen Perspektive geäußert hatte, lobte im persönlichen Gespräch mit dem Autor die Kritik der Arbeit an der theistischen Evolution ausdrücklich. Sachliches Hinterfragen kann also durchaus Gehör finden und auch fair bewertet werden. Auch wenn es in letzter Zeit ganz andere Erfahrungen gab, darf dies für Wort und Wissen auch als Ermutigung angesehen werden, weiterhin eine sachliche und faire Auseinandersetzung um die Ursprungsfrage zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-7899959162811490634?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/7899959162811490634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=7899959162811490634' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/7899959162811490634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/7899959162811490634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/03/kirche-zeichnet-kritik-theistischer.html' title='Kirche zeichnet Kritik an „theistischer Evolution“ aus'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-1577686703574938220</id><published>2009-03-19T14:58:00.005+01:00</published><updated>2009-03-19T20:03:44.925+01:00</updated><title type='text'>Konfusion über Tianyulong confuciusi</title><content type='html'>Chinesische Wissenschaftler haben fossile Überreste eines ca. 70 cm großen Dinosauriers mit Vorstufen von Federn gefunden. Nichts wirklich spektukaläres eigentlich, bis auf das kleine Detail, dass der pflanzenfressende Heterodontosaurier zu den Ornithischia gehört, wohingegen die heutigen Vögel aus den Saurischia abgeleitet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte sich bestätigen, dass es sich bei den hohlen, haarähnlichen Fortsätzen an Rücken und Schwanz um das handelt, was heute als Vorform von Federn gedeutet wird, müsste man darauf schließen, dass ein gemeinsamer Vorfahre bereits vor über 200 Mio. Jahren diese Anlagen besaß, und dass sich bei späteren Ornithischia-Vertretern wie Triceratops und Stegosaurus Haare und Gefiederansätze wieder zurückbildetet hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dementsprechend stösst der Fund natürlich auf Skepsis. Laut &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,614115,00.html"&gt;spiegel.online&lt;/a&gt; bezweifelt beispielsweise der US-Paläontologe Lawrence Witmer, dass man aus &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"den versteinerten Spuren auf hohle Haare&lt;/span&gt;" schließen könne. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Außerdem sei es für die Entwicklung von Federn wichtig zu wissen, aus welcher Hautschicht die Haare entspringen. Dies könne aber ebenfalls nicht am Fossil abgelesen werden."&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;a href="http://www.nature.com/nature/journal/v458/n7236/full/nature07856.html"&gt;Nature.com: An Early Cretaceous heterodontosaurid dinosaur with filamentous integumentary structures&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-1577686703574938220?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/1577686703574938220/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=1577686703574938220' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/1577686703574938220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/1577686703574938220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/03/konfusion-uber-tianyulong-confuciusi.html' title='Konfusion über Tianyulong confuciusi'/><author><name>Martin Funke</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00631885672821508758</uri><email>msfunke@web.de</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='05494271460965933154'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5964075874991884652</id><published>2009-03-08T19:31:00.001+01:00</published><updated>2009-03-08T19:33:18.289+01:00</updated><title type='text'>Darwi´ Himmelfahrt</title><content type='html'>Um es gleich vorweg zu sagen: Nein, heute ist nicht der 1. April, Ihr Kalender stimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt kommt´s: Die Giordano-Bruno-Stiftung fordert in einer &lt;a href="http://www.darwin-jahr.de/e-day"&gt;Petition&lt;/a&gt; allen Ernstes, dass &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christi_Himmelfahrt"&gt;Christi Himmelfahrt&lt;/a&gt; künftig als 'Evolutionstag' gefeiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begründung: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"An „Christi Himmelfahrt“ unternehmen heute viele Familien &lt;/span&gt;&lt;strong style="font-weight: normal; font-style: italic;"&gt;Ausflüge in die Natur&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;. Angemessener kann ein „&lt;/span&gt;&lt;strong style="font-weight: normal; font-style: italic;"&gt;Evolutionstag&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;“ kaum begangen werden!"&lt;/span&gt; Merke: Natur=Evolution! Was für eine "Begründung"... Genausogut könnte ein überzeugter Pastafari meinen, dass ein Spaghetti-Monster-Tag nicht angemessener gefeiert werden könne, als durch einen Gang in die Natur. Natürlich nur mit Nudeln im Picknick-Korb... (Wobei es an diesem Tag verstärkt Männer sind, die Ausflüge in die Natur unternehmen. Und auch nicht unbedingt der Natur wegen. Aber mit Hopfen und Malz als Naturprodukten lässt sich Darwin ja auch feiern...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Christen glaubt nicht mehr an das Glaubensdogma der leiblichen Auffahrt Jesu in den sogenannten „Himmel“. Es bietet sich daher an, an die Stelle eines &lt;/span&gt;&lt;strong style="font-weight: normal; font-style: italic;"&gt;überkommenen Mythos&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;, an den nur noch eine verschwindende Minderheit zu glauben vermag, einen Gedenktag zu setzen, der von der &lt;/span&gt;&lt;strong style="font-weight: normal; font-style: italic;"&gt;Mehrheit der hier lebenden Menschen&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; nachvollzogen werden kann."&lt;/span&gt; Selbst wenn Christen nicht an eine "leibliche" Auffahrt Christi glauben, so wird ihnen die Auffahrt an sich sicherlich trotzdem ein gedenkwürdiges Ereignis sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem erscheint es nicht gerade sonderlich klug, gerade den Gedenktag an ein religiöses "Dogma" gegen einen Gedenktag an die Evolution auszutauschen, wenn man bedenkt, dass viele Kritiker in der Evolutionslehre ein modernes Dogma sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier das offizielle, auf lustig getrimmte Video zur Kampagne: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=wbIa9fZuTFA"&gt;Click!&lt;/a&gt; Besonders bedenklich: Für die ideologische Kriegsführung werden zunehmend auch Kinder rekrutiert:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="350"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/X-j3I4kjHWI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/X-j3I4kjHWI&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="350"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BTW: Seltsam, ein Gott, der das "Fressen und gefressen werden" in der Natur als "sehr gut" bezeichnen würde, hätte "Tomaten auf den Augen". Wenn das "Fressen und gefressen werden" also nichts gutes ist, warum sollte man dann einen Feiertag dafür einrichten? Was soll gefeiert werden, die Milliarden Leichen, denen wir unsere Existenz verdanken? (Kinder, die auf einem Totenschädel tanzen, sind dafür zugegebenermaßen auf makaberer Weise ein perfektes Symbol) Die Antwort weiß wohl weder Susi noch die Bruno-Stiftung. Mal ganz abgesehen davon, dass zahlreiche Biologen das "Fressen und gefressen werden" als Haupttriebkraft der Evolution zunehmend in Frage stellen. Aber so genau sollen es die Kleinen dann wohl doch nicht wissen...&lt;br /&gt;________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Siehe dazu auch &lt;a href="http://schopfevoid.blogspot.com/"&gt;Schöpfung, Evolution, ID&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5964075874991884652?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5964075874991884652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5964075874991884652' title='29 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5964075874991884652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5964075874991884652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/03/darwi-himmelfahrt.html' title='Darwi´ Himmelfahrt'/><author><name>Martin Funke</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00631885672821508758</uri><email>msfunke@web.de</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='05494271460965933154'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>29</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-3958002565974365596</id><published>2009-03-05T13:36:00.004+01:00</published><updated>2009-03-06T14:51:58.388+01:00</updated><title type='text'>Kritische Anfragen an die Grundtypenbiologie</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;Zusammenfassung zu einem Vortrag auf der &lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/fachgruppen/bio.php"&gt;26. Fachtagung für Biologogie &lt;/a&gt;von "Wort und Wissen"&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="center"&gt;---------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#ff0000;"&gt;&lt;strong&gt;ES SIND NOCH PLÄTZE FÜR DIE TAGUNG FREI! --- &lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/aktuelles/termine.php?n=Fachtagungen.Fachtagungen&amp;amp;idx=bio"&gt;Zur Anmeldung!&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;---------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;Theresa Haller &amp;amp; Christoph Heilig&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Geschichte schöpfungsorientierter Biologie hat viele verschiedene Ansätze vorzuweisen, mit denen versucht wurde, die „geschaffenen Arten“ des biblischen Berichts zu identifizieren. Zu nennen ist hier aus jüngerer Vergangenheit vor allem die „Baraminology“ (Wood et al. 2003) und die Grundtypenbiologie (Scherer 1993). Letztere gruppiert Organismen aufgrund der direkten oder indirekten Verbindung durch Kreuzungen zu Grundtypen, welche auf polyvalente – genetisch vielseitige – Stammpopulationen zurückgehen sollen und deren Diversifikation durch mikroevolutive Verteilung des bestehenden Potentials erfolgt sein soll. Im Rahmen der biblischen Schöpfungslehre werden diese Grundtypen als Schöpfungseinheiten interpretiert (Junker 2004/2005). Für die Grundtypenbiologie ergeben sich zwei Problemfelder:&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Was ist ein Grundtyp (sensu Scherer) überhaupt im taxonomischen Sinn?&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wie korrelieren Grundtypen und Schöpfungseinheiten?&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Vortrag möchte auf einige Aspekte zu 1) aufmerksam machen, die in den Augen der Referenten zu Verwirrungen führen, sodass im Grunde gar nicht klar ist, was die taxonomische Einheit des Grundtyps (noch ohne jeden Schöpfungsbezug) überhaupt darstellen soll. Kurz soll auch noch auf den Punkt 2) eingegangen werden, da für die bei „Wort und Wissen“ praktizierte Gleichsetzung von Grundtypen und Schöpfungseinheiten kaum eine theoretische Grundlage besteht. Vielmehr ist diese Korrelation äußerst spekulativ. Auf die Baraminologie wird in diesem Kontext kurz eingegangen. Es sollte bedacht werden, ob „Wort und Wissen“ nicht Gefahr läuft, denselben Fehler zu machen, den wir aus der amerikanischen Sintflutgeologie kennen: Ein alles andere als zwingendes Verständnis des Bibeltextes wird als Grundlage für die ausführliche Repräsentation eines Modells nach außen hin verwendet (etwa im kritischen &lt;em&gt;Lehrbuch&lt;/em&gt;!), ohne dass die entsprechende theoretische oder gar praktische Basis bestünde.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Junker R (2004) „Harter Kern“ und Hilfshypothesen von Forschungsprogrammen in der Schöpfungsforschung. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/fachgruppen/wt/hartkern.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;http://www.wort-und-wissen.de/fachgruppen/wt/hartkern.pdf&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Junker R (2005) Wissenschaft im Rahmen des Schöpfungsparadigmas. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://wort-und-wissen.de/artikel/a02/a02.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;http://wort-und-wissen.de/artikel/a02/a02.pdf&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Scherer S (Hg., 1993) Typen des Lebens. Berlin.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wood TC (2005) A Creationist Review and Preliminary Analysis of the History, Geology, Climate, and Biology of the Galápagos Islands. Eugene.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wood TC, Wise KP, Sanders R &amp;amp; Doran N (2003) A Refind Baramin Concept. OPBSG 3, 1-14.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-3958002565974365596?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/3958002565974365596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=3958002565974365596' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3958002565974365596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3958002565974365596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/03/kritische-anfragen-die.html' title='Kritische Anfragen an die Grundtypenbiologie'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-2473446111617692317</id><published>2009-02-25T19:12:00.005+01:00</published><updated>2009-02-25T19:35:33.753+01:00</updated><title type='text'>Nelson-Quiz zu Topoisomerasen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wenn's auf "&lt;a href="http://www.uncommondescent.com/evolution/pop-quiz-no-cheating/"&gt;Uncommon Descent&lt;/a&gt;" schonmal was einigermaßen Interessantes (also was von Paul...) gibt, dann möchte ich hier auch mal drauf verweisen. ;-)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und zwar ist es ein Literaturhinweis der in ein nettes Quiz verpackt ist, das ich hier kurz wiedergeben möchte. Teilnahmebedingung nach Nelson ist, keine Hilfsmittel (z.B. google, Campbell oder PubMed) zu verwenden.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Vorabinformationen:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;1. Topoisomerasen sind Enzyme, die man in allen Organismen findet und für die Topologie der DNA-Moleküle wichtig sind.&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;2. Wir nehmen an, dass alle Organismen auf der Erde einen gemeinsamen Vorfahren haben: den "Last Universal Common Ancestor" (LUCA).&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Zum Quiz!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;1. Alle Topoisomerasen sind homolog. [*]&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;2. Die Toposomerasen sind  nicht alle homolog.[**]&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;3. "Can't say."&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Und nun ab zum (frei zugänglichen!) &lt;a href="http://nar.oxfordjournals.org/cgi/content/full/gkp032v1"&gt;Paper&lt;/a&gt;, das wirklich interessant ist - unabhängig davon, wie man Pauls "Quiz" findet. ;-)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;_______________________________________________________&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;[*] "[H]omologous topoisomerases in all cellular organisms, dating back to their last common ancestor."&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;[**] "[T]opoisomerases originated in an ancestral virosphere, and [...] various subfamilies were later on transferred independently to different ancient cellular lineages."&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-2473446111617692317?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/2473446111617692317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=2473446111617692317' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/2473446111617692317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/2473446111617692317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/02/nelson-quiz-zu-topoisomerasen.html' title='Nelson-Quiz zu Topoisomerasen'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-4370901163513679372</id><published>2009-02-25T09:59:00.012+01:00</published><updated>2009-03-08T13:18:27.782+01:00</updated><title type='text'>Molekulare Daten belegen: Konvergente Evolution komplexer Merkmalssysteme bei den Singvögeln (Passeri)</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;color:#990000;"&gt;&lt;em&gt;Neue Ergebnisse und alternative Deutung aus einer teleologischen Perspektive&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Zusammenfassung: Die Singvogel-Familie der Honigfresser (Meliphagidae) beinhaltet ca. 180 Arten, welche man vor allem im australasischen Raum antreffen kann. Sie waren aber auch durch fünf endemische Arten (in zwei Gattungen) auf Hawaii beheimatet, die mittlerweile jedoch als ausgestorben gelten. Ihre Zugehörigkeit zu den Meliphagidae, mit deren übrigen Vertretern sie eine Vielzahl von Anpassungen an die Ernährung durch Pollen und Nektar teilen, wurde bisher nie in Frage gestellt. Ohne die nun erfolgte Analyse molekularer Merkmale auf der Basis von Museumsexemplaren wäre das wohl auch nie geschehen. Diese belegen jedoch, dass die monophyletische Gruppe der heute ausgestorbenen Hawaiianischen Gattungen &lt;em&gt;Moho&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Chaetoptila&lt;/em&gt; nicht den Honigfressern zuzurechnen sind. Tatsächlich ergaben die Sequenz-Analysen sogar eine sehr entfernte Position der beiden Gattungen zur Familie der Meliphagidae. Demnach sind sie stattdessen inmitten von morphologisch unähnlichen Insekten- und Fruchtfressern anzusiedeln. Aufgrund dieser Ergebnisse führen die Autoren der Studie die neue Familie Mohoidae für die beiden Gattungen ein. Damit liegt nun erstmals eine Vogelfamilie vor, welche in den letzten zweihundert Jahren komplett ausstarb. Aus evolutionsbiologischer Sicht ist bedeutsam, dass die Anpassungen der Mohoidae an den Nektarkonsum konvergent zu den vergleichbaren Merkmalen der Meliphagidae entstanden sein sollen. Da diese Konvergenzen auch relativ nahrungsunspezifische Bereiche wie das Federkleid und den Gesang betreffen, ist unklar, wie entsprechende parallele Selektionsdrücke aussehen sollten. Ausgehend von einem gemeinsamen Anpassungsreservoir an verschiedene Nahrungsangebote in den Stammformen der beiden Familien lassen sich die Daten jedoch problemlos deuten. Die Hypothese von gemeinsamem Potential – entweder in einem gemeinsamen Vorfahren oder im Sinne eines parallelen Designs – erweist sich einmal mehr als sinnvoller Forschungsansatz für die teleologische Perspektive und eröffnet die Möglichkeit einer progressiven Entwicklung des eigenen Forschungsprogramms (im Sinn von Lakatos 1974) gegenüber der herkömmlichen – ateleologischen – Deutung des Lebens. Ein genetisches Potential im obigen Sinn verleiht außerdem der ansonsten unhaltbaren Annahme eines Kurzzeitrahmens, wie er im Rahmen mancher Design-Modelle vertreten wird, für die Diversifikation der Vogelgruppen Plausibilität.&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;strong&gt;Die Familie der Honigfresser (Meliphagidae)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Einführung. &lt;/strong&gt;Die Familie der Honigfresser (Meliphagidae) aus der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) umfasst 182 Arten. Innerhalb dieser Ordnung werden die Honigfresser der Unterordnung der Singvögel (Passeri) zugerechnet. Ihren eingängigen Namen verdanken sie ihrer Ernährung, die sich größtenteils aus Pollen und Nektar zusammensetzt. Fleischer et al. (2008) nennen als Anpassungen an diese Ernährungsweise die lange, einrollbare, gegabelte und mit Fransen ausgestattete Zunge, sowie den langen – häufig abwärts gekrümmten – Schnabel. Sie sind vor allem in den Bäumen Australiens und Neuguineas anzutreffen, aber durch einige Gattungen (etwa &lt;em&gt;Myzomela, Foulehaio&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Gymnomyza&lt;/em&gt;) auch auf vielen Inseln im südpazifischen Raum beheimatet. Bisher wurden den Honigfressern auch einige Arten auf Hawaii zugeordnet, auf die im Verlauf des Artikels jedoch separat eingegangen wird.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br/&gt;„Verluste“.&lt;/strong&gt; Nicht wenige Honigfresser-Arten sind in der jüngeren Vergangenheit komplett ausgestorben oder gelten zumindest als stark bedroht. Doch die Meliphagidae hatten noch anderweitig „Verluste“ zu verzeichnen. So wurde beispielsweise die auf Neuseeland endemische Art &lt;em&gt;Notiomystis cincta&lt;/em&gt; aufgrund molekularer Untersuchungen ausgegliedert und in eine eigene Familie (Notiomystidae) gestellt (Driskell et al. 2007; Ewen et al. 2006). Allerdings hatte die Morphologie von &lt;em&gt;N. cincta&lt;/em&gt; schon früher Anlass für den Verdacht geliefert, die Art gehöre zwar in die Nähe der Honigfresser, jedoch nicht in die Familie selbst (Higgins et al. 2001).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;br /&gt;Die Hawaii-Honigfresser&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Die Arten.&lt;/strong&gt; Nun wurde jedoch eine Ausgliederung vorgenommen, welche ein weit größeres Ausmaß und bedeutendere Implikationen hat und außerdem völlig unerwartet kam. Betroffen sind der Schmalfederhonigfresser (&lt;em&gt;Chaetoptila angustipluma&lt;/em&gt;) und alle vier Arten der Krausschwänze (&lt;em&gt;Moho apicalis&lt;/em&gt; [† ca. 1837], &lt;em&gt;M. bishopi&lt;/em&gt; [† ca. 1904], &lt;em&gt;M. nobilis&lt;/em&gt; [† ca. 1943], &lt;em&gt;M. braccatus&lt;/em&gt; [† ca. 1987]). Da &lt;em&gt;C. angustipluma&lt;/em&gt; ebenfalls als ausgestorben gilt, müssen taxonomische Untersuchungen auf Museumsmaterial zurückgreifen. Während für das Erklären des Aussterbens von &lt;em&gt;C. angustipluma&lt;/em&gt; natürliche Ursachen ausreichend sein dürften, spielte es bei der Gattung &lt;em&gt;Moho&lt;/em&gt; auch eine Rolle, dass ihre gelben Federbüschel für die Kleidung der Adelsstände begehrt waren. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Beziehung zu anderen Honigfressern.&lt;/strong&gt; Die fünf Arten ernährten sich, wie die Honigfresser von Nektar und besaßen auch die genannten Anpassungen. Anders als bei &lt;em&gt;N. cincta&lt;/em&gt; war ihre Einordnung als Honigfresser nie in Frage gestellt worden (vgl. beispielsweise Merrem 1786; Lesson 1831; Perkins 1903; Amadon 1950). Wie Fleischer et al. (2008) versichern, hätten Taxonomen nie daran gezweifelt, dass &lt;em&gt;Chaetoptila&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Moho&lt;/em&gt; den Honigfressern zuzuordnen wären. Die einzige Uneinigkeit bezog sich darauf, ob die Hawaii-Honigfresser auf eine einzige Besiedlung zurückzuführen, also monophyletisch, und welche Honigfresser-Gattungen ihre nächsten Verwandten seien. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;br /&gt;Molekulare Untersuchungen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Analysen mitochondrialer DNA (mtDNA) von im 19. Jahrhundert gesammelten Individuen der fünf Arten konnten zwar die Monophylie des aus &lt;em&gt;Moho &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Chaetopila&lt;/em&gt; bestehenden Artkomplexes belegen, brachten jedoch auch eine äußerst überraschende Erkenntnis: Die molekularen Daten lieferten keine Hinweise darauf, dass sie überhaupt in die Familie der Honigfresser gehören. Dasselbe Ergebnis wurde auch mit zwei Kern-kodierten Genbereichen für eine Auswahl der fünf Arten erzielt. Darüber hinaus gehören &lt;em&gt;Moho&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Chaetoptila&lt;/em&gt; nach diesen Resultaten nicht einmal zur selben Radiation wie die Honigfresser, sondern sind der Teilordnung Passerida (Barker et al. 2004) zuzurechnen, sind also mit ihrer bisherigen Familie nur sehr entfernt verwandt. Am nächsten stehen sie nun vielmehr den Seidenschwänzen (Bombycillidae), dem Trauerseiden&amp;shy;schnäpper (teilweise als eigene Familie Ptilogonatidae) und dem Palmschwätzer (Dulidae). Die Vögel dieser Familien ernähren sich jedoch nur von Früchten und Insekten und sind dementsprechend auch &lt;em&gt;Moho/Chaetoptila&lt;/em&gt; auf der morphologischen Ebene unähnlich. Daher führen Fleischer et al. (2008) für die beiden Gattungen die neue Familie „Mohoidae“ ein. Ein Merkmal, das die Mohoidae mit den genannten nahen Verwandten teilen, das angesichts der großen Übereinstimmungen mit den anderen Honigfressern aber wenig beachtet wurde, ist jedoch, dass sich all diese Arten nomadisch in Schwärmen bewegen. Lovette (2008) meint, dieses Verhaltensmuster hätte die Besiedlung Hawaiis vom Festland aus (und eben nicht durch „island-hopping“ über den Südpazifik durch Honigfresser) ermöglicht.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;br /&gt;Die Konvergenzen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Die gemeinsamen Merkmale, mit welchen die Mohoidae und die Meliphagidae „Generationen von Taxonomen in die Irre führten“ (Fleischer et al. 2008, 1928), stellen also keine homologen Eigenschaften dar und müssen folglich konvergent entstanden sein. Das ist besonders insofern erstaunlich, als die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Familien über die bereits erwähnten Schnäbel und Zungen hinausgeht. Noch viele andere – mit dem Nahrungserwerb zusammenhängende – Merkmale sind betroffen, wie etwa die Gestalt der Füße und Beine, welche für das Erreichen von Blüten von Vorteil sind. Außerdem ist noch der unabhängig evolvierte Schutz der Nasenhöhlen vor Pollen zu nennen. Auch in Verhalten, Federkleid (etwa der gelbe Federbüschel, s.o.; Lovette 2008) und Gesang tauchen deutliche Parallelen auf. Fleischer et al. (2008) berichten außerdem, dass die Ähnlichkeiten sich sogar noch auf morphologische Untergruppen erstrecken: Mindestens drei Formtypen („morphotypes“) der Mohoidae finden sich auch bei den Honigfressern. Fleischer et al. (2008) führen diese weitreichenden Konvergenzen auf ähnliche Selektionsdrücke zurück, die mit der Verteidigung von Nektar-Quellen in Verbindung stehen und machen die bemerkenswerte Feststellung: „Diese Konvergenzen sind derart durchgehend, dass es ohne die molekularen Sequenz-Daten wohl nie möglich gewesen wäre, herauszufinden, dass die nächsten Verwandten der Hawaii-Abstammungslinie die Seidenschwänze und ähnliche sind.“ (S. 1927) &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;Zeitrahmen und Diversifikation&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die herkömmliche Deutung.&lt;/strong&gt; Fleischer et al. (2008) betonen einerseits das Ausmaß der Konvergenz, meinen andererseits jedoch auch, „[M]an muss den Zeitrahmen berücksichtigen, der vergangen ist, seit sich die Abstammungslinie von den Vorfahren auf dem Festland getrennt hat.“ Die Autoren schätzen, dass 14 bis 17 Millionen Jahre (bzw. 10-20 nach einem anderen Verfahren) vergangen sind, seit &lt;em&gt;Moho&lt;/em&gt; und der nächste Verwandte auf dem Festland, der Trauerseidenschnäpper (&lt;em&gt;Phainopepla nitens&lt;/em&gt; aus der Familie der Bombycillidae oder alternativ als eigene Familie Ptilogonatidae), ihren letzten gemeinsamen Vorfahren hatten. Nach Auffassung der Autoren reicht diese Zeit gut aus, damit die hier beschriebenen Anpassungen konvergent evolutiv hätten verwirklicht werden können. Diese Daten würden außerdem belegen, dass es sich bei den Mohoidae um die älteste Vogelgruppe auf Hawaii handelt (Fleischer &amp;amp; McIntosh 2001; Price &amp;amp; Claque 2002) und – falls die weniger weit zurückreichenden Schätzungen korrekt wären – dass ihr Auftauchen mit dem Auftreten von vogelbestäubten Pflanzen zusammenfallen würde (Givnish et al. 2009; Price &amp;amp; Claque 2002). &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Alternative Deutung durch eine teleologische Perspektive.&lt;/strong&gt; Alternativ zur Annahme der konvergenten Annäherung der beiden Vogelfamilien könnte man auch von einem gemeinsamen – in dieselbe Richtung weisenden – genetischen Potential ihrer Vorfahren ausgehen. Wie der Bezug auf eine „Richtung“ bereits deutlich macht, ist ein solches Potential natürlich eng mit teleologischen Implikationen verbunden: Komplexe Voranpassungen an spätere Bedingungen können nur schlecht auf Zufall zurückgeführt werden und legen eine zielsetzende Instanz nahe. Diese könnte eine simulierte Zukunft vorwegnehmen und wäre fähig, dementsprechend zu handeln. Daher kann sie als „Intelligenz“ bzw. als „Designer“ und das Produkt ihres Handelns als „Design“ bezeichnet werden. Dementsprechend bietet sich für den hier vorgelegten Befund ein Interpretationsrahmen an, der nicht nur auf ungerichtete Prozesse, wie die natürliche Selektion, zurückgreift, sondern teleologische Aspekte beinhaltet. Beispielhaft für eine Deutungsmöglichkeit in diesem übergeordneten Rahmen sei das Konzept des „Frontloadings“ nach Gene (2007) genannt, welches postuliert, bereits die ersten Lebensformen seien so ausgestattet worden, dass ihre zukünftige Evolution in eine bestimmte Richtung gehen würde. Solche Konzepte, die Bezug auf die Identität des Designers nehmen (auf die „W-Fragen“, z.B. die Frage nach dem „Wie“, nach der Methode des Designens, eingehen), stellen mehr oder weniger weit ausgearbeitete Modelle &lt;em&gt;spezifischen&lt;/em&gt; Designs (= SD-Modelle) dar, da ihre Erwartungen von der Wahl der spezifischen Eigenschaften des Urhebers abhängen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Kurzzeitrahmen.&lt;/strong&gt; SD-Modelle, welche sich einem Kurzzeitrahmen für die Interpretation der naturwissenschaftlichen Befunde zur Geschichte des Lebens verschrieben haben, wie es etwa bei einer biblisch begründeten Schöpfungslehre der Fall ist (Junker 2004; 2005), haben keine 10 Millionen Jahre zur Verfügung, wie sie für die hier diskutierte konvergente Evolution im konventionellen Zeitrahmen veranschlagt werden. Sollen die hier beschriebenen Merkmalskomplexe jedoch nicht durch ungerichtete Prozesse parallel entstanden sein, erübrigt sich auch die Notwendigkeit langer Zeiträume. Das gemeinsame Design könnte bereits in einer gemeinsamen Stammform angelegt worden sein, oder zwei verschiedenen – stammesgeschichtlich nicht verbundenen – Ausgangspopulationen verliehen worden sein. Kurz gesagt: Tiefe Homologie statt Konvergenz! Homologie entweder im Sinne eines gemeinsamen, aber über weite Teile der Stammesgeschichte latenten, Erbes oder mit der Bedeutung eines gemeinsamen zugrundeliegenden Planes. Letzteres entspricht dem Homologieverständnis, wie es ursprünglich vertreten wurde (vgl. Junker &amp;amp; Scherer 2006, 170).&lt;br /&gt;Als Argument gegen eine unabhängige Entstehung durch ungerichtete Prozesse und für ein gemeinsames Design könnte man anmerken: Es scheint zweifelhaft, dass für derart nahrungsunspezifische Merkmale, wie etwa den Gesang und das Federkleid, vergleichbare Selektionsdrücke formulierbar sind.&lt;br /&gt;Ein solches homologes Anpassungspotential sollte, anders als etwa in manchen Beiträgen bei Scherer (1993), nicht nur auf die Existenz verschiedener Allele in der Ausgangspopulation zurückführen werden, sondern auch latente Genkomplexe, spezielle genetische Mechanismen zur Steigerung der Rate positiver Mutationen und zielgerichtete Mikroevolution in Betracht ziehen (vgl. Heilig 2008a). Dementsprechend stellt sich die Frage, ob die von den polyvalenten Stammformen ausgehenden Radiationen tatsächlich adaptiver Natur waren und auf der Grundlage bekannter mikroevolutiver Prozesse erfolgten (vgl. erneut Scherer 1993) oder ob die Radiationen nicht-adaptiv waren (Wood 2005, 187-197; Eck [1988] spricht in dieser Hinsicht von „evolutiver Radiation“ im Kontrast zu „adaptiver Radiation“), was sie zeitlich praktisch beliebig schnell hätten ablaufen lassen können. Dabei ist interessant, dass auch aus der nicht-schöpfungswissenschaftlichen Literatur zu den Singvögeln (Gattung Junco) bereits Artbildung berichtet wurde, die in vielleicht nur 1300 Jahren (oder sogar noch weniger Zeit: vgl. Heilig 2008b) erfolgte (Milà et al. 2007).&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;br /&gt;Quellen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#9999ff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Amadon D (1959) The Hawaiian honeycreepers (Aves: Drepaniidae). Bull. Am. Mus. Nat. Hist. 95, 157-262. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Barker FK, Cibois A, Schikler P, Feinstein J &amp;amp; Cracraft J (2004) Phylogeny and diversification of the largest avian radiation. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 101, 11040-11045.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Driskell AC, Christidis L, Gill B, Boles WE, Barker FK &amp;amp; Longmore NW (2007) A new endemic family of New Zealand passerine birds: adding heat to a biodiversity hotspot. Australian J. Zoology 55, 1-6.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ewen JG, Flux I &amp;amp; Ericson PGP (2006) Systematic affinities of two enigmatic New Zealand passerines of high conservation priority, the hihi or stitchbird Notiomystis cincta and the kokako Callaeas cinerea. Mol. Phylogenet. Evol. 40, 281-284.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eck S (1988) Gesichtspunkte zur Art-Systematik der Meisen (Paridae) (Aves). Zool. Abh. Staatl. Mus. Tierk. Dresden 43, 101-143.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Givnish TJ, Millam KC, Mast AR, Paterson TB, Theim TJ, Hipp AL, Henss JM, Smith JF, Wood KR &amp;amp; Sytsma KJ (2009) Origin, adaptive radiation and diversification of the Hawaiian lobeliads (Asterales: Campanulaceae). Proc. Biol. Sci. 276, 407-416. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Fleischer RC &amp;amp; McIntosh CE (2001) Molecular systematics and biogeography of the Hawaiian avifauna. Studies Avian Biol. 22, 51-60.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Fleischer RC, James HF &amp;amp; Olsen SL (2008) Convergent evolution of Hawaiian and Australo-Pacific Honeyeaters from distant songbird ancestors. Current Biology 18, 1927-1931. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gene M (2007) The Design Matrix. A Consilience of Clues. Arbor Vitae Press.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Heilig C (2008a) Ruineneidechsen: Makroevolution oder Polyvalenz? Rapide Anpassung, Makroevolution und Hinweise auf programmierte Variabilität bei Podarcis sicula (Sauria: Lacertidae). Stud. Int. J. 15, 76-88.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Heilig C (2008b) Neues zur explosiven Artbildung. Stud. Int. J. 15, 47-48.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lovette IJ (2008) Convergent evolution: Raising a family from the dead. Current Biology 18, R1132-R1134.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Higgins PJ, Peter JM &amp;amp; Steele WK (eds., 2001) Handbook of Australian, New Zealand and Antarctic Birds Volume 5: Tyrant-Flycatchers to Chats. Melbourne.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Junker R (2004) „Harter Kern“ und Hilfshypothesen von Forschungsprogrammen in der Schöpfungsforschung. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/fachgruppen/wt/hartkern.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;http://www.wort-und-wissen.de/fachgruppen/wt/hartkern.pdf&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Junker R (2005) Wissenschaft im Rahmen des Schöpfungsparadigmas. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://wort-und-wissen.de/artikel/a02/a02.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;http://wort-und-wissen.de/artikel/a02/a02.pdf&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Junker R &amp;amp; Scherer S (2006) Evolution. Ein kritisches Lehrbuch. Gießen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lakatos I (1974) Falsifikation und die Methodologie wissenschaftlicher Forschungsprogramme. In: Lakatos I &amp;amp; Musgrave A (Hg) Kritik und Erkenntnisfortschritt. Abhandlungen des Internationalen Kolloquiums über die Philosophie der Wissenschaft, Bd. 4. Braunschweig, S. 89-189.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lesson RP (1831) Traité d’Ornithologie. Paris.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Milà B, McCormack JE, Castenada G, Wayne RK &amp;amp; Smith TB (2007) Recent postglacial range expansion drives the rapid diversification of a songbird lineage in the genues Junco. Proc. R. Soc. B 274, 2653-2660.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Merrem B (1786) Avium rariorum et minus cognitarum, Icones et Descriptiones. Lipsiae.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Perkins RCL (1903) Fauna Hawaiiensis: Vertebrata. Cambridge University Press.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Price JP &amp;amp; Clague DA (2002) How old is the Hawaiian biota? Geology and phylogeny suggest recent divergence. Proc. Biol. Sci. 269, 2429-2435.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Scherer S (Hg., 1993) Typen des Lebens. Berlin.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wood TC (2005) A Creationist Review and Preliminary Analysis of the History, Geology, Climate, and Biology of the Galápagos Islands. Eugene.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-4370901163513679372?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/4370901163513679372/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=4370901163513679372' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/4370901163513679372'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/4370901163513679372'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/02/molekulare-daten-belegen-konvergente.html' title='Molekulare Daten belegen: Konvergente Evolution komplexer Merkmalssysteme bei den Singvögeln (Passeri)'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-8773018692168979530</id><published>2009-02-25T09:26:00.003+01:00</published><updated>2009-02-25T09:50:30.656+01:00</updated><title type='text'>Artikel zu Blinddarmklappen bei Ruineneidechsen (P. sicula) online</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Unter einem &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/08/zellwandwachstum-design-ohne.html"&gt;Blog-Beitrag&lt;/a&gt; war dereinst die Frage aufgekommen, ob es in der publizierten Fachliteratur meiner Meinung nach Beispiele dafür gäbe, dass zufällige Mutationen in Kombination mit natürlicher Selektion Neukonstruktionen generiert hätte. Ich gab als meines Erachtens beeindruckendstes Beispiel auf der makromorphologischen Ebene eine Arbeit von &lt;em&gt;Herrel et al. (2008)&lt;/em&gt; an. Der Leser "dreisam" kommentierte dies wie folgt:&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ich sehe, dass Dir derartige Literatur also durchaus bekannt ist. Mir ebenfalls :-)Immerhin scheint schon schlichtes RMNS in Betracht zu kommen,- um die *neuen* Darmklappen in der Podarcis_melisellensis-Population der Insel Pod Kopistel zu erklären.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ich merkte damals an, dass "[d]ie Blinddarmventile [...] btw. in der anderen Art, bei P.sicula entstanden [sind], P. melisellensis ist auf Pod Mrcaru schon seit Jahren verdrängt" und verwies auf einen Artikel (&lt;em&gt;Heilig 2008&lt;/em&gt;) in der &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/11/studium-integrale-journal.html"&gt;nächsten Ausgabe &lt;/a&gt;des "Studium Integrale Journals". Dreisam erwartete von dieser "schöpfungskonformen" Umdeutung nicht viel, wähend ich den Anspruch erhob, den Einzelfall für sich analysieren zu wollen (im Hinblick auf die Frage, ob wirklich ein klarer Fall vin ungerichteter Makroevolution vorliegt) und den &lt;em&gt;letztendlichen &lt;/em&gt;Ursprung (außer in der Fußnote 5) - Evolution oder Schöpfung - gar nicht thematisieren zu wollen. Wer sich das SIJ nicht kaufen wollte, kann das nun auch &lt;a href="http://www.si-journal.de/jg15/heft2/sij152-3.html"&gt;online&lt;/a&gt; (incl. Originalzitate und Datensets) nachlesen. Ich freue mich über kritische aber faire Rückmeldung!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Heilig C (2008) Ruineneidechsen: Makroevolution oder Polyvalenz? Rapide Anpassung, Makroevolution und Hinweise auf programmierte Variabilität bei Podarcis sicula (Sauria: Lacertidae). Stud. Int. J. &lt;em&gt;15&lt;/em&gt;, 76-88. Online: &lt;a href="http://www.si-journal.de/jg15/heft2/sij152-3.html"&gt;http://www.si-journal.de/jg15/heft2/sij152-3.html&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Herrel A, Huyghe K, Vanhooydonck B, Backeljau T, Breugelmans K, Grbac I, Van Damme R &amp;amp; Irschick DJ (2008) Rapid large-scale evolutionary divergence in morphology and performance associated with exploitation of a different dietary resource. Proceedings of the National Acadademy of Sciences of the United States of America &lt;em&gt;105&lt;/em&gt;, 4792-4795. Online: &lt;a href="http://www.pnas.org/content/105/12/4792.full"&gt;http://www.pnas.org/content/105/12/4792.full&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-8773018692168979530?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/8773018692168979530/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=8773018692168979530' title='18 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/8773018692168979530'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/8773018692168979530'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/02/sij-artikel-zusatzliche-infos-online.html' title='Artikel zu Blinddarmklappen bei Ruineneidechsen (P. sicula) online'/><author><name>Christoph Heilig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14821482434552478341</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='01506917492158744405'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>18</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5246195270382643694</id><published>2009-02-12T13:42:00.007+01:00</published><updated>2009-02-12T13:53:47.667+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hintergründe - gesellschaftlich'/><title type='text'>Am Höhepunkt der 'Darwin-Festspiele'...</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;... haben populäre Irrtümer und fragwürdige Aussagen über Darwin bzw. die Geschichte und Bedeutung seiner Ideen Hochsaison. Zur kritischen Aufarbeitung bieten sich folgende Artikel an:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Paul A. Rees (2007): &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: verdana;" href="http://www.iob.org/userfiles/File/JBE_archive/JBE_41_2_Rees.pdf"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;The evolution of textbook misconceptions about Darwin&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;JBE&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; 41(2): 53-55&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Caton, Hiram (2007): &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: verdana;" href="http://www.epjournal.net/filestore/ep055269.pdf"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Getting Our History Right: Six Errors about Darwin and His Influence&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:verdana;font-size:85%;"  &gt;Evolutionary Psychology&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; 5(1): 52-69&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5246195270382643694?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5246195270382643694/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5246195270382643694' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5246195270382643694'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5246195270382643694'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/02/am-hohepunkt-der-darwin-festspiele.html' title='Am Höhepunkt der &apos;Darwin-Festspiele&apos;...'/><author><name>Markus Rammerstorfer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16936166467003087622</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11876699243193848831'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-8405972913810754760</id><published>2009-02-11T20:17:00.005+01:00</published><updated>2009-02-12T03:13:50.246+01:00</updated><title type='text'>Biologie kann man nicht verstehen...</title><content type='html'>Neben den berühmten Worten "Nichts in der Biologie macht Sinn, außer im Lichte der Evolution." von T. Dobzhansky oder etwa "Es gibt keinen Aspekt des menschlichen Lebens, für den ein Verständnis der Evolution nicht eine unabdingbare Notwendigkeit darstellt.", wie George C. Williams es formulierte, gibt es nun noch einen, sagen wir mal deutlicher, eingrenzenden Sager:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:courier new;"&gt;"Biologie kann man nicht verstehen, wenn man die Evolution nicht versteht"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Urheber dieser Aufklärerdefinition ist Dittmar Graf, Professor für Biologiedidaktik an der Technischen Universität Dortmund. Wie allerdings die im Kontext erwähnten angehenden Bio-Lehrer durch die Prüfung kommen, dürfte sich für die meisten Leser dann als Rätsel darstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Quelle:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.jungewelt.de/2009/02-11/048.php&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-8405972913810754760?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/8405972913810754760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=8405972913810754760' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/8405972913810754760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/8405972913810754760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/02/biologie-kann-man-nicht-verstehen.html' title='Biologie kann man nicht verstehen...'/><author><name>Ronald Lärm</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00821254145714258404</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='02018013047732254238'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-3780341957949988706</id><published>2009-02-03T08:01:00.004+01:00</published><updated>2009-02-03T08:11:57.008+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hintergründe - philosophisch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Besprechungen'/><title type='text'>Und Naturgeschichte ist doch anders</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: georgia;font-size:11;" &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: georgia;font-size:11;" &gt;Im&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;vergangenen Jahr habe ich zwei Artikel auf diesem Blog veröffentlicht, die sich mit der Frage beschäftigen, ob und inwiefern Naturgeschichtsforschung methodisch anders vonstatten geht als Naturwissenschaft, die sich mit gegenwärtig &lt;i style=""&gt;regelhaft&lt;/i&gt; verlaufenden Prozessen befasst: Zum einen über den &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/01/id-und-abduktive-erklrungen-in-der.html"&gt;abduktiven Schluss&lt;/a&gt;&lt;span style="color:blue;"&gt;&lt;/span&gt;, zum anderen über &lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2008/11/methodologie-in-der-naturgeschichtsfors.html"&gt;Nichtfalsifizierbarkeit&lt;/a&gt; (Vorstellung von Artikeln von C. Cleland und L. Vogt) &lt;span style="color:blue;"&gt;&lt;/span&gt;.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Nun erschien im Heft 1/2009 der &lt;i&gt;Naturwissenschaftlichen Rundschau&lt;/i&gt; ein Essay, der sich mit dieser Thematik unter dem Titel „Evolution &lt;b&gt;– &lt;/b&gt;ein Forschungsfeld im Grenzbereich“ befasst. Der Autor, Michael Brestowsky, greift darin den Gedanken von Ernst Mayr auf, „dass die Biologie, sobald sie die aktuelle funktionsbiologische Analyse verlässt und sich dem evolutionären Werden zuwendet, eigentlich eine Geschichtswissenschaft ist.“ Für die Rekonstruktion der Vergangenheit sei der Aktualismus zwar eine notwendige Annahme, enthalte allerdings stets auch ein spekulatives Element. Brestowsky zitiert eingangs aus dem letzten Buch &lt;i&gt;Konzepte der Biologie &lt;/i&gt;von Ernst Mayr: „Wenn man sich überlegt, wie viele Ähnlichkeiten es zwischen der Evolutionsbiologie und der Geschichtswissenschaft gibt und wie sehr sie sich in Methodik und Begriffsbildung von der Physik unterscheiden, dann überrascht es nicht, dass es sich als schwierig, wenn nicht unmöglich erweist, eine scharfe Trennlinie zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu ziehen. Wenn man wollte, könnte man diese Linie beispielsweise zwischen funktioneller und evolutionärer Biologie ziehen und die funktionale Biologie den Naturwissenschaften und die Evolutionsbiologie der Geschichtswissenschaft zuschlagen.“ Brestowsky kommentiert: „Damit hat Mayr zweifellos Recht: Evolutionsforschung ist, was Gegenstand und Methoden betrifft, eine historische Wissenschaft, gehört also zu den Geisteswissenschaften und, von marginalen Randbereichen abgesehen, nicht zu den Naturwissenschaften.“ Damit werde sich zweifellos mancher Biologe schwer tun.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Die von Mayr angesprochene Frage der Grenzziehung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften sei nur dann so schwierig, wenn man sich bereits darauf festgelegt habe, „die Evolution zu den Naturwissenschaften rechnen zu wollen“. Zunächst aber müsse unabhängig davon sachlich geklärt werden, worin der entscheidende Unterschied zwischen den Naturwissenschaften und allen übrigen Wissenschaften besteht. Allgemein bestehe Wissenschaftlichkeit nach Brestowsky darin, dass eine „methodisch planmäßige, systematische und im Rahmen ihrer Voraussetzungen intersubjektive nachvollziehbare Vorgehensweise“ zur Erkenntnisgewinnung führe. Darunter kann – wie ich meine – fraglos auch &lt;a href="http://www.wort-und-wissen.de/artikel/a02/a02.html"&gt;Wissenschaft im Rahmen des Schöpfungsparadigmas&lt;/a&gt; gerechnet werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Die Naturwissenschaften nähmen – so Brestowsky – eine Sonderstellung ein, als ihre Erkenntnisse nicht nur nachvollziehbar, sondern durch nachprüfbare Beobachtungen bzw. wiederholbare Experimente verifizierbar oder falsifizierbar seien. Die geschichtliche Einmaligkeit des Gegenstandes der Evolutionsforschung verhindere es, dass man sich dieser naturwissenschaftlichen Methoden bedienen könne. Damit gehöre die Evolutionsforschung (gemeint ist offenbar die Rekonstruktion des Verlaufs der Evolution und dessen jeweiliger spezieller Ursachen) eindeutig nicht zu den Naturwissenschaften.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Natürlich nutze man naturwissenschaftliche Methoden zur Erfassung der Daten, doch erhalten diese ihre Bedeutung erst im Rahmen einer Evolutionstheorie, und „die ist ein rein gedankliches Konstrukt, eben eine philosophische Theorie, die, auf bestimmten unhinterfragbaren Basisannahmen (Paradigmen) fußend, Ursprung und Werden der Lebewesen zu erklären versucht.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Brestowsky greift im Weiteren auf eine Unterscheidung zurück, die Pietschmann (1990) in diese Diskussion eingeführt hat: Der Unterschied zwischen &lt;i style=""&gt;prediktiven Theorien&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;konsistenten Theorien&lt;/i&gt;. Erstere erlauben überprüfbare Vorhersagen, während letztere damit stehen und fallen, „wie konsistent, wie stimmig, wie widerspruchsfrei sie einen umfassenden Sachverhalt erklären können.“ Brestowsky: „Es ist offensichtlich, dass in diesem Sinne die Evolutionstheorie wie auch die Theorien zum Werden des Kosmos konsistente, also empirisch nicht zu verifizierende Theorien sind.“ Für die zentralen evolutionstheoretischen Aussagen gebe es „keine Kontrollmöglichkeit, keine Verifizierung&lt;br /&gt;oder Falsifizierung“. So weit würde ich selbst nicht gehen; Kontrollmöglichkeiten sehe ich schon, aber nur in dem Sinne, wie Brestowsky Pietschmann zitiert: &lt;i style=""&gt;„So könnte es gewesen sein.“&lt;/i&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Im Weiteren wirft Brestowsky die Frage auf, weshalb so viele Biologen davon überzeugt sind, dass Evolutionsforschung reine Naturwissenschaft sei, und dass ihre Ergebnisse ebenso unanfechtbar seien wie die der Physiologie oder Genetik. Seine Antwort: Der &lt;i&gt;Aktualismus&lt;/i&gt; wird als „Hintertür“ benutzt, um sich „scheinbar einen Zutritt zur Vergangenheit“ zu verschaffen. In der Geologie ist damit das Prinzip gemeint, „dass man aus heutigen geologischen Prozessen auf die Entwicklung in der Vergangenheit schließen könne“. Obwohl aber der Aktualismus eine entscheidende Rolle in der Evolutionsforschung spiele, sei der Begriff, seine Herkunft und sein Geltungsbereich immer noch unklar. Das zeigt Brestowsky, indem er einige Begriffe analysiert, mit denen der Aktualismus bezeichnet wird („Auffassung“, „Lehrmeinung“, „Arbeitsmethode“, „Verfahren“, „Hypothese“, „Theorie“, „Prinzip“, „Axiom“). Er kommt zum Schluss, dass der Aktualismus zum Axiom ernannt werde, weil seine „Grundannahme“ nicht beweisbar ist, und diese Annahme wird gemacht, weil sonst naturwissenschaftliches Arbeiten unmöglich wäre – so die Erläuterung in Wikipedia und in einem Schulbuch, das Brestowsky zitiert. Der Autor macht dann aber anhand eines Beispiels deutlich, dass der Aktualismus gar nicht durchgängig angewendet werden kann, da dies zu Widersprüchen führt. Er könne also auch kein Axiom sein. Es zeige sich damit, „dass, auch wenn man die überzeitliche Gültigkeit der Naturgesetze annimmt, damit noch keineswegs eine zuverlässige Grundlage für naturwissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über die Vergangenheit gegeben ist.“ Den Wert „notwendiger Spekulationen“ will Brestowsky nicht diskutieren. Aber er möchte „mit Nachdruck“ daran erinnern, „dass der Wahrheitsgehalt einer historischen Rekonstruktion von anderer Qualität ist als der einer naturwissenschaftlichen&lt;b&gt; &lt;/b&gt;Aussage.“ Als Beispiel weist er auf die verschiedenen Szenarien hin, die es für die Entstehung des Vogelfluges gibt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Brestowsky kommt zum Schluss, dass der Aktualismus lediglich als eine ad-hoc-Annahme erdacht wurde, um den Naturwissenschaften eine Hintertür zur Vergangenheit zu öffnen. „Er steckt als unverzichtbare Prämisse in sämtlichen naturwissenschaftlichen Versuchen, das geschichtliche Werden von Kosmos und Leben im Ganzen oder in Teilen zu erforschen.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Den naturwissenschaftlichen Anteil in der Evolutionstheorie (gemeint als Rekonstruktion der Geschichte der Lebewesen und des Kosmos) hält Brestowsky für gering. Wir wüssten zwar eine ganze Menge durch naturwissenschaftliche Forschung, doch ändere dies nichts an der Tatsache, „dass die Extrapolation dieser Erkenntnisse auf die Vergangenheit und die gesamte Evolution eine unüberprüfbare und daher nicht naturwissenschaftlich-prediktive, sondern eine philosophische, und somit konsistente Theorie ist und bleibt.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Und weiter: „Züchtung war für Darwin ein Modell. Modelle sind gute Vorstellungshilfen, man darf sie aber nicht mit Beweisen verwechseln. Sie zeigen uns &lt;i&gt;‚So&lt;b&gt; &lt;/b&gt;könnte es sein': &lt;/i&gt;aber die Frage: &lt;i&gt;,Ist &lt;/i&gt;&lt;i style=""&gt;es so?’&lt;/i&gt; können sie uns nicht beantworten.“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt; &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Quellen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Brestowsky M (2009) Evolution &lt;b&gt;– &lt;/b&gt;ein Forschungsfeld im Grenzbereich. Nat. Rundschau &lt;i style=""&gt;62&lt;/i&gt;, 16-19.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Mayr E (2005) Konzepte der Biologie. Stuttgart: S. Hirzel-Verlag.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:11;"&gt;Pietschmann H (1990) Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte. Stuttgart, Wien: K. Thienemanns Verlag&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-3780341957949988706?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/3780341957949988706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=3780341957949988706' title='40 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3780341957949988706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/3780341957949988706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/02/und-naturgeschichte-ist-doch-anders.html' title='Und Naturgeschichte ist doch anders'/><author><name>Reinhard Junker</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08222584709304985061</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='04956217720402460475'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>40</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5231529117443700349</id><published>2009-01-28T15:01:00.003+01:00</published><updated>2009-01-28T15:07:36.342+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolutions-Kritik'/><title type='text'>Von eleganten Ideen und hässlichen Fakten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Cornelius G. Hunter hat eine Website in Form eines 'living document' erstellt, in der er  kompakt evolutionstheoretische Erwartungen der biologischen Realität gegenüberstellt. Hunter beschreibt auch die jeweiligen Reaktionen und Modifikationen welche auf unerwartete Beobachtungen folgten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div face="verdana" style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.darwinspredictions.com/"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;www.darwinspredictions.com&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;p face="verdana" style="margin-bottom: 0cm; font-family: verdana; text-align: justify;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p  style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die spannende Frage ist natürlich: Wird hier &lt;a href="http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph11/geschichte/09epizyklen/weltbildaristoteles.htm"&gt;Epizyklus auf Epizyklus&lt;/a&gt; geschichtet, wie Hunter anregt, oder hat man es hier klar und ausschließlich mit gesundem wissenschaftlichen Fortschritt zu tun?  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5231529117443700349?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5231529117443700349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5231529117443700349' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5231529117443700349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5231529117443700349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/01/von-eleganten-ideen-und-hasslichen.html' title='Von eleganten Ideen und hässlichen Fakten'/><author><name>Markus Rammerstorfer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16936166467003087622</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11876699243193848831'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-4799355194530713271</id><published>2009-01-23T00:20:00.002+01:00</published><updated>2009-01-23T00:24:49.529+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolutions-Kritik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Design-Modelle/Design interpretieren'/><title type='text'>Baumsterben?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify; font-family: verdana;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Die Vorstellung eines 'Baum des Lebens' war absolut zentral für Darwins Denken, genauso wichtig wie natürliche Selektion ... Ohne ihn hätte es keine Evolutionstheorie gegeben. Der Baum hat auch geholfen eine evolutionäre Sichtweise durchzusetzen. Darwin hat erfolgreich argumentiert dass der 'Baum des Lebens' ein Faktum der Natur sei, klar für jeden zu sehen, wenngleich erklärungsbedürftig. Seine Erklärung war Evolution durch natürliche Selektion.“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;„Mitte der 1980er Jahre war man optimistisch, dass molekulare Techniken letztlich den Stammbaum des Lebens in all seiner Herrlichkeit offenbaren würden. Ironischerweise geschah das Gegenteil.“&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;„Der 'Baum des Lebens' war nützlich ... er hat uns geholfen zu verstehen, dass Evolution real ist. Aber jetzt wo wir mehr von Evolution verstehen, ist es Zeit darüber hinaus zu gehen.“ &lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die üblichen Fragen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;1) Handelt es sich hier um einen gesunden Fortschritt evolutionsbiologischer Forschungen oder um Anzeichen fundamentaler Schwächen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;2) In welcher Beziehung stehen Informationen und Expertenmeinungen aus solchen 'Insiderdebatten' mit der Art wie Evolution in populären Medien präsentiert und vor allem plausibel gemacht wird? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;3) Wie wird das 'Muster des Lebens' – speziell die Verteilung von Ähnlichkeiten und Unterschieden in der Organismenwelt  -  aus teleologischer Perspektive interpretiert?  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Graham Lawton (2009): &lt;a href="http://www.newscientist.com/article/mg20126921.600-why-darwin-was-wrong-about-the-tree-of-life.html?full=true"&gt;Why Darwin was wrong about the tree of life&lt;/a&gt; New Scientist, 21.01  &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-4799355194530713271?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/4799355194530713271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=4799355194530713271' title='22 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/4799355194530713271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/4799355194530713271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/01/baumsterben.html' title='Baumsterben?'/><author><name>Markus Rammerstorfer</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16936166467003087622</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11876699243193848831'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>22</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24056920.post-5586139675442998576</id><published>2009-01-21T22:03:00.005+01:00</published><updated>2009-01-21T22:20:33.058+01:00</updated><title type='text'>"Es hat schon etwas Schizophrenes"</title><content type='html'>&lt;em&gt;Ronald Lärm&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz so wörtlich wird es Prof. James A. Shapiro, Molekularbiologe an der Universität von Chicago, in einem Interview zu Fragen über das Beharren auf der konventionellen Evolutionstheorie wohl nicht gemeint haben. Dennoch nimmt er kein Blatt vor den Mund, wenn es um Gründe geht, die nach seiner Auffassung ein Umdenken schon lange überfällig werden ließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Interview stammt aus der aktuelle Zeitschrift "Natur + Kosmos" 02/2009, welche sich unter dem Titelthema "Die neue Sicht auf die Evolution" mit einer Reihe neu gewonnenem Wissen auseinander setzt. Unter presseportal.de konnte man gestern lesen, was die Richtung des Artikels kurz anreißen soll:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Als erstes deutsches Printmedium wagt natur+kosmos in seiner Februarausgabe (Erscheinungsdatum 17. Januar 2009) eine Zusammenschau einiger der neuen Erkenntnisse.&lt;br /&gt;In der breiten Öffentlichkeit existiert immer noch eine holzschnittartige Sicht der Evolution, bestimmt durch die übermächtige Rolle des blinden Zufalls und durch Bilder wie das des "egoistischen Gens" von Richard Dawkins. Doch Erkenntnisse der Genomsequenzierung, der Molekularbiologie und anderer Disziplinen weisen darauf hin, dass die Evolution ein weit komplexeres und vielschichtigeres Geschehen ist, als es dem gängigen Bild entspricht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter darüber befinden kann man das Ganze unter: www.natur.de. (Eine Verlinkung zum E-Book, um den gesamten Artikel zu lesen, war zumindest noch heute möglich.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zu Shapiro, um dessen Interview es in diesem Beitrag gehen soll. Den Worten der Beitragsüberschrift ging die Feststellung voraus: "Die meisten Biologen scheuen sich, über Evolution anders zu denken als auf die Art, die sie gewohnt sind; Kollegen aus anderen Disziplinen tun sich da leichter." Weiter sagte er: "Aber es hat schon etwas Schizophrenes: Vielen Biologen ist mehr oder weniger bewusst, dass die konventionelle Sicht nicht mehr zu halten ist. Aber kaum einer sagt es öffentlich. Es ist praktisch ein Tabu." Auf die Frage, ob er von der Wissenschaftsgemeinde ausgegrenzt werde, da er dieses Tabu breche, antwortet Shapiro: "Persönlich, also von Kollegen, weniger - aber es wurde zum Beispiel mal ein Artikel von mir in einer der großen Fachzeitschriften nicht veröffentlicht, weil ich mich weigerte auf den Begriff "natural genetic engineering" (etwa: natürliche Systementwicklung im Genom) zu verzichten, den ich seit Jahren verwende. Die hatten das Gefühl, das wäre ein Zugeständnis an die Anhänger des "Intelligent Design". "Das ist die Angst vor Kreationisten? Die ist so stark?, fragt sein Gegenüber daraufhin. "Ja, weil die wirklich aggressiv sind. Und da neigen viele Wissenschaftler eher dazu, etwas zu verteidigen, was eigentlich überholt ist, statt zuzugeben, dass es noch offene Fragen gibt, wie die Evolution funktioniert."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um keine falschen Schlüsse aufkommen zu lassen: Das Thema soll nicht provozieren oder eine Aussage überspitzt herausstellen. Mein Interesse galt vorrangig den Feststellungen Shapiros und da wundert es sicher nicht zuletzt auch Leser der Zeitschrift, wenn er zu dieser Wortwahl greift. Nach seiner Darlegung scheint ja schon eine bloße Überlegung, die nicht ganz kompatibel mit den Standardansichten zur Evolution ist, wohl eher im Gedankengang des Biologen verbleiben. Wenn schon durch die Begriffswahl der Eindruck von Zugeständnissen an ID erweckt werden könnte, dann fragt sich natürlich, wer überhaupt auspricht was er denkt, wenn es etwa um andere Schlussfolgerungen aus neuen Forschungsergebnissen geht oder gar das wesentliche Bild zur Evolutionstheorie in Frage gestellt wird. Oder geht es hier und dort vielleicht doch um die Deutungshoheit in der Ursprungsfrage?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Gibt es denn gar keine Änderung?", fragt „Natur+Kosmos" in einer letzten Frage. Shapiro dazu: "Ganz langsam ändert sich etwas - die Fakten sprechen ja eine deutliche Sprache . Die Kollegen, die an der Genomsequenzierung arbeiten, an molekularen Stammbäumen usw. die ahnen alle, dass ihre Resultate dazu beitragen müssten, die Evolutionstheorie zu erneuern, dass Darwinismus nicht länger die Lösung ist und wir eine modernere, komplexere Theorie brauchen. Aber die meisten trauen sich nicht, es zuzugeben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob man seiner Sicht zur Evolution zustimmen kann oder nicht, völlig egal, es scheint weiterhin schon im Ansatz erschwerend für Wissenschaftler zu sein, althergebrachte Auffassungen zur Evolution in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe vor diesem Hintergrund auch hier:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/12/mechanismen-der-macht.html"&gt;http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/12/mechanismen-der-macht.html&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24056920-5586139675442998576?l=evolution-schoepfung.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/feeds/5586139675442998576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=24056920&amp;postID=5586139675442998576' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5586139675442998576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24056920/posts/default/5586139675442998576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2009/01/es-hat-schon-etwas-schizophrenes.html' title='&quot;Es hat schon etwas Schizophrenes&quot;'/><author><name>Ronald Lärm</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00821254145714258404</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='02018013047732254238'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>7</thr:total></entry></feed>