<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782</id><updated>2009-10-14T04:59:39.230+01:00</updated><title type='text'>Julia und wie sie Australien sah</title><subtitle type='html'>Ich ramme keine Fahne in den Boden, aber ich werde diesen Kontnient erobern.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>25</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-4399360495869355063</id><published>2007-07-24T14:33:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:51.345+01:00</updated><title type='text'>And as the story continues...</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RqXxulm7qdI/AAAAAAAAA2M/pYG4S_vdC-g/s1600-h/IMG_2362.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RqXxulm7qdI/AAAAAAAAA2M/pYG4S_vdC-g/s160/IMG_2362.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;Mein Glück mit den technischen Errungenschaften auf vier Rädern ist ja nun hinlänglich bekannt. Nach dem Totalzusammenbruch kurz hinter der Harbour Bridge und der ungewollten Talfahrt trotz Handbremse samt Verletzung eines unschuldigen Baumes mit den letzten zwei Vehikeln, hinter deren Steuerrädern ich Platz genommen hatte, hatte ich ja schon leise Vermutungen geäußert, dass irgendeine schicksalsgebende Kraft mir nach dem Leben trachten könnte.&lt;br /&gt;Ohne zu übertreiben, man könnte sagen - fast wäre es gelungen.&lt;br /&gt;Oder aber man könnte sagen, dass das Karma mich ausnehmend gutes und wertvolles Mitglied der menschlichen Gemeinschaft warnen wollte. Eine Karte, gebracht von einer weißen Taube, hätte vielleicht besser funktioniert. Denn immerhin glaubte ich jetzt eine ganze Weile, meine Fahrzeugkatastrophen müssten irgendwie an mir liegen. Sinnvoll wäre ungefähr dieser Ratschlag des Universums gewesen: "Liebe Julia, willkommen in Australien. Schön dass du da bist, wenn du Glück hast, wird das eine wirklich gute Zeit. Aber hör auf Mutter Zeit, halte dich von der Kombination schneller Autos und deutscher Jungens fern." &lt;br /&gt;Was ist passiert? Folgendes. Der Tag hatte früh in Katherine begonnen, kurz nach Sonnenaufgang waren wir untwegs zum Nitmulik National Park, wo wir den ganzen Tag mit Kanus über den Fluß zwischen den Felswänden der überwältigenden Katherine Gorge geschippert waren. Vielleicht hätte ich schon gewarnt sein müssen, als mein Kanu, all meinen Bemühungen zum Trotz (Boris und ich haben gar versucht, rückwärst den Fluss hinauf zu fahren), stetig im Kreis gefahren ist - was vor allen Dingen einen stärkeren Ruderaufwand erfordert hat, was mir am Ende des Tages Blasen und Aluminiumspuren (vom Ruder) an den Händen sowie steife Arme und Schultern eingebracht hat. (Zwischenzeitlich dachte ich, ich müsste verhungern, weil ich meine Arme nie wieder würde beugen können. Essenstransport unmöglich.)Ein großartiger Tag trotz allem, nach den harten körperlichen Bemühungen hatte ich mich selbst mit einem Eis belohnt - Magnum Ego mit doppelt Schokoloade und Karamell - da fühlten sich die Arme schlagartig wieder gut an, und bald darauf saßen wir in unserem tapferen Mietwagen und waren unterwegs nach Daly Waters. Nun kann man sich denken, dass zu diesem Zeitpunkt der Tag schon vorangeschritten war und der Sonnenuntergang nahe.&lt;br /&gt;Was ich aus Namibia weiß: Niemals in der Dämmerung fahren oder kurz danach. (Was man sich aber auch mit Menschenverstand erschließen könnte.) Schließlich ist das großartige am Outback ja, dass man sich in der Wildnis befindet. Und was findet man in der Wildnis? Richtig! Wilde Tiere! &lt;br /&gt;Nun gut. Ich hatte mich der bereits geplanten Reise ja mehr oder weniger nur angeschlossen. Darüber hinaus wollte ich einfach nicht immer diejenige sein, die nörgelt (und mit dieser Entschuldigung fangen die meisten Probleme an, ich weiß). Genug der Rechtfertigung: Die auf die Rückbank verbannten Mädels haben einfach mal kollektiv den Mund gehalten, den ein oder anderen Blick ausgetauscht, und ansonsten keine Anstalten unternommen, eine Nachtfahrt zu verhindern.&lt;br /&gt;Der Sonnenuntergang kam, und wir hielten noch einmal am Straßenrand, um dieses Naturschaupiel zu erleben. Boris, Dinka und ich trugen unsere großartigen Busch-Cowboy Hüte und wir besahen Arm in Arm, wie die Wet dunkelrot wurde und zu glühen begann - als ein Auto vorbeifuhr, bremste, und wenden wollte. Der arme Mensch dachte vermutlich, wir hätten eine Panne. Wenn man so mitten im Outback am Straßenrand parkt. Dummerweise hatte ich meinen Begleitern am Lagerfeuer die Geschichte des Verschwindens von Peter Falconio erzählt - der mit seiner Freundin von einem vermeintlichen Helfer am Straßenrand gestoppt wurde, welcher behauptete, dass etwas mit dem Wagen nicht stimme. Sobald der junge Mann das Auto verlassen hatte, wurde er erschossen. Seine Freundin entkam mit Mühe und Not, die Leiche Peter Falconios ist bis heute nicht gefunden. Nun hatte diese Geschichte offensichtlich Wirkung auf meine Begleiter, denn plötzlich rannten alle panisch los, nur weil dieser  Mensch im Auto halten wollte. Irgendwer rief: "Shit, he's stopping, let's go!" Ich antwortete perplex: "Seriously?", worauf alle hektisch bejahten, ich verwirrt ins Auto sprang, meine Tasche auf dem Heck stehen ließ, die gerade noch von Dinka gerettet wurde, und Boris trat auf das Gaspedal, während die Türen noch offen waren - so verschwanden wir mit einer Staubwolke. Unser vermeintlicher Shotgun-Killer wendete erneut und fuhr seiner Wege, vermutlich nicht ohne sich sehr zu wundern. Oder uns für Kriminelle zu halten. Oder Wahnsinnige. Wie dem auch sei - die rasante Flucht mag sich auf Boris Fahrverhalten ausgewirkt haben. &lt;br /&gt;Ich selbst war mit meinen Gedanken längst bei den Sternen und dem dritten Busch links hintem im Outback, als ich plötzlich das unheilsverkündende Geräusch scharf eingezogenen Atems hörte, ein "OH Shit" (oder etwas in der Richtung) von Olaf, dicht gefolgt von dem Quietschen unserer Reifen, als Boris eine mustergültige Vollbremsung hinlegte. Vor der Windschutzscheibe ein Schatten, dann ein Aufschlag, ein Rumpeln, das Auto stand, aus den Lautsprechern kam 'Hot Stuff' in der Version von The Bosshoss, um uns eine undurchdringliche Wolke aus Gummidämpfen, und ansonsten ein Moment absoluten Schweigens, bis das erste 'Fuck!' von Boris uns alle wieder ins Leben rief.&lt;br /&gt;Mit sage uns schreibe 150km/h, wie Boris später eingestand (was an sich schon Wahnsinn auf einem unbegrenzten Highway ist) hatten wir ein Känguruh überfahren. Der erste Wildunfall meines Lebens. Auf der Straße hatten anscheinend zwei Känguruhs gesessen, von denen Boris nur das erste gesehen hatte. Dieses erste war links in den Busch geflohen, das zweite war dummerweise hinterher und damit genau in unser Auto gesprungen. Boris fuhr den Wagen an den Straßenrand. Währenddessen rüstete ich mich mit Papas kleinem Jagdmesser, dass mich auf jeder Reise begleitet, eingedenk der Predigten, dass ein Tier nie mehr leiden darf als unvermeidlich. So stieß ich  Stoßgebete aus, dass das Känguruh schon tot sein möge und ich nicht noch überlegen müsste, wie das Tier mit dem kleinem Messer am schnellsten zu töten sei. &lt;br /&gt;Tot war die bemitleidenswerte Kreatur. Mehr als tot. Wirklich schlimm war der Moment, in dem wir bemerken mussten, dass wir nicht nur ein Känguruh getötet hatten; etwas weiter vorn auf der Straße lag das kleine Joey, dass durch die Wucht des Aufpralls aus dem Beutel seiner Mutter geschleudert worden sein musste und nun ebenfalls tot war. Das erste Baby-Känguruh, dass ich je gesehen habe. Ein wirklich tragischer Moment. &lt;br /&gt;Dieser Moment hielt jedoch nicht lang. Natürlich mussten die Kadaver von der Straße gezogen werden. Just als Olaf heldenhaft diese unschöne Aufgabe übernehmen wollte, kam ein anderes Auto angerast, ohne auf unsere Lichtzeichen zu reagieren. (Wahrscheinlich Touristen, die von der Peter Falconio-Geschichte gehört hatten.) Ich steckte mir instinktiv die Finger in die Ohren, Dinka ging angewidert hinter unserem Auto auf Tauchgang, Boris kniff die Augen zu - es half alles nichts, das andere Auto raste durch unser totes Känguruh, und die Geräusche davon werde ich wohl nie vergessen. &lt;br /&gt;Das nächste Problem war die Realisation der Lage. Da standen wir nun schon seit ca. 20 Minuten im Outback, und hatten ein einziges Auto gesehen, das zudem auf keinen Fall anhalten wollte. Wir hatten keinen Handyempfang, keine Zelte, Olaf zudem keinen Schalfsack, und keine Ahnung, ob das Auto noch fahrbar wäre. &lt;br /&gt;Die Jungs starrten unter die Kühlhaube, als könnte das Auto vielleicht eine Selbstdignose abgeben, untersuchten die Reifen, forschten nach Lecks, Dellen und Ähnlichem. Nach einigen Fahrversuchen war bald klar, dass unser Auto nicht nur eine unhübsche Delle anbekommen hatte, sondern auch böse humpelte. Möglichkeit 1: Die Reifen hatten einen Schlag abbekommen. Möglichkeit 2: Die Achsen waren hinüber, oder die Spur verstellt. &lt;br /&gt;Es half alles nichts, wir waren im Outback und konnten nicht einfach so die Nacht in der Kälte bei den Dingos verbringen, also stiegen wir ins Auto und fuhren bei gedrückter Stimmung mit vorsichtigen 40km/h nach Daly Waters. Unterwegs sahen wir am Straßenrand auch die ersten wilden Kühe - wenigstens hatten wir keine von denen erwischt.&lt;br /&gt;Der Daly Waters Pub ist eine Attraktion. Von den Wänden hängen Kreditarten, Ausweise, Passbilder, BH's, Flip Flops, T-Shirts und allerlei andere Dinge, die Durchreisende hinterlassen haben. Drinnen laufen feinste Oldies und Country-Evergreens, es geht zünftig zu und man hat einen derben Humor. Wir nahmen uns zwei Zimmer und saßen stumm in all dem Trubel an einem Fass, bestellten Bier und Sandwiches, für Boris und mich dazu Whisky, während Dinka, unsere Kroatin, Wodka bevorzugte, und Olaf kurzzeitig verschwunden war. Das erste Lied, dass ich hörte, war übrigens genau jenes Lied, dass ich aus unbekannten Gründen den ganzen Tag schon gepfiffen und damit meine Mitreisenden maltretiert hatte. Der gesamte Pub grölte melancholisch und da hielt es auch mich nicht mehr auf dem Stuhl; so sang ich im Chor der Gestrandeten: Bye bye Miss American Pie/drove my Chevy to the levee, but the levee was dry/Them good old boys were drinking whiskey and rye/ Singing, this'll be the day that I die, this'll be the day that I die...&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen, nach wilden Spekualtionen wie lange wir denn nun in Daly Waters festsitzen würden, wurden die Jungs Russel vorgestellt. (Ja, es ist eine andere Welt da draußen. Die Mädchen trinken Kaffee, und die Jungs reden über das Wichtige und das Auto.)Einer der Barangestellten hatte mitbekommen, dass wir Probleme mit unserem Auto hatten. "So, did you call Russel?" Natrülich nicht, denn woher hätten wir Russel kennen sollen. Kurze Zeit später kam dann ein drahtiger älterer Mann durch die Tür, ein Outbackbewohner aus dem Bilderbuch. "So, you've had an exident. How's the 'Roo?" Dann nahm er die Jungs mit, sah sich das Auto an und erklärte (ich verlasse mich hier auf Augenzeugenberichte, ich war ja nicht da): "I've been a mechanic for over 30 years now and I tell you, it's the tyres!" Dann gab es Bier für alle (um ungefähr 12), die Jungs tauschten wild die Reifen und wechselten einen gegen das Reserverad, und kurze Zeit später konnten wir Daly Waters verlassen, mit den Versprechen an uns selbst nie wieder im Dunkeln zu fahren. Dinka und ich waren ein Bißchen traurig...wir hatten uns gerade an den Gedanken gewöhnt, Outback-Queens ins zerissenen Jeans zu werden, Bier zu servieren, gegrilltes Beef am Abend zu essen und den Tag in der Sonne mit Faulheit zu vergeuden, während wir den 'Touristen' zusahen, die aus ihren Bussen hüpften, Sachen an die Wände pinnten, ein kleines Bierchen tranken und dann wieder verschwunden waren. &lt;br /&gt;Im nächsten Ort (alles was mehr hat als einen Pub und eine Tankstelle) erstanden wir schließlich neue Reifen, und so war das Drama beendet. Der Reifenhändler war sehr begeistert - einen derartig abgebremsten Riefen wie den unseren hatte er auch noch nicht gesehen. (Siehe Foto - Respekt an Boris.)&lt;br /&gt;Und um nun noch ein versöhnliches Ende für die Geschichte zu finden: Am Ende meiner eigenen Tour zum Uluru hatte ich noch einen Tag Aufenthalt in Alice Springs. Ich bin katholisch und mit den Prinzip von Buße und Vergebung vertraut. Nachdem mich also seit Tagen ein kleines und ein großes Känuruh im Traum verfolgt hatten, habe ich die Baby Joey Rescue Station besucht. Hier werden die kleinen Känguruhs abgeliefert welche die Unfälle, bei denen ihre Mütter sterben, überleben und aufgezogen werden müssen. Ich habe ein Joey gehalten, getragen, mich informiert, und mein Gewissen gereinigt. Noch nie habe ich so freudig den Eintritt (5 Dollar Unterstützungsgebühr) bezahlt. Ich sagte ja, ich bin katholisch. &lt;br /&gt;&lt;A HREF='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RqXxu1m7qeI/AAAAAAAAA2U/lQwAbeCIHX4/s1600-h/IMG_2506.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RqXxu1m7qeI/AAAAAAAAA2U/lQwAbeCIHX4/s160/IMG_2506.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-4399360495869355063?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/4399360495869355063/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=4399360495869355063' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/4399360495869355063'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/4399360495869355063'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/07/and-as-story-continues.html' title='And as the story continues...'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RqXxulm7qdI/AAAAAAAAA2M/pYG4S_vdC-g/s72-c/IMG_2362.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-6640391521546127167</id><published>2007-07-11T05:19:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:51.501+01:00</updated><title type='text'>Nature- and Star-strucked</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RpRMWrnRZwI/AAAAAAAAA1o/B7j2Rc6Mufo/s1600-h/IMG_2301.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RpRMWrnRZwI/AAAAAAAAA1o/B7j2Rc6Mufo/s160/IMG_2301.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:right; margin:0 0 10px 10px;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Ich habe eine Abneigung gegen Gruppenreisen. Immer schon gehabt, und vermutlich werde ich sie auch immer haben. Trotzdem hatte ich mich überreden lassen, eine drei Tagesreise mit 'Adventure Tours' zu buchen. Besagter Trip sollte in Darwin beginnen, wo Olaf und ich uns mit Dinka und Boris trafen, um zu aller erst unsere eigene Kleingruppe zu formieren. Quasi als Abwehrschild gegen eventuelle andere Gruppen innerhalb der Reisegruppe. (Man beginnt zu begreifen, warum ich Gruppenreisen nicht mag. Abgesehen davon, dass man sich mit völlig fremden Menschen gut verstehen muss, komme was da wolle.) Der erste Tag in Darwin wurde folglich genutzt, unsere eigene Kleinzelle einzuschwören, was sofort im ersten Pub unternommen wurde, in dem Boris die größte kommerziell erwerbliche Bierflasche entdeckt hatte, Fassungsvolumen 2 Liter. Da war die männliche Freude groß. Am nächsten Morgen wurden wir dann gegen 6 Uhr aus unseren Hostels abgeholt, die Neugierde auf die anderen Teilnehmer war groß, ich hatte mich mit einem doppelten Kaffee und einem warmen Lächeln ausgerüstet und war bereit für die Menschheit - wie sich dann herausstellte völlig unnötig. Ein Vorteil von Adventure Tours sind die Kleingruppen; unsere Gruppe war sogar so klein, dass sie außer uns vier und dem Guide niemanden mehr umfasste. Aus irgendeinem Grund wollte niemand mit uns auf die 'Unleashed'-Tour gehen - als ich später mit Atemnot die Klippen im Kakadu National Park erklommen habe konnte ich mir kurzfristig auch vorstellen warum. Aber nur kurzfristig. Den ersten Tag unserer Tour hatten wir gänzlich den Krokodilen gewidmet, wir haben Orte gesehen, an denen nicht nur Crocodile Dundee, nein!, sondern auch der Crocodile Hunter Steve Irwin höchst persönlich schon vor uns gewesen war. Am zweiten Tag hatten wir dann kein bequemes Boot mehr, sondern mussten die Jim Jim Falls hochklettern. Ich war, da im Prospekt von 'hiken' die Rede war, für mich 'wandern', völlig falsch ausgerüstet mit einer Umhängetasche, die mich an mehreren Felsspalten fast das Leben gekostet hätte, und Sneakers, deren Profil quasi nicht vorhanden war und in denen ich (das lag natürlich NUR an den Schuhen!)ein Dutzend Mal umgeknickt bin. Abgesehen davon war es aber jeden Schweißtropfen wert. Am Ende eines langen Weges waren wir plötzlich oben angekommen - vor uns lag ein grünblau funkelnder See, umgeben von meterhohen Felswänden, aus denen  ein kristallener Wasserfall stürzte, flache Steinformationen luden zum Sonnenbaden ein, und hinter uns stürzten tosend die eigentlichen Jim Jim Falls in den Abgrund. Unter uns das Becken des Wasserfalls, Wälder und Weite, um uns kaum andere Menschen, das Wasser war kühl und sauber, und innerhalb von Minuten war jede Erschöpfung vergessen. Wir waren in einem kleinen, versteckten Paradies angelangt, ein Ort, den man auf Fotos nicht festhalten kann. Die Jim Jim Falls waren erst vor wenigen Tagen wieder geöffnet worden (sie sind während der Regenzeit zu gefährlich für Besucher), folglich floß das Wasser noch reichlich und der Ort war noch nahezu unberührt von den Menschen, die ihn finden und besuchen. Nachdem wir einige Stunden an diesem Steinpool verbracht hatten (Ich musste mich zwischenzeitlich wie eine Schlange zwischen den Steinen zusammenrollen, um etwas Schatten zu bekommen - man hat es als Original-Rothaarige nicht leicht), mussten wir uns an den quälenden Abstieg machen, denn wir wollten vor Sonnenuntergang auch noch zum eigentlichen Becken der Falls wandern. Im Tal angekommen war mein Gesicht wieder quietschrot, meine sämtlichen Gedanken waren auf's Atmen gebündelt und darauf, möglichst nicht noch über die Steinbrocken, zwischen denen wir hin und her kraxeln mussten, zu stürzen. Folglich habe ich den zwei Touristen, die uns entgegenkamen, auch nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt als nötig war um zu bemerken, dass der erste Mann sehr groß war und kein T-Shirt anhatte. Man grüßte sich beiläufig und passierte sich - bis Boris plötzlich in völliger Aufregung von hinten seine Entrüstung kundgeben musste: "Und ihr wisst natürlich nicht, wer das ist!" Besagter Mann ohne T-Shirt rief darauf mit dunkler Stimme: "Wer denn!" Mitten im Nirgendwo waren wir Dirk Nowitzki über den Weg gelaufen, dem (wie ich mir erklären lassen musste), einzigem europäischen Spieler, der jemals den 'NBA Most Valuable Player Award' bekommen hat. Was noch interessanter war, war die Tatsache, dass Boris ihn bereits in Sydney zufällig getroffen hatte, worüber beide dann kurz ins Gespräch gerieten, um sich dann über die Reise zu unterhalten. Als Paul, unser Guide, uns dann antreiben wollte, da die Dämmerung immer näher rückte, fragte Dirk Nowitzki uns Bande unvermögender Studenten: "Wie - ihr habt euch hier einen eigenen Guide genommen?" &lt;br /&gt;Es stellte sich schließlich heraus, dass Herr Nowitzki und seine Begleitung (ich würde tippen es war sein Vater) auf dem falschen Weg unterwegs waren - nämlich auf dem, den wir gerade herabgestiegen waren. Unser Guide hat dann erklärt, dass man diesen Weg ohne Wasser nicht besteigen sollte und schon überhaupt nicht am Nachmittag, weil man es dann nicht mehr vor der Dunkelheit hinunter schaffen könnte. Folglich waren wir dann alle zusammen auf dem gleichen Weg unterwegs zum unteren Pool. (Man könnte sich fragen, was passiert wäre, wenn die beiden uns nicht getroffen hätten. Die NBA kann uns dankbar sein.) Der Weg ist steinig, was in diesem Falle bedeutet, dass die Steine rund und hoch und eigentlich Felsbrocken sind, die wild herumliegen und die Sicht nach allen Seiten versperren. Paul war anscheinend irgendwann ungedulig geworden und wollte schwimmen, jedenfalls war er plötzlich verschwunden. Dinka hatte es zunächst noch geschafft, ihm auf den Fersen zu bleiben - wir riefen nach beiden, bekamen aber keine Antwort. Irgendwann redete Dirk Nowitzki mit jemandem. 'Have you seen a guide?' .... 'Oh, so you're lost as well!' Und noch während ich mich wunderte, mit wem er sprechen könnte, kam Dinka zwischen den Felsen hervorgeklettert. Es ist einfach wirklich von Vorteil, wenn man so groß ist. Man behält den Überblick. &lt;br /&gt;Den Weg haben wir schließlich allein gefunden. Unser Guide lag schon am Strand des Sees, und auf unsere Klagen hin, dass er uns weggelaufen sei, bemerkte er verwundert, dass es doch gar kein Problem gegeben habe, schließlich sei da ja nur ein Weg. Den muss man aber erstmal finden.&lt;br /&gt;Nach dem ersten Bad waren wir aber schon wieder glücklich. Auch hier klares, kühles Wasser, dazu die Wasserfälle, und tatsächlich waren wir die einzigen Besucher. Abgesehen von Dirk Nowitzki und seinem Vater natürlich. In all unseren Fotos von diesem See kann man nun im Hintergrund eine kleine Figur sehen, die rumläuft oder auf einem Stein sitzt. Wer es weiß kann dort den 'Most Valuable Player' der NBA erkennen. Wem man nicht alles begegnet.  &lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-6640391521546127167?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/6640391521546127167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=6640391521546127167' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/6640391521546127167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/6640391521546127167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/07/nature-and-star-strucked.html' title='Nature- and Star-strucked'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RpRMWrnRZwI/AAAAAAAAA1o/B7j2Rc6Mufo/s72-c/IMG_2301.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-4338920545852141475</id><published>2007-07-10T03:14:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:52.210+01:00</updated><title type='text'>Big City Life - Willkommen Zuhause</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RpLddbnRZvI/AAAAAAAAA1g/a-Zsw5xoRrk/s1600-h/IMG_2519.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RpLddbnRZvI/AAAAAAAAA1g/a-Zsw5xoRrk/s160/IMG_2519.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Was man nicht alles erleben kann in Australien. Zeitreisen, beispielsweise. Oder sagen wir - etwas, das sich anfühlt wie zeitreisen. Man kennt das aus unzähligen Mittelklasse Hollywood-Filmen und -Serien - jemand reist mit einem hochtechnologischen Vehikel in die Zukunft, wo alles verstörend und anders ist, Welten voller Technologie, Geschwindigkeit und Menschen, die merkwürdige Dinge tun.&lt;br /&gt; Nach Tagen in einer Welt, in der die Menschen Cowboyhüte tragen, in roten Staub gehüllt sind und eine fremdartige Sprache nuscheln, Behausungen in weiter Ferne voneinander liegen und Känguruhs und Dingos sich noch gute Nacht sagen, habe ich ein Flugzeug in Alice Springs bestiegen, einige Studnen in der Zwischenwelt des Himmels verbracht und bin schließlich wieder im futuristsichen Sydney gelandet. Das Flugzeug rollt auf den Hangar zu, man schreitet den Tunnel entlang, und plötzlich sind überall Menschen. Ellbogenkämpfe bei der Gepäckausgabe, ein kurzer Triumpf (das Kind hab ich gnadenlos umgerannt), dann die Suche nach dem Ausweg, und kaum dass man die Glasschiebetüren durchschritten hat, steht man plötzlich in winterlicher Kälte, im Sturm, in der Dämmerung, und kann keinen Shuttlebus finden. Folglich stellte ich mich in der (zum Glück kurzen) Schlange für Taxis an, warf mein Gepäck in einen Kofferraum und setzte mich neben einen schlecht gelaunten arabischen Taxifahrer, der alle fünf Minuten geseufzte (ich habe mich unterstanden, nach den Gründen zu fragen), im Radio lief eine Sendung über Männerkosmetik, auf den Straßen war Rushhour. 30 Minuten später und um 25$ leichter war ich endlich zuhause, das Gepäck schnell ins Zimmer gebracht und wieder raus auf die Straße, denn der Mensch muss essen und mein Kühlschrank war leer. &lt;br /&gt;In meinem Standart-Deli tanzte der Mann, der mir immer mein Brot verkauft (und stark übergewichtig ist), mit einer Spiderman-Maske hinter der Theke hin und her, bis er mich bemerkte. Dann rupfte er sich die Maske vom Kopf, gab mir die Hand und stellte sich als Peter Parker vor.&lt;br /&gt;Die Verwnderung ging in den nächsten Tagen weiter. Isabel hatte mich zu einer weiteren Erkundungstour durch unsere temporäre Heimat eingeladen, und so brachen wir zu einer Wanderung entlang der Watsons Bay auf. Die zu besichtigenden Heads (Felsen) waren zu Zeiten ohne Flughäfen ein Wahrzeichen Sydneys, das erste Zeichen für die armen Menschen auf den Schiffen, dass sie nach Monaten auf See endlich angekommen waren. Historisches Terrain also. &lt;br /&gt;Heute führt die Rundwanderung zunächst einmal am Nudistenstrand vorbei, wo wir auf ein Gruppe kichernder Asiaten stießen, die Fotos von den nackten älteren Herren machten, von denen einer allerdings eine Windjacke trug und angelte, unten herum jedoch völlig frei war und folglich quasi beide Ruten fröhlich in den Wind hielt.  &lt;br /&gt;Entlang des Wanderwegs steht schließlich auch eine historsiche Kanone (die interessanterweise auf die Stadt gerichtet ist). Vor dieser malerischen Kulisse wollten Isabel und ich ein Foto von uns beiden machen, was sich als nicht ganz so einfach herausstellte. Nachdem ich Ewigkeiten gebraucht hatte, um meine Kamera richtig zu positionieren und den Zoom zu justieren, hatte ich es endlich geschafft den Selbstauslöserknopf zu drücken und musste nun nur noch zu der Kanone und Isabel hinunterklettern. Für einen Moment schaute ich auf meine Füße, da ich ja dazu neige zu stürzen wenn ich klettere, und als ich wieder aufsah stand plötzlich genau vor meinem Gesicht ein nur halb bekleideter, erstaunlich großer Transvestit mit wirrem schwarzen Haar, der auf mein verwirrtes 'oh, hello!' etwas nuschelte, sich dann an mir vorbeischob und damit genau in das Selbstauslöserbild hinein, um schließlich die Kanone zu bestiegen und eine Weile darauf zu reiten. (Siehe Foto)&lt;br /&gt;Kein Zweifel, ich lebe in einer Großstadt. &lt;br /&gt;Urlaubsberichte folgen. Sagen wir - ich brauchte etwas Zeit, um mich wieder einzugewöhnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-4338920545852141475?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/4338920545852141475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=4338920545852141475' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/4338920545852141475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/4338920545852141475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/07/big-city-life-willkommen-zuhause.html' title='Big City Life - Willkommen Zuhause'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RpLddbnRZvI/AAAAAAAAA1g/a-Zsw5xoRrk/s72-c/IMG_2519.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-3605901023469667827</id><published>2007-06-18T06:19:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:52.380+01:00</updated><title type='text'>Ich packe in meinen Koffer....</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RnYHyOftY7I/AAAAAAAAAZY/Jw1X7dpqaAk/s1600-h/IMG_1942.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RnYHyOftY7I/AAAAAAAAAZY/Jw1X7dpqaAk/s160/IMG_1942.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;...eine Mütze für Melbourne, die obligatorischen Flip Flops für den Strand (und um mich sowohl den Backpackern als auch den Strandaussies anpassen zu können), eine Zeitschrift zum Insektentotschlagen im Dschungel, eine Sonnenbrille für die Lässigkeit am Steuer (sowie eine CD mit Johnny Cash und Bosshoss Highwayliedern aus selbigem Grund), ein Messer und einen Knüppel für die Durchquerung der Wüste im verrückten Northern Territory.&lt;br /&gt;Seit Tagen schieben sich graue Wolken hinterhältig vor jedes bisschen Himmelsblau, wenn es nicht regnet stürmt es, die meiste Zeit aber stürmt und regnet es, kurzum: Zeit zu gehen. Am Freitag haben meine Ferien offiziell in dem Moment begonnen, in dem ich mein letztes essay mit einem gekonnten Wurf aus dem Handgelenk in dem Briefkasten des SOFI-office versenkt habe. Am Samstag habe ich in einem Triumphmarsch die letzten Bücher in die Bibliothek geschleppt, und nun kann man auf meiner Stirn (versteckt unter dem neuen Pony) anstelle von Grübelfalten ein einziges Wort lesen: Freiheit.&lt;br /&gt;Das Semester ist vorbei, Aufbruchsstimmung überall, der Großteil der mir bekannten Austauschstudenten begibt sich auf Umwegen über den Kontinent wieder zurück in Richtung Heimat. Der offizielle Schlußstrich wurde am vergangenen Samstag mit einem Abschiedsdinner gezogen, 25 fröhliche Ausländer fielen über einen Nobelthailänder in Newtown her, nach 9 Gängen war sogar meine Wenigkeit, allseits bekannt als begeisterte Esserin, gesättigt und kugelrund,und nun muss ich zugeben: auch wenn ich mich oftmals aus den Aktivitäten der Deutsch-Skandinavischen Studentenfront zurückgezogen habe (um statt dessen Australier zu jagen), war es doch eine nette Truppe, sehr gemischt (wer hätte gedacht dass die CDU-wählende Jugend tatsächlich so unterhaltsam sein kann!), und zurück bleibt eine vorläufige Mischung aus Melancholie, Sentimentalität und verfrühter Nostalgie. &lt;br /&gt;Diese Gefühle gilt es nun aber ersteinmal in der Schreibtischschublade einzulagern, denn ich gehe auf Reisen. Endlich. Es hatte schon Zweifel gegeben, ob ich jemals einen Zeh über die Grenzen von NSW setzen würde, und deshalb nun: 16 Tage Australien intensiv. Ich persönlich hätte mir vielleicht etwas mehr Zeit mit allem gelassen und wäre statt dessen länger gereist, aber da meine Pläne einen fahrbaren Untersatz vorausgesetzt hätten, habe ich kleine Nutznießerin mich einfach den Plänen von Olaf und, für den zweiten Teil der Reise, zudem noch Dinka und Boris angeschlossen.&lt;br /&gt;Heute abend fliege ich nach Melbourne, treffe Olaf, wir werden das Casino unsicher machen und, festeingeplant, die Reisekosten wieder einnehmen, übermorgen geht es weiter mit dem Auto nach Adelaide, also über die Landesgrenze entlang der Great Ocean Road nach South Australia. Von Adelaide aus fliegen wir (sinnigerweise in getrennten Fliegern da ich ja alles nachgebucht habe, da heisst es also einander abpassen) nach Darwin, also ganz ans Ende des Northern Territories, wo wir nach einem Tag auf Dinka und Boris treffen, mit denen gemeinsam wir eine dreitägige Safari in den Kakadu National Park unternehmen. Bushcamping ohne Zelte inklusive, und am ersten Tag hat mir der Katalog von 'Adventure Tours' entlang des Mary Rivers Kontakt mit Salzwasserkrokodilen versprochen,die in diesem Fluss mit der höchsten Populationsdichte in der südlichen Hemisphäre vorkommen. Von Darwin aus fahren wir vier mit dem Mietwagen vier Tage lang nach Alice Springs. Schlau wie ich bin, habe ich Doppelabsprachen getroffen. Mit Dinka habe ich mich darauf geeingt, sowohl die musikalische als auch die sonstige Kontrolle über die Jungs während der Fahrt zu übernehmen, und mit Boris habe ich beschlossen, dass für den Fall, dass wir in der Wüste liegenbleiben, Olaf als erster losgeschickt wird um Hilfe zu suchen. &lt;br /&gt;In Alice Springs trennt sich dann mein Weg von dem der anderen, denn ich habe mich strikt geweigert eine Gruppentour nach Uluru (Ayers Rock) zu machen. Meiner Meinung nach vertragen sich Spiritualität und 25 Leute nicht sonderlich. Überhaupt wollte ich ja gern ein wenig allein reisen, ich bin also ins STA Reisebüro gestapft und habe mir ein Auto gemietet, ein kleines, nur für mich. Als ich erwähnte dass ich nach Uluru fahren wolle und zwar allein, durfte ich mir wieder einmal meinen Lieblingsspruch anhören: "I wouldn't recommend it, especially not for a woman." Es tut mir leid, ich kann nichts dafür dass ich eine Frau bin, überhaupt halte ich das persönlich eher für einen Vorteil, denn sollte ich tatsächlich liegenbleiben glaube ich, dass andere Autofahrer noch eher für ein 'Mädchen' am Strassenrand anhalten. Wie dem auch sei, ich würde ja auch ganz gern mit einem/r guten Freund/in die Strecke fahren, es war aber zu dem Zeitpunkt zufällig grad keiner von denen in Alice Springs. Was soll man also machen? Ich hab das Auto trotzdem gebucht. &lt;br /&gt;Meine selbstbewusste Haltung kam nur etwas ins Wanken, als meine australische Freundin Trudy mit letzten Donnerstag ein Schnellbriefing gegeben hat. Genug Wasser und Essen mitnehmen, Leuten sagen wo man hinfährt, nie das Auto verlassen, keine Abkürzungen suchen - "and Julia, remember: people die in the out-back." Dann habe ich kurz mal an mein Glück mit Autos gedacht...vorsichtshalber habe ich Isabel angewiesen, ein Rescueteam loszuschicken wenn ich mich am Abend des 3. Juli noch nicht gemeldet habe. Eigentlich dürfte aber nichts passieren, immerhin ist der Weg nach Uluru eine Hauptstraße, und solange ich nicht auf die glorreiche Idee komme einen Abstecher ins Umland zu machen (was ich nicht vorhabe), sollte alles glatt gehen. Bloß die Berichte über die Backpacker Murders (allerdings vor 10 Jahren und in NSW) und das Verschwinden von Peter Falconio im Outback (wen's interessiert, auf der englischen Version von Wikipedia gibt es einen Schauerbericht) haben mich etwas beunruhigt. ABER ich wollte ja Abenteuer und Individualreisen. &lt;br /&gt;Also los geht's. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(P.S.: Berichte folglich erst wieder ab dem 4. Juli - dann aber mit etwas spannenderen Fotos, hoffe ich.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-3605901023469667827?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/3605901023469667827/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=3605901023469667827' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/3605901023469667827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/3605901023469667827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/06/ich-packe-in-meinen-koffer.html' title='Ich packe in meinen Koffer....'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RnYHyOftY7I/AAAAAAAAAZY/Jw1X7dpqaAk/s72-c/IMG_1942.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-6058048783612915522</id><published>2007-06-13T03:39:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:53.032+01:00</updated><title type='text'>Karma is try'n to kill me</title><content type='html'>&lt;div style='text-align:center;margin:0px auto 10px;'&gt;&lt;A HREF='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rm9KvuftY6I/AAAAAAAAAZQ/K7oYnQD3nbE/s1600-h/IMG_1916.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rm9KvuftY6I/AAAAAAAAAZQ/K7oYnQD3nbE/s160/IMG_1916.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' &gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style='clear:both; text-align:CENTER'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Hat sich der ein oder andere vielleicht gefragt, warum ich mich seit beinahe zwei Wochen auf meinem blog in Schweigen gehüllt, keine mails mehr geschrieben und auch keine Anrufe mehr getätigt habe? &lt;br /&gt;Der Grund dafür ist, dass ich bis vor wenigen Tagen mit einer Gewitterwolke gigantischen Ausmaßes über meinem Kopf durch Sydney gestapft bin. (Für diejenigen, die von den Überschwemungen in NSW gehört haben - denkt mal drüber nach!)&lt;br /&gt;Manchmal passieren einem Dinge im Leben - nein, so stimmt das nicht - machmal passieren MIR Dinge im Leben, die nicht nur schier unglaublich dämlich und unglücklich sind, sondern über die man auch erstmal nicht sprechen möchte, weil man sich nicht sicher ist, ob man mit dem mitleidigen Lächeln und den Kommentaren der Umwelt umgehen kann. &lt;br /&gt;Andererseits hab ich mir gedacht - diese Welt ist schon trist genug, warum soll ich euch nicht etwas zum Lachen geben, also bitte, hier ist es, mein Leben!&lt;br /&gt;Folgendes ist geschehen und in die Juliaschen Chroniken aufgenommen worden. &lt;br /&gt;Nach dem Drama um meinen Van hatte ich lange nach einem neuen Vehikel für meine Reisepläne gesucht. Ich hatte mich für einen Ford Falcon entschieden, einen großen Kombi, dessen Rücksitze man umklappen kann, in dem man also auch schlafen kann. Gut, nun waren mir in den letzten Wochen mehrere gute Angebote vor der Nase weggeschnappt worden, weil ich gebranntes Kind immer zunächst einen Mechaniker aufsuchen wollte (was hier wohl nicht ganz so üblich ist - und beim Van ja auch nicht geholfen hat). Schließlich aber: mein Angebot. Ein 1994er Ford Falcon mit vernünftigem Kilometerstand, burgunderrot, der Vorbesitzer (ich wollte ja NIE mehr von Backpackern kaufen) war ein freundlicher alter Mann (73), der erklärte, er habe das Auto für seine Arbeit auf dem Bau benutzt, als Transportvehikel quasi, nun sei der Bau abgeschlossen und er wolle in Rente gehen, das Auto würde quasi nicht mehr benötigt. Die Geschichte klang, angesichts der Massen an Schmutz im Auto, plausibel, der Wagen war günstig. Ich war extra nach Waitara gefahren, um mich mit dem Besitzer zu treffen, also mal wieder auf völlig fremden Terrain und ohne Ahnung. Auf meine zaghafte Frage hin wo denn der nächste Mechaniker wäre, wurde mir gesagt, der habe geschlossen, weil Wochenende. Ich kann nichts dafür, ich bin gut erzogen, ich vertraue alten Männern und habe Respekt vor grauem Haar. Nach langer Probefahrt habe ich, wie ich dachte, einen wirklich guten Preis für das Auto heraushandeln können, ich war mir bewusst, dass einiges gemacht werden müsste, aber das war bei dem Einkaufspreis im Budget inbegriffen. Kurze Freude, imaginärer Wind im Haar und Highwayluft in der Nase.&lt;br /&gt;Da ja nun bald die Ferien offiziell beginnen, habe ich meinen Ford gleich am nächsten Montag zum Mechaniker kutschiert, zur Grundkontrolle und um erste Mängel beheben zu lassen. Alles schön und gut, Dienstag der fatale Anruf: Bei genauerer Betrachtung des Motors waren jede Menge Mängel aufgefallen, Löcher in Ölleitungen (wobei ich niemals gesehen habe, dass Öl auf die Straße getropft wäre, und der Wagen fuhr einwandfrei), die Servolenkung hatte vermutlich einen Defekt, der Airbag auch, die Bremsen, von denen ich dachte, dass nur die Belege mal gewechselt werden müssten, waren schwierig, weil da allem Anschein nach ein Hobbyhandwerker rumgepfuscht hatte...und so weiter und so fort. Der alte Mann hat mich von hinten bis vorne über den Tisch gezogen (regelmäßige Inspektion für die Rego-Erneurung zum Beipsiel...), vor allen Dingen, wie ich zugeben muss, weil ich nicht genügend informiert war. Den guten deutschen TÜV gibt es hier beispielsweise nun einmal nicht, dafür gibt es den 'pink-slip', die Zulassung, für die eine Inspektion nötig ist. Ich dachte, ein pink-slip gelte für ein ganzes Jahr, aber da ist ein feiner Unterschied: der pink-slip ist gültig für 42 Tage, danach darf man den Wagen bloß legal für das ganze Jahr fahren. Wäre der slip noch gültig gewesen, hätte ich den Mann anzeigen können, denn alle Teile, die kaputt waren, waren auf dem slip noch als angeblich völlig in Ordnung vermerkt, das Auto war seit dieser Untersuchung nur 10.000 km gefahren und ich dachte, damit wäre ich irgendwie auf der sicheren Seite. &lt;br /&gt;Immerhin fuhr das Auto aber. Mein Mechaniker gab mir den Tipp, das Reparaturgeld zu sparen und das Auto auf einer der australischen car-auctions zu versteigern. Für mich eh die einzige Möglichkeit - ich hätte das Auto niemals privat verkaufen können, einfach weil ich für derartige Geschichten zu ehrlich bin. "Und, in welchem Zustand ist das Auto so?" "Ähm - also...Schrott?" Keine gute Verhandlungsstratgie. Da ich 'nur' einige hundert Euro für das Auto bezahlt hatte, entschied ich mich für folgenden Kompromiss. Entweder, ich würde auf der Auktion einen von mir festgesetzten Mindestpreis wiedererzielen und meinen Verlust somit gering halten, oder aber ich würde tatsächlich etwas mehr inverstieren und zumindest die gröbsten Mängel schon mal beheben lassen, was mein Mechaniker nicht empfohlen hatte. (Nicht für ein halbes Jahr, ich sollte es lieber loswerden und ein neues suchen. Haha.)Zumindest hätte ich dann ein Auto gehabt. Aber. Jetzt. Der Teil der so absurd ist, dass er wirklich nur mir passieren konnte. &lt;br /&gt;Sonntag, wie sich das an Sonntagen gehört, wollte ich mein Auto waschen. Ich wollte es für die Auktion hübsch machen. Wer mich kennt weiß, dass ich eine ziemlich eifrige Putzerin bin. Ich hing also halb im und halb aus dem Auto auf der Beifahrerseite, den Schwamm in der Hand, den Wassereimer auf dem Bordstein, und war wild damit beschfäftig, auch noch die letzten Flecken von den Amaturen zu schrubben, auch von der Mittelkonsole. Und während ich mich also mit ganzem Elan der Reinlichkeit widme und gerade denke, dass ich doch eigentlich trotz allem ein schickes Auto gekauft habe und ich es vielleicht wirklich auf Vordermann bringen könnte, muss ich an den Schaltknüppel gekommen sein. Der Knüppel bewegte sich, stand plötzlich zwischen P wie Parken und einem anderen Gang - was ja eigentlich, der Motor war aus, die Handbremse gezogen - kein Problem hätte sein dürfen, bloß dass ich in diesem Moment lernen musste, was mein Mechaniker eigentlich genau meinte wenn er sagte der Wagen wäre unsicher. Plötzlich, und nicht unbedingt langsam, find mein stattlich schwerer Ford an, die minimale Steigung unserer Straße herunter zu rollen. Wie gesagt, meine Beine außerhalb des Wagen, der Rest von mir im Fahrerraum, bäuchlings auf dem Beifahrersitz. Die Handbremese hatte mich schmählich im Stich gelassen, einzig ein leichtes Quietschen zeigte letzte Bemühungen an, das Auto vielleicht doch zu halten. Ich hatte den Gang sofort wieder eingelegt, es half alles nichts. Mein erster panischer Gedanke: Hoffentlich parkt kein fremder Wagen hinter mir. Mein zweiter: ich muss irgendwie auf den Fahrersitz und das Auto stoppen. Woran ich nicht gedacht hatte: das umfriedete Bäumchen auf dem Bürgersteig. &lt;br /&gt;Die offene Tür, immerhin waren meine Beine mittlerweile im Auto, blieb an besagtem Bäumchen hängen, es gab ein hässliches Geräusch, das Auto aber blieb immerhin stehen. Ich stieg aus, setzte den Wagen sofort nach vorne und wollte dann die Beifahrertür schließen, was natürlich nicht ging, die Tür hatte sich überdehnt, es hatte eine fiese Beule gegeben. Meine erste Reaktion: ich habe das Putzwasser ausgegossen, bin ins Haus gegangen, habe mir einen Stadtplan und die Gelben Seiten (die hier übrigens 2 Bände mit insgesamt 3014 Seiten umfassen)geholt, und einen Schrottplatz in der Nähe gesucht. Dann habe ich dort angerufen, verhandelt, und innerhalb von 45 Minuten war mein Auto weg, übrig blieben nur noch die Nummernschilder und ein bisschen Geld für die Überreste. Ich hätte allerdings wenigstens nochmal dagegen treten sollen. Oder etwas in der Art. &lt;br /&gt;Danach habe ich einen Lachkrampf bekommen, erstmal, weil ich es einfach zu unglaublich fand. Deirdre kam grade nach Hause, fragte mich was los sei, weil ich so kichern musste, und als ich ihr die Gesichte erzählt habe meinte sie 1. dass es gut sei, dass mir nichts passiert wäre (daran hatte ich noch nicht gedacht, aber ich wäre nicht die erste, die von ihrem eigenen Aut überrollt wird - welcher Promi hat das doch gleich im Parkhaus geschafft?)und 2. dass irgendeine Kraft ganz offensichtlich nicht wolle, dass ich in Australien Auto fahre und ich das besser akzeptieren solle, wer könne wissen was sonst noch passiert. &lt;br /&gt;Man muss dazu sagen: mein Glück in der letzten Zeit beschränkt sich ja nicht nur auf Autos. Um mich rum geht alles in die Brüche. Neulich, beim Lernen, ist der Stuhl unter mir weggesackt. Ich dachte zunächst, dass ein Stuhlbein abgeknickt sein müsse, aber nein, ich war durch den Holzfußboden gebrochen. Vom bloßen Sitzen. Ich kenne niemandem, dem das schon passiert wäre (und so viel wiege ich ja nun auch nicht).&lt;br /&gt;Und dann bin ich neulich, als ich nachts an der Townhall Station auf einen Bus wartete, mit einem rohen Ei beworfen worden. Um mich rum jede Menge anderer Nachtschwärmer, und die einzige, die ein Ei abbekommt, bin ich. Niemand hat gesehen wo es her kam, und ich stand genau vor der Polizeistation.&lt;br /&gt;Olaf, dem ich all das erzählt habe, hatte dazu folgenden Kommentar: "Wie war das? Du fliegst doch mit einer anderen Maschine nach Melborune als ich, oder?" Ja, da hat er Glück gehabt. Meine Grabrede: Es war...absehbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. Ja, der Titel ist ein Zitat, falls mich wer des Plagiats bezichtigen will...Ich habe es aus 'My name is Earl'. Einzig - ich bin ein guter Mensch, wirklich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-6058048783612915522?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/6058048783612915522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=6058048783612915522' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/6058048783612915522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/6058048783612915522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/06/karma-is-tryn-to-kill-me.html' title='Karma is try&apos;n to kill me'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rm9KvuftY6I/AAAAAAAAAZQ/K7oYnQD3nbE/s72-c/IMG_1916.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-2429065565295240068</id><published>2007-06-01T13:11:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:53.259+01:00</updated><title type='text'>All Heaven and Hell Lie Between the Covers</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rl_-15MEUFI/AAAAAAAAAZE/-4E_-SK5ZAg/s1600-h/IMG_1852.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rl_-15MEUFI/AAAAAAAAAZE/-4E_-SK5ZAg/s160/IMG_1852.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial;-moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nach langem Schweigen etwas für die Gedankengänge: Andrew O'Hagans Opening Adress für das Sydney Writer's Festival (Sydney Morning Herald; Thursday, May 31, 2007 - hier in Auszügen)&lt;br /&gt;"Our power truly to imagine the world and the worlds inside us is what constitutes our moral sense.&lt;br /&gt;It is not the unexamined life that is not worth living, but the unimagined one. We each have a zone of pure imagining to inhabit and it need not be a Xanadu or an Australia. It is a place where the life inside us and the world around us can make a bid for perfect harmony. &lt;br /&gt;The everyday work of the imagination can make us see both the rarity and the responsability of being truly alive. And literature is the accompaniment to that sense: not something you do in your spare time, but the beat of time itself, and we will feel that pulse in every major area we turn to. &lt;br /&gt;If we are truly alive, we have a duty to connect with the planet we inherited and that others will inherit in their turn. If we are truly alive, we have a role to play in the realisation of peace and tolerance in our time. If we are truly alive, and if we know what the imagination can do, it will not be in us to sit dormant while the planet is ruined by unfettered commerce or while thousands are killed by the pre-emptive and ruinous urges of Christian or Islamic fundamentalisms. &lt;br /&gt;If we are civilised, we imagine our way past political coercion or selfish pride. We speak truth to power. We question our media. We spring to the defence of liberty. We take care of the worlds' resources. We listen to the past. We question our feelings of superiority. We teach our children the truth of our culture and what is has done and what it has failed to do. And we never forget that we are moral beings and not machines.&lt;br /&gt;This is what we do if we are truly alive. This is what we do if we are close to our imaginations. And how do we do that, how do we keep company with our imaginations, what do we do to be so alive? It's easy, we read books. &lt;br /&gt;(...) It is literature that carries human rights and wrongs better than anything. Literature may be entertaining and it may be diverting, but its role in a civilised world is neither for distraction nor diversion, but for engagement: every day is Sorry Day in the world of literature and every day is Humanity Day and Contemplation Day and Tolerance Day and Get Your Finger Out of Your Arse Day. &lt;br /&gt;Literature is not Lifestyle, it is Life. &lt;br /&gt;There is no nation but the imagination.&lt;br /&gt;(...)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-2429065565295240068?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/2429065565295240068/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=2429065565295240068' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/2429065565295240068'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/2429065565295240068'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/06/all-heaven-and-hell-lie-between-covers.html' title='All Heaven and Hell Lie Between the Covers'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rl_-15MEUFI/AAAAAAAAAZE/-4E_-SK5ZAg/s72-c/IMG_1852.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-2183891400198074489</id><published>2007-06-01T12:36:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:53.497+01:00</updated><title type='text'>Wah Wah, Hollywood und Ich</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rl_2wJMEUEI/AAAAAAAAAY8/23z7yyEABRQ/s1600-h/IMG_1896.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rl_2wJMEUEI/AAAAAAAAAY8/23z7yyEABRQ/s160/IMG_1896.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:right; margin:0 0 10px 10px;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ja, es ist vollbracht. Ich, höchst persönlich, habe dem Schicksal getrotzt und mit viel Geduld (nicht unbedingt eine der Eigenschaften, für die ich bekannt bin), der Hilfe eines Elektrikers und eines Telefonberaters den Internetanschluss in diesem Hause repariert. Was war passiert? Meine liebenswürdige, nichts desto trotz chaotische Mitbewohnerin Bella ist ausgezogen. Ihre Kisten allerdings nicht. Die stapelten sich im Wintergarten, in dem (wie könnte es anders sein) der Internetanschluss plaziert ist, irgendwie, der Ablauf ist noch ungeklärt, muss das Kabel sich in den Kisten verfangen haben und überspannt gewesen sein, lange Rede kurzer Sinn, die ganze Steckdose war aus der Wand gerissen. Schön auch, dass ich die Einzige war, die sich am Verlust des Drahts zur Welt so wirklich gestört hat. Nach einigen Versuchen den D-link Router sowie das Modem aus- und einzustöpseln und neu zu straten und den Router, den ich strak im verdacht hatte (ich hatte den billigsten gekauft, was sonst), neu zu installieren, kam ich auf den Gedanken, dass das Problem auch auf der anderen Seite eines hinter braunem Karton verschwindenden Kabels zu suchen sein könnte. Daraufhin habe ich eine Stunde damit verbracht den Wintergarten umzustapeln (zur hellen Begeisterung meiner Mitbewohnerin, siehe da, die Dinger müssen nicht im Weg stehen). Am nächsten Morgen Elektriker (Sorry, where are you from? Oh really! You don't sound German, I thought you were Irish. Höre ich öfter - aber ist das nicht eine Beleidigung? Ich dachte stets die Iren versteht nun wirklich niemand.)und der ganze Trubel, nicht dass das IRGENJEMANDEN außer mir interessieren würde, aber irgendwo muss man sich ja mal Luft machen, wenn mal wieder die Last der ganzen Welt auf den Schultern lastet und man sich fragt wo Batman eigentlich seinen Robin her hatte, und warum weibliche Superheldinnen keine Lehrlinge haben. Außer Xena, aber die zählt nicht, wirklich nicht. &lt;br /&gt;Gut, ich habe mein Ego genug massiert. &lt;br /&gt;Es gibt noch andere Dinge zu berichten, ja, die Welt hat ihre Augen auf Sydney gerichtet (nein, nicht wegen der katastrophalen Dürre. Nein, nicht weil Sophia Loren da ist, und nein, nicht weil John Howard tatsächlich Anstalten macht, ein globales Klimaproblem einzuräumen und nun die Elektrizität verteuern will, weil dann alle Probleme gelöst sind) - das 10. Sydney Writer's Festival hat begonnen! &lt;br /&gt;Allerdings glaube ich im Stillen, dass die junge akademische Elite ausgeschlossen werden soll. Warum sonst wäre dieses großartige Spektakel in die letzte Woche des Semesters gelegt worden, in der alle braven Studenten mit Wunsch auf Zukunft (und die, die durch Stipendium und Visum auf ein bestimmtes Maß der Pflichterfüllung angewiesen sind, die Hoffnung auf einen Job hat man als Deutsche ja schon aufgegeben) mit krummgebeugten Rücken an ihren Schreibtischen hocken mit den Nasen in schimmeligen oder angemalten Buchseiten und der Sonne nur seufzend durch das Fenster bei ihrem Weg über den Horizont folgen können? &lt;br /&gt;Die Eröffnungsrede habe ich beispielsweise verpasst, das ärgert mich jetzt seit Tagen. Im Grunde liegt das Problem wohl eher darin, dass ich zu spät mit der Planung dieser Woche angefangen habe. Aber, mit dem größten Respekt, wer kann schon erwarten, dass so gut wie ALLE Veranstaltungen eine Woche im Vorhinein ausverkauft sind? Auch wenn ich zugeben muss, dass es sich bei ALLEM um eine minderschwere Hyperbel handelt, fast alles, was ich sehen wollte, war ausgebucht. Beispielsweise die Schlussrede von Ayaan Hirsi Ali und die Aufzeichung des Tuesdays Bookclub der ABC, uuuund...egal. Immerhin habe ich mir zwei Karten sichern können. Für läppische 35$ habe ich mir am Donnerstag Richard E. Grat im Interview mit Jennifer Byrne im Opera House angesehen. Mein erster Besuch im Opera House, immerhin. Richard E. Grant, den meisten vermutliuch als Schauspieler (Withnail and I, Dracula...Hudson Hwak - yak)bekannt, ist unter die Schriftsteller (The Wah-Wah Diaries, By Design) und auch unter die Regisseure (The Wah-Wah Diaries) gegangen. In Swaziland aufgewachsen, mit einer turbulenten Lebensgeschichte, könnte man meinen, der Mann hätte eine Menge zu sagen und einen kosmopolitisch-kritischen Blick auf die Welt. &lt;br /&gt;Ich fand mich also, nachdem ich mich (wie nicht anders zu erwarten) in den vielen Hallen des Opera House zunächst bei der falschen Veranstaltung eingereiht hatte, in der fast ausverkauften Concert Hall ein. Fast ausverkauft - das heißt, dass an die 2500 Menschen gekommen waren, um einen anderen Menschen reden zu hören und zu sehen.&lt;br /&gt;Nachdem ich meinen 7$ Sekt hektisch genossen und mir im Vorbeihechten noch schnell die "Wah-Wah-Diaries" gekauft hatte, fand ich mich auf meinem Platz im Dress Circle wieder, ein guter Platz, wie ich zunächst dachte. Bis ich herausfinden musste, dass der Mann neben mir während des gesamten Programms seine Nägel mit den Zähnen bearbeitete, als würde auf der Bühne das Schicksal der Menschheit bestimmt. Warum, fragt man sich da, sitze ausgerechnet ich, die größte Geräuschneurotikerin der Neuzeit, IMMER neben Zeitgenossen, denen von ihren Eltern die Grundregeln eines adäquaten Verhaltens in der Öffentlichkeit (nicht schmatzen beim Essen, nicht reden im Kino, still sitzen, Finger aus dem Mund, leg das weg wir sind hier nicht zum Spielen...) nicht beigebracht wurden? Und als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, durfte ich an diesem Abend feststellen, dass Prominenz nicht unbedingt mit dem aussprechen unbequemer Wahrheiten, dem Aufwerfen interessanter Fragen und der Refelxion gesellschaftlicher oder künstlerischer Probleme einhergeht. Nicht, dass man mich falsch versteht. Ich habe nichts gegen persönliche Anekdoten. Ich habe auch nichts dagegen, wenn die persönliche Bedeutung des eigenen Werks erläutert wird. Aber wenn diese Anekdoten und Erläuterungen zu großen Teilen schon in einem Interview erörtert wurden (mit dem Ehemann der Interviewerin im Opera House), das wenige Tage zuvor im Fernsehen ausgestrahlt wurde, und wenn über diese Anekdoten hinaus nichts Aufrüttelndes, Wahres, Tiefes gesprochen wird, dann fühle ich mich um mein Studentengeld gebracht. Natürlich ist es interessant zu erfahren, was auf der Premiere von...passiert ist, und als dann Julia Roberts...und überhaupt ist ja Hollywood...und meine Frau sagt immer...als nächstes schreibe ich...und im Moment drehe ich in Budapest. &lt;br /&gt;Ein Buch und ein Film über das Ende der Kolonialgesellschaft in Swaziland, über eine gescheiterte Ehe, einen alkoholkranken Vater und einen traumatisierten Jugendlichen und kein Wort über gesellschaftliche Relevanz? Aktuelle politische Probleme? Alles nur eine Form der öffentlichen Psychohygiene? Nett gemacht, unterhaltsam, aber was ist aus ihnen geworden, den Männern und Frauen mit Idealen und Worten, die wie Waffen gebraucht wurden? Worten, vor denen die Großen sich fürchten mussten, die über Tage in Städten wiederhallten und aus denen Ikonen der Zeit geboren werden?&lt;br /&gt;Wo sind sie alle hin, die engagierten, die wütenden, die schwarzen Literaten? &lt;br /&gt;Ich hätte mir Andrew O'Hagan ansehen sollen. Am Ende blieb das Buch in meiner Hand, sogar signieren habe ich es mir lassen, weil ich so schnell aus dem Theater gehüpft war, dass sich noch gar keine wirkliche Schlange gebildet hatte und ich als dritte dran war. Irgendwas will man ja mitnehmen, ein 'Ich-war-da', auch wenn ich zugeben muss, Buch und Unterschrift lasten auf meiner Moral. Bestraft wurde ich auch schnell genug - beim genaueren Hinsehen stellte sich schnell heraus, dass ich mir nicht einmal das richtige Buch, also 'The Wah-Wah Diaries' gekauft hatte, sondern 'The Wah-Wah Diaries. The Making of a Film'. Ein Tagebuch von einem, der darüber Tagebuch führt wie er ein Tagebuch verfilmt. Ein Buch, das anfängt mit den Sätzen: "The Ivy, London. The producer Hilary Heath has invited me for lunch to discuss possible projects. (...) Tall, impulsive and unfazed, she accomodates my tangential idea and clucks welcome noises of enthusiasm when I suggest spooling forth the synopsis between mouthfuls of Ceasar salad." Ein Buch, das ich niemals lesen werde, das weiß ich jetzt schon, und ich kann es nicht mal umtauschen, weil ich es ja signieren habe lassen. You get what you deserve.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-2183891400198074489?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/2183891400198074489/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=2183891400198074489' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/2183891400198074489'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/2183891400198074489'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/06/wah-wah-hollywood-und-ich.html' title='Wah Wah, Hollywood und Ich'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rl_2wJMEUEI/AAAAAAAAAY8/23z7yyEABRQ/s72-c/IMG_1896.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-646625075104346467</id><published>2007-05-23T06:09:00.000+02:00</published><updated>2007-05-23T06:23:20.389+02:00</updated><title type='text'>Ich kann grad nicht</title><content type='html'>Wir unterbrechen das Programm an dieser Stelle und entschuldigen uns fuer die technischen Stoerungen...Ich kann gar nichts dafuer, dass mein blog vernachlaessigt ist, falls sich ueberhaupt noch jemand darueber wundert und nicht schon alle Leser gelangweilt das Haupt abgewendet haben. Nein, es ist kein Anflug von Schreibfaulheit oder Schreibtblockade, es mangelt auch nicht an Erlebtem. (Wenn ich jetzt koennte wuerde ich euch erzaehlen, warum ich seit neustem Mitleid mit unpopulaeren Politikern habe, neulich die Aufmerksamkeit aller Nachtschwaermer an der Town Hall Station auf mich gezogen habe oder einfach den laengst ueberfaelligen Bericht aus den Blue Mountains posten.) ABER es ist mal wieder so weit, in regelmaessigen Abstaenden zuernt mir der Gott der Technik (warum weiss niemand, vielleicht weil ich ihn regelmaessig verleugne)- mein Internet daheim beispielsweise weigert sich, ueberhaupt irgendeine Seite aufzurufen. Das heisst fuer mich: keine Musse mehr fuer blog-Eintraege, keine Tagesschau am Abend und ueberhaupt kaum noch Ahnung von der Welt, eingeschraenkte Recherchemoeglichkeiten und vor allen Dingen: Fuerchterliche Besuche im Keller der Unibibliothek, ewiges in der Schlange stehen in Hoffnung auf einen freien Computer und eingekeiltes, hektisches Briefelesen zwischen unzaehligen Menschen, durch zu niedrige Stellwaende von einander getrennt, und das allgemeine Stakkato des Tippens erreicht einen Laermpegel, der die Nerven automatisch zu einem nervoeses Zucken verleitet. Also es tut mir leid, bald wieder, ich arbeite daran. (Wenngleich ich nicht weiss wie, denn alle mir bekannten Moeglichkeiten der Problembeseitigung habe ich ausgetestes und nun bleibt nur noch hilfloses Modemanstarren.)Und sein wir mal ehrlich, es ist doch auch fuer euch besser, dass ich aussetze. Alle Umlaute mit anderen Buchstabenkombinationen zu umschreiben und jedes sz in ein ss zu verwandeln ist eine Beleidigung fuer den Lesefluss und die Augen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-646625075104346467?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/646625075104346467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=646625075104346467' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/646625075104346467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/646625075104346467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/05/ich-kann-grad-nicht.html' title='Ich kann grad nicht'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8466629894387423093</id><published>2007-05-12T03:54:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:53.923+01:00</updated><title type='text'>Rapunzel und die Polizei</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RkUeaxEJS6I/AAAAAAAAAX8/YpRzEE-icZg/s1600-h/IMG_1814.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RkUeaxEJS6I/AAAAAAAAAX8/YpRzEE-icZg/s160/IMG_1814.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:right; margin:0 0 10px 10px;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Friday Night Hell Yeah. Man muss ja mal raus, man muss ja was sehen, unter Menschen wandeln, die Hüften auf ihre Funktionstüchtigkeit testen, den Gaumen spülen, die Schuhe ausführen, Straßenluft schnuppern.&lt;br /&gt;Gestern habe ich das erste Mal seit, wie mir schien, einer Ewigkeit wieder die Nacht gesucht, diesmal in der Oxford Street, im Fringe Club. Rote Wände, in Vogelkäfigen eingesperrte Glühbirnen, Wände voller Rahmen und Bilder, ein Büffelkopf. Das war der Raucherraum, in dem gestern 'TeenagersinTokio' gespielt haben. Der Name war zumindest teilweise Programm, man war zwar nicht in Tokio, aber es ist merkwürdig, einer Band zuzusehen, die vor ungefähr zwei bis drei Jahren noch kollektiv Bravo hätten lesen können. Die Gitarristin war so zart und schmal, dass man ihr gerne das schwere Instrument abgenommen hätte - vielleicht war der Rest der Band gar nicht mehr so jung, aber diese Gitarristin tauchte sie alle in eine juvenile Aura der Zerbrechlichkeit. Die Musik allerdings war großartig, endlich einmal schnelle Rhythmen und dreckige Gitarren in Sydney, ich war begeistert, obwohl der Spaß schon nach 20 Minuten vorüber war und die zweite für den Abend angekündigte Band (die, wegen der wir eigentlich gekommen waren) aus unerfindlichen Gründen nicht auftrat. &lt;br /&gt;Nichts desto Trotz - den Namen von TeenagersinTokio sollte man sich merken, wenn der allgemeine Trend in der alternativen Musikszene so weitergeht wie bisher und die Erben von Bloc Party, Kings of Leon und Co., die im Moment überall aus dem Boden sprießen wie Pilze, weiterhin so viele Regale in den Plattenläden füllen. Oder - vielleicht sollte man sich den Namen auch nicht merken, denn der wäre so ziemlich das erste, was ich als Manager ändern würde. &lt;br /&gt;Wie dem auch sei, ein vergnüglicher Abend, aber gar nicht das Hauptanliegen meines heutigen Berichts. Eigentlich nur der Auftakt zu einem amüsanten Erlebnis. &lt;br /&gt;Gegen kurz nach zwei habe ich genannten Club verlassen, im Hinblick auf meine sich auf dem Schreibtisch sammelnden Arbeiten. Da ich in Begleitung einer Dame den Heimweg antrat, die in Newtown beheimatet ist, teilte man sich ein Taxi bis zum Broadway, an welchem ich dann den Wagen verließ, es war gegen halb drei, und zwischen mir und dem Bett lag noch die gesamte Glebe Point Road. &lt;br /&gt;Zunächst wollte ich laufen, das ging ganze zehn Meter gut, dann kreuzte eine Bushaltestelle meinen Weg und alle guten Vorsätze waren dahin. Immerhin war es ja auch schon spät und ich war müde und überhaupt hatte ich ja auch viel getanzt - mehr Ausreden für spontane Faulheit fallen mir gerade nicht ein, denn zugegebenermaßen hätte ich den Weg vermutlich in 15 bis 20 Minuten bewältigen können.&lt;br /&gt;Schnell auf den Plan geschaut, der nächste Nachtbus sollte in ca. 10 Minuten kommen(das heißt aber noch nichts, Busfahrpläne in Sydney sind mehr so etwas wie...grobe Richtlinien)und ich ließ mich auf dem Wartebänkchen nieder, Kopfhörer im Ohr, wippenden Fußes, rauchend. &lt;br /&gt;Gerade als ich meine Zigarette ausgetreten hatte kam ein Polizeiwagen vorbeigefahren, hielt an, ein Fenster wurde heruntergekurbelt und ein Officer lehnte sich heraus und sagte etwas, was im Trompetenwirbel von LEO in meinem Ohr unterging. Mein erster Gedanke: Mist, der hat gesehen, dass ich die Zigarette auf den Boden geworfen habe.&lt;br /&gt;Kopfhörer raus, lächeln: Pardon me? &lt;br /&gt;Officer: Miss, are you waiting for a bus or a taxi? &lt;br /&gt;Ich: For a bus, yes. &lt;br /&gt;Und dann passierte es. Einer dieser Momente, in denen man sich wünschte, Steuerzahler zu sein, weil man dann endlich einmal sagen könnte: "DAFÜR zahle ich Steuern!" Oder zumindest einer der Momente, in denen ich aller Steuerzahler in NSW gedacht habe. &lt;br /&gt;Die Polizei hat mich höchstpersönlich nach Hause gefahren, jawohl. Und das war nicht irgendein normales Polizeiauto, nein, das war ein Polizei-SUV, ein schicker dicker Jeep, drin saßen zwei Beamte, der Officer der ersten Kontaktaufnahme und seine Kollegin mit fast kahlgeschorenem Kopf, die aus dem Auto sprang um mir die Tür zu öffnen und mich immerfort mit 'Miss' angeredet hat. &lt;br /&gt;Natürlich folgten dann Sicherheitshinweise. Das weiß man, wenn man in ein Polizeiauto einsteigt, dass gehört zur Rettungsaktion und zum Beruf. &lt;br /&gt;Nächstes Mal sollten Sie lieber ein Taxi nehmen...vor allen Dingen als Frau, allein...wir wollen Ihnen ja keine Angst machen...aber diese Gegend ist ziemlich gefährlich. An der Stelle unterbrach ich kurz, denn Glebe gehört zu den netteren Vierteln Sydneys, meiner Meinung nach, es wirkt eher possierlich als gefährlich, wirklich, es gäbe Orte in Freiburg, an denen ich weniger gern nachts herumliefe als hier. "I thought Glebe is a pretty safe area!" Meine Lieblingsantwort vom Mann am Steuer seines riesigen Trucks: "It's nowhere safe in Sydney as soon as it gets dark."&lt;br /&gt;In diesem Moment hätte der Officer auch...Vampirjäger sein können.  &lt;br /&gt;Manche Sydneysider scheinen an einer Verbrechensparanoia zu leiden. Natürlich ist es gut, vorsichtig zu sein, aber verglichen mit einigen anderen Plätzen auf dieser Welt an denen ich schon war, ist Sydney eine Oase des Friedens und der Ruhe. Und trotzdem vermitteln einem manche Menschen, so zum Beispiel auch der Sicherheitsbeauftragte an der Uni, das Gefühl, man würde behangen mit Diamanten durch die Bronx schlendern. Und im Fernsehen wirbt ein Nachrichtenmagazin damit, die Plätze in der Stadt zu zeigen, an denen an den Wochenenden Straftaten verübt wurden. Entschuldigung, aber wenn ein Nachrichtenmagazin die Kriminalität noch dadurch abhandeln kann, dass ein ernst dreinblickender Herr in Anzug und mit Micro an einer Straßenecke in Sydney steht und mit trauriger Stimme davon berichtet, dass sich genau an diesem Ort gestern ein paar Jugendliche geprügelt haben, oder wahlweise jemand eine Alkoholvergiftung hatte, ich würde sagen, dann kann die Stadt sich noch glücklich schätzen. (Natürlich gibt es auch schwerere Verbrechen und die dunkle Seite, ich will ja nichts herunterspielen.)&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, ich gelobte Besserung als ich aus dem Monsterauto hüpfte, wurde liebenswürdig verabschiedet ("It was a pleasure to meet you!")bedankte mich artig und lief winkend in die Cotter Lane. (Ich hatte darauf bestanden die letzten Meter zu laufen, denn außer dem Opossum aus einem der letzten Berichte regt sich da nix.)&lt;br /&gt;Während des kleines Fußwegs ist mir dann aufgefallen, dass es das erste Mal war, dass man meinte mich retten zu müssen. Und ich laufe eigentlich ziemlich oft irgendwo alleine herum, auch im Dunkeln. Plötzlich die Erleuchtung: Es liegt an den Haaren. Ja. Das Beweisfoto habe ich gleich mitgeliefert: Nach 23 Jahren auf Seiten der Kurzhaarfraktion beginne ich das Lager zu wechseln und trage nun den ersten Pferdeschanz meines Lebens. Zugegeben, er ist noch sehr kurz, ich nenne ihn liebevoll Meerschweinchenstummel, aber daran muss es liegen. Kaum trägt man Zopf, scheinen sämtliche Beschützerinstinkte in der Umwelt aktiviert zu werden. Ich bin mir da ganz sicher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8466629894387423093?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8466629894387423093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8466629894387423093' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8466629894387423093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8466629894387423093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/05/rapunzel-und-die-polizei.html' title='Rapunzel und die Polizei'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RkUeaxEJS6I/AAAAAAAAAX8/YpRzEE-icZg/s72-c/IMG_1814.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-1154273194395475592</id><published>2007-05-10T14:01:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:54.019+01:00</updated><title type='text'>Heim und Schreibtisch</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RkMJohEJS5I/AAAAAAAAAX0/rZDD3a-u1vE/s1600-h/IMG_1649.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RkMJohEJS5I/AAAAAAAAAX0/rZDD3a-u1vE/s160/IMG_1649.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Im Moment komme ich nicht wirklich dazu, mich jeden Tag in ein Abenteuer zu stürzen. Der Grund dafür: Das Leben. Wie immer. Verpflichtungen und Termine und Ansprüche...ich will mich ja gar nicht beschweren, immerhin genieße ich hier gerade ein Gratissemester auf Kosten des Staates, wer kann das heutzutage schon noch von sich behaupten. Trotzdem ist es von Zeit zu Zeit etwas frustrierend, den Tag lang über Büchern zu sitzen, während man sich vorstellt, was es gerade in diesem Augenblick alles zu sehen gäbe...Schließlich will man nach einem Jahr nicht nach Hause kommen, die Haut so weiß wie zuvor, und auf die Frage nach dem Leben in Australien zuckt man mit den Achseln und erklärt, man habe tatsächlich einige interessante Seminare besucht. Was ja auch der Wahrheit entspricht, es soll hier kein falscher Eindruck entstehen, nein, ein Hoch auf die Bildung! ABER: Wenn sogar der Hund offensichtlich gelangweilt ist von dem zur Schau gestellten Alltag seines Halbherrchens, und zehn Minuten nach Betreten des Raumes schnarchend wie ein Brauereikutscher neben dem Tisch liegt und erst nach einigem Bemühen wieder geweckt werden kann, fängt man einfach an sich über die Gestaltung seiner Tage zu sorgen. Was benötigt wird: Drei fertige Essays auf dem Tisch und mindestens zehn Fluchtpunkte.&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-1154273194395475592?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/1154273194395475592/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=1154273194395475592' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/1154273194395475592'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/1154273194395475592'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/05/heim-und-schreibtisch_10.html' title='Heim und Schreibtisch'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RkMJohEJS5I/AAAAAAAAAX0/rZDD3a-u1vE/s72-c/IMG_1649.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-4579829223681164458</id><published>2007-05-07T15:48:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:54.492+01:00</updated><title type='text'>Australian Wildlife II</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rj8uPBEJSQI/AAAAAAAAASc/7U7BTugLxTk/s1600-h/IMG_1681.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rj8uPBEJSQI/AAAAAAAAASc/7U7BTugLxTk/s160/IMG_1681.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich war in der letzten Woche etwas nachlässig mit meinem blog. Das wird nun alles nachgeholt. Es gibt aber auch einfach Dinge, über die man nicht sofort nachdenken möchte, zum Beispiel Riesenspinnen im Garten...&lt;br /&gt;Normalerweise bin ich nicht sonderlich empfindlich. Zum einen, weil ich ja Naturfreundin bin, zum anderen, weil man sich mit der Zeit an so ziemlich alles gewöhnt. Auch an andere Tiewelten. Als ich das erste Mal nachts ein Opossum auf dem Weg aus einem Club auf der Straße getroffen habe, waren wir beide noch gleichermaßen überrascht, beäugten uns mit einigem Sicherheitsabstand und wußten nicht so recht, was wir tun sollten. Das Opossum hat sich dann für die Flucht auf einen Baum entschieden und ich mich für den Heimweg. Mittlerweile geht das Opossum direkt auf den Baum und ich nach Hause - man gewöhnt sich daran. Opossums sind im Allgemeinen ja auch niedliche Tiere - gut, sie machen nachts einen Heidenlärm und reißen Müllbeutel auf, aber, im Allgemeinen, sind diese kleinen Fellfreunde niedlich. &lt;br /&gt;Auch mit Kakerlaken habe ich kein Problem, kleine, große, sind ja im Endeffekt auch alle nur Käfer. Natürlich war ich nicht unbedingt begeistert, als neulich eine Riesenkakerlake unter dem Spalt der Klotür durchgehuscht kam und genau vor meinen Füßen auf dem Rücken ihren Todestanz vollführte, um direkt danach zu verenden - wenn ein Kakerlak stirbt, fängt man wirklich an ans Putzen zu denken, oder man macht sich Sorgen um die Umwelt. Ich dachte, die überleben alles. &lt;br /&gt;Aber ich lebe mit den Kakerlaken, auch wenn sie manchmal aus den Schränken fallen, sobald man die Türen öffnet. Man gewöhnt sich daran. (Übrigens ist unser Haus nicht besonders schmutzig, dieses Problem hat so ziemlich jeder im Viertel. Wurde mir gesagt.) &lt;br /&gt;Der Hund trägt Flöhe ins Haus, ich bin die Einzige, die gebissen wird, was soll's! Man wäscht den Hund und...gewöhnt sich daran! &lt;br /&gt;Sogar mit einigen Spinnen habe ich mich hier arrangiert, zum Beispiel mit Frieda und Helga. Frieda ist die komische, mittelgroße Spinne, die ihr Netz im Vorgarten aufgebaut hat, merkwürdige Zickzackfangfäden spinnt und sich ansonsten nicht bewegt. Mittlerweile ist sie mir fast sympathisch, denn sie ist so zuverlässig wie der Sonnenaufgang. Sollte Frieda eines Morgens nicht mehr auf ihrem Platz sitzen, wenn ich meinen Kaffee auf der Veranda einnehme, wird etwas Schlimmes passieren. &lt;br /&gt;Helga war da schon ein anderes Kaliber. Diese fette Spinne mit dem schwarz-gelben Rücken und einer im Ganzen heimtückischen Erscheinung sponn jeden Abend (!) ihr Netz quer über den Gartenweg zu den Mülltonnen. Ich weiß nicht, wer morgens das Netz zerstört hat, aber jeden Abend war es wieder da, mittendrin krabbelte Helga. Folglich konnte man mich jeden Abend, wenn ich meinen letzten Zigarettenstummel im Müll entsorgen wollte, im Garten Limbo tanzen sehen - darin dürfte ich jetzt ziemlich gut sein. Aber selbst daran habe ich mich, trotz weithin bekannter Probleme mit unseren achtbeinigen Freunden, gewöhnt, der erste Schritt zu dieser Gewöhnung war die Namensgebung. Helga ist übrigens mittlerweile verschwunden, eines Abends kam sie einfach nicht mehr, fast habe ich sie vermisst.&lt;br /&gt;Aber nun dies. Nichtsahnend will ich in den Garten hinaus und was sehe ich, eine Huntsman Spider! Riesengroß und überhaupt unschön und als ich, anstatt zu kreischen, die Kamera gezückt habe, habe ich genau gesehen, wie ihr fieses Auge im Blitzlicht geleuchtet hat. Schlimmer als diese Begegnung an sich aber war, dass das Vieh danach spurlos verschwunden war. Da fragt man sich doch, wo es hin ist. Seit Neustem ist Wäscheabhängen spannend. &lt;br /&gt;Ich meine, es gibt Grenzen. Huntsman Spiders im Wald, ja. Man kennt das ja, das Eindringen des Menschen in die Natur usw...Aber dieses Haus steht hier schon seit 100 Jahren, was für australische Verhältnisse uralt ist, und folglich ist das ein Menschenbereich, und die Spinne ist hier der Eindringling! &lt;br /&gt;Wie es meine Art ist, habe ich recherchiert. &lt;br /&gt;Die Huntsman Spider, zu deutsch Riesenkrabbenspinne (Heteropoda venotoria), aus dem Unterstamm der Kieferklauenträger, ist weltweit mit 989 Arten in 83 Gattungen vertreten. Identifizieren kann man sie leicht anhand ihrer Beinstellung: "Die Beine sind in den Hüften leicht gedreht". So genau hatte ich mir mein Exemplar zwar nicht angesehen, aber wozu gibt es Fotos und Vergrößerungseffekte. Außerdem stimmt die Farbe, und...man hat mir halt gesagt, dass es eine Huntsman Spider sein müsse. Die sind in Australien recht verbreitet. Des Weiteren war zu lernen, dass Riesenkrabbenspinnen häufig fälschlich als &lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;Australian Tarantula&lt;spanstyle="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt; bezeichnet wurden, selbst vom Naturkundemuseum in Sydney. Außerdem der Hinweis, dass Riesenkrabbenspinnen vor allem an "wenig besuchten Plätzen" zu finden sind. So wenig besucht ist unser Haus gar nicht. Und dann mein Lieblingssatz: "[Sie] kommen ... auch in Häuser und Autos." Toll! Wenigstens bin ich keine potentielle Beute, denn Huntsman Spiders fressen "hauptsächlich Insekten und Wirbellose", und Rückgrat hatte ich ja schon immer. Trotzdem können diese Spinnen beißen, was jedoch recht harmlos mit Schwellung und lokalen Schmerzen ausgehen soll, ES SEI DENN man wird von der Art Neosparassus gebissen, dann können auch "langanhaltende Schmerzen, Entzündung, Kopfschmerzen, Erbrechen und unregelmäige[r] Puls" auftreten. Gorßartig, dass nicht dabeisteht, woran man diese Art erkennt! Aber ich werde mich wohl eh von der Spinne fernhalten - denn Riesenkrabbenspinnen verfügen über einen 'Klammer-Reflex'. Keine schöne Vorstellung, wie ich panisch durch den Garten hüpfe und versuche, eine Riesenspinne von meiner Hand zu schütteln, die diese Gelegenheit dann sicherlich nutzt, um mich zu beißen. Ich kenn doch mein Glück. &lt;br /&gt;Für den Anfang habe ich mich für friedliche Koexistenz entschieden. Bob, wie ich meine Huntsman Spider gerade getauft habe, darf in unserem Garten wohnen, solange ich ihn nicht sehe. ABER wehe er versucht ins Haus zu kommen. Dann herrscht Krieg, und ich werde nicht davor zurückschrecken, BC-Waffen zu benutzen. (ABC-Waffen könnten schwierig werden, heutzutage ist ja jeder so empfindlich, was atomare Kampfmittel angeht. Da bleiben nur noch die bio-chemischen.)Und wenn das nichts hilft, greife ich zu altbewährten Mitteln - Schuhe werden fliegen. Es gibt GRENZEN!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-4579829223681164458?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/4579829223681164458/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=4579829223681164458' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/4579829223681164458'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/4579829223681164458'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/05/australian-wildlife-ii.html' title='Australian Wildlife II'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/Rj8uPBEJSQI/AAAAAAAAASc/7U7BTugLxTk/s72-c/IMG_1681.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-5761757326071040082</id><published>2007-05-05T17:14:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:54.734+01:00</updated><title type='text'>Ich sehe was, was du nicht siehst - Kunst</title><content type='html'>&lt;A HREF='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RjyfeBEJSNI/AAAAAAAAASE/rE3Jd78qQSs/s1600-h/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+096.jpg'&gt;&lt;IMG SRC='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RjyfeBEJSNI/AAAAAAAAASE/rE3Jd78qQSs/s160/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+096.jpg' border=0 alt='' id='BLOGGER_PHOTO_ID_' style='clear:both;float:right; margin:0 0 10px 10px;'&gt;&lt;/A&gt;&amp;nbsp;&lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nach sieben Stunden in Bibliotheken und überklimatisierten Seminarräumen war ich am Dienstag zu einer Ausstellungseröffnung verabredet. Zu der Zeit, zu der mich meine Mitbewohnerin am Campus abholte, fühlte ich mich eher verkühlt und hungrig als existentalistisch-artistisch, und mein Avant-Garde-Aussehen wurde von meiner mit Büchern und Zetteln vollgestopften Tasche untergraben. &lt;br /&gt;Dennoch war ich mit Aussicht auf gratis Rotwein und Häppchen hoch motiviert - an dieser Stelle ein Tipp für Reisende mit kleinem Geldbeutel: Dienstags und Donnerstags, wenn in den Galerien die neuen Ausstellungen eröffnen, verwandelt sich Paddington in das Viertel, wo Alkoholika und Knabbereien fließen. Man benötigt lediglich einen interessiert-kritischen Kennerblick und einen Bekannten bzw. Kenntnis der öffentlichen Verkehrsmittel zwecks Sicherung des Heimwegs. &lt;br /&gt;Nach zähen Minuten im Feierabendverkehr und dem Hinweis meiner 60jährigen Mitbewohnerin: "Please remind me to put on my face before we get off the car - I'm talking about my lipstick" waren wir in der strahlend ausgeleuchteten Galerie angekommen und schon nach fünf Minuten hatte ich mein erstes persönliches Ziel erreicht: gutgebaute Jünglinge in schwarz reichten den illustren Gästen besagten Rotwein, dazu Käse und Salzbrezeln, der entspannte Teil des Abends war offiziell eingeleitet. &lt;br /&gt;Gemeinsam mit Minto, dem Sohn meiner Mitbewohnerin und studierter Künstler, bin ich von Bild zu Bild geschlendert - Landschaftsmalerei, Pastellfarben, nicht ganz mein Fall. Aber immerhin habe ich mir erklären lassen, dass die Schwierigkeit, australische Landschaften zu malen, in den außergewöhnlichen Lichtverhältnissen liegt. Nicht dass ich vorgehabt hätte, das auszuprobieren. Mein Vergnügen in der Ausstellung bestand eher darin, die Kunstinteressierten zu beobachten. Meine liebe Deirdre beispielsweise stand, als Minto und ich wieder auf sie stießen, vor einer Küstendarstellung mit dem Titel 'Rolling Seas and Oyster Catcher'. Ein Oyster Catcher ist ein Vogel. Mit zusammengezogenen Augenbrauen untersuchte sie die Leinwand, zeigte auf einen Fleck und fragte uns stolz, ob wir denn auch den Vogel gesehen hätten. Einen Moment lang versuchte ich den alten Trick, den wir alle noch aus 'Das magische Auge'-Zeiten kennen - Augen unscharf stellen, leicht schielen und hoffen, das sich ein Bild aus dem Chaos schält. Es half jedoch nichts, und ich musste schließlich gestehen, dass das für mich lediglich ein Stein sei. Minto erklärte schließlich: "That's why you need the expert" und zeigte uns den tatsächlichen Vogel, der sehr deutlich gezeichnet in der linken Bildecke zu finden war, wenn man lang genug suchte. Deirdre versuchte die Situation zu retten, indem sie Ähnlichkeiten zwischen dem Stein und dem Vogel zu finden versuchte. &lt;br /&gt;Im zweiten Stockwerk waren noch Werke eines anderen Künstlers ausgestellt, abstrakt. Vor einem der Werke stehend kam eine kleine, energische Frau mit wilden schwarzen Locken auf mich zu gestürmt, stellte sich als Musikerin vor (was ich sehr interessant fand, demnächst werde ich mich auch nur noch mit meiner Profession vorstellen. 'Hallo, ich bin Studentin, wie war Ihr Beruf gleich noch?') und wollte wissen, ob ich etwas von Kunst verstünde und was denn das Bild vor mir bedeuten solle. Nach dem zweiten Glas Wein für mich ein Kinderspiel: Tief eingeatmet und los. Na, das wäre doch ganz klar. Die dreieckig über das Bild verlaufende Linie mit der Spitze nach unten stelle einen Briefumschlag dar, ganz eindeutig auch an den verwischten Bleistiftsätzen am unteren Bildrand zu erkennen, das darüber gedruckte Notenblatt sei widerum ein Sinnbild einer Emotion, zu deutlich nachzuvollziehen, stand doch über der ersten Notenlinie 'Vorspiel: Liebestrank-Motiv', über der zweiten, halb lesbar, 'Todes-Motiv'. Eine bildliche Darstellung eines Briefinhalts sozusagen. Die quirlige Dame, ebenfalls an die 50, wie ich schätzen würde, erkannte mein interpretatorisches Talent und schleifte mich vor das nächste Kunstwerk. Viel rot, verwischt, ein Lexikontext als Aufdruck, über Holbein, verwischte schwarze Spraypunkte hier und da, Bleistiftzahlen woanders, 1-5, und dann ein paar Großbuchtsaben in Industrieoptik. Da fiel selbst mir nichts mehr ein, während meine Begleiterin meinte, rot müsse für Blut stehen und die Versalien in Industriedesign wären eine Anspielung auf den Holocaust. Ich erklärte, sie würden mich eher an Frachtschiffe erinnern. Minto kam kurz vorbei geschlendert, ich wollte die Diskussion an den Fachmann abtreten, aber er floh nach zwei Fragen meiner neuen Musikerinnenbekanntschaft. &lt;br /&gt;Ich gab schließlich ebenfalls auf, wollte mich umdrehen und einem der schwarzgewandeten Tablettträger winken, als ich einen Mann hinter uns bemerkte, der aufmerksam zugehört hatte. Auf meine Verwunderung hin lächelte er und sagte: "I was just listening because I thought your interpretations were interesting - actually, I'm the painter." Mein persönliches Lieblingserlebniss: Während ich augenblicklich meine Gesichtsfarbe wecheselte, weil meine Ansichten im Allgemeinen unbasiert und frei erfunden waren, gefährliches Halbwissen wie üblich, hatte diese Begegnung auf die Dame neben mir einen umgekehrten Effekt. Blitzschnell drehte sich der lockenbedeckte Kopf herum und der arme Mann fand sich im Kreuzverhör. Was er sich denn eigentlich bei seinen Bildern gedacht habe? Die könne man ja gar nicht verstehen! Und das müsse man ja schließlich, überhaupt, ob er denn nicht wisse, dass es für ein erfolgreiches Kunstwerk eindeutige Aussagen und klare Formen benötige. Er versuchte sich verzweifelt damit zu wehren, dass er erklärte, seine Bilder hießen schließlich 'Playgrounds', weil sie eben Spielplätze der Imagination seien, aber seine Einwände wurden rigoros weggewischt. &lt;br /&gt;Im späteren Verauf stellte der Künstler sich dann auch noch vor, es stellte sich heraus, dass er Deutscher war. 'My name is Börnd Heinrick'. Für mich gab es eine Extravortstellung: Bernd Heinrich, aber die Australier könnten das halt nicht aussprechen. Diese Aussage endete mit allgemeinen Versuchen, ein 'ch' korrekt auszusprechen, aber auch mein Tipp an Minto 'just think of a cat!'half nicht wirklich. Vielleicht fauchen australische Katzen anders.  &lt;br /&gt;Schließlich meinte Deirdre noch: "I think you should go over an talk to him. I think he's homesick." Ich wehrte ab: Sie musste den starken deutschen Akzent mit einem Ausdruck von Heimatssehnsucht verwechselt haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-5761757326071040082?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/5761757326071040082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=5761757326071040082' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/5761757326071040082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/5761757326071040082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/05/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-kunst.html' title='Ich sehe was, was du nicht siehst - Kunst'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RjyfeBEJSNI/AAAAAAAAASE/rE3Jd78qQSs/s72-c/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+096.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-2785577068625962627</id><published>2007-04-26T15:15:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:54.951+01:00</updated><title type='text'>Blood and Honour</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RjCmDREJSMI/AAAAAAAAAR4/H1PWm4Qa5qw/s1600-h/IMG_1668.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="margin: 0px 10px 10px 0px; clear: both; float: left;" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RjCmDREJSMI/AAAAAAAAAR4/H1PWm4Qa5qw/s160/IMG_1668.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;Australien hatte sich einen Tag frei genommen. Aber nicht im eigentlichen Sinne um zu feiern, nein, am 25. April wird gedacht, nämlich der Toten. Der 25. April ist DER nationale Feiertag für die Australier, nein, nicht Australia Day, sondern ANZAC-Day. Wer sich in der Militärgeschichte ein wenig auskennt wird wissen, dass es sich dabei um die "Australian and New Zealand Army Corps" handelt, denen übrigens in Sydney auch eine Brücke gewidmet ist, eben die ANZAC Bridge, die im Volksmund jedoch gerne "Madonna's Bra" genannt wird, da die höchste Spitze der Brücke anscheinend an das berühmte Dessous von Madonna erinnert.&lt;br /&gt;&lt;div style="clear: both; text-align: left;"&gt;1914 zog, wie bekannt sein dürfte, England gegen Deutschland in den Krieg, und Australien, das gerade die nationale Selbststädnigkeit erhandelt hatte, mit. Das Problem mit der australischen Selbstständigkeit war, dass sie einfach gewährt wurde - keine heroischen Kämpfe, wie die Amerikaner es beispielsweise vorgemacht hatten, deren Natinionalgefühl sich (siehe "Der Patriot") auch heute noch auf für die Freiheit des Landes vergossnenen Blutes berufen darf. Der erste Weltkrieg löste in Australien eine Patriotismuswelle aus, die bereits in den ersten zwei Monaten über 20 000 junge Männer dazu brachte, freiwillig in das Abenteuer Krieg zu ziehen.&lt;br /&gt;Am 25. April gingen 16 000 ANZAC-Soldaten an der türkischen Küste nahe Gallipoli an Land. Ihr Auftrag war Teil eines britischen Feldzuges, mit dem die Dardanellen-Straße eingenommen werden sollte. Die Aktion war ein strategisches Desaster - der Strand, den die ANZACs einnehmen sollten, war klein und von Klippen umschlossen, und zu dem waren die gegenerischen, gut ausgerüsteten türkischen Kräfte im Bilde - bereits in der Abenddämmerung waren über 2000 Australier gefallen. Es dauerte acht (!) Monate, bis London endlich den Befehl zum Rückzug gab. Die ANZACs hatten nicht einmal wirklich Fuß in der Bucht fassen können, dafür aber insgesamt 8587 Männer verloren, also mehr als die Hälfte. Dennoch ist die Schlacht um Gallipoli für die Australier etwas wie die Geburtsstunde ihrer Nation, denn zum ersten Mal kämpften Australier als Australier, unter eigener Flagge, und nicht als Briten.&lt;br /&gt;(Dass andere Nationen ebenfalls in der Nähe von Gallipoli mehr Soldaten verloren als Australien, England beispielsweise 3mal so viele, die Türken 86 000 Mann, wird übrigens gerne von den Australiern übersehen.)&lt;br /&gt;Jedes Jahr steht nun der 25. April unter dem Titel 'Lest We Forget'. Der Tag beginnt mit Gottesdiensten vor Sonnenaufgang und Veteranenparaden (es wird übrigens aller gefallener Soldaten gedacht, also auch 2. Weltkrieg etc., sonst würde es langsam spärlich mit den Veteranen, ich glaube der letzte Gallipoli-Veteran ist vor 2 Jahren oder so verstorben). Als ich am Mittag an der Central Station stand habe ich Orden gezählt, da gab es einige behangene, vom Alter gebeugte Brüstchen, aber auch junge Militärs, die zur Unterstützung der Alten dabei waren. Man wusste gar nicht so recht, was man zu tun hat, wenn ein dekorierter Volksheld an seinem Feiertag an einem vorbei läuft, ich habe mich für freundlich lächeln und nichts tun entschieden. Sein wir ehrlich, wir Deutschen haben es nicht so mit Militär, das macht uns nervös, weil man immer gleich das Gefühl hat, die Polizei rufen zu müssen, wenn jemand von den Heldentaten der Soldaten memoriert. Die Deutschen und das Militär, das ist eher eine tragische Geschichte.&lt;br /&gt;Folglich hatte meine Feiertagsplanung auch nicht wirklich viel mit Soldaten zu tun - ich hatte mich für die andere Klischéevariante entschieden: Sydney Roosters vs. St George Dragons im Aussie Stadion, der NRL Blockbuster, dazu einen Hot Dog und ein kühles Bier. Wenn es eine Sportart gibt, für die ich mich wirklich begeistern kann, dann ist das Rugby. Ich gebe zu, die ominöse Abseits-artige Regel habe ich noch nicht ganz verstanden. Aber Rugby ist einfach eine Sportart, die nie uninteressant wird, weil einfach immer gerade irgendwo irgendwer böse getackelt wird. Und - Entschuldigung, es ist ein Frauenklischée aber es muss sein - die Spieler sind großartig. Wer den Film 300 gesehen hat weiß, wovon ich spreche. Wenn die gegenerischen Mannschaften aufgereiht auf einander zurennen bekommt man selbst auf der Tribüne nach Angstattacken. Leider hat meine Kamera bzw. mein Akku an diesem Tag versagt...deshalb nur ein etwas schlechteres Bild. Man fragt sich nur, wo findet man so viele so große und so breite Männer? Vor allen Dingen fragt man sich, ob die überhaupt länger als 1-2 Saisons spielen können, denn allein beim Zuschauen hatte ich diverse Knochenbrüche vermutet, die Jungs scheinen aber recht hart im Nehmen zu sein.&lt;br /&gt;Ich weigere mich übrigens, mich schlecht oder sexistisch zu fühlen wegen meiner letzten Aussage. Ich war mit fünf Herren im Stadion, und ich war mit Sicherheit die Einzige, die die ganze Zeit auf's Spielfeld gestrarrt hat. Der Rest hat sich nämlich ausführlich mit den Cheerleadern am Rand beschäftigt, die aber eher unmotiviert unsynchron ihre Puschel geschüttelt haben.&lt;br /&gt;Trotz Regen ein tolles Ereignis, vor allen Dingen weil WIR gewonnen haben. (Ich mag dieses WIR beim Sport. Ich bin Sydney.)&lt;br /&gt;Und ja, Militär habe ich auch noch bekommen. Vor dem Einmarsch der Spieler marschierten die Soldaten, es gab auch berittene Soldaten und Soldaten auf Fahrzeugen, dazu jede Menge Fahnenträger. Mein persönliches Highlight: Die Schweigeminute. Eine Inszenierung sondergleichen. Ein einsamer Trompetenspieler liess tragische Töne über das stille Grün schweben, alle senkten die Köpfe, und dann - kam der Kampfjet. Drei Mal ist er in einer Runde dicht über das Stadion geflogen, Möwen flogen auf, ich konnte ein Geschoss aus der Nähe bewundern, dann verschwandt der Jet wieder in den grauen Wolken und alles brach in Jubel aus. Ich hatte eine Gänsehaut...vielleicht wegen der Schallwellen, vielleicht aber auch, weil mir solche Demonstrationen unheimlich sind - es bleibt immer die Frage, wo dieser Jet als nächstes kreist.&lt;div style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-2785577068625962627?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/2785577068625962627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=2785577068625962627' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/2785577068625962627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/2785577068625962627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/blood-and-honour_26.html' title='Blood and Honour'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RjCmDREJSMI/AAAAAAAAAR4/H1PWm4Qa5qw/s72-c/IMG_1668.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8081868703698977167</id><published>2007-04-22T13:06:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:55.083+01:00</updated><title type='text'>Empty Space</title><content type='html'>&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="clear: both; float: right;" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RitBqbdAt5I/AAAAAAAAARo/HVXRGof-PlQ/s160/IMG_1642.jpg" border="0" /&gt;Das Phänomen kannte schon der alte Goethe nur zu gut: Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Die eine studiert, die andere...sitzt daneben und nölt. (Für meine nicht-westfälsichen Leser: mault / nörgelt.) In der letzten Woche habe ich ein erstaunlich vorbildliches Leben geführt. Kein Ausgehen, gesundes Essen, zwei Mal in der Woche Sport, Spaziergänge mit dem Hund, viel viel Lernen und ansonsten Beschäftigung mit Belletristik, Zeitungen und einem Ausweg aus meinen Schlafstörungen. (Für Ratschläge bin ich dankbar, aber ich mag Milch nur im Kaffee oder mit Cornflakes und wenn mir jetzt einer zum warmen Bier raten will - NEIN. ) Donnerstag haben sich die ersten Anzeichen einer akuten Unruhe breit gemacht, Freitag morgen stand dann fest, dass ich unmöglich einen weiteren Tag am Schreibtisch verbringen könnte. Also die Abenteurerschuhe an und los. Und wo findet man Auswege, wenn man sie sucht? Richtig, am Bahnhof. Da ich ja immer umsichtig meine Umgebung auf Fluchtpunkte absuche, war mir schon vor einiger Zeit die Bahnlinie nach Newcastle aufgefallen - mit gerade mal 2 1/2 Stunden eine für australische Verhältnisse mikrige Distanz, folglich fand ich mich Freitag morgen plötzlich im Zug wieder. Plötzlich, weil ich eigentlich geplant hatte, erstmal in Ruhe einen Kaffee am Bahnhof zu trinken, den Zügen nachzusehen und mich moralisch auf Aufbruch einzustellen. Es war 9 Uhr 14, ich hatte das Ticket in der Tasche und war auf der Suche nach einem geeigneten Café, als ich feststellen durfte, dass ich den 9 Uhr 15 Zug noch erreichen konnte, der quasi nur auf mich (und ein paar rennende Andere) zu warten schien, und so habe ich Sydney Central um 9.16 Uhr etwas außer Atem (kurz vor Ankunft am Gleis musste ich, angespornt vom Zugbegleiter, dann doch auch noch ein bißchen rennen) ohne Frühstück und ohne Kaffee verlassen. Die nächsten Stunden waren ganz angenehm, die Strecke sehenswert, allerdings bin ich, in Ermangelung der richtigen Kaffeedosis, immer wieder eingeschlafen. Im Endeffekt war ich aber ganz froh, nichts getrunken zu haben - denn auch, wenn australische Züge wesentlich pünklticher zu sein scheinen, in deutschen Zügen kann man wenigstens zwischen jedem Abteil seine Notdurft verrichten. Ich habe in diesem Zug keine einzige Toilette gesehen, auch wenn ich geneigt bin zu glauben, dass es welche geben muss. Es gibt schließlich noch Menschenrechte.&lt;br /&gt;Von Newcastle wußte ich nicht viel mehr, als dass es existiert und am Meer liegt. Ich habe mal jemanden getroffen, der aus Newcastle kam und sehr nett war. Und wie das so ist mit ersten Assoziationen, man denkt sich, dass die Stadt doch auch nett sein muss. Ferner wußte ich, dass es eine recht große Stadt ist. Was ich vergessen hatte: Ich bin in Australien. Alles, was nicht Melbourne und Sydney ist, ist was die Größe betreffend der Einwohnerzahl angeht, mit Skepsis zu betrachten.&lt;br /&gt;Kurz vor meiner Abreise hatte ich Newcastle schnell noch gegoogelt und gesehen, dass es dort eine Uni gibt. Oh, ach ja. Noch etwas wußte ich im Vorhinein, da es durch alle Medien ging. Silverchair, die gerade ihre äußerst erfolgreiche Reunion feiern, kommen aus Newcastle. (Es gab da mal diesen No. 1 Hit, aber ich kann mich nicht erinnern...ich steckte in der Blüte meiner Pubertät, glaube ich.)&lt;br /&gt;Zusammengefasst war meine Vorstellung von Newcastle also folgende: Eine hippe Unistadt an der Küste mit unzähligen Surfern, Liebhabern von Rockmusik (Entschuldigung, ich habe das neue Album von Silverchair noch nicht gehört. Es wird aber als Rockmusik deklariert. Nur falls mich jemand auf meine phänomenal falsche Musikrichtungseinteilung aufmerksam machen will.) und dementsprechend voller angesagter Cafés und Bars.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde gerne mal mit dem Zug in meine Vorstellung fahren, denn da ist alles besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zuhasue habe ich einen Reiseführer befragt. Da heißt es kurz und knackig: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Newcastle (Besucherinformation 92 Scott St.) ist die erste große Stadt an der Route &lt;/span&gt;[gem. ist d. Pacific Highway]&lt;span style="font-style: italic;"&gt;, etwa 160 Kilometer außerhalb Sydneys. Sie ist eines von Australiens wichtigsten Industriezentren und Heimat der riesigen B.H.P.-Stahlwerke sowie Hafen der nahegelegenen Kohlefelder des Hunter Valley. (...) Hier gibt es zwar viele Schornsteine, Newcastle selbst ist aber eine nette Surfstadt mit breiten Aleen und guten Stränden und einer guten Brise." &lt;/span&gt;Der Reiseführer lügt nicht. Gibt es alles in Newcastle. Was es nicht oder nur sehr wenig gibt, sind Menschen! Die breiten Alleen sind fast leer, wie mein Foto vielleicht beweist, vielleicht waren die alle in den riesigen Stahlwerken, was weiß ich, auf jeden Fall kam ich mir in meinem roten Kleidchen mit weißen Pünktchen über der Jeans wie eine Kuriosität sondergleichen vor, als ich so durch die Straßen geschlichen bin. New Castle ist bestimmt ganz nett, wenn man dort jemanden kennt. Es ist erstaunlich wenig los. Nach einigen vergeblichen Versuchen habe ich die Einkaufsstrasse gefunden, die tatsächlich nur eine Straße ist. Keine lange, auch wenig frequentiert, und als ich am Nachmittag auf dem Weg zum Zug noch einmal durch dieses Shoppingparadies für Lauffaule getrödelt bin, hatten die meisten Geschäfte schon geschlossen. Dafür habe ich am Nachmittag aus der Ferne junge Menschen in Ansammlungen erspäht. Lobenswert ist aber die Newcastle Region Art Gallery, für so eine kleine Stadt (die Nachrecherche bei Wikipedia hat 137.300 Einwohner ergeben.) ein erstaunliches Angebot. Zum Beispiel eine Auststellung mit dem wunderschönen Titel "The Bleeding Hearts Club" von David Griggs, oder auch die Ausstellung "The World's Most Photographed", zusammengestellt von der National Portrait Gallery London. In der Hitliste finden wir Elvis, Muhammad Ali,  Audrey Hepburn,  Marilyn  Monroe, James Dean, Queen Victoria und, natürlich, Hitler. Neben Mahatma Gandhi.&lt;br /&gt;Nach einem Bier im lokalen Pub, auch hier mäßiger Besuch, bin ich wieder in die Heimat aufgebrochen. Und hatte das große Glück, in einem Abteil mit Kindern zu sitzen. Ich weiß, die Gesellschaft erwartet im Allgemeinen, dass man (vor allen Dingen Frau) beim Anblick von Kindern in Verzückung gerät und alles niedlich findet. Tut mir leid, ich finde ein Kind, dass mit bemerkenswerter Ausdauer seine Freude mit dem Singsang "it's my chocolate, it's my chocolate, it's myyyyy chocolaaaaateeee" zum Ausdruck bringt, in aller erster Linie anstrengend.&lt;br /&gt;Oh, und nun noch ein Quiz. Woran erkennt man einen Ausländer im Zug?&lt;br /&gt;Ganz einfach. Der Newcastle-Sydney Zug fährt immer auf einem Gleis. Auf der Hinfahrt waren die Sitze also in Fahrtrichtung, und als ich als eine der ersten den Zug in Newcastle bestiegen habe, waren sie alle gegen die Fahrtrichtung. Was mich etwas verdrossen hat, wenn auch nicht sehr. Was ich aber nicht wußte: Man kann die Lehnen einfach auf die andere Seite umstellen. Einfach dran ziehen, aber auf den Gedanken kommt man ja nicht, wenn das nirgendwo steht. Ich bin aus Trotz als einzige gegen die Fahrtrichtung nach Sydney zürückgekehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="clear: both; text-align: right;"&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8081868703698977167?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8081868703698977167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8081868703698977167' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8081868703698977167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8081868703698977167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/empty-space.html' title='Empty Space'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RitBqbdAt5I/AAAAAAAAARo/HVXRGof-PlQ/s72-c/IMG_1642.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8913154454411877924</id><published>2007-04-18T17:12:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:55.409+01:00</updated><title type='text'>Verlust der Unschuld</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiY1anTFmXI/AAAAAAAAARg/8eZys_ARfCw/s1600-h/IMG_1639.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: left" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiY1anTFmXI/AAAAAAAAARg/8eZys_ARfCw/s160/IMG_1639.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Von der Aufklärung ins Nichts der Selbstverantwortung gestoßen, beraubt des sicheren Wissens um Gott und Schickal, taumeln wir Menschen über die Oberfläche dieser Erde und versuchen uns unsere Existenz, unsere Bedeutung und den Sinn des großen Ganzen zu beweisen. Wir tun dies, in dem wir uns mit dem Konzept der Zeit beschäftigen, unter anderem. Doch damit ist nicht Zeit in ihrer Gesamtheit gemeint. Die Gegenwart beispielsweise ist nicht dazu geeignet, uns in dieser Welt zu verankern, zerbrechlich schwimmt sie zwischen ihren beiden Schwestern und vergeht mit jeder heranrollenden Minute. Die Zukunft dient unseren Träumen und Hoffnungen, sie schwebt uns vor als imaginäres Ziel und wispert uns Bilder unserer Selbst in die Ohren, die wir vielleicht einmal werden könnten.&lt;br /&gt;Die einzige Form von Zeit, mit der wir uns selbst beweisen können, ist die Vergangenheit, ist die relative Gewissheit dessen, was schon gewesen ist. Wir knüpfen unsere Erinnerungen an Orte, Menschen, Empfindungen, sammeln sie ein und verstauen sie in den Regalen dessen, was wir Weltbild nennen, jederzeit auf Wunsch abruf- und darstellbar.&lt;br /&gt;Ich vertraue der Vergangenheit, ich vertraue ihr mehr als der Zukunft und auch mehr als der Gegenwart, deshalb studiere ich Geschichte. Die Vergangenheit ist uns, in den meisten Fällen zumindest, zugänglich. Man muss sich nicht fragen, was dieser oder jener Politiker noch Übles in der Hinterhand halten könnte, nein, wenn man in der Geschichte umherwandelt kann man Antworten auf diese Fragen finden und sich dem Glauben hingeben, aus den Fehlern seiner Vorgänger könne man lernen.&lt;br /&gt;Historiker waren für mich immer Meister der Wahrheit, Verfechter von nüchterner Betrachtung, die vielleicht manchmal mit ihren Schlußfolgerungen daneben liegen (manchmal sehr), uns aber immer demütig die Quellen ihrer Weisheit und die Originale, denen ihre Ideen entsprungen sind, mitliefern, mit der aufrichtigen Bitte, uns doch selbst ein Bild zu machen. Kurz, unter allen Menschen wären vor allem Historiker diejenigen, denen ich trauen würde, einfach weil Lügen sich nicht lohnt, wenn einem früher oder später jeder nachweisen kann, dass man mit der Wahrheit gepfuscht hat.&lt;br /&gt;Und nun das. Da ich ja auch hier mit Begeisterung meiner Profession nachgehe, bin ich bemüht mich mit australischer Geschichte und australischen Historikern zu befassen. Einer der ersten Historiker, die einem über den Weg laufen, ist Manning Clark. Oder sagen wir, man läuft ihm über den Weg. Denn auf dem Campus ist ein Weg nach ihm bennant, ebenso wie das Mensa/Party-Gebäude, Manning-House, in dem sich auch die beliebte Manning-Bar befindet. Manning Clark ist der berühmteste australische Historiker, bekannt für seine 6bändige 'History of Australia' und dafür, dass er andere Historiker aus Prinzip nicht gelten ließ, denn die waren seiner Meining nach alle nicht auf der Spur der 'wahren' Geschichte, geprägt von englischem Kolonialismus oder protestantisch/presbyterianischen Idealen.&lt;br /&gt;Eine Geschichte, die Manning Clark immer wieder erzählt hat, wenn er gefragt wurde, warum er Historker wurde, warum er auf der Suche nach den Wurzeln menschlicher Beweggründe und menschlichen Übels war, war folgende:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;What really got me going was that when I was 22 or 23 I went to Germany to meet the woman I was going to marry, and I happend to arrive at the railway station at Bonn am Rhein on the morning of Kristallnacht. That was the mornig after storm- troopers had destroyed Jewish shops, Jewish buisnesses and the synagogues. (...) And I came up out of the Bonn railway station, my head stuffed with these myths about progress and so on. And here I was confronted with these storm-troopers. (...) I saw the fruits of evil, of human evil, before me there in the streets of Bonn. Over the next three years, I gradually had to abandon all the myth I'd grown up with." &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Bewegende Geschichte, man fühlt die Erleuchtung quasi mit, und was für ein guter Grund, Historiker zu werden! Auf der Suche nach dem wahren Wesen des Menschen, das klingt wesentlich besser als...zum Mathematiker hat mein Verständnis nicht gereicht. Jetzt die große Enttäuschung. Manning Clark war ein Lügner. Er war nicht in Bonn, am Morgen nach der Kristallnacht. Tatsächlich traf er erst drei Wochen später ein, und all die Berichte, die er von dem zerbrochenen Glas, den schwelenden Synagogen und grinsenden SS-Männern geliefert hat, waren erfunden. Allerdings, und das macht die Sache noch schlimmer, nicht frei erfunden. Denn jemand hatte sie tatsächlich erlebt und ihm erzählt, und zwar seine Verlobte, eben jene Frau, die in all seinen Berichten lediglich am Bahnhof steht und auf ihren Geliebten wartet. Sie hatte Clark einen Brief nach Oxford geschickt, wo er tatsächlich am Tag nach der Kristallnacht war, und ungefähr in den gleichen Worten, die er später für seine Geschichte benutzte, ihre Erlebnisse geschildert.&lt;br /&gt;Das ist in etwa so, als wenn ein heutiger Germanist herausfinden würde, dass Goethe, von dem wir alle glaubten, dass er sein wunderschönes 'Ein Gleiches' mit 21 Jahren in die Wand einer Holzhütte auf dem Kickelhahn geritzt hat, tatsächlich eine Abneigung gegen das Wandern hatte. 'Die Leiden des jungen Werther' wären dann auch nie wieder das Gleiche.&lt;br /&gt;Das war es also, nach dem Verlust des Osterhasen, Christkinds, Pippi Langstrumpfs etc. verliere ich nun auch noch den Glauben in die Historiker. Diese Welt ist ein dunkler, dunkler Ort voller Lüge, man darf niemandem Glauben schenken. Was kommt als nächstes? Macht Schokolade etwa nicht glücklich? Lügt der Papst?&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8913154454411877924?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8913154454411877924/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8913154454411877924' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8913154454411877924'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8913154454411877924'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/verlust-der-unschuld.html' title='Verlust der Unschuld'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiY1anTFmXI/AAAAAAAAARg/8eZys_ARfCw/s72-c/IMG_1639.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-7696504963691008572</id><published>2007-04-15T16:04:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:55.608+01:00</updated><title type='text'>Jaws</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiIxHIMLCgI/AAAAAAAAANk/h8K9R5aYuNw/s1600-h/hai2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiIxHIMLCgI/AAAAAAAAANk/h8K9R5aYuNw/s320/hai2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5053655730390501890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In Deutschland war ich noch mutig. Strahlend habe ich allen ins Gesicht gelacht, die mir erzählen wollten, dass ich besser nicht im Meer schwimmen solle. Wegen der Haie, man kennt die Geschichten zu genüge. Problematisch wurde die Sache erst, als ich hier zum ersten Mal am Strand stand, gerade im Begriff den großen Zeh ins Wasser zu tauchen, den kritischen Blick auf die erschreckend hohen Wellen gerichten - und feststellen musste, dass ich heimlich das Wasser auf große, verdächtige Schatten  untersucht habe. Ja, ich habe eine leichte Hai-Paranoia entwickelt.&lt;br /&gt;So weit, so gut, ein Indiander kennt keinen Schmerz und Ängste muss man besiegen. Gegen die Höhenangst hat damals der Fallschirmsprung geholfen, dagegen erscheint schwimmen geradezu harmlos. Konfronationstherapie nennt man das in gut unterrichteten Hobbypsychologen-Kreisen. In den letzten Wochen habe ich mich immer wieder ins Meer vorgewagt. Zuerst habe ich ein paar Überlebensrichtlinien aufgestellt. Immer zuerst die schon Schwimmenden beobachten, ob nicht plötzlich einer von denen verschwindet. Und wenn man sich tatsächlich ins Wasser begeben hat gilt vor allen Dingen eins: Immer hinter mindestens einem Surfer schwimmen, notfalls werden die zuerst gefressen.&lt;br /&gt;Zudem habe ich einige Australier zu ihren persönlichen Haisichtungen befragt und siehe da, die hatte noch niemand den ich kenne.&lt;br /&gt;Letzten Mittwoch, am dritten Tag meiner Ferien, bin ich schließlich mit Freundinnen zum Manly Beach gefahren. Und während die Beiden sich noch von der Sonne küssen ließen, habe ich mich lässig wie John Wayne von meinem Handtuch erhoben und bin auf die Wellen zugeschlendert. Das sollte mein Tag werden, ich also rein ins Meer, nur keine Furcht, unter den hohen Wellen durchgetaucht und ab ins tiefe, tiefe Wasser (was in meinem Zustand bedeutet ich war ganz kurz hinter den Wellen und wenn die abgeebbt waren konnte man noch stehen) und dann ein paar Runden geschwommen. Kurze Zeit darauf hat mich eine ziemlich hohe Welle unglücklich erwischt, über den Sand gescheuert und quasi am Strand wieder abgesetzt. Ich fand, dass ich zu Genüge bewiesen hatte, dass ich furchtlos bin, und der Anteil an Salzwasser in meiner Nase war auch mehr als ausreichend, also habe ich mich wieder auf den festen Boden zurückbegeben, dahin wo ein Mensch auch hingehört.&lt;br /&gt;Warum ich das berichte? Wer diese Frage tatsächlich noch stellt kennt mich nicht gut genug. Denn ich wäre nicht Julia Sterthoff, wenn nicht kurze Zeit nach meiner sicheren Rückkehr und kurz nach dem aufkeimenden Gefühl, überflüssige Ängste ausgestanden zu haben, plötzlich die Sirenen am Strand aufgeheult hätten. Über Lautsprecher kam mit bewußt ruhiger Stimme eine Durchsage mit dem ungefähren  Inhalt:  &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Es besteht kein Grund zur Panik, aber wir HABEN EINEN HAI IM WASSER gesichtet, bitte kehren sie SOFORT an den Strand zurück."&lt;/span&gt; (Was die Surfer übrigens nicht getan haben, denn das gilt in Surfer-Kreisen, wie meine Mitbewohnerin mir erklärt hat, als extrem uncool. Kein Wunder, dass die gefressen werden.)&lt;br /&gt;Mein erster Gedanke war, dass, wenn schon eine Durchsage gemacht wird und die Sirenen angehen, es sich vermutlich nicht um einen kleinen, niedlichen, verirrten Riffhai handelt. Mein zweiter war, dass man keinen Hobbypsycholgen trauen sollte. Ich halte es da mit Element of Crime: Finger weg von meiner Paranoia, die war mir immer lieb und teuer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-7696504963691008572?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/7696504963691008572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/7696504963691008572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/jaws.html' title='Jaws'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiIxHIMLCgI/AAAAAAAAANk/h8K9R5aYuNw/s72-c/hai2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8563788219107912195</id><published>2007-04-14T17:48:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:56.183+01:00</updated><title type='text'>Auf der Suche nach Größe</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiD30YMLCSI/AAAAAAAAAL0/0i9ON5iEk4Q/s1600-h/IMG_1549.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: left" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiD30YMLCSI/AAAAAAAAAL0/0i9ON5iEk4Q/s160/IMG_1549.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Hauptstädte. Pulsierende Herzen ihrer Länder, Beheimatung der Großen dieser Welt, Zeugen der Entscheidungen, die über die Geschicke ganzer Generationen bestimmen.&lt;br /&gt;Sollte man meinen.&lt;br /&gt;Mein zweiter Ausflug in dieser meiner kostbaren Ferienzeit hat mich, der oben geschilderten Erwartung gemäß, nach Canberra getrieben. Dort ankommen, wo ich meiner Meinung nach immer schon hingehöre, nämlich ganz oben an der Entscheidungskette, Australien pur, an dem Ort, wo Gesetze nicht nur eingehalten (oder auch nicht, wie so manch ein Minister der letztlich seinen Job verlor bestätigen könnte) sondern GEMACHT werden. Drei Stunden Busfahrt konnten meine Erwartungen nicht schmälern. Drei Minuten nach der Ankunft konnten es allerdings schon.&lt;br /&gt;Canberra hat ungefähr so viel Ausstrahlung wie sein Oberhaupt PM John Howard: alles wirkt, als wäre es mal modern gewesen, als hätte es mal Austrahlung haben können, als hätte jemand viel geplant...und wäre am Ende gründlich gescheitert. Und dem ist in Gewissen Sinne auch so.&lt;br /&gt;Eine kleine geschichtliche Beleuchtung.&lt;br /&gt;Der Geschichte des südlichen Kontinents ist eine Geschichte voller Verspätungen. James Cook kam zu spät um tatsächlich der Entdecker Australiens zu sein, die First Fleet segelte später los als gedacht, der Winter kommt ein halbes Jahr zu spät, und tatsächlich hat es, bemerkenswerter Weise, bis 1901 gedauert, bis die Bewohner der damals sechs Kolonien (die heutigen außer dem Northern Territory), denen Mark Twain 1895 eine "geistige Paralyse" unterstellte, auf den glorreichen Gedanken kamen, eine Föderation zu gründen. Anscheinend hatte es bis dahin niemanden wirklich gestört, dass innerhalb der sechs Staaten unterschiedliche Zeitzonen, Zollabgaben, Briefmarken und - meine persönliche Lieblingskuriosität - unterschiedliche Spurweiten von Eisenbahnschienen zu finden waren. 1901 schließlich sollten all diese Unterschiede, und die damit verbundenen Schwesterfeindlichkeiten der einzelnen Staaten ein Ende haben. Für die Rivalität untereinander hatte man auch schon einen Ersatz gefunden. Ich zitiere hier Roff Smith: "Einig waren sich die sechs Staaten (...) in ihrer Vision von Australien: stabil, weiß, wohlhabend, weiß, durch Zölle und Wohlfahrstgesellschaft geschützt - und weiß." Damit war der Grundstein zu der heute meist vergessenen White-Australia-Politik gelegt, die bis 1970 andauerte. Diese Politik wandte sich vor allem gegen Asiaten - und zwar auf kurios-beschämende Weise: man gab kein generelles Einwanderungsverbot aus, potentielle asiatische Einwanderer durften sich bewerben und wurden einem Lese- und Schreibtest unterzogen. Allerdings in einer BELIEBIGEN europäischen Sprache, die der jeweilige Beamte bestimmen durfte. Gälisch stand hoch im Kurs. Der zweite Premierminister, Alfred Deakin, ließ sich bei folgender Aussage erwischen: "Es sind nicht die schlechten Eigenschaften dieser fremden Rassen, die sie für uns gefährlich machen, sondern die guten. Ihre unermüdliche Energie, (...) ihre Ausdauer und ihre geringen Bedürfnisse machen sie zu solchen Konkurrenten."&lt;br /&gt;Nun gut, kommen wir zurück zu der Geburt einer neuen Nation. (Obwohl die Geburt der Nation, wie die Australier meinen, nicht 1901 in einem Park in Sydney sondern 1914 auf einem Schlachtfeld in Gallipoli stattfand.)&lt;br /&gt;Die neue Föderation brauchte einen Anker, einen Haupsitz für die neuen Vertreter der kontinentalen Regierung...in Vertretung der Queen, versteht sich. Sydney und Melbourne waren seit Jahren zerstritten wie die Stiefschwestern beim Anblick des Prinzen mit dem Schuh, also mußte eine dritte Möglichkeit, ein Aschenputtel her. Nach langem Ringen (7 Jahre) entschied man sich für Limestone Plains, einen Ort, auf dem unter anderen Umständen wohl keine Stadt entstanden wäre, der aber zwischen Melbourne und Sydney gelegen ist und heute Canberra und das Australian Capital Territory beheimatet. Die junge Regierung, vermutlich noch beflügelt von dem berauschenden Gefühl der großen Veränderungen und in einer 'Alles-ist-möglich'-Stimmung, entschied kurzerhand, eine komplette Hauptstadt auf dem Reißbrett zu erschaffen. Der engagierte Architekt war Walter Burley-Griffin, der allerdings nach Jahren voller bürokatischer Schwierigkeiten 1920 aufgab und sich anderen Arbeiten, z.B. dem Melbourner Vorort Heidelberg, zuwandte. 1927 schließlich konnte die neue Regierung in den noch neueren Regierungssitz einziehen.&lt;br /&gt;Canberras Problem ist, dass selbst nach 80 Jahren das Gefühl von Künstlichkeit nicht von der Stadt abgefallen ist. Natürlich kann ich hier nur meine 1-Tages-Impression wiedergeben, aber die Gebäude sind auffallend gleich; eckig und größtenteils gelblich liegen sie zwischen viel zu breiten Straßen, deren einziger Sinn zu sein scheint, in jedem Fall dem Parliament House zuzustreben. Dieses ist eine Meisterleistung moderner Architektur, 1988 ersetzte es das alte Parlamentsgebäude und seine Errichtung hatte den Steuerzahler 1 Milliarde Dollar gekostet. Leider unterstreicht es meiner Meinung nach lediglich das Gefühl von gewollter, nicht gewachsener Stadtarchitektur. Vielleicht erklärt das auch die geringe Einwohnerzahl Canberras, heute leben, trotz der Arbeit der National Capital Development Comission seit 1958, lediglich 300.000 Menschen in der Stadt. Aber wir wollen auch die guten Aspekte erwähnen. Die National Gallery of Australia beispielsweise ist definitiv einen Besuc&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiD304MLCUI/AAAAAAAAAME/No6-_QWQHXA/s1600-h/IMG_1571.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: left" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiD304MLCUI/AAAAAAAAAME/No6-_QWQHXA/s160/IMG_1571.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;h wert. Und dann gab es da noch diesen kleinen Laden, der fast nur Wollkleider- und Oberteile verkauft, funky-häkeln sozusagen.&lt;br /&gt;Und nun noch eine Information für alle, die sich immer schon gefragt haben, wie Canberra zu seinem Namen kam. Canberra ist ein Aboriginal Wort und bedeutet "Treffpunkt". Gute Wahl? Naja...denn es bedeutet gleichzeitig auch "weibliche Brust".&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8563788219107912195?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8563788219107912195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8563788219107912195' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8563788219107912195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8563788219107912195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/auf-der-suche-nach-gre.html' title='Auf der Suche nach Größe'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RiD30YMLCSI/AAAAAAAAAL0/0i9ON5iEk4Q/s72-c/IMG_1549.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8517123174404885472</id><published>2007-04-09T12:34:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:56.332+01:00</updated><title type='text'>Australian Wildlife</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RhoWp2SSfcI/AAAAAAAAALs/1rUQFc2yYWI/s1600-h/IMG_1526.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RhoWp2SSfcI/AAAAAAAAALs/1rUQFc2yYWI/s320/IMG_1526.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Osterferien haben begonnen. Mein erster offizieller Urlaub seit dem ich hier bin, und damit natürlich die ideale Zeit, den Schmerz über den Verlust meines Bullis zu überwinden und mich auf Reisen zu begeben. Meine Reisepläne waren ja bisher immer etwas komplizierter als gedacht, dieses Mal aber wurden mir, Gott sei Dank, alle Entscheidungen quasi abgenommen, ich musste nur noch zustimmen und somit konnte quasi nichts mehr schief gehen.&lt;br /&gt;Meine Mitbewohnerin Bella hatte für uns einen Ausflug geplant. Ausfliegen ist jedoch um die Osterzeit nicht ganz so einfach wie man meinen möchte, dass hatte ich bei dem Versuch selbst etwas zu organisieren zu spüren bekommen. Ganz Australien ist auf den Beinen und Straßen um dem Alltag zu entfliehen, Schüler, Studenten und Normalverdiener haben frei und wie immer, wenn derartige Phasen absehbar sind, reagiert der Markt entsprechend: Das Benzin wird teurer, gewöhnliche Flüge erreichen eine Preisgrenze, bei der man sich zunächst verwirrt fragt ob man gerade versucht hat einen Privatjet zu chartern, alle Unterkünfte sind schon Tage im Vorraus ausgebucht, machen wir es kurz, der Spontanreisende hat es nicht leicht in diesen Tagen.&lt;br /&gt;Nicht so der Spontanreisende mit netten Mitbewohnern mit Kontakten. Bella hatte uns kurzerhand das Ferienhäuschen von Bekannten organisiert, gelegen in der Nähe von Palm Beach, etwa 1 1/2 Stunden außerhalb von Sydney. Samstag nachmittag sind wir beiden kühnen Abenteurer, bepackt mit Lebensmitteln und 18 Dosen Wodka-Lime, die später noch von Bedeutung sein sollten, in das Auto gesprungen und zu der Fähre gefahren, die uns schließlich nach Coasters Retreat übersetzen sollte. Allerdings ohne Auto, denn Wagen sind auf Coasters Retreat nicht erlaubt oder sagen wir es gibt kein offizielles Verbot aber auch keine Straßen, nur Hügel und die Fähre transportiert nur Menschen und Hunde. Der Name ist für dieses Fleckchen Erde so passend wie ich es selten gefunden habe, denn es handelt sich tatsächlich um einen Rückzugsort für Menschen, die dem allgemeinen Stadt- und Urlaubstrubel entfliehen wollen - oh ja, und die sich ein Ferienhäuschen auf diesem Fleckchen leisten können, versteht sich. Aber Glückseligkeit und Geld haben ja bekanntlich mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben.&lt;br /&gt;Schlau wie wir beiden Grazien sind haben wir die sechs Uhr Fähre genommen, allerdings ohne daran zu denken, dass es bei unserer Ankunft bereits dunkel sein würde, es keine Straßenbeleuchtung und nur kleine Trampelpfade durch den Wald gibt. Oder sagen wir - meine Schuld war das nicht, denn hätte ich etwas derartiges geahnt, hätte ich mich auch nie damit einverstanden erklärt, sämtliche Dosen in meinen Rucksack zu laden, natürlich obenauf, so dass ein gehöriges Ungleichgewicht entstand. Am Pier angekomm en, trafenwir auf unseren Nachbarn Tom, den Bella gleich nach dem Weg fragen musste. Nach einer etwas umständlichen Erklärung haben wir uns aufgemacht, Bella voran und ich, dank der Gewichtsverteilung auf meinem Rücken, schwankend wie ein Bambusstab im Wind hinterher, und natürlich haben wir uns sofort verlaufen. Wir mussten an mehrere Veranden klopfen und um Hilfe bitten, bekamen eine Taschenlampe geborgt, was leider auch nicht viel geholfen hat, und schließlich war die halbe Nachbarschaft auf den Beinen uns zu helfen, bis uns Tom der Nachbar gefunden hat, der mittlerweile aufgehört hatte zu fischen, und, da unser Haus noch immer dunkel war, auf den Gedanken kam, wir könnten verloren gegangen sein. Recht hatte er.&lt;br /&gt;Angekommen durften wir dann feststellen, dass sich in unserer Küche kein Kühlschrank finden ließ. Gut, dass Tom an diesem Abend noch zu Besuch kam, er durfte dann beladen mit unseren Lebensmitteln, die er in seinem Kühlschrank lagern wollte, wieder gehen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir vermutlich schon einen etwas verschrobenen Eindruck abgeliefert, oder sagen wir - typsich Stadtmädchen in der Natur, was ich ja nun einmal für gewöhnlich so gar nicht bin. Der nächste Morgen konnte dem auch nicht abhelfen. Wir hatten abends erzählt, dass wir mit den kleinen Surfskis fahren wollten, einer Art Minikanu auf der ich mich vermutlich eh nicht über Wasser hätte halten können. Natürlich konnten wir am nächsten Morgen nur eins davon finden, statt der erwarteten zwei, unsere verzweifelte Suche wurde auf der Veranda nebenan, auf der man schon Lunch hatte, bemerkt, und Tom kam wieder einmal zur Hilfe und wollte uns sein Kanu anbieten. Just in diesem Moment haben wir dann auch den Kühlschrank gefunden, der auf der rückseitigen Veranda untergebracht war.&lt;br /&gt;Wir haben uns schließlich den Weg zu dem gesuchten Boot zeigen lassen, uns aufgemacht, ein weißes Kanu gefunden, es ins Wasser geschleppt und sind aufgebrochen. Die Fahrt war unglaublich schön, vermutlich können die Fotos ein gutes Bild von der Schönheit der Natur wiedergeben, auch wenn sie nur einen kleinen Teil der Bucht zeigen. Mit dem Kanu kann man einen größeren Bereich abdecken, man paddelt einfach zwischen den geparkten Luxusjachten hindurch und schon ist man auf offener See. Irgendwann haben wir dann, auf dem Rückweg, auch unseren hilfsbereiten Nachbarn wiedergetroffen, der gerade fischen war und den wir an eine bessere Stelle übesetzen sollten. Fröhlich winkend sind wir, stolz über unser gutes Team und die Geschwindigkeit, die wir mit dem alten Holzkahn erreichen konnten, an die Klippen gesteuert und haben Tom ins Boot genommen, der nach einem kurzen Blick meinte: "Nice canoe, not mine." Ich wusste immer schon, dass in mir Piratenblut brodelt, da stiehlt man halt Boote.&lt;br /&gt;Im Weiteren Verlauf unseres Aufenthalts wurden wir noch einige Male vom Nachbarn getretten. Das erste Mal, weil Bella eine Tarantel gefunden hatte, von wie ich zugeben muss unerwarteter Größe, und darauf hin in einen spontanen hysterischen Kreischanfall ausgebrochen ist, während dem ich mit dem Nachbarheld gerade im Garten war und Nachhilfestunden in australischer Spinnenkunde bekam, sehr passend. Ich war übrigens der Meinung, eine sehr seltene Spinnenart gefunden zu haben, denn das Netz der Spinne war leuchtend gelb. Mir wurde allerdings gesagt, das läge nur an den Blütenpollen. Ich bin nicht restlos überzeugt. Und ein letztes Mal wurde Rettung erforderlich, weil Bella über Nacht von einer merkwürdigen Zeckenart völlig zerbissen wurde. Ich konnte erst nicht glauben, dass es Zecken sein sollten, denn diese Art von Zecken saugt sich innerhalb weniger Stunden voll, ist winzigklein, und hinterlässt Teile ihrer Beißwerkzeuge, soweit ich das verstanden habe, in den Wunden. Diese sieht man als kleine schwarze Punkte, die man mit der Rasierklinge entferenen muss. Tom wird also die nächsten Tage mit einem Bart herumlaufen müssen. Es ist immer gut, hilfsbereite Nachbarn zu haben. Wobei man sich gelegentlich fragt, ob die ihre Hilfsbereitschaft nicht nachher bereuen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, immerhin habe ich, die Tarantel inbegriffen, einige Eindrücke echter australischer Wildnis sammeln können. Beim Schwimmen habe ich einen kleinen Manta entdeckt, in dem Wald vor unserer Hütte sprangen bush-wallabies (kleine Känguruhs) herum - gut, echte Wildnis war das nicht, denn die hatten überhaupt keinen Respekt vor dem auf dieser Insel generell netten Menschen - und in unserem Garten gab es, neben gigantischen Spinnen mit gelben Netzen, auch noch einen riesigen Goanna, eine Art Varan, die Fotos sind im Album zu bewundern.&lt;br /&gt;Dies war also der erste Streich, und der nächste Folgt so gleich, denn morgen reise ich für einen Tag nach Canberra. Hoffen wir mal, dass die National Gallery of Australia ein gewohnteres Terretorium darstellt und ich nicht ganz so hilfsbedürftig erscheine. &lt;/div&gt;&lt;div style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8517123174404885472?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8517123174404885472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8517123174404885472' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8517123174404885472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8517123174404885472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/australian-wildlife.html' title='Australian Wildlife'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RhoWp2SSfcI/AAAAAAAAALs/1rUQFc2yYWI/s72-c/IMG_1526.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-5266430854532871303</id><published>2007-04-02T14:38:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:56.348+01:00</updated><title type='text'>Home is where you get good coffee</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RhD5Tex1c5I/AAAAAAAAAFU/YrTrFtkxuQA/s1600-h/IMG_1458.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: right" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RhD5Tex1c5I/AAAAAAAAAFU/YrTrFtkxuQA/s320/IMG_1458.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Der Mensch ist nicht nur gut. Wir alle haben in uns eine böse Seite, eine Ansammlung von Eigenschaften, die wir vielleicht lieber verschweigen würden, oder einfach Vorlieben, die sich mit unserem sozialen oder global-politischen Gewissen nicht vereinbaren lassen. Ich bin voll davon, ich weiß es, ich bekenne mich. Nach über einem Monat bildgewaltiger Antiraucherwerbung kann ich keine Zigarette mehr rauchen, ohne meinen Mitmenschen gegenüber ein leises Schuldbewußstein zu empfinden, da ich offensichtlich heimlich dabei bin sie alle zu töten. Und ja, noch schlimmer ist mein Haarspray-Konsum, ich arbeite ungesehen jeden Morgen Hand in Hand mit den schlimmsten Terroristen, denn ich führe Australien dem Abgrund entgegen - aber meine Taktik ist schlimmer als jeder Bombenangriff, denn mein Aussehen nagt am Ozonloch.&lt;br /&gt;Des Weiteren bin ich ein Eckpfeiler der Unterdrückung unzähliger armer Plantagenarbeiter in Kolumbien oder jenen wunderbaren Regionen Afrikas, deren Klima ideal für das Wachstum der aromatischsten Kaffeebohnen ist. Ich bin bekennend kaffeesüchtig, und daran wird sich nichts ändern. Meine Umwelt würde auch nicht wollen, dass sich daran etwas ändert. Denn wer mich kennt weiß, dass ich vor der ersten Tasse schwarzen Goldes, gemischt mit dem Besten was mir ebenfalls katastrophal gehaltene Kühe und krummgebückte Rohrzuckererntehelfer zu bieten haben, am Morgen unerträglich maulig bin. Was, so gesehen, tatsächlich auch eine Bedrohung für meine Umwelt darstellt. Ich brauche meinen Kaffee. Dazu bin ich neurotisch und halte mich gerne an Plätzen auf, die mir sympathisch sind, die ich kenne und die ich in mein Alltagsbild der Welt integrieren kann. Im Klartext heißt das, dass ich einer der Menschen bin, die nach immer gleichen Verhaltensmustern verfahren. Ich sitze an den gleichen Tischen in den gleichen Lokalitäten, ich variere und breche aus der Gewohnheit aus, wenn mir nach Abenteuer ist, aber das mache ich eher in der Mittagspause. In Sydney habe ich das Well Connected zu meiner Kaffeeoase erkoren. Ich sitze, fast jeden Morgen oder mindestens ein Mal am Mittag, mit Ausnahmen bedingt durch Pflichten und andere Begleitumstände dessen was man gemeinhin Leben nennt, an den kleinen silbernen Tischen vor dem Kaffee, halte eine Zeitung vor die Nase, habe eine Zigarette im Mund (deshalb sitze ich draußen, denn drinnen darf ich ja nicht rauchen - das Foto zeigt also zugegebener Maßen nicht MEINEN Platz) nippe an meiner übergrossen Tasse und sonne mich in dem Gefühl, dass es noch Ordnung gibt in dieser Welt. Diese Angewohnheit bringt mir langsam aber sicher einen Maskottchenstatus ein. Jeden Morgen wenn ich anmarschiere, werde ich freudestrahlend begrüßt, man erkundigt sich nach meinen Befinden, jedes Mal antworte ich halb verschämt 'gut', und auf meine eigentlich eher formell gemeinte Rückfrage fangen die Kellner nun schon an, mir die Wahrheit zu sagen und mir Mikro-Einblicke in ihr Leben zu geben. Ich muss auch gar nicht mehr bestellen, denn man weiß, dass ich einen großen Milchkaffee und einen Aschenbecher will. Und auch wenn ich mich leicht verschroben fühle, denn der einzige Mensch mit demselbsen Verhaltensmuster, mein Ritualpartner sozusagen, ist ein etwa 70jähriger zotteliger Kettenraucher in immer schmuddeligen Kleidern, muss ich sagen, dass es abgesehen von meinem Zimmer keinen Platz in dieser Stadt gibt, an dem ich mich so wohl fühle. Heimat ist demzufolge ein weit dehnbarer Begriff, und in meinem Fall hat er nichts mit einem Herd zu tun.&lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-5266430854532871303?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/5266430854532871303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=5266430854532871303' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/5266430854532871303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/5266430854532871303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/04/home-is-where-you-get-good-coffee.html' title='Home is where you get good coffee'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RhD5Tex1c5I/AAAAAAAAAFU/YrTrFtkxuQA/s72-c/IMG_1458.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-7146985914494250959</id><published>2007-03-30T10:09:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:56.465+01:00</updated><title type='text'>Grandpa was a cheat 'n thief and Grandma was a drinking whore</title><content type='html'>&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="clear: both; float: left;" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgzFvOx1c4I/AAAAAAAAAFM/qv4nxnpYrls/s160/IMG_1457.jpg" border="0" /&gt; Dass Australien, Mekka unzähliger Backpacker und Flip-Flop-Fetischisten, seinen Anfang als Abladeplatz für den gesellschaftlichen Auswurf Englands genommen hat, ist weithin bekannt. Vermutlich macht genau dieser Umstand auch einen Teil der Faszination des Kontinents aus, in Zeiten in denen Texas eher mit den Ölgeschäften der Familie Busch in Verbindung gebracht wird als mit wilden Kühen und noch wilderen Männern mit schattenspendenden Hüten auf den hitzigen Köpfen, die, einen Grashalm zwischen den Lippen und 'I'm a lonesome stranger' summend, in den Sonnenuntergang reiten. Australien dagegen mit seinem dubiosen Genpool riecht förmlich noch nach Abenteuer. So weit, so bekannt. Was den aufmerksamen Geschichtsstudenten jedoch wundert, ist die Tatsache, dass sich ÜBERHAUPT eine Gesellschaft aus den ersten verwirrten Menschen, die nach fast neun Monaten Anreise (ich werde mich übrigens nie mehr über die 20 Stunden Flug beschweren) von den Schiffen der First Fleet gestolpert sind, entwickeln konnte. Warum? Weil ich immer der Meinung war, dass man genügend Frauen zwecks Erneuerung der Generationen und der damit verbundenen Arbeits- und Kaufkraft benötigt. 1788 lagerten in den Bäuchen der Schiffe neben einigen Fässern Rum, Pöckelfleisch und was man sonst noch zum Überleben außerhalb der Zivilisation zu brachen glaubte, ganze 586 männliche, aber nur 192 weibliche Gefangene. Bis ca. 1800 machten die Verurteilten 60% der kolonialen Bevölkerung aus, selbst nach 1826 waren es noch 46%. Im Zeitraum von 1788 bis 1841(die Gefangenen-Transporte nach NSW wurden 1840 eingestellt) umfasste die Gefangenenpopulation 78, 077 Männer und sage und schreibe ganze 9.422 Frauen. Interessant ist zudem, dass die weiblichen Verurteilten trotz ihres Daseins als begehrte Minderheit (wie man doch annehmen würde) einen wesentlich schlechteren Ruf hatten als ihre männlichen Genossen. Im allgemeinen galten sie als schlecht erzogen, weil die überwältigende Mehrheit von ihnen rauchte und trank. Und das ist als Frau...unentschuldbar ist ein noch nettes Wort. Dazu kam noch die auffallend unangebrachte Sprache der Damen, denn diese pflegten Schimpfwörter zu gebrauchen. Kurzum: Die ersten europäischen Siedlerinnen in Australien standen alle samt (auch die ersten freien Frauen, die kurze Zeit später ankamen) unter dem starken Verdacht Prostituierte zu sein (ein bequemes Vorurteil bei dem geringen Anteil an Frauen, denn es bedeutet gleichzeitig, dass man sich als Mann ohne von der Gesellschaft verurteilt zu werden an der Auslage der Ware bedienen darf) und keine Manieren zu haben. Arthur Phillip, der Kommandant der First Fleet, war über die weibliche Auswahl gar so pikiert, dass er in Schreiben nach England verlangte, man möge doch bessere oder lieber keine Frauen mehr schicken. Und fügsam waren die Damen auch nicht. Als Sir John Franklin in Begleitung seiner Frau, einiger anderer Damen der hohen Gesellschaft und einem Kleriker namens William Bedford der Arbeitsanstalt für Frauen in Hobart 1828 einen Besuch abstattete, weigerten sich die Insassinnen, der Messe zu lauschen. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;...the three hundred women turned right around and at one impulse pulled up their clothes shewing their naked posteriors which they&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; simultaneously smacked with their hands making a loud and not very musical noise. &lt;/span&gt;Der Augenzeugenbericht vermerkt übrigens, neben der Irritation der anwesenden männlichen Honorationen, auch die Reaktion der anwesenden Damen von Rang und Stand. (The women) could not control their laughter.&lt;br /&gt;&lt;div style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Merke: Es sind also nicht zwangsläufig die australischen Männer, vor denen man sich in acht nehmen muss.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-7146985914494250959?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/7146985914494250959/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=7146985914494250959' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/7146985914494250959'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/7146985914494250959'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/03/grandpa-was-cheat-n-thief-and-grandma_30.html' title='Grandpa was a cheat &apos;n thief and Grandma was a drinking whore'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgzFvOx1c4I/AAAAAAAAAFM/qv4nxnpYrls/s72-c/IMG_1457.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-5723498006398208835</id><published>2007-03-27T15:20:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:56.887+01:00</updated><title type='text'>Drama in unzähligen Akten</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgkaDRGoUuI/AAAAAAAAABA/ilSuT5a9H8Y/s1600-h/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+083.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: right" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgkaDRGoUuI/AAAAAAAAABA/ilSuT5a9H8Y/s160/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+083.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Es ist mal wieder Zeit zum Weinen. Für alle diejenigen, denen ich meine Verzweiflung nicht schon einiger Zeit mitgeteilt hatte: Ja, ich habe mir meinen Traum erfüllt und mir einen Bus gekauft. Einen hübschen kleinen Ford Econovan, auf dessen Seite groß 'Elite' stand, der ein Doppelbett hatte und eine Menge Dinge, die mein kleines Luxuscamperherz begehrte. Und ja, natürlich, man nennt das auch das 'Julia-Sterthoff-Glück' (ich erinnere da nur an meine funkelnagelneue Spiegelreflexkamera und eine recht ungemütliche Nacht auf einem Prager Polizeirevier) - die Karre ist mir verreckt. Und sie ist nicht nur verreckt, nein!!! Natürlich ist meine Rappelkiste, wie ich sie liebevoll getauft hatte (auch wenn ich darauf hingewiesen wurde, dass hier der Ursprung allen Unglücks liegen könnte) gleich an unserem ersten richtigen gemeinsamen Tag, dem Tag, an dem ich das restliche Geld bezahlt und meinen ersten Ausflug zum Palm Beach geplant hatte, liegengeblieben. Ich habe es nicht mal bis hinter die Grenzen Sydneys geschafft, aber immerhin über die Harbour Bridge. Den Ausblick konnte ich allerdings auch nicht wirklich genießen, denn bereits zu diesem Zeitpunkt machte sich ein...nennen wir es... merkwürdiges Motorenverhalten bemerkbar. Da man aber auf der Sydney Harbour Bridge nur anhalten darf, wenn man bereit ist der Stadtverwaltung und dem australischen Volk 500$ zu überlassen, habe ich mein kleines, rasselndes, hustendes Gefährt tapfer weiter gelenkt. Mitten auf dem Highway durch den Buisnessdistrict (der am Sonntag jedoch zum Glück verlassen war) hat Rappelkiste sich dann gedacht, dass es an der Zeit wäre dem neuen Namen alle Ehre zu machen und dem ganzen noch das Attribut 'Dampfmaschine' hinzugefügt. Meine tapferen Ritter Isabel, Olaf und Dyre sind schließlich aus dem Van gesprungen und haben ihn (bergauf) an den Straßenrand geschoben. Richtig klassich haben wir dann einige Stunden auf dem Bürgersteig verharrt, die wir uns mit den Campingstühlen und einem improvisierten Picknick (Brot und Wasser) versüßt haben.&lt;br /&gt;Soweit so gut, dies also die Details, die so manch einem schon bekannt sein dürften. Oh, und bevor ich mir jetzt IRGENDEINEN dummen Kommentar von wegen Frauen und autokaufen anhören darf: Nein, ich habe nicht nur auf den Lack geschaut sondern hatte den Bulli sogar noch von einem Mechaniker checken lassen.&lt;br /&gt;Mein anderer Mechaniker, von dem ich bis heute abend noch dachte er würde mein bester Freund hier in Australien, so oft wie ich mit ihm telefoniert habe, hat mir dann erklärt, dass man die Probleme, die mein Van hatte, nur hätte finden können, wenn man den Motor vorher komplett auseinandergenommen hätte. Die häufigsten Sprüche aus dem Mund von Sam dem Mechaniker waren übrigens in richtig australischer Manier "Just bad luck, mate" und "No worries". Kurz und gut, in den letzten Tagen, nachdem ich mir lange überlegt hatte, ob ich die Rappelkiste nicht einfach über die Klippe schubsen soll und mich letztendlich doch für eine Reparatur entschieden hatte, bin ich noch davon ausgegangen, dass alles irgendwie wieder gut wird.&lt;br /&gt;Jetzt kommt der eigentliche Teil dieses Beitrags, der Grund für meine Verzweiflung und dafür, dass mein Bericht über die Wahlen in NSW nach hinten verschoben wurde.&lt;br /&gt;Heute abend schrillt mein Mobiltelefon, am Apparat ist ein Mitarbeiter von Sam dem Mechaniker, von dem ich übrigens glaube, dass er nicht in der Lage war, mir die schlechten Nachrichten selbst zu übermitteln, nachdem wir uns nun schon so nahe gekommen waren. Kurzum: Der Motor ist hin. Aber mal richitg. Ich zähle jetzt nicht alles auf, was kaputt ist, sagen wir einfach alles. Irgendwas hat die Kühlung blockiert oder etwas in der Art, eigentlich weiß niemand so genau WAS passiert ist, auf jeden Fall waren meine Mechaniker recht beeindruckt von dem Grad der Überhitzung, wenigstens konnte ich noch etwas zu ihrer Weiterbildung beitragen. Ein guter, gebrauchten Motor ließ sich auch nicht auftreiben und so habe ich heute, wie in einer schlechten Arztsendung, den entscheidenden Anruf bekommen und entschieden, die Maschinen abzustellen.&lt;br /&gt;Ruhe sanft, JAH 315, unsere Zeit war viel zu kurz, mit dir beerdige ich über 3000$ und einen Traum.&lt;br /&gt;Wer nun gerne schweigen möchte, kann das tun, während die Angehörige sich sie Tränen von den Wangen tupft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja...ich habe mich übrigens um ein working visa beworben.&lt;div style='clear:both; text-align:RIGHT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-5723498006398208835?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/5723498006398208835/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=5723498006398208835' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/5723498006398208835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/5723498006398208835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/03/drama-in-unzhligen-akten.html' title='Drama in unzähligen Akten'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgkaDRGoUuI/AAAAAAAAABA/ilSuT5a9H8Y/s72-c/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+083.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-6395055362152683752</id><published>2007-03-25T11:38:00.000+02:00</published><updated>2008-12-12T07:14:57.176+01:00</updated><title type='text'>Ein Seufzer</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgZDJCoKh7I/AAAAAAAAAA4/zo3mdh2_BLY/s1600-h/IMG_1412.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="clear: both; float: left;" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgZDJCoKh7I/AAAAAAAAAA4/zo3mdh2_BLY/s160/IMG_1412.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Es ist Sonntag. Es ist grau, kalt, es regnet und und es stürmt. Man könnte denken ich wäre in Deutschland. Und das sind nicht die einzigen Ähnlichkeiten zu meinem vorigen Leben auf der anderen Seite der Welt: mein Schreibtisch sieht schon ungefähr so aus wie derjenige, der nun einem andern in Freiburg dient und mir drei Jahre lang treu war. Bücher und Aufsätze links und rechts die gelesen werden wollen und mich hämisch auslachen, sobald ich heimlich versuche mich mit Sartre auf das Bett zu verkriechen. Bisher war ich allerdings recht erfolgreich trotzig, was mir nun Querelen mit meinem Über-Ich einbringt...Wie war das? Man kann seinem Leben nicht davon reisen? Ich mag es nicht, wenn sich solche Kalendersprüche bewahrheiten.&lt;div style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://picasa.google.com/blogger/" target="ext"&gt;&lt;img src="http://photos1.blogger.com/pbp.gif" alt="Posted by Picasa" style="border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;" align="middle" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-6395055362152683752?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/6395055362152683752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=6395055362152683752' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/6395055362152683752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/6395055362152683752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/03/es-ist-sonntag.html' title='Ein Seufzer'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgZDJCoKh7I/AAAAAAAAAA4/zo3mdh2_BLY/s72-c/IMG_1412.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8432415367936026881</id><published>2007-03-24T06:53:00.001+01:00</published><updated>2007-03-24T06:53:12.011+01:00</updated><title type='text'>Bra Boys Surf OURS in Botany Bay</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;&lt;p&gt;&lt;object height='350' width='425'&gt;&lt;param value='http://youtube.com/v/dFKAzlNcC3o' name='movie'&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed height='350' width='425' type='application/x-shockwave-flash' src='http://youtube.com/v/dFKAzlNcC3o'&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8432415367936026881?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8432415367936026881/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8432415367936026881' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8432415367936026881'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8432415367936026881'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/03/bra-boys-surf-ours-in-botany-bay.html' title='Bra Boys Surf OURS in Botany Bay'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-1880430749152613365</id><published>2007-03-24T04:42:00.000+01:00</published><updated>2008-12-12T07:14:57.391+01:00</updated><title type='text'>Auf der Suche nach dem heiligen Koby Abberton</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSeeCoKh4I/AAAAAAAAAAg/L8HFkK5uyKE/s1600-h/SU0105_pho05.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSeeCoKh4I/AAAAAAAAAAg/L8HFkK5uyKE/s320/SU0105_pho05.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5045331721500395394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wer Koby Abberton ist? Es gibt einige sehr gute Big Wave Surfer. Aber es gibt nur einen Koby Abberton. Während andere Surfer sich normalerweise erst mit Anfang - Mitte 30 an die wirklich großen Wellen wagen, war er schon mit 26 einer der bekanntesten seines Fachs, mit Wellen bis zu 68 Fuß in seinem Lebenslauf. Koby Abberton ist bekannt für seine "never-say-die"-Haltung, er war mit den Bra Boys der Erste (obwohl es da andere Meinungen gibt), der an den 'Ours' gesurft ist, Klippen an denen sich Wellen brechen, die lange als unsurfbar galten, weil sie direkt über die Felsen waschen. Seine Furchtlosigkeit ist ebenso berüchtigt wie er selbst. Grund: Koby Abberton ist neben seinen Brüdern eine zentrale Figur der Bra Boys. Das hat nichts mit BHs zu tun und auch nichts mit der Board Riders Association, sondern mit MarouBRA, einem mehr oder weniger berüchtigten Vorort Sydneys. Die Bra Boys sind eine der bekanntesten Surf Gangs, sie selbst nennen sich allerdings brotherhood. Sie sind berüchtigt, vor allen wegen einer Massenschhlägerei mit der Polizei im Dezember 2002. Sein wir ehrlich - es ist auch eine blöde Idee, den Geburtstag eines Gangmitglieds genau 1 Stockwerk unter der Weihnachtsfeier der Polizei zu begehen.&lt;br /&gt;Bra Boys erkennt der ungelernte Beobachter leicht an ihren Tattoos. Die meisten haben ihre Mitgliedschaft nämlich groß auf dem Rücken oder Bauch stehen. Andere beliebte Motive sind 'My Brother's Keeper' und 2035, die PLZ von Maroubra.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSpFSoKh6I/AAAAAAAAAAw/7WQkJcskY04/s1600-h/koby_fixed.jpg"&gt;&lt;img style="cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSpFSoKh6I/AAAAAAAAAAw/7WQkJcskY04/s200/koby_fixed.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5045343390926538658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wirkliche Aufmerksamkeit wurde den Abberton Brüdern (Koby in d. Mitte) wegen einer Mordverhandlung im letzten Jahr zuteil. Dazu sage ich jetzt aber nicht mehr. Denn woher weiß ich das alles? Richtig. Aus den Zeitungen. Und aus dem Kino. Dort wird nämlich gerade eine von Sunny Abberton gedrehte, sehr sehenswerte Dokumentation mit dem logischen Titel 'Bra Boys' gezeigt. So.&lt;br /&gt;Ich bin ja neugierig. Und wenn ich mit Informationen gefüttert werde, müssen die auch überprüft und angewandt werden. Und da so schönes Wetter war und ich im Moment ein Projekt zwecks Vergleich der Stadtstrände am Laufen habe, habe ich gestern früh den Bus bestiegen, bepackt mit Büchern und Lernkram, denn der Mensch darf ja seine Pflichten nicht vernachlässigen, und nach einer Stunde überklimatisierter Fahrt bin ich in Maroubra ausgestiegen.&lt;br /&gt;Ich persönlich fand Maroubra eher nett als gefährlich. Natürlich war ich nicht in den Sozialbauten, denn ich weiß gar nicht so genau wo die liegen. Und ich wollte ja an den Strand. Der Strand ist tatsächlich der schönste, den ich bisher hier gesehen habe. Weit gesereckt, und da man sich außerhalb des Stadtkessels befindet, sieht man neben den obligatorischen Häusern mit Meerblick auch noch einige Klippen und Grün. Ein weiterer Vorteil: eine äußerst erträgliche Anzahl von Menschen. Allerdings keine Gangmitglieder weit und breit. Dabei soll es dreihundert von denen geben. Ich hatte gehofft ein Lebensgefühl ungefähr zwischen...Karibik und New York vorzufinden. Statt dessen alles nett und harmonisch. Also entweder muss ich den Bra Boys jetzt glauben, wenn sie sagen sie haben den ganzen Statdteil aufgeräumt und von Dealern und Junkies befreit, oder ich glaube überhaupt keinem Australier mehr irgendeinen Satz über Gefährlichkeit.&lt;br /&gt;Das einzige aufregende Erlebniss an diesem Tag war die Suche nach einem Verkaufsort für Zigaretten. Selbst nach einem Monat Raucher-Diskrimminierung glaube ich Deutsche immer noch, irgendwo einen Kiosk oder einen Zigarettenautomaten zu finden. Also habe ich mir schnell den Jeansmini über den Bikini gezogen und bin über den Strand getrabt. Und über die nächste Straße. Und dann vorbei an einem Spielplatz. Und dann halb um eine Ecke. Ich wollte schon umdrehen, in Anbetracht meines eher offenherzigen Outfits und der fehlenden Schuhe, da habe ich endlich das Maroubra-Hotel gefunden. (Hotel ist ein Euphemismus. So heißt hier jeder Pub.) Nachdem ich bei den morgendlichen Alkoholikern für helle Begeisterung gesorgt hatte konnte ich meine Mission beenden und bin wieder zurück zum Strand gezuckelt. Mehr Spannung gab es nicht. Wobei...Spannung so gesehen schon. Denn bei all dem Bade- und Lesevergnügen und dem kühlen Wind bin ich überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass mein Sunblocker versagen könnte. Das hat man nun davon. Keinen Koby Abberton, obwohl der noch immer in Maroubra wohnt, nicht mal irgendeinen Bra Boy als Bestätigung für meinen urbanen Mythos, aber dafür einen Sonnenbrand in den Kniekehlen, dass ich, mit den Armen an einem Ampelmast hängend, den Verkehr hätte stoppen können. Leiden für die Wisschenschaft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-1880430749152613365?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/1880430749152613365/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=1880430749152613365' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/1880430749152613365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/1880430749152613365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/03/auf-der-suche-nach-dem-heiligen-koby.html' title='Auf der Suche nach dem heiligen Koby Abberton'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSeeCoKh4I/AAAAAAAAAAg/L8HFkK5uyKE/s72-c/SU0105_pho05.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1502372475516575782.post-8204566119432548795</id><published>2007-03-24T04:39:00.000+01:00</published><updated>2008-12-12T07:14:57.536+01:00</updated><title type='text'>Mir entgeht nischt</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSdWioKh3I/AAAAAAAAAAY/ukciNgI-jHo/s1600-h/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+097.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_" style="CLEAR: both; FLOAT: left" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSdWioKh3I/AAAAAAAAAAY/ukciNgI-jHo/s160/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+097.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  Endlich ist es vollbracht. Nach einigen technischen Querelen (es hätte mich aber auch gewundert, wenn es die nicht gegeben hätte), steht mein höchst persönlicher Blog nun im Internet. Da wir ja alle wissen, dass Erlebnisse nur halb wahr sind, wenn überhaupt, wenn wir sie nicht mittels Kommunikation auch für andere lebendig machen, freue ich mich um so mehr, die Früchte meiner Tage nun endlich teilen zu können.&lt;br /&gt;Ich werde euch meine Bilder dieses Kontinents, vornehmlich erstmal dieser Stadt, von nun an hoffentlich regelmäßig mitteilen und euch auf dem Laufenden halten über meiner Meinung nach Wichtiges, Interessantes, Kritsches oder auch Amüsantes. Nichts ist heilig, alles ist ohne Gewähr, und ihr wisst ja...mir entgeht nichts!&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1502372475516575782-8204566119432548795?l=aussiejule.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aussiejule.blogspot.com/feeds/8204566119432548795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=1502372475516575782&amp;postID=8204566119432548795' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8204566119432548795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1502372475516575782/posts/default/8204566119432548795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aussiejule.blogspot.com/2007/03/mir-entgeht-nischt.html' title='Mir entgeht nischt'/><author><name>Jule</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09150888851478447021</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='10623952769158365753'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_oFeB0bw3jdU/RgSdWioKh3I/AAAAAAAAAAY/ukciNgI-jHo/s72-c/Ende+Freiburg,+Anfang+Sydney+097.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry></feed>